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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Bastelraum an Uni/FH


Autor: ahh (Gast)
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Ich möchte mich bei uns an der FH für einen Bastelraum einsetzen. Mit 
etwas besserer Ausrüstung wie zu Hause. Auch um überhaupt den Leuten die 
nie richtig was mit Elektronik am Hut hatten mal den Einstieg zu 
erleichtern.

Bei uns gibt es zwar eine Robotergruppe, aber es möchte sich ja nicht 
jeder direkt binden. Zudem wäre so etwas mal eine erste Anlaufstelle wo 
sich vielleicht auch Leute aus dem ersten oder zweiten Semester 
hintrauen, die null ahnung haben.

!!!
Daher meine Frage gibt es sowas bei euch an der Hochschule?
!!!

Wenn man damit kommt: Haben andere auch!
Denke ich sind die Chancen besser was zu erreichen deshalb wäre ich für 
Infos sehr dankbar.



Studiere selbst an der FHK Campus GM. Also NRW mit Studiengebühren. Sehe 
da eine Chance vielleicht wirklich mal was von meinen Studiengebühren 
bewußt zu sehen.

Wer besonders schreibfreudig ist, kann ja noch was über die Ausstattung 
erzählen.

Autor: Ralf Schwarz (spacedog) Benutzerseite
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ETH Zürich, Schweiz hat sowas, organisiert auf studentischer Basis
ZHAW Winterthur, Schweiz hat sowas nicht, aber sonst genug leerstehende 
Labors am Abend

Autor: µluxx .. (uluxx) Benutzerseite
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> Zudem wäre so etwas mal eine erste Anlaufstelle wo
> sich vielleicht auch Leute aus dem ersten oder zweiten Semester
> hintrauen, die null ahnung haben.

Sowas ist doch immer wieder lustig, was für Leute da in EI anzutreffen 
sind.
Was will jemand, der noch nie was mit Elektronik "am Hut" hatte, bei 
einem EI-Studium....

kopfschüttel

Autor: Daniel F. (df311)
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bei uns gibts gerade mal einen aufenthaltsraum mit unbequemen stühlen 
und wackligen tischen und ein paar netzwerkdosen.
an anderen instituten sind aufenthaltsräume für studenten wesentlich 
komfortabler ausgestattet - aber das liegt im ermessen (und budget) der 
jeweiligen institute ("unterteilung der fakultät") ...

Autor: ahh (Gast)
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@µluxx..
Also wenn nur die Leute Elektrotechnik studieren würden die Bastler mit 
Abi sind, dann hätten wir wirklich Ingenieur Mangel in dem Bereich. Ich 
weiß dann würdet ihr euch freuen, das hätte bestimmt endlich mal 
vernünftige Gehälter zur Folge.

Also naja nen Lötkolben hatte wohl jeder mal in der Hand allerdings 
kommt von Seiten der Schule ja oft nichts. Soviel Ahnung hat man dann ja 
nicht und bei mir in der Gegend gibt es zB noch nicht mal Flächendeckend 
DSL light 300batsch. Da ist das mit dem Informieren auch noch etwas 
aufwendiger. Viele Leute überlgen ja welche Fächer gut waren und 
versuchen sich dann etwas vorzustellen.

Nur selbst hier finde ich den Start komplett ohne Vorkentnisse schon 
schwer.
Auf jedenfall für jemanden der Null Ahnung hat ausser bissl Mathe und 
schlechtem Physik Lehrer.

@Daniel F.
Gibt es in den Aufenthaltsräumen ne Lötausstattung?
Also davon haben wir auch welche, aber die sind halt nicht dafür 
gedacht.

Autor: Gast (Gast)
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Bei uns (HTWK Leipzig) gab es die Möglichkeit, die Pflicht-Praktika in 
den Laboren (Mikrorechentechnik, Grundlagen Elektronik, HF-Technik) 
etwas auszudehnen. Wenn man sich mit dem Labor-Ing. gut gestellt hat, 
konnte man dann auch mal eine zu Hause gebastelte Schaltung durchmessen 
oder etwas länger an den Grundschaltungen herum spielen.

