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Forum: Offtopic Warum sind öffentliche Verkehrsmittel so teuer?


Autor: Timbo (Gast)
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Hi,

ich war grad wieder tanken und ich wundere mich jedesmal, warum die Bahn 
im Vergleich dazu so teuer ist. Ich kann für 50 Euro tanken was mit der 
Bahn ohne BC 120 Euro kostet. Das ist in etwa der Preis den es auch 
inklusive aller Abschreibungen kostet. Aber ein Auto brauch ich eh, von 
daher sind die entstehenden Abschreibungskosten pro km noch kleiner. Mit 
dem Auto brauche ich 5 Stunden, mit der Bahn 7, wenn wie üblich ein Zug 
ausfällt, 8. Dazu muss ich dreimal umsteigen und in zwei ICEs stehen 
weil die immer überfüllt sind.
Das gleiche ist der Bus, der fährt 21:00 zu letzt und kostet pro Fahrt 
1,90. Für dämliche 2 km! Selbst mit den exorbitantesten Kilometerkosten 
komme ich da mit meinem Auto drunter. Daher meine Frage: wieso sind die 
öffentlichen Verkehrsmittel so teuer? Sie nehmen sich meist nichts zu 
einem Auto inklusive aller Abschribungen, ich muss mir aber dumme Kinder 
mit Musikhandys, Verspätungen, Stehplätze, Ausfälle etc. in Kauf nehmen. 
Sind die Kosten des Betriebs wirklich so groß und wo geht das ganze Geld 
hin? Gibt es Subventionen und warum sind die wenn dann so niedrig?

Mich würden mal eure Meinungen dazu interessieren!

Autor: NetteMann (Gast)
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was kostet dein Auto an Unterhalt (Steuer Versicherung) und was kostet 
deine Garage (im Bezug auf Bahnhof) was kostet dein Fahrer und 
Kassierer? Wie viel kostet deine Website? Wie viel kostet ne Reparatur 
oder z.B. nen Reifen Wechsel? Berechne das alles mal und du wirst merken 
WOW die Bahn is billig!

Autor: Timbo (Gast)
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Eben nicht. Inklusive aller Kosten ist der Preis für Bahn/Auto 
identisch. Nehme ich auch nur 1 Mitfahrer mit wirds billiger mit Auto.

Autor: NetteMann (Gast)
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Hast allerdings auch keine masse an Gebäude Personal etc die de 
versorgen musst

Autor: Timbo (Gast)
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Jepp, das stimmt, aber zu welchem Preis wäre die Bahn in der Lage ihren 
Service ohne Börsengang anzubieten?

Autor: NetteMann (Gast)
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einen hohen

Autor: Marius S. (lupin) Benutzerseite
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Bin letztens mal 600 km mit Leihwagen gefahren. Bahn hätte mich 80 euro 
gekostet. getankt hatte ich für rund 45 Euro (diesel). Dazu noch 30 Euro 
für den Leihwagen - macht 75 euro. Bin sogar zügig gefahren. Mit der 
Bahn hätte ich 1000 mal umsteigen müssen. Lohnt sich also für lange 
strecken auf jeden fall.

Im innerstädtischen Nahverkehr lohnen sich meiner meinung nach die 
öffentlichen eher (monatskarte)

Autor: Daniel F. (df311)
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ich kann dich beruhigen, hier in tirol sind die öffentlichen 
verkehrsmittel auch teuer.

aber z.b. südtirol hat ziemlich gute preise (und man kommt mit dem bus 
wirklich überall hin):
bus, überlandfahrt 30 km: 3,59 eur (vollpreis, einzelkarte) - setzt sich 
aus 0,65 eur tagessatz + 0,098 eur/km zusammen. bei mehreren fahrten pro 
tag fällt der tagessatz nur einmal an, als 30 km hin und zurück macht 
6,53 eur.
bei wert- oder abo-karten sinkt der preis nochmal (z.b. wertkarte 0,65 
tagessatz, 0,065/km - strecke brenner-innichen macht demzufolge ca. 6,65 
eur vollpreis; vergleichbare strecke in österreich kostet ca. 14,00 eur)

Autor: Pauli der Längsregler (Gast)
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Geld wird bei der Bahn nur im Güterverkehr verdient.

Auch die ÖPNVs sind viel zu billig. Oder kennt jemand einen Betrieb der 
kostendeckend arbeitet? Sind doch alles Subventionsbetriebe.

Autor: Detlev T. (detlevt)
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Solche Vergleiche stellen eigentlich nur Leute an, die ohnehin niemals 
die Bahn benutzen würden und sich deshalb das Autofahren schönrechnen 
wollen. Das erreicht man aber nur, wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht. 
Typischerweise benutzt man dazu eine der folgenden Methoden:

* Der Standardpreis der Bahn, aber am teuersten dafür aber immer 
verfügbar ist, wird mit stark eingeschränken Spezial-Sondertarifen z.B. 
von Autovermietern verglichen.
* Dem Preis der Bahn, der alle Kosten abdecken muss 
(Vollkostenkalkulation) werden lediglich die Benzinkosten 
entgegengesetzt und nicht einmal die kilometerabhängigen 
Verschleißkosten mit einbezogen. Selbst als Teilkostenrechnung  ("Ein 
Auto habe ich ja eh") wäre das also unseriös. (Ich möchte einmal sehen, 
was los ist, wenn die Pendlerpauschale nach diesem Modell berechnet 
wird)
* Es wird mit einer unrealistischen, regelmäßigen(!) Auslastung 
gerechnet, z.B. mit vier Personen im Auto. Wenn man an einer Autobahn 
einmal eine Statistik machen würde, käme man über 1.2 Personen/Auto wohl 
nicht hinaus.

Lass uns mal rechnen. Die Bahnfahrt Hamburg-München kostet im 
Normaltarif ohne BC 122€. Das wären auf der Straße 774km 
(Map24-Routenplaner) Der Straßenkilometer bei der Bahn kostet also 
15.75cent. Das würde beim aktuell wieder gesunkenen Benzinpreis von 
1.26€/l 12.5l auf 100km entsprechen. Nur wenn man so rechnet, verliert 
die Bahn.

Rechnen wir einmal ein wenig seriöser. Autofahrer A und Bahnfahrer B 
haben jeweils 5000€ Startkapital zur Verfügung. A kauft sich dafür einen 
Gebrauchtwagen, der 7l/100km verbraucht (angeblicher Durchschnittswert 
der deutschen Autoflotte). B legt das Geld als Festgeld zu 4.5% Zinsen 
an. Von diesen Zinsen (225€) kauft er sich eine Bahncard 50 (220€) und 
seinen Kindern ein Eis (5€).

Wenn B jetzt Bahn fährt, kostet ihn der Straßenkilometer 7.875cent. 
Dafür bekommt A noch nicht einmal das Benzin! Von allen anderen Kosten 
(Versicherung, Reparaturen, Steuern und einem möglichen Totalverlust bei 
Unfall) gar nicht erst zu reden! Und nach fünf Jahren kann A froh sein, 
wenn er für die Verschrottung nicht noch etwas dazu zahlen muss, B hat 
aber immer noch die ganzen 5000€ auf dem Konto!

Autofahren ist also real deutlich teurer als Bahnfahren, wer etwas 
anderes behauptet, der belügt sich nur selbst. Es ist aber vor allem 
anders. Deswegen kann man das ohnehin nicht 1:1 vergleichen. Man muss 
sich an Abfahrzeiten handeln, Gepäck schleppen, umsteigen und mit 
fremden Menschen reisen. Dafür kann man das auch nach mehr als zwei Maß 
und dabei noch lesen oder arbeiten.

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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Schön geschrieben, Detlev.

Leider sind viele der Meinung, dass sie die Zeit, die ein Bus oder die 
Bahn mit dem Abklappern von Haltestellen braucht, ja sinnvoller nutzen, 
wenn sie mit dem Auto fahren. Bei Familien kann ich mir das auch schon 
vorstellen...

>käme man über 1.2 Personen/Auto
Da müssten dann aber schon 1-2 Reisebusse mit im Verkehr sein.
Meine morgendliche Schätzung liegt darunter.

Was viele Autofahrer natürlich auch nicht bedenken: Hier in Deutschland 
fährt der ÖPNV i.d.R. nach einem Fahrplan und nicht nach Bedarf.
Somit müssen auch leere Busse/Bahnen fahren, weil es ja sein kann, dass 
an der nächsten Station 30 Leute stehen, die irgendwohin wollen.

Bei vielen Autobesitzern frage ich mich sowieso, wozu die eins brauchen.
Morgens in die Firma, nachmittags/abends wieder zurück. 80% der Zeit 
steht das Ding eh nur rum (und kostet Geld).
Aber hier wird man ja auch schief angeguckt, wenn man kein Auto hat, 
weil man der Meinung ist, dass man sowas nicht braucht.
Manche Kinder werden ja schon zum Autofahrer gemacht, indem sie von 
Mami, Papi, Oma oder Opa einen Roller zum 16. Geburtstag geschenkt 
bekommen.
Wieso sind Fahrräder eigentlich nicht mehr so interessant?

Ich schweife ab...
Ich bezahle 48Euro im Monat für mein Busticket...

Meine Freundin hat leider das Problem, dass sie mit dem Bus in die Firma 
pro Richtung ca. 60 Minuten (inkl. Weg zur Bushaltestelle) braucht.
Deswegen fährt sie mit dem Auto. Würde es eine Art Schnellbus geben, 
würde sie auch damit fahren.

Autor: Warren Spector (jcdenton)
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das hast du an sich ganz nett gerechnet. du hast nur einen kleinen 
fehler drin.

wer pendelt täglich 774km hamburg-münchen ?

ich pendel täglich 40km mit der bahn, das kostet mich im monat 150€, 
oder im jahr 1200€ (jahreskarte)

diese karte ist preisstufe 5, kann also NICHT durch eine bahncard 
ermäßígt werden.

die strecke sind etwa 35km autobahn, 5km durch kaff/innenstadt.

rechne das doch jetzt mal auf ein auto um.

natürlich darf man nicht nur sprit rechnen, es ist aber ein unterschied 
ob das auto, wenn ich es nicht für den arbeitsweg nutze, herrumrostet 
und nur wenig bewegt wird, sagen wir 10-20k km im jahr, oder ob ich es 
viel nutze.

