.. und heißt Barack Obama !!
Dazu lässt sich nur sagen: Yes He Can!
Gratuliere der amerikanischen Bevölkerung!
Es ist jetzt 5 Uhr 7 und die Auszählung ist noch im vollen Gang, aber
der Vorsprung Obama's gilt bereits als uneinholbar. Die Amis flippen
bereits aus auf dem Time Square. :))
Na da kann man ihm nur Gratulieren und hoffen, dass alles nicht zur
Fassade war.
Vllt. wirklich die bessere Wahl für die USA, das wird die Zukunft
zeigen.
Fassade denke ich nicht, aber ob er seine Steuerpläne umsetzen kann wird
eine spannende Sache.
Auf jeden Fall ist die Stimmungslage erst mal gerettet, was man nicht
unterschätzen sollte, in Anbetracht der drohenden Rezession.
Sogar Florida hat er geholt, wer hätte das gedacht (wir erinnern uns an
die letzte Wahl, wo Bush's Bruder ..). ;)
Es ist 6 Uhr (wohl etwa Mitternacht in Amiland), gerade hält Obama seine
Ansprache. Cooler Auftritt, den Mann scheint nichts aus der Ruhe zu
bringen. Wirkt völlig entspannt.
(hat übrigens gerade in seiner Ansprache auch ausdrücklich Andersfarbige
und Schwule benannt und mit einbezogen. Gerade letzteres sollte man sich
mal bei einem Republikaner vorstellen - vielleicht bei Wowereit
mitgelauscht?!) hehe
Vereidigt wird er übrigens erst am 20. Januar, also nicht gleich
erwarten, dass Obama bereits morgen das Kyoto Protokoll unterzeichnet
(nur mal so als Hinweis an die Ungeduldigen). ;)
als Mensch finde ich ihn ganz sympatisch.
Habe aber seine Rede vor der jüdischen Lobby bzgl. Iran gehört :-((
und die Rede über Afghanistan, daß Europa mehr Soldaten schicken soll,
um US Steuern zu sparen und so...
Im Grunde erwarte ich keine Änderung. Wenn er zu aufmüpfig wird, gibt es
ja immer noch die altbewährte Lösung.
Für die Amerikaner dürfte er wirklich die bessere Wahl sein - aber für
die Vasallenstaaten wirds teuer und blutig, denn er wird massiv deren
Armeen für die dreckigen Raubkriege seines Vorgängers fordern.
Gegen Bush konnten sie sich noch einigermaßen aus der Affäre ziehen,
Obamas 'Charme' werden sie erliegen, denn auch er wird den üblichen
Knüppel im Gepäck haben.
Um Afghanistan führt kein Weg vorbei weil wenn Afghanistan kippt
Pakistan am Arsch ist und die haben Atomwaffen. Und dann meine Freunde,
wird es richtig lustig. Da sind die drei toten Deutschen Soldaten nix
dagegen.
Indien hat auch Atomwaffen. Dort wird sich wohl ein eigener Kalter Krieg
mit einem regionalen Gleichgewicht des Schreckens einstellen.
Bedenken gibts nur wegen der Einnahmeverluste diverser Organisationen,
wenn in Afghanistan der Mohnanbau wieder zum Erliegen käme.
Arno
>weil wenn Afghanistan kippt>Pakistan am Arsch ist und die haben Atomwaffen.
es geht nicht um A-Waffen, jedenfalls nicht vordergründig, sondern um
Öl+Gas aus Zentralasien.
Überall, wo Pipelines durchgebaut werden (sollen) ist Chaos: Pakistan,
Afghanistan, Syrien, Georgien...
It's the economy stupid!
faraday wrote:
> es geht nicht um A-Waffen, jedenfalls nicht vordergründig, sondern um> Öl+Gas aus Zentralasien.> Überall, wo Pipelines durchgebaut werden (sollen) ist Chaos: Pakistan,> Afghanistan, Syrien, Georgien...> It's the economy stupid!
Oh, da irrst du diesmal. Die Amis tun alles, damit Kernwaffenmonopol
erhalten bleibt, um ein künftiges Gleichgewicht des Schreckens zu
verhindern, das ihrer Hegemonie Grenzen setzen würde, die dann natürlich
auch für das US-Kapital gelten.