Den Versuch der Einrichtung eines "Bastel"-Raums habe ich mit einem 
Kommilitonen damals genau 2x bei 2 verschiedenen Profs unternommen. 
Jedes mal wurde das als sehr Interessant eingestuft, aber schliesslich 
wegen der unklaren Haftung abgelehnt. In so einem "Praxislabor" stehen 
ja potentiell gefährliche Gerätschaften (Lötkolben, Platinenbohrer, 
Ätzgerätschaften, Labornetzteile,....), welche auch einen gewissen Wert 
darstellen. Darauf wollte sich damals leider niemand einlassen...

Andererseits habe ich mir dadurch im Verlaufe des Studiums fast alle 
Gerätschaften privat angeschafft. Das würde ich jetzt nach dem Studium 
aufgrund durch Job&Frau eingeschränkter Freizeit nicht mehr machen. Und 
so kann ich wenigstens im Urlaub wenn mich der Drang packt noch zu Hause 
etwas basteln ;)

Autor: bla (Gast)
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Wir ham nen Studi Labor bei uns. Kümmert sich die Fachschaft drum.

Und wir haben noch jede Menge E-Tech Studenten im 1 bis 6 Semester die 
weder dieses Labor, noch ein anderes mit Lötkolben je von innen gesehen 
haben...

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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Da kann ich ja froh sein, Mechatronik an der FH Kiel stdiert zu haben.
Da haben wir eine Werkstatt mit Drehbank (die dürfen aber von den 
Studenten aus nur ausgebildete Feinmechaniker benutzen), die 
LPKF-Platinenfräse gehörte sogar zum Inhalt eines Labors 
(Feinwerktechnische Fertigung).
Im 6. und 7. lag dann eine interdisziplinäre Projektarbeit an, wo häufig 
auch praktische Arbeiten zu erledigen waren.

Autor: bla (Gast)
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... ich sagte ja auch extra 1 - 6. Sem ;)

Danach kommen bei uns auch Projekte wo mal ausversehen auch gelötet 
werden müsste... ;)

Autor: Marius S. (lupin) Benutzerseite
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STK500-Besitzer wie ist es denn ansonsten in Kiel? Hab die FH auch ins 
auge gefasst (allerdings e-tech).

Eine eigene Platinenfräse ist ja was nettes, darf man die auch benutzen?

Autor: ahh (Gast)
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Mist ich hatte noch an Kiel überlegt. Aber hier werden alle Vorlesungen 
zweimal im Semester(bis einschlieslich 3sem) angeboten das hat auch 
nicht jede.

Autor: bluppmich (Gast)
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Autor: HierOderDochNichtHier (Gast)
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UNI & FH basteln ? Da geh ich doch lieber auf eine Elite UNI !

Autor: Daniel F. (df311)
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außer der bereits erwähnten ausstattung gibts bei uns nichts (zumindest 
nicht in den mir bekannten räumen)

Autor: Sebastian B. (sfreak) Benutzerseite
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An der TU Braunschweig gibt's einen studentischen Verein der ein 
Elektroniklabor betreibt, ab und zu veranstalten wir auch kleine 
Mikrocontroller-Kurse. Die Uni stellt im Prinzip nur die Raeume, der 
Rest ist bei Industrie und Instituten zusammengebettelt. Inzwischen 
gibts aber auch die Moeglichkeit Foerdermittel aus Studiengebuehren 
(z.B. ueber Fachschaft etc.) zu bekommen.

Autor: Klaus2 (Gast)
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...ich bin eigentlich ganz froh, dass 70% meiner Komilitonen nichtmals 
einen Vorwiderstand berechnen konnten, trotz 1.3er Diplom. So bleibt 
mehr für mich und die Pappnasen können ja auch bunte ppt 
zusammensteckern und Meetings besuchen. Und dann fragen die noch allen 
Ernstes: "Und was willst du mit einem DSO?!" - kein Kommentar.

Klaus.