(und ich die versicherung und steuern trotzem zahle, und dann auch noch 
bahn fahre)

der verschleiß hält sich bei modernen autos mittlerweile in grenzen, 
wenn ich sehe das mein vater beim letzten auto 450.000 km mit sovielen 
ersatzteilen auskam, das mir zum abzählen eine hand reicht (ohne 
zündkerzen, filter, öl und keilriemen..) und das auto kostete damals 
11.000 DM. (gebraucht, 60k km)

Autor: Johannes M. (johnny-m)
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Tja, als jemand, der bei der Bahn den "Normaltarif" zahlt, weil er sein 
Ticket kurzfristig kauft, muss eben die ganzen Fahrgäste mitbezahlen, 
die schon ein paar Wochen vorher ein Supersparpreis-Ticket für 29€ 
gekauft haben...

Autor: Detlev T. (detlevt)
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Warren Spector wrote:
> wer pendelt täglich 774km hamburg-münchen ?

Natürlich niemand. Ich brauche aber doch zum Vergleich einen Wert, was 
der Straßen(!)kilometer in der Bahn kostet. Deshalb habe ich extra eine 
lange Strecke gewählt, damit Randbedingungen wie Fahrten in den Städten 
selbst möglichst wenig ins Gewicht fallen. Außerdem gilt diese 
Betrachtung ja nicht nur für Pendler, sondern auch für Langstrecken.

Autor: Bernd T. (bastelmensch)
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Die rumrechnerei ist mir zu blöd.

Wenn ich mit dem Auto fahre habe ich einen 1A Service, muß nicht meine 
Koffer ewig zum Beförderungsmittel schleppen, fahr wann ich will und 
kann kurzfristig ohne irgendwelchen Aufwand meinen Plan auch ändern.

Die Bahnkunden rechnen sich ihren Geiz doch grundsätzlich schön.

Mir ist wurst wieviel man mit der Bahn sparen kann. Meine Freizeit ist 
auch was wert.

Ich bin froh mir ein Auto leisten zu können und ich nutze es auch.

Das letzte Hemd hat keine Taschen!

Auf der anderen Seite geht mein Dank an alle die mit der Bahn fahren! 
Und das meine ich ehrlich, stellt Euch mal vor die Leute würden auch 
noch im Stau stehen und diesen damit weiter verlängern. Ich hoffe auch 
das zukünftig noch viel mehr Leute auf die Bahn umsteigen, damit die 
Straßen wieder etwas leerer werden. Das hilft den verbleibenden 
Autofahrern Benzin zu sparen.

Autor: Detlev T. (detlevt)
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@Bernd T.
Die Frage von Timbo war, "warum" Bahnfahren teurer ist als Autofahren. 
Es ist aber nicht teurer, darum ging es bei der Rechnung. Es muss sich 
niemand dafür rechtfertigen, wenn er Auto fährt. Wie ich schon schrieb, 
unterscheiden sich die beiden Fortbewegungsarten ja nicht allein im 
Preis.

Autor: Master Snowman (snowman)
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ich komme aus der Schweiz. im kanton Zürich bezahlst du als erwachsener 
für ÖV für 25km hin und zurück, etwa 15 EUR. ..und du findest, deine 
sind ÖVs teuer?!?

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ STK500-Besitzer (Gast)

>Da müssten dann aber schon 1-2 Reisebusse mit im Verkehr sein.
>Meine morgendliche Schätzung liegt darunter.

0,9 ? ;-)

>Manche Kinder werden ja schon zum Autofahrer gemacht, indem sie von
>Mami, Papi, Oma oder Opa einen Roller zum 16. Geburtstag geschenkt

Der hat nur zwei Räder.

>bekommen.
>Wieso sind Fahrräder eigentlich nicht mehr so interessant?

Mit 16? Com'on! Ausser ein paar Mountainbike/Downhill/BMX Freaks wollen 
alle, vor allem männliche Jugendliche, ne Zwiebacksäge, ähhhh, Moped, 
um, naja, sie wissen schon, auf den Putz zu hauen.

>Deswegen fährt sie mit dem Auto. Würde es eine Art Schnellbus geben,
>würde sie auch damit fahren.

Ich fahr meisten MfG, als Mitfahrgelegenheit von Kollegen. Die 
Spritrechung wird dann halbiert.

MFG
Falk

Autor: Paul Baumann (Gast)
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>Die Spritrechung wird dann halbiert.

..und zwar in der Mitte, so daß Du den Teil bekommst, auf dem die Summe 
steht. ;-)

Reißaus nehmend
Paul

Autor: Thilo M. (Gast)
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>Ich fahr meisten MfG, als Mitfahrgelegenheit von Kollegen. Die
>Spritrechung wird dann halbiert.

Ich auch. Wir sind zu dritt, spart jedem von uns ca. 8000km im Jahr.

Die Öffentlichen wären mir auch lieber, nur wär's bei mir 1 Stunde 
früher aufstehen, 1 Stunde später heimkommen und zweimal ein 
halbstündiger Fußmarsch. :(

Autor: Kevin K. (nemon) Benutzerseite
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Timbo wrote:
> Das gleiche ist der Bus, der fährt 21:00 zu letzt und kostet pro Fahrt
> 1,90. Für dämliche 2 km! Selbst mit den exorbitantesten Kilometerkosten
> komme ich da mit meinem Auto drunter.

eine strecke von 2km? da warte ich hier (hannover) zu der zeit im schnit 
7-8 minuten auf den bus + eben so lange für die fahrt, in der zeit bin 
ich die strecke hin und vermutlich auch zurück gefahren. undzwar für 
annähernd 0cent/km. es gibt da so ein oldschool-beförderungsmittel 
namens fahrrad, gut, das kennen viele der jugendlichen von heute nicht 
mehr, aber es ist durchaus eine anschaffung wert. insbesondere für solch 
kleine strecken von 1-10km. in der innenstadt ist der vorteil noch 
größer, kein fußweg zum parkplatz, kein scheibe enteisen (nagut, dafür 
kanns auf dem rad auch mal kalt werden, aber man kann sich ja 
entsprechend anziehen), man kann abkürzungen durch parks und gassen 
fahren, die parkplatzsuche erübrigt sich in der regel, in der regel 
parkt man auch direkt vor der haustür und so weiter und so fort. achja, 
in der innenstadt ist man mit dem rad vergleichbar schnell, wie mit dem 
auto und den ÖVM

> Mich würden mal eure Meinungen dazu interessieren!

->weichei (du wolltest meine meinung hören)

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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>>Da müssten dann aber schon 1-2 Reisebusse mit im Verkehr sein.
>>Meine morgendliche Schätzung liegt darunter.

>0,9 ? ;-)

Das wäre dann die Anzahl, die am Montag Morgen nicht mehr im Wochenende 
ist... ;)

>Mit 16? Com'on! Ausser ein paar Mountainbike/Downhill/BMX Freaks wollen
>alle, vor allem männliche Jugendliche, ne Zwiebacksäge, ähhhh, Moped,
>um, naja, sie wissen schon, auf den Putz zu hauen.

Dann ist da was in meiner Pubertät an mir vorbeigegangen...

>Ich fahr meisten MfG, als Mitfahrgelegenheit von Kollegen. Die
>Spritrechung wird dann halbiert.

Mache ich auch, wenn wir gleichzeitig in der Firma anfangen und aufhören 
(sie arbeitet halt etwas weiter weg als ich).

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ STK500-Besitzer (Gast)

>Dann ist da was in meiner Pubertät an mir vorbeigegangen...

Die Mädels, auf der Suche nach nem Zwiebacksägenbesitzer . . .

duckundwech
Fa - ich hatte auch mal ne Schwalbe -lk

Autor: Marius S. (lupin) Benutzerseite
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> * Der Standardpreis der Bahn, aber am teuersten dafür aber immer
> verfügbar ist, wird mit stark eingeschränken Spezial-Sondertarifen z.B.
> von Autovermietern verglichen.

Detlev, mein Beispiel war ein Normaltarif für Firmen vom Autovermieter, 
ich konnte das Auto sogar schon am Vortag abholen und am nächsten Morgen 
zurück bringen. Es gibt ja auch noch car sharing, da kann man schnell 
und günstig ein Auto mieten (z.B. bei cambio für 22 euro/tag + 3 
euro/monat + ein wenig kilometergeld (0,30 für die ersten hundert danach 
0,20)).

Da war das autofahren auf jeden fall günstiger für mich als mit der Bahn 
zu fahren (wenn man vom Normalpreis ausgeht).

Normalpreis sollte man eigentlich nie bezahlen, oftmals sind Länder- 
oder Wochenend-Tickets viel günstiger.

Komme übrigens gerade von einer üblichen Bahn-"Tortour".

Eine Strecke von 82 Kilometern ist zu überwinden. Mit dem Auto 
geschätzte 45 Minuten und so ca zwischen 8 bis 9 Euro Benzinkosten.

Normalpreis der Bahn liegt je nach Zeit (gibt unterschiedliche 
Verbindungen, aber keine direkte) zwischen 16,90€ (selten, sprich zwei 
mal am Tag ca 1 stunde hintereinander - DOH), 24,90€ (oft) und 39€ (paar 
mal am tag). Das günstigste ist in den meisten Fällen ein Länderticket 
für 19 Euro.