Der Konkurrenzvorteil der Amis kommt aus den Bombenschächten.
>Die Amis tun alles, damit Kernwaffenmonopol erhalten bleibt,...
Ich vermute einfach mal: hinter das Wort "damit" wolltest du eigentlich
noch "ihr" schreiben?
Seit wann hat man eigentlich ein Monopol, wenn es noch mindestens sieben
"Mitbewerber" gibt? Oder hat das Wort "Monopol" in deiner
Wirtschaftstheorie eine andere Bedeutung?
Timo wrote:
>>Die Amis tun alles, damit Kernwaffenmonopol erhalten bleibt,...>> Ich vermute einfach mal: hinter das Wort "damit" wolltest du eigentlich> noch "ihr" schreiben?
Gut kombiniert ;-)
> Seit wann hat man eigentlich ein Monopol, wenn es noch mindestens sieben> "Mitbewerber" gibt? Oder hat das Wort "Monopol" in deiner> Wirtschaftstheorie eine andere Bedeutung?
Sind die sieben Mitbewerber gleich mächtig? Nein, sind sie nicht.
Andererseits stellt jeder weitere vor allem den Hegemon vor neue, nicht
eben kleine Probleme. Die will er vermeiden. Ist doch eigentlich
logisch, oder?
Für Deutschland erscheint mir das eine schlechte Wahl.
Unsere Kanzlerin hatte einen guten Draht zu Bush und beide hatten
ähnliche Ansichten.
Wie soll das mit einem demokratischen Präsidenten gehen? Entweder die
Kanzlerin verbiegt sich oder ein neuer Beziehungswinter wird aufziehen.
>Hoffen wir, dass der Popo vom Obama groß genug ist, damit Frau Merkel>hineinkriechen kann....beim Schorsch Dabbeljuh hats ja hervorragend>geklappt.
In welchem Punkt war denn Merkel jemals mit Bush einer Meinung? Irak
nicht, Afghanistan nicht, Umweltschutz nicht, Wirtschaft nicht,..
Jörg S. wrote:
> In welchem Punkt war denn Merkel jemals mit Bush einer Meinung? Irak> nicht, Afghanistan nicht, Umweltschutz nicht, Wirtschaft nicht,..
Und warum hat sie sich seinen Wünschen trotzdem gebeugt?
Altkanzler Schröder hat sich gegen den Irakkrieg gestellt.
Kanzlerin Merkel war immer eine Befürworterin des Irakkrieg und wollte
deutsche Soldaten schicken.
Jörg S. wrote:
>>Und warum hat sie sich seinen Wünschen trotzdem gebeugt?> Die da wären....
Die Bundeswehr in Afghanistan, am Horn von Afrika etc. pp.
Die Überflug- und Landerechte für Militärtransporte aller Art, incl. den
kriminellen Geheimdienstflügen zur Verschleppung Gefangener, denen die
Rechte aus der Genfer Konvention vorenthalten werden etc. pp.
Reicht das?
Toptam wrote:
> Altkanzler Schröder hat sich gegen den Irakkrieg gestellt.
Ja schön wärs... Dann hätte er nicht Bundeswehrsoldaten zur Bewachung
amerikanischer Armee-Anlagen abgestellt, damit die bisherigen
US-Wachsoldaten im Irak eingesetzt werden können.
Das war nur ein ziemlich durchsichtiger Fake.
Na ist doch ganz einfach, bei der nächsten Wahl brauchen wir auch einen
Obama. Dann schieben wir die Verantwortung für den Hindukusch und
Iran/Iran auch auf andere.
Unsere Bananenrepublik hat ausreichend eigene Probleme, so dass jetzt
mal andere dran sind die Weltpolizei zu spielen. Ich denke da so an die
Schwellenländer wie China oder Indien.
Gast wrote:
> Unsere Bananenrepublik hat ausreichend eigene Probleme, so dass jetzt> mal andere dran sind die Weltpolizei zu spielen. Ich denke da so an die> Schwellenländer wie China oder Indien.