Autor: Norgan (Gast)
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TUM: Beitrag "Re: Eure Basteltische"

Bei euch um die Ecke: 
http://fb03.fh-bonn-rhein-sieg.de/Studios_und_Labore.html

Wichtig erscheint mir niemals vom "Basteln" zu reden, sondern schon mit 
der Namenswahl Anspruch zu demonstrieren. Die TUM München nennt das 
Studentenlabor. Mein Professor nannte solche Sprachspiele früher 
"wissenschaftliche Überhöhung".

Den Ansatz der FH Bonn-Rhein-Sieg finde ich auch toll. Studenten dürfen 
die normalen Labore mitbenutzen und es gibt eine Geräteverleih. Lieber 
Geraete von Studenten Kaputtnutzen lassen, als sie in der Vitrine 
verstauben zu lassen bis sie völlig veraltet sind.

Zur Ausstattung: Für ein Studentenlabor, im Gegensatz zu einem 
Bastelraum, kann man sicher Hersteller und Betriebe in der Umgebung nach 
Dauerleihgaben, ausgemusterten, aber noch funktionsfähigen Geräten, 
Spenden etc. fragen. Als Gegenleistung dürfen die ein Werbeplakat in dem 
Labor aufhängen.

Autor: Paul (Gast)
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>Was will jemand, der noch nie was mit Elektronik "am Hut" hatte, bei
>einem EI-Studium....

Also in meinem Matrikel waren bestimmt 70%, die noch nie einen Lötkolben 
in der Hand hatten und auch die "1" am IC nicht gefunden hätten. Sind 
mit Formeln und Theorieabspulen zum Diplom gekommen. Jetzt haben sie 
meistens (gutbezahlte) Sülz- und Wichtigtuerposten (Abteilungsleiter), 
während die Bastler für wenig Geld die Hard- oder Software entwickeln. 
Nur: Wenn die arbeitslos werden, ist ihre Wiedereinstellungschance als 
Sülzkopp wesentlich geringer, als bei einem, der weiß, was er tut.

Autor: Matthias (Gast)
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An unserer FH koennen die Studenten meist die Laborraeume auch privat 
nutzen. Je nach Labor und dortigem Angestellten sogar ohne Aufsicht und 
mit Zugang zu allen Instrumenten. Ist alles eher ungeschriebenes Gesetz 
und basiert viel auf Vertrauen, aber ich hab damit keine Probleme 
gehabt. Ich durfte die DemoBoards fuer uCs und FPGAs genauso benutzen 
wie die guten, teuren Scopes und so. Wenn der Laborangestellte gerade 
ein bisschen Zeit hatte, hat er auch mit Rat, Tat und einem Kaffee zur 
Seite gestanden.

Ich finde, dass das auch so sein sollte. Wenn die Hochschule kein 
eigenes Studentenlabor einrichtet (warum auch immer), dann zumindest so. 
Wozu stehen denn die teuren Geraete in den Laboren, wenn sie nur ab und 
zu mal fuer ein paar Vorfuehrungsversuche genutzt werden?

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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>Wozu stehen denn die teuren Geraete in den Laboren, wenn sie nur ab und
>zu mal fuer ein paar Vorfuehrungsversuche genutzt werden?

Genau das hat unser Institut gelernt. Nur für Laborversuche die Sachen 
anzuschaffen, ist einfach zu teuer.

>STK500-Besitzer wie ist es denn ansonsten in Kiel? Hab die FH auch ins
>auge gefasst (allerdings e-tech).

Schwer zu sagen, "mein" Institut gehörte zum Maschinenbau bis ich fertig 
war (feinwerktechnik). Dann ist es zur E-Technik umgezogen und nannte 
sich dann dann "Institu für Mechatronik".
Die Profs wurden inzwischen auch einer Verjüngungskur unterzogen, aber 
selbst die älteren sind daran interessiert, aus den Studenten was 
Vernünftiges zu machen, und nicht nur Nummern und Noten zu verteilen.

>Eine eigene Platinenfräse ist ja was nettes, darf man die auch benutzen?
Wenn man eigenes Platinenmaterial mitbringt, spricht nichts gegen 
"Privatnutzung" - das war zumindest damals so.