Bin mir sicher, dass selbst wenn ich die Nebenkosten einrechne die Fahrt 
mit dem Auto günstiger wäre (wenn man das Auto auch für andere Fahrten 
nutzt ;)). Aber abgesehen davon war ich noch ganze 3,5 stunden 
unterwegs. Die schnellste verbindung liegt bei 2:41 (die für 16,90€). 
Die langsamste bei 4 stunden (die für 39€, da darf man für die lange 
fahrt noch extra drauf bezahlen weil Bahnfahren ja so schön ist).

Ist jedes mal ein Spass wenn ich die Strecke fahren muss.

Edit:
Bevor einer damit ankommt: die Verbindung ist auch in der Woche so 
schlecht, das nimmt sich nix.

Autor: Detlev T. (detlevt)
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Marius S. wrote:
>> * Der Standardpreis der Bahn, aber am teuersten dafür aber immer
>> verfügbar ist, wird mit stark eingeschränken Spezial-Sondertarifen z.B.
>> von Autovermietern verglichen.
>
> Detlev, mein Beispiel war ein Normaltarif für Firmen vom Autovermieter,

Ist das kein Sondertarif? Den kann sicher nicht jeder nutzen, wohl noch 
nicht einmal eine Firma, die nicht einen gewissen Mindestumsatz macht. 
Und natürlich musste die Fahrt innerhalb eines Tages abgeschlossen sein, 
das gilt nicht für jede Reise. Ich will aber gern zugestehen, dass das 
Auto in manchen Fällen günstiger sein kann, behaupte aber, dass dies 
zumindest bei Fernstrecken meist nicht zutrifft. Nur beim ÖPNV gibt es 
auf Grund der Tarifstruktur öfter Strecken, wo die Bahn teurer ist, wenn 
die Strecke sehr kurz ist oder man so gerade eine Tarifgrenze 
überschreitet. Für das Geld könnte man dann noch viel weiter fahren, 
aber davon hat man dann halt nix.

> Es gibt ja auch noch car sharing, da kann man schnell
> und günstig ein Auto mieten (z.B. bei cambio für 22 euro/tag + 3
> euro/monat + ein wenig kilometergeld (0,30 für die ersten hundert danach
> 0,20)).

Wie ich oben ausgerechnet habe, kostet der Straßenkilometer in der Bahn 
als Normalpreis ohne Bahncard 15,75cent (Fernstrecke). Allein das 
km-Geld beim Car-Sharing ist also teurer, von den zusätzlichen Kosten 
gar nicht erst zu reden.

> Normalpreis sollte man eigentlich nie bezahlen, oftmals sind Länder-
> oder Wochenend-Tickets viel günstiger.

Geht leider nicht immer, schon gar nicht im Fernverkehr. Auch die 
Sparangebote sind meist schwer zu bekommen, da lügt einem die 
Bahn-Werbung leider die Hucke voll.

Autor: Jadeclaw Dinosaur (jadeclaw)
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Marius S. wrote:
> Eine Strecke von 82 Kilometern ist zu überwinden. Mit dem Auto
> geschätzte 45 Minuten und so ca zwischen 8 bis 9 Euro Benzinkosten.
>
> Die schnellste verbindung liegt bei 2:41 (die für 16,90€).
> Die langsamste bei 4 stunden (die für 39€, da darf man für die lange
> fahrt noch extra drauf bezahlen weil Bahnfahren ja so schön ist).
Der vorläufig abgeblasene Börsengang der Bahn macht das möglich. Wann 
wird Mehdorn endlich in die Wüste geschickt? Ohne Wasser.

Was bei den ganzen Vergleichsrechnungen auch vergessen wird, ist daß die 
Bahn den gesamten Verkehrsweg selbst bezahlen darf, Straßen aber 
vollständig aus Steuermitteln gebaut werden. Und wie man am 
Straßenzustand in vielen Gegenden sieht, reichen KFZ- und 
Mineralölsteuer offensichtlich nicht aus, um Neubau und Erhaltung 
gleichzeitig im notwendigen Maß sicherzustellen.

Achja, was die monatlichen Fixkosten für die Benzinkutsche anbelangt, da 
lohnt es sich schon, sich mal beim ADAC schlau zu machen. Dann ist der 
gefahrene Kilometer schon garnicht mehr so billig. Je nach Fahrstrecken 
und Reisehäufigkeit kann es sich schon lohnen, sich die diversen 
Vielfahrertarife der Bahn anzusehen.

Wer aber meint, oder auch tatsächlich nicht ohne Auto auskommen kann, 
dem sei empfohlen, beim nächsten Fahrzeug mal über Autogas(LPG) 
nachzudenken, die Tankstellen werden immer mehr, es ist wesentlich 
preiswerter und umweltschonender.

Gruß
Jadeclaw.

Autor: Gast (Gast)
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> Dafür kann man das auch nach mehr als zwei Maß
> und dabei noch lesen oder arbeiten.

In überfüllten Viehtransportern mit einer Luftfeuchtigkeit und 
Temperatur wie an einem schwülen Sommernachmittag möchte ich nicht 
wirklich lesen oder arbeiten. Da ist mein Hemd schon nach 5 Minuten 
klatsch nass geschwitzt.

Autor: Gast (Gast)
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>vollständig aus Steuermitteln gebaut werden. Und wie man am
>Straßenzustand in vielen Gegenden sieht, reichen KFZ- und
>Mineralölsteuer offensichtlich nicht aus, um Neubau und Erhaltung
>gleichzeitig im notwendigen Maß sicherzustellen.

Die KFZ- und Mineralölsteuer würde schon ausreichen um die Straßen in 
einem hervoragendem Zustand zu erhalten und sogar noch neue Strecken zu 
bauen. Leider sind Steuern nicht Zweckgebunden, so dass mit den vielen 
Milliarden vor allem irgendwelche Löcher im Haushalt gestopft werden. 
Z.B. Rente, Stütze, usw.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Gast wrote:

> Leider sind Steuern nicht Zweckgebunden, so dass mit den vielen
> Milliarden vor allem irgendwelche Löcher im Haushalt gestopft werden.
> Z.B. Rente, Stütze, usw.

Genau, wenn wir die Rentner und Hartz-4-Empfänger nicht hätten, hätte
jeder ordentliche Straßen.  Oder was wolltest du damit sagen?

Wohin wurden gleich gerade erst 500 Milliarden gegeben?  Ich glaube,
es waren weder Rentner noch Arbeitslose...

Autor: Gast123 (Gast)
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Wer nicht gerade in einer Großstadt wohnt und vielleicht ab und zu mal 
nach 9 Uhr weg gehen möchte hat keine Chance ohne Auto. Und wenn man 
(wie der Threadersteller) von einem bereits vorhandenem Auto ausgeht hat 
man bei Einzelfahrten sicher keinen Preisvorteil bei der Bahn. Vor allem 
wenn man mit mehreren Personen unterwegs ist.

Bei einer Jahreskarte kann es wieder anders aussehen. Genauso in einer 
Großstadt, wo sich der Stressfaktor und Zeitfaktor Auto/ÖPNV vielleicht 
umkehrt. Und wenn man alle Fahrten, die man mit dem Auto erledigen 
würde, durch ÖPNV ersetzen kann (was außerhalb der Städte sicher nicht 
möglich ist) kann man sich natürlich die Fixkosten sparen und dadurch 
sind öffentlichen Verkehrsmittel natürlich wieder interessant.

Leider können sich die meisten, die schimpfen, dass jeder unbedingt eine 
Auto besitzen muss, möglicherweise nicht vorstellen, wie es ist wenn man 
keine brauchbare öffentliche Verkehrsanbindung hat.

Da ich im Moment eine Bahncard50 habe, lohnt es sich für mich Strecken 
in die nahegelegene Stadt (40 km) mit der Bahn zu fahren. Aber auch nur, 
wenn ich alleine bin und nicht aus der Innenstadt heraus möchte (was 
nämlich wieder ein nicht ganz billiges Straßenbahnticket voraussetzen 
würde). Und es geht auch theoretisch etwas schneller als mit dem Auto; 
aber wenn man dann schon die Zeit fürs Warten und Ticket kaufen 
einrechnet, oder dann sogar die üblichen Verspätungen, passt die Bilanz 
schon nicht mehr.

Auch auf die Arbeit könnte ich durch ein durch den Arbeitgeber 
subventioniertes Busticket viel Geld sparen. Allerdings würde das mich 
etwa eine Stunde am Tag kosten. Dazu kommt noch Zeit, die ich durch 
Einkäufe, die ich auf dem Weg erledige, einspare. Außerdem kann ich so 
meine Gleitzeit voll ausschöpfen, was mit festen Fahrplänen nicht 
möglich wäre. Das ist mir einfach mehr Wert als die paar Euro im Monat, 
die ich dafür sparen könnte.

Aber das ist ja schon etwas OT. Ich denke der Hauptgrund für die teuren 
ÖPNV sind, dass sehr viele Fahrten einfach nicht genug ausgelastet sind. 
Deshalb ist die Bahn so sehr daran interessiert, unrentable Strecken 
dicht zu machen; wobei die Bahn wohl sicher nicht sinkende Preise im 
Kopf hat.

Autor: Detlev T. (detlevt)
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Gast123 wrote:
> Wer nicht gerade in einer Großstadt wohnt und vielleicht ab und zu mal
> nach 9 Uhr weg gehen möchte hat keine Chance ohne Auto. Und wenn man
> (wie der Threadersteller) von einem bereits vorhandenem Auto ausgeht hat
> man bei Einzelfahrten sicher keinen Preisvorteil bei der Bahn. Vor allem
> wenn man mit mehreren Personen unterwegs ist.

Das hatte ich ja schon geschrieben. In Einzelfällen rechnet sich der PKW 
(Teilkostenkalkulation, mehrere Insassen), der Normalfall ist das aber 
nicht. Leider ist die Abdeckung des ÖPNV außerhalb der Großstädte sehr 
schlecht, nicht zuletzt weil da praktisch jeder ein Auto hat und die 
Nachfrage dadurch gering ist. In vielen Fällen ist die Abhängigkeit vom 
Auto aber auch erworben. Viele bauten ihr Eigenheim vor der Stadt, weil 
der Baugrund dort noch vorhanden und relativ günstig ist. Die dadurch 
längere Fahrt zum Arbeitsplatz wurde zudem früher über die 
Pendlerpauschale gefördert. Wer sich diesen Weg gespart hat und dafür in 
der Stadt eine höhere Miete zahlen musste, bekam hingegen gar nichts.