Es geht nicht darum, die Weltpolizei zu spielen. Das sind die USA
nicht und wir auch nicht.
Den Amis geht es um nicht weniger, als die Weltherrschaft und die
bekommt man eben nur mit Gewalt. Und weil das auf Dauer ziemlich
strapziös ist, bedienen sie sich gerne aller möglicher Vasallen. Dazu
zählt auch der angeblich freiste Staat, den es je auf deutschem Boden
gab...
http://de.wikipedia.org/wiki/Vasall
Gast wrote:
> Uhu, du gehst mir mit deinem ewigen Gejammere echt auf die Nerven.> Alt-68er?
Weißt du überhaupt, was jammern ist? Offensichtlich nicht...
WEN INTERESSIERT DER SCHEIßßßßß?????????
ok, eingentlich hat es mich interessiert. Aber dann wurde mein
Informationsbedürfniss durch den vollkommen übertriebenen Medienhype um
die Wahl ins Gegenteil verkehrt.
So wichtig ich den Wechsel finde, aber Lächerlich bis Peinlich wurde es
vor ca. 4 Wochen, als die Obama-Sympatisanten(die Jurnalisten vorneweg)
anfingen, den Vornamen "Barak" im amerikanischen Englisch aus ihrer
Kehle zu drücken.
Toptam wrote:
> Kanzlerin Merkel war immer eine Befürworterin des Irakkrieg und wollte> deutsche Soldaten schicken.
Und das hatte Folgen:
http://www.cinesex.ch/media/newpic/merkel_in_bush.jpg
Spätestens da und nach einer verlorenen Wahl hat dann die Merkel
gemerkt, daß das dann in der Öffentlichkeit nicht so gut ankommt. Da das
allerdings mit dem Merken bei Merkel aber immer etwas dauert, brauchte
sie noch etwas Nachhilfe:
http://www.dmko.info/carnival2.JPG
Uhu schrieb:
> Ja schön wärs... Dann hätte er nicht Bundeswehrsoldaten zur Bewachung> amerikanischer Armee-Anlagen abgestellt, damit die bisherigen> US-Wachsoldaten im Irak eingesetzt werden können.> Das war nur ein ziemlich durchsichtiger Fake.
Hatte immerhin den Vorteil, daß keine deutschen Soldaten zu Schaden
kamen. Und man konnte trotzdem den Anschein der Unterstützung nach außen
wahren. Ehrlich war das allerdings nicht.
Gruß
Jadeclaw.
Also, meine Meinung ist, dass diese ganze Obama-Geschichte eine riesen
Verar***e ist, um die verärgerten 50% der US-Bevölkerung und Old-Europe
wieder unter Kontrolle zu bringen: Barak wurde systematisch zum Halbgott
aufgebaut, obwohl er eigentlich nichts gesagt hat, was das rechtfertigen
würde. George hat die Weichen gestellt für die nächsten Jahre
US-Weltpolitik, Barak wird es fortführen mit der Begründung, dass man so
schnell nichts an der Realität ändern kann. Um die eigene Bevölkerung
ruhigzustellen wird er Schulden aufnehmen, um das Gesundheitssystem
etwas zu verbessern. Und sonst? Die Kriege gehen weiter. Nur jetzt
werden wir Europäer freizügiger Truppen stellen und Geld rausrücken. Die
Amis haben nämlich tatsächlich ihre Lehre aus der Bush-Zeit gezogen: Die
Euro-Zone gibt gerne Soldaten und Geld (siehe Zeit nach 9/11), aber eben
nur, wenn die "Stimmung" entsprechend gut ist. Wir müssen endlich
anfangen unser eigenes Ding zu machen, sch**ß auf die Amis.
Und nochwas (Es gibt doch irgendsoein empirisches Gesetz, welches
besagt, dass jede Diskussion in Internetforen irgendwann mit einem
Hitler-Vergleich daher kommt, also... g): Dieses euphorische
"Yes-we-can"-Gegröle erinnert mich irgendwie an die Reichsparteitage...