>Also in meinem Matrikel waren bestimmt 70%, die noch nie einen Lötkolben
>in der Hand hatten und auch die "1" am IC nicht gefunden hätten.
Ist das wirklich so schlimm, wenn man das nicht kann?
Ich bin zwar gelernte Kommunikationselektroniker, aber wo die "1" bei 
irgendeinem Gehäuse ist, ist mir ziemlich mumpe. Dazu kann ich ins 
DAtenblatt gucken.

>Sind mit Formeln und Theorieabspulen zum Diplom gekommen. Jetzt haben sie
>meistens (gutbezahlte) Sülz- und Wichtigtuerposten (Abteilungsleiter),
>während die Bastler für wenig Geld die Hard- oder Software entwickeln.
Immer dieses Gejammere...

>Nur: Wenn die arbeitslos werden, ist ihre Wiedereinstellungschance als
>Sülzkopp wesentlich geringer, als bei einem, der weiß, was er tut.
Ein "bastelnder" Ing ist den meisten Firmen zu teuer. "Sülzköppe" kann 
man häufig auch in anderen kaufmännischen Abteilungen einsetzen.
Ich will jetzt niemanden in Schutz nehmen oder beleidigen, aber dieses 
"ich kann löten und du nicht, deswegen bin ich der bessere Ing!" geht 
langsam aber sich auf den Keks.
An unserer FH gab es einen wirtschaftsorientierten Ing-Studiengan.
Die hatten das gleiche Grundstudium, wie Maschinenbauer. Wenn jemand 
einen guten Draht zu kaufmännuischen Sachen und dem Drumherum hat, dann 
muß er/sie nicht löten können, solange er/sie den Job gut macht. Auch 
wenn er/sie ihn nicht gut macht, ist das immer noch kein notwendiges 
Kriterium.

Autor: Nephazz (Gast)
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=============
"Sowas ist doch immer wieder lustig, was für Leute da in EI anzutreffen
sind.
Was will jemand, der noch nie was mit Elektronik "am Hut" hatte, bei
einem EI-Studium....

kopfschüttel
=============
Lernen, vielleicht? Ich bin so jemand. Wollte eigentlich Informatiker 
werden, hatte aber keine Lust nur was mit Software zu machen. Nun fühl 
ich mich im Bereich embeddes systems richtig gut aufgehoben.

So ein Labor ist übrigens genau das, was uns an der FH Gießen fehlt. Bei 
90% der Praktika hat man als Anfänger extremen Zeit und Erfolgsdruck. 
Hab da auch recht wenig gelernt muß ich sagen. Den Schein zu kriegen 
stand immer im Vordergrund. Interessen nachgehen oder alte Wissenslücken 
füllen war ausgeschlossen.
Jetzt, am Ende des Studiums, richte ich mir Zuhause sowas ein.

Autor: Sebastian B. (sfreak) Benutzerseite
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Ein Elektroniklabor oder etwas in der Richtung kann ich auch nur 
empfehlen. Ich glaube ich hab an so manchem Abend bei Gebastel mehr 
gelernt als in einem Semester Vorlesungen.

Wenn ihr ein Paar Leute beisammen habt die sich fuer Elektronik 
interessieren, sprecht einfach einen oder mehrere Professoren an. Ich 
habe die Erfahrung gemacht das die meisten total begeistert sind wenn 
sie mal einen Studenten finden der tatsaechlich Initiative zeigt und 
sich nicht nur in VLen berieseln laesst.
Die beiden beliebtesten Moeglichkeiten wurden ja schon mehrfach genannt: 
Entweder um Mitbenutzung der Instituts-Raeume und -Geraetschaften bitten 
oder sich bei der Raumsuche unterstuetzen lassen. Ein eigenes Labor 
aufzubauen braucht natuerlich einiges an Zeit und vor allem Motivation. 
Aber da laesst sich schon innerhalb der Uni wahrscheinlich einiges 
organisieren: Moebel, aeltere Messgeraete, etc...

Viel Erfolg jedenfalls :-)

Autor: Christian S. (manatarms)
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Hallo!