Wer mit dem Auto fahren will und sich das leisten kann, soll das tun. Es 
ging und geht mir nur darum, mit dem Märchen "Bahn ist teurer als Auto" 
aufzuräumen.

Autor: Gast (Gast)
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>> Leider sind Steuern nicht Zweckgebunden, so dass mit den vielen
>> Milliarden vor allem irgendwelche Löcher im Haushalt gestopft werden.
>> Z.B. Rente, Stütze, usw.

>Genau, wenn wir die Rentner und Hartz-4-Empfänger nicht hätten, hätte
>jeder ordentliche Straßen.  Oder was wolltest du damit sagen?
>Wohin wurden gleich gerade erst 500 Milliarden gegeben?  Ich glaube,
>es waren weder Rentner noch Arbeitslose...

Brauchst nicht gleich auszuflippen, Jörg. Ist nunmal Fakt, dass der 
Autofahrer in Deutschland gemolken wird um irgendwelche Haushaltslöcher 
zu stopfen. Die KFZ- und Mineralölsteuer ist im Prinzip eine 
Luxussteuer, ähnlich wie die Schaumweinsteuer oder die Branntweinsteuer.

Es liegt mir fern, da eine Wertung bezüglich Rentern und H4-Empfängern 
reinzubringen. Ich habe lediglich die Tatsachen benannt. Die Rente als 
Umlagenfinanziertes Produkt der Altersabsicherung funktioniert bei der 
jetzigen Bevölkerungsentwicklung (Mehr Alte, weniger Junge) einfach 
nicht mehr. Das war den Machern vor 50 Jahren schon bewußt, dass 
irgendwann Geld aus anderen Töpfen geholt werden muß, um die Renten zu 
finanzieren. Es was damals aber egal, weil diese Herren nur kurzfristig 
gedacht haben und nur auf ihr Wahlergebnis geschaut haben. Die 
Wiedervereinigung hat diese Abwärtsspirale in der gesetzlichen Rente 
nochmals beschleunigt.

Und eigentlich dachte ich, dass Du ein ruhiger, überlegter und vor allem 
gebildeter Zeitgenosse bist. Warum hast Du es nötig, solche 
Stammtischparolen bezüglich den 500Mrd. Euro zu brüllen. Ich denke der 
Unterschied zwischen einer Bürgschaft und einem Kredit sind bekannt.

Autor: Detlev T. (detlevt)
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Gast wrote:
> Das war den Machern vor 50 Jahren schon bewußt, dass
> irgendwann Geld aus anderen Töpfen geholt werden muß, um die Renten zu
> finanzieren.
Das ist hier OT, deshalb nur kurz: Konrad Adenauer, der vor fünfzig 
Jahren Bundeskanzler war, ist der Satz "Kinder bekommen die Leute immer" 
überliefert, womit er die Zweifel an der Umlage-Rente abtat. "Schon 
bewusst" kann man da also nicht sagen. "Zu optimistisch" würde ich 
gelten lassen.

Autor: Gast123 (Gast)
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@Detlev:
Es kann nicht jeder in eine Großstadt ziehen! Näher zum Arbeitsplatz 
ziehen könnte ich zwar, aber die paar Kilometer weiter ist die 
Verkehrsanbindung auch nicht besser (eher sogar schlechter).

Aber klar, ich und viele Millionen anderer Leute können sich ja in einer 
Großstadt einen neuen Job suchen, nur um aufs Auto verzichten zu können. 
Das Chaos stelle ich mir jetzt sehr lustig vor.

Und ich fahre ja nicht nur zur Arbeit mit dem Auto. Es gibt ja auch 
sowas wie Freunde und Freizeit, und dafür braucht man hier (und an 
vielen anderen Stellen in Deutschland auch) ein Auto. Ich werde sicher 
nicht jegliche soziale Kontakte und sportliche Aktivitäten einstellen, 
nur damit ich kein Auto haben muss.

Aber klar, das kann man natürlich alles verlangen und dann sagen, dass 
man kein Auto braucht. Aber um eine ähnliche Lebensqualität zu erhalten, 
wie es in Großstädten mit ÖPNV erreichen kann, geht in ländlicheren 
Gegenden halt nur mit einem Auto. Und dein Post war einfach nur mal 
wieder ein Beweis für meine These, dass sich Großstädter das einfach 
nicht vorstellen können.

Autor: Gast (Gast)
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>Ich werde sicher nicht jegliche soziale Kontakte und sportliche Aktivitäten 
>einstellen, nur damit ich kein Auto haben muss.

Minusargument. Vor 60 oder 80 Jahren, als nur wenige ein Auto hatten, 
hat auch keiner auf soziale Kontakte verzichten müssen. Auch nicht auf 
dem Lande. Es ist Dein Anspruch, der es für Dich nötig erscheinen lässt 
ein Auto zu haben.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Gast wrote:

> Warum hast Du es nötig, solche
> Stammtischparolen bezüglich den 500Mrd. Euro zu brüllen. Ich denke der
> Unterschied zwischen einer Bürgschaft und einem Kredit sind bekannt.

Es sind ja nicht nur Bürgschaften, sondern durchaus auch einiges an
realem Geld dahinter (irgendwas von 100 Milliarden).  Außerdem warst
du es, der sich nun partout die Rentner und Arbeitslosen als Beispiel
raussuchen musstest.  Ob du das nun willst oder nicht, damit begibst
du dich einfach auf BILD-Niveau (und die unterschwellig rübergetragene
Botschaft führt auch zur Meinungsbildung).

Die Straßen werden so vielfältig in diesem Land finanziert, eine
schlüssige Beweisführung, dass dafür das Kfz.- und Mineralölsteuer-
aufkommen tatsächlich in der Summe ausreicht, hat bislang auch noch
niemand geliefert.  Am offensichtlichsten ist es vielleicht noch bei
den Autobahnen, aber gerade bei den Straßen in den Städten wird das
ziemlich schnell im Sande verlaufen.  Die werden aber eben auch nicht
nur von Radfahrern und Fußgängern benutzt, zumindest als Parkraum sind
sie allen (ja, mir auch) herzlich willkommen.

Autor: Gast123 (Gast)
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Gut, dann kehren wir einfach zu der Gesellschaft vor 80 Jahren zurück. 
Gute Idee und super Argument.

Autor: Gast (Gast)
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>Es sind ja nicht nur Bürgschaften, sondern durchaus auch einiges an
>realem Geld dahinter (irgendwas von 100 Milliarden).

So, jetzt kommst Du plötzlich mit 100Mrd. um die Ecke und nicht mehr mit 
500Mrd. Und etwas weiter unten wirfst Du mir BILD-Niveau vor? Witzbold, 
Du bist. Da hat der gute Jörg wohl einfach mal, wieder besserem Wissen 
die falsche Zahl in den Raum geschmissen. Natürlich, 500Mrd. klingt ja 
auch viel provokanter als 100Mrd..

>Außerdem warst du es, der sich nun partout die Rentner und Arbeitslosen >als 
Beispiel raussuchen musstest.  Ob du das nun willst oder nicht, damit >begibst du 
dich einfach auf BILD-Niveau (und die unterschwellig >rübergetragene Botschaft 
führt auch zur Meinungsbildung).

Wenn ich das richtig interpretiere, verschlingt das Ministerium für 
Arbeit und Soziales rund 44% des Bundeshaushaltes. Das Bundesministerium 
für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung lediglich 8%.

Es war früher schon üblich dem Überbringer schlechter Nachrichten den 
Kopf abzuhacken. Ich mache die Zahlen nicht. Aber wenn man die Zahlen 
mal auf den Tisch legt, dann kommen immer diese diese politisch 
korrekten Sozis angelaufen, schreien ganz laut Jehova, und stecken 
lieber den Kopf in den Sand, als die Probleme zu sehen.

Aber wir driften ab. Wir können uns aber gerne an andere Stelle 
weiterunterhalten. Allerdings würde ich von Dir dann auch erwarten, dass 
Du meine Kommentare zuläßt und nicht kommentarlos nach /dev/NULL 
verschiebst. Ich habe beobachtet, dass die Zensur hier schonmal leicht 
über die Stränge schlägt.

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Jadeclaw Dinosaur wrote:
> Wann wird Mehdorn endlich in die Wüste geschickt?
Zustimmung!

> Was bei den ganzen Vergleichsrechnungen auch vergessen wird, ist daß die
> Bahn den gesamten Verkehrsweg selbst bezahlen darf, Straßen aber
> vollständig aus Steuermitteln gebaut werden.

Es ist genau umgekehrt!
Die Autofahrer finanzieren die Bahnfahrer.
Mineralölsteuer und Kfz-Steuer werden nur zu einem kleinen Teil für 
Straßenlöcher ausgegeben. Der Rest wandert in irgendwelche 
Haushaltslöcher.
Die Bahn dagegen bekommt durch Zuschüsse der öffentlichen Hand jedes 
Jahr etwa zehn Milliarden Euro zusätzliche zu diversen 
Steuererleichterungen.

> beim nächsten Fahrzeug mal über Autogas(LPG) nachzudenken, die Tankstellen
> werden immer mehr, es ist wesentlich preiswerter und umweltschonender.

Warum ist es preiswerter? Weil weniger Steuern drauf sind!

Autor: Detlev T. (detlevt)
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Alexander Schmidt wrote:
 > Es ist genau umgekehrt!
> Die Autofahrer finanzieren die Bahnfahrer.
> Mineralölsteuer und Kfz-Steuer werden nur zu einem kleinen Teil für
> Straßenlöcher ausgegeben. Der Rest wandert in irgendwelche
> Haushaltslöcher.

