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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Ingenieur / vom Kfz-Elektroniker zum Elektrokonstrukteur?


Autor: Stefan Müller (Gast)
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Servus zusammen,

ich habe eine Einschätzungsfrag an Euch, um einmal andere, objektive 
Meinungen und Standpunkte dazu zu hören.

Ich habe den Abschluß als Dipl.-Ing. (FH) Elektrotechnik gemacht. Der 
Schwerpunkt lag bei Kfz-Elektronik, Bussysteme, Mikrocontroller, 
C-Programmierung, Echtzeitsysteme, Chiptechnologie.
Kurz alles kleine.
Ich habe nun ein Angebot bekommen als Elektrokonstrukteur im Bereich der 
Anlagentechnik/des Maschinenbaus anzufangen.

Was ich jetzt nicht so recht einzuschätzen vermag ist weniger ob das das 
Richtige ist sondern der Wechsel von den o.g. Themen, wo ich mich durch 
die ganzen Projekte, DA, Nach-StudiumsJob, ein bißchen auskenne und 
schon Erfahrungen sammeln konnte und dem Neuen zwischen EPlan, E3 und 
Unigraphics.
Keine Ahnung, ob ich das richtig rüberbringe, worin meine Bedenken 
liegen. Es ist weder die Firma, noch deren Ruf oder so, sondern es geht 
mir rein um den Übergang vom Einen (mein bisheriger Werkzeugkasten) zum 
Anderen (?).
Wir haben z.B. Automatisierungstechnik, SPS, CAD (bis auf Gehäusungen 
für Steuergeräteelektronik o.ä.) nicht im mindesten im Studium gehabt.

Hat jemand von euch beispielsweise einen ähnlichen Einstieg/Umstieg 
gemacht?

Grüße,
Stefan

Autor: peterguy (Gast)
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Bei mir ists genau umgekehrt gelaufen, von Automatisierungstechnik im 
Studium zu Elektronik / embedded Softwareentwicklung Automotive im 
Berufsleben.
Also wenn du die dir angebotene Stelle interessant findest, warum nicht? 
Jetzt nach dem Studium ist ein "Umstieg" noch problemlos möglich, wenn 
du mal 5 Jahre Berufserfahrung hast, sieht das schon ganz anders aus...

Vergiss nicht, das Wichtigste ist immer die Motivation. Wenn du 
motiviert bist und Spass an deinem Beruf hast, wirst du letztendlich 
Erfolg haben. Wenn du dich jeden Tag zur Arbeit quälen musst, ist es 
logischerweise auch mit der Karriere nicht weit her.

Autor: Stefan Müller (Gast)
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Da hst Du Recht. Wie war das bei Euch in AT? Habt Ihr da kein 
Elektronik; Mikroproz. C-SoftwareEngineeing gehabt?
Ich schwanke da hin und her, klar natürlich auch im Hinterkopf was sonst 
am Markt gerade los ist.

Womit ich gerade einfach das Problem habe ist, in "meinem" Fächle habe 
ich schon ein bißchen was gelernt, die eine oder andere Fehlerschleife 
ist
hinter mir ohne daß dabei hunderttausende den Bach runtersind, ich habe 
ein
Basiswissen mit ein wenig Spezialwissen ob der Klippen dabei 
zusammenbekommen, kann mit den Tools aus dem Bereich umgehen. Klar, 
keine Frage, nix gegen jemanden, der schon 5 oder 10 Jahre jeden Tag 
dabei ist.
Auf der anderen Seite aber etwas komplett Neues, bei dem ich 
genaugenommen gar nix weiß. Da geht's vmtl. um Antriebe auslegen, 
Schaltschränke konstruieren, Drehstromtechnik, Sensorplatzierung, usw. 
aber eben nicht um die Sensorentwicklung oder das Messystem hinter dem 
Sensor.

Wenn Du das, in Deinem Fall Embedded-Systeme oder Firmware-Entwicklung, 
vorher noch nie gemacht hast, hattest Du dabei kein flaues Gefühl in der 
Magengegend?
Mir kommt das ein wenig so vor, wie wenn ich geschrieben hätte "ja, ich 
bin einmal mit einem Heißluftballon MITGEFLOGEN" und bekomm darauf das 
Angebot "jetzt Hubschrauberpilot zu machen" mit der Begründung "ein 
Heißluftballon kann ja auch senkrecht nach oben und unten steigen".

Scheiß Zweifel, manchmal echt zum verrückt werden.

Danke für Deine Meinung und Grüße
Stefan

Autor: Paul (Gast)
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Falls Du die neue Thematik interessant findest, würde ich es machen. Nur 
um dem neuen AG zu gefallen nicht. Je nach Region gibt es gerade in der 
Konstruktion wesentlich mehr Ing.s (gerade Ältere) mit denen Du dann um 
den Arbeitsplatz buhlst. Mit Deinem Studienschwerpunkt hast Du eher eine 
Möglichkeit, auch morgen noch einen Job zu haben, wird m.E. auch besser 
bezahlt als ein Konstrukteur /SPS, Eplan- Mensch.

Autor: Stefan Müller (Gast)
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Ich habe mir das Ganze seit gestern immer wieder durch den Kopf gehen 
lassen, auch was ihr hier gesagt habt und systematisch Pro und Contra
abgewogen und ihr habt schon recht.
Für mich überwiegen die Pros und mich reizt das Ganze und es ist auch 
die berühmte einmalige Chance in ein ganz Neues Thema einzusteigen und 
ein weiteres Standbein aufzubauen. Wenn man erhlich ist, steht man bei 
jedem knackigen Problem erstmal davor und schluckt wenn man dran 
rumüberlegt.

Ich danke euch und viele Grüße
Stefan

Autor: BOOKER (Gast)
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Hallo Stefan,

ich hatte vor 3 Jahren eine ähnliche Entscheidung zu treffen. Jetzt bin 
ich Konstrukteur und langweile mich ein bisschen. Jetzt wieder einen 
Absprung zu schaffen und einen Entwicklungsbetrieb zu finden ist sehr 
schwierig.

Denk gut darüber nach ob du mehr der technische Tüftler bist oder ob du 
lieber Grobplanung machst.

Auf jeden Fall benötigst du als Konstrukteur Kenntnisse im Bereich 
Anlagentechnik. Aber die kann man ja noch erwerben.

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