Obama wurde nicht "aufgebaut", Obama hat einfach einen guten Wahlkampf
geführt. Er hat massiv mittels Internet die jungen Leute angesprochen
und dort eine Lawine ins Rollen gebracht, wie noch keiner vor ihm. Er
ist weder ein "Messias" noch ein Heilsbringer. Er ist zweifelsfrei ein
verdammt guter Redner, das hat man in seinen Rededuellen mit McCain
schnell gemerkt. So ein Wahlgewinn gründet sich auch immer mit auf die
Stimmenverluste des Gegners. Warum McCain nicht entscheidend punkten
konnte ist auch klar. McCain hat sich in einer wichtigen Frage falsch
geäußert, nämlich als er unverholen zugab von Wirtschaft nichts zu
verstehen. Das war vielleicht ehrlich aber leider dumm. Zu "normalen
Zeiten" vielleicht kein allzu großes Problem, aber die USA hat gerade
eine fette Finanzkrise am Hals und steht vor einer Rezession bzw. ist
bereits drin. Urkonservative Wähler haben schlicht McCain nicht
zugetraut die USA aus dieser Krise zu führen. Die Außenpolitik hat für
diese Leute kein so hohes Gewicht gehabt, wie die Angst vor
wirtschaftlichem Abstieg. Erstaunlicherweise haben sogar etliche der von
Obama potentiell betroffenen Wohlhabenden nach eigenen Angaben für Obama
gestimmt. Wohl weil sie davon ausgehen, dass es immer noch besser ist,
ein bisschen mehr (an Steuern) abzugeben, als dass ein ganzes Land in
der wirtschaftlichen Depression (mit oder wegen McCain) landet. Ein
weiterer wichtiger Punkt waren die "Verrisse" der Sarah Palin. Selbst
wenn etliche Republikaner diese Frau sympathisch finden, haben ihr
anscheinend viele das Präsidentenamt im Fall des Ablebens von McCain
(noch) nicht zugetraut. Ohne die Finanzkrise wäre Obama nicht Präsident
geworden oder nur sehr knapp. Die Angstkampagne der Republikaner (Obama
- to risky for our country) hat jedenfalls nicht gefruchtet. Daran sieht
man, dass die Außenpolitik diesmal nicht die entscheidende Rolle
gespielt hat. Für uns Deutsche wird zumindest bezogen auf Afghanistan es
schwieriger werden mit den Vorstellungen eines Obama zurecht zu kommen
(als Hassfigur eignet sich Obama nicht). Viel wichtiger ist aber erst
mal die Befreiung von den Neokonservativen Falken im Weißen Haus, mit
ihrer Doktrien eines Paul Wolfowitz. Bitte nicht vergessen wer den
letzten Irak-Krieg eingefädelt und begonnen hatte (Bush und seine
Falken) und wer diesen Krieg zu einem Zeitpunkt für falsch erklärt
hatte, als das noch gelinde gesagt unpatriotisch war (gab nicht viele
Stimmen in USA, die im Vorfeld und zu Beginn der Bombardierung Bagdads
den Krieg öffentlich einen Fehler nannten). Gebt Obama eine Chance!
Wie habe ich in englischsprachigen Internetforen gelesen : "The old
white and the MILF". Das mag freundlich sein, reicht aber bei weitem
nicht fuer Waehlbarkeit.
> ...euphorische "Yes-we-can"-Gegröle erinnert mich irgendwie an> die Reichsparteitage...
J.F.Kennedy wurde bei seinem Berlinbesuch("Ich bin ein Berliner") auch
so frenetisch bejubelt.
Auf dem Rückflug nach den USA soll er, unbestätigten Berichten zu Folge,
sinngemäß gesagt haben, "Passt mir auf diese Deutschen auf, die sind
immer noch sehr leicht zu manipulieren"
Ach jee, es wird immer Nöler, Zweifler, Verschwörungstheoretiker und
Besserwisser geben, vor allem hier im Forum. :)
Schöne Grüße an dieser Stelle an all jene, die vor ca. 7-8 Monaten noch
felsenfest überzeugt waren, dass Obama "unwählbar" und McCain die
einzige Alternative sei. ;)