Es ist nun einmal der Charakter von Steuern, dass sie zur allgemeinen 
Finanzierung staatlicher Aufgabe erhoben werden und nicht zweckgebunden 
sind. Die Biersteuer dient ja auch nicht zur Finanzierung von Kneipen 
und Brauereien. Nur Autofahrer kommen wohl auf die Idee, dass sie da 
eine Ausnahme sein dürfen. (Womit ich nicht sagen will, dass für Straßen 
seit dem Krieg tatsächlich weniger ausgegeben wurde als insgesamt an 
Kfz- und Mineralölsteuer hereingekommen ist)

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Detlev T. wrote:
> Es ist nun einmal der Charakter von Steuern, dass sie zur allgemeinen
> Finanzierung staatlicher Aufgabe erhoben werden und nicht zweckgebunden
> sind.

Und dennoch finanzieren die Autofahrer die Bahnfahrer.
Die Bahn ist nämlich von einigen Steuern ausgenommen, z.B. Ökosteuer und 
Mehrwertsteuer bei kurzen Strecken.

Autor: Detlev T. (detlevt)
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Alexander Schmidt wrote:
> Und dennoch finanzieren die Autofahrer die Bahnfahrer.
> Die Bahn ist nämlich von einigen Steuern ausgenommen, z.B. Ökosteuer und
> Mehrwertsteuer bei kurzen Strecken.
(AFAIK ist der MWSt-Satz im ÖPNV 7% und die Ökosteuer halbiert. 
"Ausgenommen" stimmt also nicht ganz)

Und beide zusammen finanzieren die Flugreisenden. Die zahlen überhaupt 
keine Öko- oder Mineralölsteuer und für die nötige Infrastruktur sorgt 
trotzdem der Staat.

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Detlev T. wrote:
> Und beide zusammen finanzieren die Flugreisenden.
Das ist in der Tat richtig.

> und für die nötige Infrastruktur sorgt trotzdem der Staat.
Naja, Luft war bis jetzt jedenfalls umsonst.

Autor: Detlev T. (detlevt)
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Alexander Schmidt wrote:
>> und für die nötige Infrastruktur sorgt trotzdem der Staat.
> Naja, Luft war bis jetzt jedenfalls umsonst.

Aber irgendwann muss das Flugzeug auch einmal runter. Da ist ein 
Flughafen meist ganz praktisch. Ohne massive staatliche Subventionen 
gäbe es die aber gar nicht. Und damit die Passagiere dahin und auch 
wieder wegkommen braucht es Straßen und ÖPNV. Rate mal, wer das bezahlt.

Autor: Jadeclaw Dinosaur (jadeclaw)
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Luft vielleicht, aber die ganzen Regionalflughäfen sind reine 
Subventionslöcher. Das hat schon vor nicht allzulanger Zeit eine Studie 
der Deutschen Bank für NRW festgestellt. Aber Mineralölsteuer wird keine 
fällig. Stattdessen gibt es für Billigflieger wie Ryan Air noch 
Extrarabatte bei den Flughafengebühren. Alles aus Steuergeldern.


<OT>
Noch ein kurzer Nachsatz zur umlagefinanzierten Rente:
Das staatliche Rentensystem wurde vorsätzlich geschädigt, damit Allianz 
und Co. lukrative Geschäfte machen können. Profilügner wie Raffelhüschen 
und Riester haben uns und die Politiker von vorn bis hinten belogen, daß 
sich die Balken biegen. Und jetzt noch was zum Anschauen:
http://www.swr.de/odysso/-/id=1046894/nid=1046894/...
Speziell die ersten 2 Beiträge ansehen.

Zu den Kosten der Sozialsysteme: Ein sehr großer Teil der Kosten ist 
selbst verursacht. Vorallem durch die Hartz-Reformen sind die 
Bürokratiekosten massiv angestiegen,während gleichzeitig die 
Vermittlungszahlen massiv eingebrochen sind. Damit das nicht auffällt, 
wurden die Kriterien für die Arbeitslosenstatistik immer wieder 
geändert. Eine vom Wirtschaftsministerium in Auftrag gegebene Studie des 
Prognos Institutes bestätigt, daß die Hartz-Reformen nichts gebracht 
haben. Aufgrund dieses Ergebnisses wird die Studie bis heute unter 
Verschluß gehalten. Ich könnte noch mehr schreiben, auch zum Thema 
Gesundheitssystem, aber damit soll es jetzt gut sein.
</OT>

Gruß
Jadeclaw.

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
Datum:

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Hast du für die massive staatliche Subvention Belege.

Edit:
Jadeclaw Dinosaur wrote:
> Luft vielleicht, aber die ganzen Regionalflughäfen sind reine
> Subventionslastzugs.
Aber dort wo die Mehrzahl der Passagiere startet und landet, nämlich auf 
Großflughäfen wie Frankfurt, München und Nürnberg wird tatsächlich 
Umsatz generiert und Steuern bezahlt.

Autor: Detlev T. (detlevt)
Datum:

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Alexander Schmidt wrote:
> Hast du für die massive staatliche Subvention Belege.

Die Subventionen sind so massiv, dass die EU-Kommission schon mehr als 
einmal einschreiten musste:
http://www.google.de/search?q=flughafen+subvention...

Autor: Marius S. (lupin) Benutzerseite
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@Detlev:

> Ist das kein Sondertarif? Den kann sicher nicht jeder nutzen, wohl noch
> nicht einmal eine Firma, die nicht einen gewissen Mindestumsatz macht.

Wir haben dort erst zum zweiten oder dritten mal ein Fahrzeug gemietet. 
Das ist ein ganz normaler Firmentarif den jede Firma bekommt.

> Wie ich oben ausgerechnet habe, kostet der Straßenkilometer in der Bahn
> als Normalpreis ohne Bahncard 15,75cent (Fernstrecke). Allein das
> km-Geld beim Car-Sharing ist also teurer, von den zusätzlichen Kosten
> gar nicht erst zu reden.

Ich habe von 30 bzw 20 cent pro 100 km geredet, nicht pro Kilometer. Das 
wurde wohl nicht ganz deutlich. Car sharing ist schon recht günstig im 
Vergleich zur normalen Autovermietung.

Ich denke du musst leider einsehen, dass es in meinen beiden Beispielen 
tatsächlich günstiger wäre mit dem Auto zu fahren. Und es gibt bestimmt 
noch einige andere.

Autor: Detlev T. (detlevt)
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Marius S. wrote:
["Firmenwagen"]
Diesen Fall lasse ich gelten

>> Wie ich oben ausgerechnet habe, kostet der Straßenkilometer in der Bahn
>> als Normalpreis ohne Bahncard 15,75cent (Fernstrecke). Allein das
>> km-Geld beim Car-Sharing ist also teurer, von den zusätzlichen Kosten
>> gar nicht erst zu reden.
>
> Ich habe von 30 bzw 20 cent pro 100 km geredet, nicht pro Kilometer. Das
> wurde wohl nicht ganz deutlich. Car sharing ist schon recht günstig im
> Vergleich zur normalen Autovermietung.

Ich bin einmal auf die Seite von cambio gegangen. Für eine Beispielfahrt 
von 100km berechnen die dort 30€ (Start-Tarif). Also doch 30c/km! 
(30c/100km wäre auch ein bisschen lächerlich. Bei 500km kämen da gerade 
1.50€ zusammen. Das würde man in diesem Fall einfach mit in den 
Zeittarif einkalkulieren)

> Ich denke du musst leider einsehen, dass es in meinen beiden Beispielen
> tatsächlich günstiger wäre mit dem Auto zu fahren. Und es gibt bestimmt
> noch einige andere.

Eins ist noch übriggeblieben. Wenn man also eine Firma hat, mindestens 
600km fährt, den Wagen dafür nur einen Tag braucht und dieser auch noch 
so sparsam ist wie der, den du hattest (6l/100km?), dann ist de Fahrt 
mit dem Auto etwas billiger als mit der Bahn - wenn man dort für diese 
Zeit keinen Sondertarif nutzen kann und auch keine Bahncard hat. (Sind 
allerdings ziemlich viele "Wenn"s)

Autor: Quadrierer (Gast)
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Warum ÖPNV so teuer ist ?

Das ist rein kapitalistisch/BWL-mäßig zu begründen:

=> Dann ist das Wertschöpfungspotential durch
"Schwarzfahren" am größten ...

Autor: Arno H. (arno_h)
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Wieso kostet das überhaupt Geld?
Die Züge fahren doch eh.

Arno

Autor: Quadrierer (Gast)
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"Die Züge fahren doch eh."

Es sei denn, es sind "moderne" ICE-3- bzw. T- Einheiten ( das sind 
bekanntlich die, die VOR der Magnetschwebebahn-Ära ein Exportschlager 
werden sollten ), die kosten schon im Stillstand eine ganze Menge.

Autor: Vol(l)kaserne (Gast)
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Tja, ich verweise wieder mal auf meine Zukunftsvision eines modularen 
Personen-/Warentransportsystems. Stellt euch straßenfähige Gefährte vor, 
in verschiedenen Größen, die zusammenkoppelbar sind, automatisch nach 
Eingabe des Zielortes gesteuert werden und sich intelligent je nach 
Zielortgebiet zusammenfügen und wieder auftrennen.

Vorteile:

-Keine Staus mehr
-Keine Unfälle mehr
-Keine Kosten durch Autoinstandhaltung und Statussymbolzwang
-Kostenersparnis durch Modularität, auf langen Strecken sparsam wie ein 
Zug, in der Stadt mobil wie ein Auto

Nachteile:

-keine Statussymbole mehr
-kein "Fahrspaß" mehr

Voraussetzungen:

-Realistisch betrachtet wohl ein Generationssprung, damit das "mein 
Auto, meine Yacht"-Denken aussterben kann
-Bereitschaft der Bevölkerung, ein solches System durch eine Grundsteuer 
zu tragen
-Bereitschaft der Bevölkerung, die Gefährte nicht mutwillig zu zerstören 
(dem kann aber durch Kontrolle, hohe Strafen und widerstandsfähiges 
Design nachgeholfen werden, ansonsten siehe Generationssprung)
-Bereitschaft der Autoindustrie, an einem Strang zu ziehen
-Bereitschaft der Transportindustrie, das System zum weitreichenden 
Warentransport zu nutzen

Fazit:
-vielleicht dauert es noch 20, 50 oder 100 Jahre, aber es kommt sicher.