Rede doch mal mit Prof. Ch. Kle. Der war zu meiner Studienzeit immer 
froh ueber Leute, die Eigeninitiative zeigen. Da gabs DSP-Evalboards 
usw. und in dem Labor gabs gute Ausstattung. DIe sind ja normalerweise 
nur in den Pratikablöcken der ET belegt und ansonsten nur fuer die WPF. 
Allerdings weiss ich nicht, wie es jetzt beim Steinmüller aussieht.

Durch die Abkürzung sollteste schon rausfinden, wer gemeint ist.

Autor: Bochumer (Gast)
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Bei uns in Bochum an der RUB gibt es den "Electronic Workshop".
http://134.147.233.186/wb/pages/was-ist-der-ews.php

Außerdem gibt es von Studenten gegründet "Das Labor".
http://www.das-labor.org/

Autor: ahh (Gast)
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@Christian S.

Ja, der Name sagt mir was. Allerdings kenne ich ihn noch nicht 
persönlich, ist halt eben immer schöner wenn man den Prof. schon kennt. 
Bin erstmal dabei den Kam anzuhauchen. Mal schauen wie sich das so 
weiterentwickelt, aber gab ja doch schon einige Rückmeldungen.

Vielen Dank an alle!

Autor: Paul (Gast)
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>Ich will jetzt niemanden in Schutz nehmen oder beleidigen, aber dieses
>"ich kann löten und du nicht, deswegen bin ich der bessere Ing!" geht
>langsam aber sich auf den Keks.

Ich denke, das Berufsziel eines Ingenieurs ist eigentlich das Entwickeln 
und Konstruieren von Dingen + Software. Alle Sülzposten sind mit anderen 
Berufsgruppen abzudecken (BWL). Mal als Extremwert betrachtet: Was würde 
die Industrie machen, wenn es nur Ingenieure gäbe, die nicht wissen, wie 
man ein Gerät entwickelt, konstruiert usw....

Mit der "1" am IC war symbolisch gemeint, außerdem gibt es genug 
Sülzköppe, die eben nicht wissen, wo man die Gehäuseinfo herbekommt.

Autor: Noch ein Bochumer (Gast)
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Bei uns in Bochum gibt es, wie schon oben erwähnt, den Electronic 
Workshop. Das ist im Prinzip nichts anderes, als ein Raum, der offen für 
alle Studenten ist, wo man seine Kenntnisse im Basteln mit Elektronik 
zur Anwendung bringen kann oder auch erstmal lernen kann, was ein 
Lötkolben ist.

Geräte sind reichlich vorhanden, für die ersten Gehversuche reicht ja 
meistens Werkzeug, Bauelemente, Multimeter, Oszilloskop, PC etc.
Aber auch für anspruchsvolle Arbeiten ist Ausstattung da: Wenn nicht 
vorhanden, kann man immer noch bei den betreffenden Instituten fragen, 
ob man sich mal dies oder das ausleihen kann.

Wie man sowas einrichtet ? Ganz einfach:
Geh am besten zum Dekan eurer Fakultät, zur Fachschaft und zu einzelnen 
Professoren. Mach Werbung für deine Idee und überzeuge die Leute, warum 
das gerade an eurer Uni fehlt.

Ein Raum, Tische sowie Stühle sollten ja kein Problem darstellen.
Geräte kann man evtl. bei den Instituten abstauben, oder halt eine 
Finanzierung über den Haushalt der Fakultät aufstellen.

Nichts ist unmöglich. Geht alles wenn man will.

P.S.: Persönlich schade finde ich es auch, wenn Studenten noch nie einen 
Transistor oder Widerstand in der Hand gehabt haben bzw. schonmal eine 
Schaltung gelötet haben.
Elektrotechnik aber auf ein wenig Basteln zu reduzieren und denken, man 
hat den Plan, ich glaube da vergleichen einige Äpfel mit Birnen.

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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>Alle Sülzposten sind mit anderen Berufsgruppen abzudecken (BWL).

