Stromquelle puffern

Gast #1037628
Hallo,

ich habe in meiner Schaltung eine Stromquelle, aus der ich LEDs versorge 
- diese werden gegen gegen die Quelle getaktet. Spannungsquellen werden 
ja üblicherweise lokal noch mal gepuffert; aber wie ist das mit 
Stromquellen ?
Die LEDs sind teilweise bis zu 8cm entfernt, aber Puffer-Kondensatoren 
würden doch die Regelung des Stromes -kurzfristig- aushebeln oder habe 
ich da einen Denkfehler ?


Stefan
#1037631
Hallo Stefan,

wieso kurzzeitig ? Eher vollständig, lädt'st Du den C mit Konstantstrom, 
so steigt die Ladespannung bis an die Grenze deiner 
Konstantstromquellenversorgung linear an, was dahinter mit deiner ggf. 
angehängten Last geschieht hat aber nix mit Konstantstrom zu tun...
Gruß Holger
Gast #1038051
Ich Frage mich, was der OP an seiner jetzigen Schaltung auszusetzen hat. 
Ist es nur ein ungutes Gefühl oder was konkretes? Und was ist an einer 
8cm Zuleitung für eine LED auszusetzen?
Gast #1038133
Warum wird die Versorgungsspannung üblicherweise an den Verbrauchern mit
Kondensatoren gepuffert?

Viele Verbraucher (insbesondere Digital-ICs) haben trotz konstanter
Spannung einen stark veränderlichen Stromverbrauch. Diese Stromschwan-
kungen führen aber zu einem Spannungsabfall an der Leitungsinduktivität
(U=L*dI/dt) und dadurch zu Spannungsschwankungen am Verbraucher. Ein
Kondensator eliminiert diese teilweise.

Bei einer Stromquelle geschieht analog folgendes:

Am Verbraucher entsteht trotz konstanten Stroms ein veränderlicher
Spannungsabfall. Diese Spannungsschwankungen führen aber zu einem
zusätzlichen Strom durch die Zuleitungskapazität (I=C*dU/dt) und dadurch
zu Stromschwankungen im Verbraucher. Eine Induktivität eliminiert diese
teilweise.

Eine LED ist aber, was die erzeugten Spannungsschankungen betrifft,
eines der gutmütigsten Bauteile überhaupt. Der Spannungsabfall ändert
sich - wenn überhaupt - bei konstantem Strom ber nur sehr langsam. Des
Weiteren ist die Zuleitungskapazität normalerweise so gering, dass die
Stromänderung I=C*dU/dt komplett vernachlässigt werden kann. Ganz
abgesehen davon würden selbst Stromschwankungen von ein paar Prozent
weder die LED noch den Betrachter derselben stören.

Kurz und klein: Lass deine Schaltung einfach so, wie sie ist.
Gast #1038303
Vielen Dank für die konstruktiven Hinweise.

-> Holger
ich bin davon ausgegangen, dass sich der Kondensator auflädt und im 
Moment des Einschaltens der LED, durch seinen geringen Innenwiderstand, 
die Stromquelle austrickst.

Ich sollte evtl. noch sagen, dass es sich sich um getaktete (~60 KHz) 
IR-Sender handelt, die ihren Pegel -in geringen Grenzen- schon halten 
sollten.

-> 2N3055
da möchte ich als OP doch mal sagen: es ist ein ungutes Gefühl. Das 
analoge und digitale Schaltungsteile nicht funktionieren, weil sie lokal 
nicht mit 10-100nF gestützt wurden, habe ich leider bereits erfahren 
müssen. Nicht oft, aber 1-2x und es war eine bittere Sucherei. Das 
"ungute Gefühl" sagt mir jetzt, dass ich hier analog zu den 
Pufferkondensatoren handeln müsste :-\

-> yalu
Das war schön und ausführlich beschrieben. Nicht zuviel, nicht zuwenig.
Ich werde die Schaltung jetzt mal aufbauen und sehen, ob die Praxis die 
Theorie widerlegt ;)


Stefan

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