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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> Stellt euch straßenfähige Gefährte vor, in verschiedenen Größen,
> die zusammenkoppelbar sind [] und sich intelligent je nach
> Zielortgebiet zusammenfügen und wieder auftrennen.
> -Keine Staus mehr
Die Kapazität der Straße ist doch immer noch genauso groß, daher wird es 
auch weiterhin Staus geben.

> -Keine Unfälle mehr
Kein System das derart komplex ist kann vollkommen fehlerfrei sein.

> -Keine Kosten durch Autoinstandhaltung und Statussymbolzwang
Und deine Gefährte sind absolut verschleißfrei, gehen nie kaputt und 
müssen daher nie repariert werden?

> auf langen Strecken sparsam wie ein Zug, in der Stadt mobil wie ein Auto
Warum sollten sie auf langen Strecken sparsamer sein als jetzt? Der 
Luftwiderstand mag zwar geringer sein, wenn die Module direkt 
aneinandergebunden sind, dafür ist er dann umso höher, wenn sie einzeln 
fahren. Die Nachteile des geringen Wirkungsgrad des Motors und der 
Rollwiderstand bleiben gleich.

> Nachteile:
keine verschiedenen Modelle möglich, z.B. Lieferwagen, VW-Bus, 
Kleinwagen
Schuldfrage bei Verkehrsunfällen

Autor: Detlev T. (detlevt)
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@Vol(l)kaserne
Nimm das jetzt nicht persönlicher als unbedingt nötig, aber das ist das 
Produkt einer unbegrenzten Technikgläubigkeit: "Es gibt kein Problem, 
dass nicht durch Technik gelöst werden kann. Probleme, die durch Technik 
entstehen, werden durch noch mehr Technik gelöst." Der letzte Satz ist 
rekursiv anzuwenden.

So eine Infrastruktur wäre viel zu aufwändig. Es gibt zwar Entwicklungen 
in diese Richtung (Navigationsgeräte, automatische Abstands- und 
Geschwindigkeitskontrolle), aber den Menschen als flexibel reagierendes 
Kontrollsystem zuverlässig ersetzen zu wollen, ist unsinnig. Sparsam wie 
ein Zug kann ein solches System auch niemals sein. Luft- und 
Rollwiderstand werden systembedingt immer viel größer sein, die Antriebe 
niemals so effizient wie die eines Zuges. Insbesondere bei elektrischen 
Antrieben.

Es würde schon viel bringen, wenn es hier - wie in vielen anderen 
Ländern - Sammeltaxis gäbe. Also ein Angebot zwischen dem großen Omnibus 
und dem Individual-Taxi.

Autor: Vol(l)kaserne (Gast)
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>Die Kapazität der Straße ist doch immer noch genauso groß, daher wird es
>auch weiterhin Staus geben.

Staus entstehen doch nicht (nur) durch viele bzw. zu viele Autos, 
sondern durch das, was Detlev als "Menschen als flexibel reagierendes
Kontrollsystem" bezeichnet.

>Kein System das derart komplex ist kann vollkommen fehlerfrei sein.
Aber mit Sicherheit fehlerärmer als 10 Millionen völlig unabhängig 
voneinander agierende "Menschen als flexibel reagierendes
Kontrollsystem".

>Und deine Gefährte sind absolut verschleißfrei, gehen nie kaputt und
>müssen daher nie repariert werden?
Natürlich tun sie das, aber die Wartung durch auf das System angelegte 
Werkstätten und die schiere Anzahl machen den Preis auf dein Einzelnen 
gerechnet verschwindend gering.

>Warum sollten sie auf langen Strecken sparsamer sein als jetzt? Der
>Luftwiderstand mag zwar geringer sein, wenn die Module direkt
>aneinandergebunden sind,

Ist er, und zwar ordentlich

>dafür ist er dann umso höher, wenn sie einzeln
>fahren.
Maximal so hoch wie jetzt bei einem ordentlich designten Auto


>Die Nachteile des geringen Wirkungsgrad des Motors und der
Stell dir keine Kolonne von Dieselautos vor. Innovationen der 
Antriebstechnik werden sicher effektiver sein, als der durchschnittliche 
100PS-Motor, der jetzt pro Fahrer (und damit meist auch pro Passagier) 
genutzt wird.

>Rollwiderstand bleiben gleich.
Die Straßenkompatibilität ist nur ein erster Schritt. Danach ist alles 
möglich.

>keine verschiedenen Modelle möglich, z.B. Lieferwagen, VW-Bus, Kleinwagen
Wer sagt das? Wie schwierig mag es sein, sich diese Sache mit Modulen 
verschiedener Größe vorzustellen? ;)

>Schuldfrage bei Verkehrsunfällen
Das ist sicher ein Punkt, der diskussionswürdig ist, aber durch einen 
bundesweiten Versicherungsfond kann das ohne Probleme abgedeckt werden, 
wiederum viel besser als die Einzelklüngelei jetzt.

>Nimm das jetzt nicht persönlicher als unbedingt nötig,
Warum sollte ich eine vernünftige Argumentierung als persönlichen 
Angriff sehen? Ist ja nicht so, dass du schreibst "...aber du bist ein 
Riesenblödmannarschloch" ;)

>aber das ist das Produkt einer unbegrenzten Technikgläubigkeit: "Es gibt >kein 
Problem, dass nicht durch Technik gelöst werden kann. Probleme, die >durch Technik 
entstehen, werden durch noch mehr Technik gelöst." Der >letzte Satz ist rekursiv 
anzuwenden.
Ich hab doch kein Beamen vorgeschlagen. ;)

>So eine Infrastruktur wäre viel zu aufwändig.
Das haben sie sicher vor der Eisenbahn auch gesagt. Und wirklich, kannst 
du es dir vorstellen, ganze Länder kreuz und quer mit sauschweren 
Metallschienen auszulegen, auf denen dann noch schwerere Wagen mit 
unglaublicher Geschwindigkeit dahinsausen?


>Es gibt zwar Entwicklungen
>in diese Richtung (Navigationsgeräte, automatische Abstands- und
>Geschwindigkeitskontrolle), aber den Menschen als flexibel reagierendes
>Kontrollsystem zuverlässig ersetzen zu wollen, ist unsinnig.
Weil der Mensch so superzuverlässig arbeitet? Meinst du im Ernst, die 
Unfallzahl auf deutschen Straßen wäre höher, wären alle Autos 
"fern"gesteuert???

>Sparsam wie
>ein Zug kann ein solches System auch niemals sein. Luft- und
>Rollwiderstand werden systembedingt immer viel größer sein, die Antriebe
>niemals so effizient wie die eines Zuges. Insbesondere bei elektrischen
>Antrieben.

Das ist eine Optimierungsfrage, die findige Ingenieure problemlos lösen 
können.

>Es würde schon viel bringen, wenn es hier - wie in vielen anderen
>Ländern - Sammeltaxis gäbe. Also ein Angebot zwischen dem großen Omnibus
>und dem Individual-Taxi.
Klar, das wären erste Mäuschenschritte, deren logische Konsequenz dann 
aber doch wieder in einer Idee meiner Art mündet.

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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> Staus entstehen doch nicht (nur) durch viele bzw. zu viele Autos,
Interesannt.

> Die Straßenkompatibilität ist nur ein erster Schritt. Danach ist alles
> möglich.
Aha.

>>So eine Infrastruktur wäre viel zu aufwändig.
> Das haben sie sicher vor der Eisenbahn auch gesagt.
Schienennetz in Deutschland: 34' km
Straßennetz in Deutschland: 627' km

>>Sparsam wie in Zug kann ein solches System auch niemals sein.
> Das ist eine Optimierungsfrage, die findige Ingenieure problemlos lösen
> können.
lol

Autor: Quadrierer (Gast)
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Hallo, Vol(l)kaserne,

schon vor längerer Zeit, als man erkannt hatte, daß der 
Individualverkehr keine "Endlösung" des Verkehrsproblem sein könnte, 
wurde über diverse alternative Verkehrssysteme nachgedacht, insbesondere 
für Personenbeförderung.
Es gab nicht nur das für mich grössenwahnsinnige Vorzeigeprojekt 
Magnetschwebebahn, sondern auch "kleineres":

H-Bahn (http://www.h-bahn.info/de/),
M-Bahn 
(http://www.berliner-verkehrsseiten.de/m-bahn/Gesch...)

Gruss

Autor: Tiefflieger (Gast)
Datum:

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Bevor irgendwelche Automatenautos auf deutschen Straßen fahren wird erst 
noch die große Ära der Carsharer kommen.

Mal sehen wer sich in 10 Jahren noch ein eigenes Auto leisten kann, das 
können heute schon die wenigsten (hindert sie aber nicht daran sich eins 
zu kaufen ;) ).

Autor: John Swift (johnswift)
Datum:

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> Genau, wenn wir die Rentner und Hartz-4-Empfänger nicht hätten, hätte
> jeder ordentliche Straßen.  Oder was wolltest du damit sagen?

Ja, Jörg, das hättest du gerne, stimmt's. Nur kommen andere erst gar 
nicht auf solche asozialen Gedanken.

> Wohin wurden gleich gerade erst 500 Milliarden gegeben?  Ich glaube,
> es waren weder Rentner noch Arbeitslose...

Ja wo wurden denn 500 Mrd. gegeben? Wenn du etwas nicht verstehst, frage 
lieber vorher nach.