Ganz schön engstirnig. Ich habe oft genug mit solchen Sülzköppen zu tun. 
Da sieht man sehr schnell, wer ein technisches Studium mit BWl-Anhang 
hat, und wer nur BWL studiert haben.
Die ohne technischen Hintergrund achten nur aufs Geld - da wird sogar 
nachgefragt, wer die letzten 50 Euro ausgegeben hat...
Denen kann man als Entwickler auch sagen "Die Lösung des Problems dauert 
nur 2 Wochen.", wenn die Lösung dann aber nach 4 Wochen immer noch nicht 
da ist, dann bricht bei ihnen Panik aus.
Die Leute mit dem technischen Hintergrund können solche Sachen 
einerseits besser verstehen, andererseits dann auch vor der 
Geschäftsleitung die Probleme und damit das notwendige Geld besser 
vertreten.

>Ich denke, das Berufsziel eines Ingenieurs ist eigentlich das Entwickeln
>und Konstruieren von Dingen + Software.

Dachte ich auch. Inzwischen bn ich aber besseren belehrt worden:
In der Fertigungsplaung werden auch Ingenieure eingesetzt, die möglichst 
auch noch einen kaufmännischen Hintergrund haben, weil es dort darum 
geht, die Geräte möglichst "billig" zu produzieren. "Billig" heisst in 
diesem Zusammenhang nicht, die Produktion nach China zu verlagern, 
sondern Zeiten und Kosten zu optimieren.

Manchmal hilft es auch einem Ingenieur mal über den Tellerrand zu 
gucken, und sich nicht nur in seinem Labor zu verkriechen.
Das sind Sachen, die Spaß machen, es gibt aber noch die anderen...

Autor: Michael H* (Gast)
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tadaa, an der TUM:
http://www.fs.ei.tum.de/fachschaft/projekte/elab/
http://www.fs.ei.tum.de/~holli/elab/IMGP3216.JPG
http://www.fs.ei.tum.de/~holli/elab/IMGP3218.JPG
http://www.fs.ei.tum.de/~holli/elab/elab2.jpg

zwar schon ein bisschen älter, allerdings bestimmt nicht schlecht, falls 
er mal bei der entscheidungsfindung helfen sollte.

Autor: Daniel R. (daniel_r)
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@ Ralf Schwarz (spacedog)

Jaja, das Bastli ;) Das Ding gefällt mir recht gut. Oszi und was man 
sonst so braucht ist alles da. Die meisten Teile liegen auch irgendwo 
herum. Insgesamt sehr schön und mal was anderes als die knochenharte 
ETH-Theorie.

Daniel

Autor: ahh (Gast)
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Werde das nicht mehr weiter verfolgen mit dem Studentenlabor, da ich die 
Hochschule wechsel.

Wobei ich nicht wegen dem Labor gehe, sondern einer nicht wählbaren 
Vertiefungsrichtung, Geld und persönlichen Gründen. Wobei ich schon 
darauf geachtet habe, dass bei meiner neuen Wahl frei zugängliche 
Gerätschaften vorhanden sind.

Dann habe ich zumindest in Zukunft die möglichkeit die Anwendbarkeit der 
ganzen Theorien zu überprüfen und diese auch durch eigen erlebtes im 
Hinterkopf zu festigen.

Vielleicht sollte ich mal Studienberater werden das wird jetzt schon 
meine 3. Hochschule ;)

Autor: Mario M. (muraer)
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Was mir an solchen "Bastelbuden" auch gefällt ist, dass man gemeinsam 
auch mal etwas grösseres auf die Beine stellen kann :)
Der Bastli der ETH hat zum Beispiel kürzlich das hier auf die Beine 
gestellt:
Youtube-Video "2 Meter Propeller Clock  - AMIV HERTZ 7"
Alleine hätte man das ja nie innert 5 Wochen hinbekommen...

Die Räumlichkeiten der TUM sind ja mal nicht schlecht, schön 
geräumig...cool!