>Ob du das nun willst oder nicht, damit begibst
>du dich einfach auf BILD-Niveau (und die unterschwellig rübergetragene
>Botschaft führt auch zur Meinungsbildung).

Den gleichen Gedanken hatte ich eben auch, als ich dein Post gelesen 
habe.

>sondern durchaus auch einiges an
>realem Geld dahinter (irgendwas von 100 Milliarden).

500 oder 100?

Autor: John Swift (johnswift)
Datum:

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> selbst verursacht. Vorallem durch die Hartz-Reformen sind die
> Bürokratiekosten massiv angestiegen,während gleichzeitig die
> Vermittlungszahlen massiv eingebrochen sind. Damit das nicht auffällt,
> wurden die Kriterien für die Arbeitslosenstatistik immer wieder
> geändert.

Den Unterschied zwischen erwerbslos und arbeitslos solltest du dir mal 
anschauen. Du wirst feststellen, dass die Arbeitslosenstatistik nichts 
mit Hartz4 zu tun hat.

Autor: Bahnfahrer (Gast)
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Die Frage des OT war doch, warum Öffentliche Verkehrsmittel so teuer 
sind?

EINE Antwort (nicht DIE Antwort) darauf ist, weil Leute wie Mehdorn 
enorme Gehälter zugebilligt werden. Obendrein kommen dann noch die 
horrenden Bonuszahlungen. Gerade war ein interessantes Rededuell im N24, 
mit Christian Wulf und Renate Künast. Moderator war Michel Friedman. 
Ausgangspunkt war die aktuelle Aufstockung des Gehalts Mehdorn's von 
750. Tausend auf 900. Tausend Euro. Friedman (selbst CDU-Mitglied) 
fragte Christian Wulf warum sich die CDU denn nicht gegen die 
Aufstockung von Mehdorns Gehalt gestellt habe. Wulf versuchte mehrfach 
abzulenken (klappt bei Friedman natürlich nie), Friedman wiederholte die 
Frage und dann kam der Hammer, Wulf sagte doch tatsächlich, man schüre 
hier eine POGROMSTIMMUNG gegen Leute wie Mehdorn. Friedman fielen 
sichtlich die Gesichtszüge herunter, leider war das in den letzten 
Minuten der Sendezeit und die Sendung war zu ende.

So funktioniert das Spiel in Deutschland, immer wieder gibt es (auch) in 
den Reihen der politischen Amtsträger (hier Ministerpräsident von 
Niedersachsen, Wulf) jemanden der sich schützend vor die ach so "armen" 
und "gescholtenen" Manager in Deutschland wirft, mit Hinweis auf Neid 
jetzt sogar Pogromstimmung. Nicht Prof. (Un)Sinn ist der einzige der 
hier bewusst geschichtliche Fehlgriffe als Werkzeug verwendet (seine 
Vergleich der Hetze gegen Manager mit der Judenverfolgung), aber allen 
gemein ist immer die Nähe zu den Industrieverbänden. Dieser Lobbyismus 
ist auch bei einem gut Teil unserer Volksvertreter fest verwurzelt, also 
wundert euch nicht warum ihr mit euren Bahntickets auch die fetten 
Gehälter und Boni der Raff'ges  mitfinanziert.

Zeit für einen Wandel in Deutschland!

Autor: Gast (Gast)
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Um wie viel wird denn die Bahnfahrt günstiger, wenn Mehdorn auf die 
Hälfte seiner Einkommen verzichtet?

Autor: Detlev T. (detlevt)
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Bahnfahrer wrote:
> Die Frage des OT war doch, warum Öffentliche Verkehrsmittel so teuer
> sind?
>
> EINE Antwort (nicht DIE Antwort) darauf ist, weil Leute wie Mehdorn
> enorme Gehälter zugebilligt werden. Obendrein kommen dann noch die
> horrenden Bonuszahlungen.
> [...]
> ,also wundert euch nicht warum ihr mit euren Bahntickets auch die fetten
> Gehälter und Boni der Raff'ges  mitfinanziert.

Der Argumentation kann ich nicht folgen. Die Bahn arbeitet 
gewinnorientiert. Das heißt, die versucht, am Ende des Jahres möglichst 
viel Geld übrig zu behalten. Und das tut sie unabhängig vom Gehalt ihrer 
Manager. Würden diese - einmal hypothetisch angenommen - die gleiche 
Tätigkeit für weniger Geld ausüben, bliebe am Ende mehr über. Das würde 
aber an die Aktionäre ausgeschüttet und nicht an die Kunden. Für die 
änderte sich nichts.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> Der Argumentation kann ich nicht folgen. Die Bahn arbeitet
> gewinnorientiert. Das heißt, die versucht, am Ende des Jahres
> möglichst viel Geld übrig zu behalten. Und das tut sie
> unabhängig vom Gehalt ihrer Manager. Würden diese - einmal
> hypothetisch angenommen - die gleiche Tätigkeit für weniger
> Geld ausüben, bliebe am Ende mehr über. Das würde aber an die
> Aktionäre ausgeschüttet und nicht an die Kunden. Für die
> änderte sich nichts.

Und das ist das Kardinalproblem. Ein Infrastrukturbetreiber kann und 
darf nicht so bewirtschaftet werden wie ein beliebiger Industriebetrieb, 
der beliebig viele Konkurrenzunternehmen hat.

Wie an anderen Stellen bereits oft genug zu sehen war, wird 
Infrastruktur durch "Privatisierung" nicht besser, sondern nur teurer 
und maroder. Gerade bei der Bahn sollten die Erfahrungen aus 
Großbritannien nicht ignoriert werden.

Funktionierende Infrastruktur aber ist für ein funktionierendes 
Gemeinwesen essentiell, deswegen wird sie in vielen Fällen vom Staat 
betrieben und/oder kontrolliert.

Autor: Detlev T. (detlevt)
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@Rufus t. Firefly
Es ging um die Frage "Wer zahlt Mehdorns Gehalt?". Bahnfahrer (Gast) hat 
das so dargestellt, als würde dies von den Kunden direkt bezahlt. Als 
würde sich das direkt auf den Fahrpreis auswirken. Dem ist nicht so. Es 
wird viel mehr wie in jedem anderen Aktienunternehmen von den Aktionären 
bezahlt, die damit auf einen Teil ihres Gewinns verzichten bzw. einen 
entsprechenden Zuschlag zu ihrem Verlust in Kauf nehmen.

Von dem geplanten Ausverkauf der Bahn halte ich nichts. Aber man kann 
durchaus im Rahmen marktwirtschaftlichen Handelns Unternehmensziele so 
definieren, dass man den Erfordernissen als "Infrastrukturanbieter" 
gerecht wird. Gewinnmaximierung muss nicht das alleinige Ziel sein. 
Nachhaltiges Wirtschaften und möglichst großer Marktanteil (= 
"Transporte auf die Schiene bringen") kann man genauso als 
Unternehmensziel definieren. Das ist kein Widerspruch zu 
gewinnorientiertem Handeln.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> Nachhaltiges Wirtschaften und möglichst großer Marktanteil (=
> "Transporte auf die Schiene bringen") kann man genauso als
> Unternehmensziel definieren.

Das aber tut die Bahn unter Mehdorn nicht. Für Transporte interessiert 
sie sich überhaupt nicht, betreibt sie doch sogar selber eines der 
Unternehmen, die Deutschlands Autobahnen mit Lastwagen zuparken.
Für das Transportieren von Reisenden fühlt sich die Bahn auch nur noch 
sehr eingeschränkt zuständig, betrachtet man mal die "ausführlichen" 
Möglichkeiten zur Gepäckmitnahme in Schnellzügen à la ICE.
Geschäftsreisende mit Handgepäck, die sind so ziemlich die einzige 
Zielgruppe.

Autor: Ex-Bahnfahrer (Gast)
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"Geschäftsreisende mit Handgepäck, die sind so ziemlich die einzige
Zielgruppe."

Noch besser ausgedrückt:

Fahrgäste sind lästige "Beförderungsfälle", die man vermeiden muss ( es 
sei denn, sie haben KEIN Gepäck, KEINE Kinder, und fahren 1. Klasse )...

Noch ein Gedanke:

Ganz früher, zu der Zeit, als es nur Nahverkehrs-, Eil- und D-Züge gab, 
konnte man, wie heute, im 2-Std.-Takt von Köln nach Amsterdam fahren, 
dabei ( ohne Zuschläge jedweder Art !) auch noch in Dinslaken, Wesel, 
Emmerich, Ede-Wageningen ein- und aussteigen, und kam passabel hin ...

( Dauerte ca. 30 min länger als heute, auch wg. Loktausch, ersparte aber 
in vielen Fällen Umsteigezeiten./ Da heute aber in D die Anschlüsse 
meist von 30 auf 60 min ausgedünnt sind, änderte sich kaum etwas, nur 
der Fahrpreis. )

Die Höchstgeschwindigkeit auf dem niederländischen Schiennetz beträgt 
übrigens 140 km/h, weil fast überall Bahnübergänge vorhanden sind, ein 
ICE-3 benötigte für seine vollen 8 Megawatt in Holland eine Oberleitung 
für ca. 6000 A ...

In jener Steinzeit war es deutlich praktikabler, als heute, sein Fahrrad 
per Bahn mit-zu-verschicken, und die bei vielen D-Zügen mitgeschleppten 
speziell für diesen Zweck vorgesehenen Spezialanhänger nahmen nebenbei 
die Tagespost mit und sparten auf diese Weise jede Menge Öl und 
CO2-Emissionen der jetzt notwendigen Post-Flugzeuge.

Auch Mehdorn behauptet, die Bahn setze sich für "Umweltfreundlichkeit" 
ein; schon seine Vorgänger dachten über diese Gepäckaufgaben nach und 
entschieden sich, angeblich wollte die Post dieses "antiquierte" System 
ja auch nicht mehr, logischerweise für die GepäckAUFGABE ...

Die Flugzeuge, die nunmehr diese Beförderungsleistung erbringen, fliegen 
bekanntlich mehrwert- und kerosinsteuerfrei ...

Gruss

Autor: Bahnfahrer (Gast)
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Detlev T. (detlevt) wrote:
> Es ging um die Frage "Wer zahlt Mehdorns Gehalt?". Bahnfahrer (Gast) hat
> das so dargestellt, als würde dies von den Kunden direkt bezahlt. Als
> würde sich das direkt auf den Fahrpreis auswirken. Dem ist nicht so. Es
> wird viel mehr wie in jedem anderen Aktienunternehmen von den Aktionären
> bezahlt, die damit auf einen Teil ihres Gewinns verzichten bzw. einen
> entsprechenden Zuschlag zu ihrem Verlust in Kauf nehmen.

Wie bitte? Diesen grob fahrlässigen Unsinn glaubst du doch nicht etwa im 
ernst? Nur zu deiner Information, die Bahn IST NOCH NICHT AN DER BÖRSE! 
Die Bahn ist immer noch ein STAATSUNTERNEHMEN, dem Bund gehören die 
Anteile! Damit blecht DER STEUERZAHLER die horrenden Gehälter von 
Mehdorn und seiner Sippschaft.

Dazu nur 2 Zitate aus der ftd
http://www.ftd.de/meinung/kommentare/:Pressestimme...

"Als Verkehrsminister ist der SPD-Politiker Wolfgang Tiefensee 
wichtigster Repräsentant der Eigentümer des noch zu hundert Prozent 
bundeseigenen Unternehmens Bahn. Insoweit agiert er als Treuhänder für 
alle Bürger beim anvisierten und gesellschaftlich alles andere als 
unumstrittenen Teilbörsengang des DB-Konzerns."

"Wo, zum Teufel, leben wir eigentlich? In einem riesigen 
Selbstbedienungsladen? Was sich Bahnchef Mehdorn und seine 
Vorstandsmitglieder an zusätzlichen Millionen mit Zustimmung der 
Bundesregierung in die Tasche stecken wollen, ist schier unglaublich. 
Dafür gibt es keine Rechtfertigung. Während die Kanzlerin und ihr 
Finanzminister die Manager der privaten Wirtschaft fast täglich 
anflehen, mit den eigenen Gehältern maßvoller zu sein, kriegen die Chefs 
des Staatsunternehmens Bahn den Hals nicht voll. Über die Vorgabe von 
500.000 Euro Jahresgehalt für Bankdirektoren muss sich Mehdorn doch halb 
tot gelacht haben."

Das nächste mal bitte erst informieren und dann den Mund aufmachen!

Autor: Bahnfahrer (Gast)
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Für Leute die etwas begriffsstutzig sind und sich immer gleich in 
widerlicher Art und Weise schützend vor die Managerkaste glauben stellen 
zu müssen, hier stets auch noch mal schwarz auf weiß

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/koepfe/meh...

Auszug aus dem Text:

„Wir erwarten, dass sich Aufsichtsrat und Vorstand ihrer Verantwortung 
bewusst sind, dass das Unternehmen zu 100 Prozent im Besitz der Bürger 
und Steuerzahler ist.“

Diese würden nicht das geringste Verständnis für einen Bonus haben, 
gerade in einer Zeit, in der viele Opfer von ihnen verlangt würden. 
Schließlich gehe es hier auch um das normale Geschäft eines Vorstands. 
Mehdorn selbst habe zuletzt schon über drei Millionen Euro im Jahr 
verdient.

----

Und die Peinlichkeit eines CDU-Ministerpräsidenten auf die ich 
hingewiesen hatte steht mittlerweile auch in der Zeitung

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,5...

Treffendes Zitat aus dem Text

Was also treibt einen klugen Kopf wie Christian Wulff dazu, von einer 
Pogromstimmung gegen Spitzenmanager zu fabulieren? Lust an der 
Provokation kann es nicht sein, auch nicht Freude am Zündeln, dazu ist 
er nicht der Typ. Es scheint tatsächlich etwas in der Luft zu liegen, 
ein Virus, der Leute wie Sinn und Wulff mit unbewusster Entschlossenheit 
in den größten Fettnapf treten lässt, den die Geschichte derzeit 
anzubieten hat. Entweder sie haben kein argumentatives Kleingeld zur 
Hand oder sie holen auch bei banalsten Anlässen den ultimativen Knüppel 
aus dem Kulturbeutel.

----

Alles ein Klüngel, Sinn, die Arbeitgeberverbände und deren Unterstützer 
in den Reihen der hohen politischen Ämter der CDU

Autor: Ex-Bahnfahrer (Gast)
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"Was also treibt einen klugen Kopf wie Christian Wulff dazu, von einer
Pogromstimmung gegen Spitzenmanager zu fabulieren?"

Er und die meisten Vertreter seiner Kaste haben offensichtlich das 
Ansinnen, auch weiterhin Arbeitslose, Hartz-4-Empfänger ( usw., halt 
alle "Sozialschmarotzer" ) als die einzige Gefahr für das westliche, 
christlich-kapitalistische Abendland hinzustellen./

Wehe dem, der ernsthaft diese Monopolstellung anzweifelt !

Autor: Ex-Bahnfahrer (Gast)
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Zu welcher "Volksnähe" im "Dienstleistungsunternehmen" Bahn inzwischen 
auch "untere" Mitarbeiter ( angeleitet von Führungspersönlichkeiten à la 
Mehdorn ? ) fähig sind, s.u.:

http://nachrichten.t-online.de/c/16/79/05/12/16790512.html

( Keine Gewähr für diesen Link)

Autor: Detlev T. (detlevt)
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Bahnfahrer wrote:
> Detlev T. (detlevt) wrote:
>> Es ging um die Frage "Wer zahlt Mehdorns Gehalt?". Bahnfahrer (Gast) hat
>> das so dargestellt, als würde dies von den Kunden direkt bezahlt. Als
>> würde sich das direkt auf den Fahrpreis auswirken. Dem ist nicht so. Es
>> wird viel mehr wie in jedem anderen Aktienunternehmen von den Aktionären
>> bezahlt, die damit auf einen Teil ihres Gewinns verzichten bzw. einen
>> entsprechenden Zuschlag zu ihrem Verlust in Kauf nehmen.
>
> Wie bitte? Diesen grob fahrlässigen Unsinn glaubst du doch nicht etwa im
> ernst? Nur zu deiner Information, die Bahn IST NOCH NICHT AN DER BÖRSE!
> Die Bahn ist immer noch ein STAATSUNTERNEHMEN, dem Bund gehören die
> Anteile! Damit blecht DER STEUERZAHLER die horrenden Gehälter von
> Mehdorn und seiner Sippschaft.
>[...]
> Das nächste mal bitte erst informieren und dann den Mund aufmachen!

Deine Wortwahl halte ich für unangemessen. Komm von deinem hohen Ross 
einmal herunter!

Die Bahn ist eine Aktiengesellschaft. Um eine solche zu sein ist es 
nicht nötig, dass die Aktien überhaupt gehandelt werden, schon gar 
nicht an der Börse. "Die Aktionäre" habe ich als allgemein üblichen 
Begriff gewählt, gerade weil ich ja einen Bezug zu Aktiengesellschaften 
im Allgemeinen gezogen habe. "Der Bund" als zur Zeit alleiniger Aktionär 
ist grammatikalisch natürlich Einzahl, "die Steuerzahler" wären es 
nicht. Jenseits semantischer Spitzfindigkeiten ändert das aber nichts an 
meiner Argumentation. Es wäre wohl sinnvoller, sich damit auseinander zu 
setzen.

Es ist auch nicht richtig, dass "DER STEUERZAHLER die horrenden Gehälter 
von Mehdorn und seiner Sippschaft" zahlt. Man stellt jemanden ein, weil 
man erwartet, dass der Gewinn mit ihm trotz der zusätzlichen 
Personalkosten höher ausfällt als ohne ihn. Das gilt für den 
Zugbegleiter genauso wie für den Vorstandsvorsitzenden. (Ob das dann 
wirklich so zutrifft, sei einmal dahingestellt.) Das macht halt den 
Charakter eines gewinnorientierten Unternehmens aus.

Autor: Gast (Gast)
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>Zu welcher "Volksnähe" im "Dienstleistungsunternehmen" Bahn inzwischen
>auch "untere" Mitarbeiter ( angeleitet von Führungspersönlichkeiten à la
>Mehdorn ? ) fähig sind, s.u.:

Nana,

wo willst Du den da den Strich ziehen? Viele Jugendliche machen sich 
einen Sport daraus schwarz zu fahren und wenn sie erwischt werden dem 
Zugbegleiter eine Jammer-Geschichte vorzulügen. Das habe ich selber 
mehrfach beobachtet, als ich 4 Jahre lang mit der Bahn gependelt bin. 
Wenn der Schaffner gutmütig war und die Kinder nicht rausgeschmissen 
hat, haben die sobald die Luft rein war sich damit gebrüstet den 
Zugbegleiter schön verarscht zu haben. Ich würde auch JEDEN ohne 
Fahrsachein rausschmeißen und 40,- verlangen.

Schließlich gibt es Beförderungsbedingungen und danach hat man, auf 
Verlagen, einen gültigen Fahrschein vorzuzeigen. Warum soll man 
Ausnahmen machen?

Ich denke der Zugbegleiter aus dem Artikel ist ein Bauernopfer. Hätte er 
die Kleine nicht rausgeschmissen und irgendjemand hätte was mitbekommen, 
wär's auch nicht richtig gewesen.

Autor: Klaus (Gast)
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Hallo?

Das Mädchen war 14 oder so. Da wird man ja wohl zu selbstständig sein, 
nicht auf dem Bahnhof zu verhungern, wenn man rausgeschmissen wird. Wenn 
ein Kind mit 8 Jahren oder so rausgeschmissen wird, dann wär das ein 
Grund sich zu Beschweren, aber so doch nicht!

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