Autor: Michael H* (Gast)
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> Die Räumlichkeiten der TUM sind ja mal nicht schlecht, schön
> geräumig...cool!
Danke!
Deine PropClock kann sich auch sehen lassen!
Das Pendant aus dem e-Lab der TUM: 
http://jonas-baehr.de/~jonas/vent_2.jpg 
http://jonas-baehr.de/~jonas/vent_1.jpg
software, infos, usw... 
https://trac.fs.ei.tum.de/elektronik/browser/ventilator

Autor: Mario M. (muraer)
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Hehe nice!
Unsere Räumlichkeiten bestehen aus 3 kleinen Räumen und einem Dachboden 
in einem uuralten Haus mit Statikproblemen... :-) Und überall ist alles 
mit irgendwelchem zum Teil uralten Krimskrams vollgestopft... :)
Bei Euch schauts ja recht geräumig aus... PCs, mehrere Oszis... mehrere 
Tische... neidischbin :-)

Autor: Daniel R. (daniel_r)
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Hehe... ja, die Prop-Clock an der ETH wurde echt super. Die macht einem 
richtig Angst, wenn man die Motoren anwirft. Und der Sound dazu ;)
Wichtig ist gerade an solch einem Projekt die Zusammenarbeit von 
E-Technikern und Maschinenbauern, was im Bastli sehr gut klappt. Das 
Teil wurde zwar alles komplett durchgerechnet, trotzdem ergriffen beim 
ersten Test alle die Flucht ;)

Mal sehen, was man sich nächstes Jahr einfallen lässt.

Gruß Daniel

Autor: Norgan (Gast)
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> Unsere Räumlichkeiten bestehen aus 3 kleinen Räumen und einem Dachboden
> in einem uuralten Haus mit Statikproblemen... :-) Und überall ist alles
> mit irgendwelchem zum Teil uralten Krimskrams vollgestopft... :)

Initiative bilden, selber mal anpacken. Ne, ne, dass man der Jugend von 
heute alles ... :-)

Der Ablauf wäre etwa wie folgt:

- Mitstreiter finden

- Den formal dafür verantwortlichen einen Aufräumplan vorlegen. Nicht 
jammern "man müsste mal", sondern "wir wollen das und das machen, dürfen 
wir?".

- Zeitraum festlegen (sind ja bald Semesterferien)

- Riesengroßen Aushang, Newsletter usw. "Bitte bis zum xx.xx.xxxx alle 
persönlichen Gegenstände aus den Räumen entfernen, danach werden sie 
entsorgt".

- Aufräumen, wobei alles was nicht zugeordnet werden kann, und was FUBAR 
ist raus fliegt. Was FUBAR ist und eine Inventarnummer hat wird korrekt 
an die Verwaltung zurückgegeben. Bevor der Rest endgültig weggeworfen 
wird, wird er noch ein paar Monaten eingelagert (für die Nachzügler, die 
den Aushang nicht verstanden haben). Was kaputt und reparierbar ist, 
wird separat aufgehoben.

- Benutzerordnung aufstellen und durchsetzen

- Mal anständig Staub wischen und putzen.

- Einfache Schönheitsreparaturen. Kabel sauber verlegen, etc.

- Versuchen neue Arbeitstische, Stühle und Geräte aufzutreiben. Was 
wesentlich einfacher geht, wenn das zukünftige Heim nicht wie ein 
Saustall aussieht.

Wichtig dabei:

    - Aufräumaktion monatlich wiederholen

    - Zugangskontroll

Demnächst sind ja Semesterferien, also ran.

Autor: Muraer (Gast)
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Wer hat denn gesagt, dass aufgeräumt werden muss?

Autor: Michael H* (Gast)
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@norgan:
exakt ganz genau so lief das bei uns auch ab. und seit wir das mal 
richtig sauber gemacht haben, wird auch mehr drauf aufgepasst.

@Mauraer:
> Wer hat denn gesagt, dass aufgeräumt werden muss?
es klang danach =)

Autor: Norgan (Gast)
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Muraer (Gast) wrote:
> Wer hat denn gesagt, dass aufgeräumt werden muss?

Mich deucht es war ein gewisser Muraer:

> ... 3 kleinen Räumen und einem Dachboden ...
> Und überall ist alles mit irgendwelchem zum Teil uralten Krimskrams
> vollgestopft

Ich könnte jetzt eine Exkurs über den Zustand unserer Gesellschaft 
beginnen, in der mittägliche Talkshows und abendliche Reality-Sendungen 
das Leben in Durcheinander und Chaos als Standard propagieren aber he, 
ist ja nicht meine Bastelbude.

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