Ja, endlich haben wir die Rezession herbeigeredet. Haltet euch alle
fest,
0,5% sind ein gaaaaaanz gaaaaaanz herber Rückschlag, an dem die deutsche
Wirtschaft noch mindestens 25 Jahre zu tun haben wird.
Ganz schwarz alles. Fürchterlich. Ich wandere aus. Nach Polen.
> Ja, endlich haben wir die Rezession herbeigeredet.
Macht nichts!
Ihr Rezessionsexperte empfiehlt: Einfach den AUFSCHWUNG herbeireden!
(und schon fluppt's, oder?)
Jetzt wird in den Primitiv Medien (RTL, ARD, BILD) sicher keiner mehr
den Ingenieursmangel gebetsmühlenartig predigen, weil selbst die dümmste
JOURNAILIE weiss dass dies keiner ihrer Leistungsbezieher mehr glaubt.
Und die Neu - Bachelors sollten besser weiter studieren (Doktor machen,
Taxi, LKW Führeschein) denn jetzt werden sie sicher ganz ganz schwer
eine passende Stelle finden.
>AUFSCHWUNG
Ja wo soll sich die Wirtschaft denn hinaufschwingen?
Jeder will Wachstum haben, wohin soll's denn wachsen?
Wie die Zauberbohnenranke in den Himmel?
Das ist nun mal ein begrenzter Prozess, alles ist irgendwann
ausgewachsen, dann geht's eben nur noch rückwärts oder bergab.
Ich mache mir da keine Sorgen, die schwarzsehende Presse ignoriere ich
da mal, die wollen eh' nur Aufmerksamkeit erregen um Werbung zu
verkaufen. Ändern kann ich's eh' nicht, also abwarten und reagieren.
> die schwarzsehende Presse
das Gegenteil der schwarzsehenden Presse ist die schönredende
Bundesregierung :)
gez. Ihr Rezessionsexperte, der Begleiter durch die Krise
Ach Gottchen....Jammern auf allerhöchstem Niveau.
Benzin ist billiger, Lebensmittel sind billiger usw. hat doch auch
Vorteile, wenn´s nicht mehr so brummt...
> hat doch auch Vorteile, wenn´s nicht mehr so brummt...
Ich kann das 'Brummen' eh nicht mehr ertragen, nur noch Hektik, Stress
nörgelnde Chefs und Kunden. Mal wieser pünklich Feierabend machen, mal
durch IKEA schlendern, Durchatmen und Ideen sammeln.
Rezession als Wohlfühlmotor, genau das is es!
Sorge dich nicht, Lebe! Nie wieder Aufschwung!
Graph Kelvin wrote:
>> hat doch auch Vorteile, wenn´s nicht mehr so brummt...> Rezession als Wohlfühlmotor, genau das is es!
Jepp. Für mehr Zeitwohlstand! :-)
So ein Mist!
Gerade lese ich auf t-online das die Rezession nur ein Jahr dauern soll.
Man man man, selbst auf die gewohnte 7-Jahre-Rezession kann man sich
nicht mehr verlassen...
Alles Quatsch, nix Krise, nix Rezession.
Die Sparkasse hat mir gestern den Kredit für eine Eigentumswohnung
durchgewinkt. Meine Jahresabschlüsse und BWA liegen denen vor, haben den
Kredit trotzdem bewilligt, herf, herf, herf...
> Keine Panik - der Kapitalismus garantiert Krisen/Rezessionen.> Zwar nicht für alle - aber für die Mehrheit!
Während der Sozialismus die Krise für alle garantiert - aber nur eine.
Nice week,
Zardoz
Die Sparkassen wissen im Augenblick eh nicht mehr wohin mit der ganzen
Kohle, seit der Michel die Kohle aus den Fonds, den Zertifikaten und den
Aktien auf sein Sparbuch umgeschichtet hat. :)
> Ach Gottchen....Jammern auf allerhöchstem Niveau.
Träumer!
> Benzin ist billiger, Lebensmittel sind billiger usw. hat doch auch> Vorteile, wenn´s nicht mehr so brummt...
Das Benzin jetzt deutlich billiger ist verdanken wir dem Ende der
Spekulation an den Rohstoffmärkten. Und das Lebensmittel jetzt deutlich
billiger sein sollen, davon habe ich zumindest noch nichts bemerkt.
Wenn Opel hierzulande genau so besch.. wie der Mutterkonzern GM
darstände, dann gute Nacht Opelaner.
Aber hier werden wir geholfen, die Zeit hat's aufgedröselt:
"Deutschland befindet sich mitten im Abschwung. Was sind die Folgen für
den Normalbürger? Was kann die Politik dagegen tun? Fünf Fragen und
Antworten"
http://www.zeit.de/online/2008/47/fragen-zur-rezession
Ich suche mir zur zeit eine Stelle. Habe ich während des Recessions die
schlechtere Chancen für einen Job in Eingebettete Systemen Bereich? (Im
Hinblick auf Jobverluste im Autoindustrie)
Eigentlich ist es mir Egal ob wir gerade Aufschwung, Rezession oder
irgendwas dazwischen haben.
Wenn die Rezession so hart ausfällt wie der letzte Aufschwung wird man
von ihr wohl kaum etwas merken. Kaum drehen wir uns um ist der nächste
Aufschwung da und nix hat sich verändert.
Das ist ja leider eine "spezielle" Rezession. Um die zu überwinden
müssten Milliarden ins bedürftige Volk gepumpt werden. Die Amis habens
vorgemacht. Da herrscht eine ähnliche Problematik von
ungerechter/schiefer Einkommensverteilung. Aber durch die Kreditvergabe
konnte das kaschiert werden und sie konnten fleißig konsumieren und zwar
fast ausschließlich Waren hergestellt aus dem Ausland. Auch Deutschland,
besonders der Maschinenbau und andere exportorientierte Branchen haben
profitiert. Und nun herrscht aber langsam Götterdämmerung. Der Konsum
bricht ein, die Autoindustrie hat es am ehsten zu spüren bekommen. Bald
wird das auch Investionsgüterhersteller massiv erfassen. Folge: Mehr
Arbeitslose, sinkende Steuereinnahmen, mehr Ausgaben. Das ganze ist ein
Dominoeffekt. Momentan wird der Staat bzw. die Allgemeinheit als Bürger
als neuer Kreditnehmer benutzt. Das wird evtl. kurzzeitig helfen aber am
Ende wird die steigende Zinslast den Staat handlungsunfähig machen
(zahlen ja heute schon afaik 70 Mrd. an Zinsen jedes Jahr). Das Geld
wird nach oben gepumpt, dabei wäre es in Bildung etc. wesentlich besser
angelegt. Der Staat bzw. dem Gemeinwesen wird exponentiell der
Handlungsspielraum eingeengt. Ich bin mal gespannt, ob sich dieses Mal
noch einmal der Crash/Systemzusammnebruch bzw. Staatsbankrotte abwenden
lassen. Das ganze ist schon ziemlich abgewirtschaftet. Überhaupt ein
Wunder wie lange das System schon durchhält, wenn man mal in die
Geschichte zurückblickt hat es doch schon immer in recht regelmäßigen
Abständen "gerumst und gebumst". Das System an sich ist instabil, da
kein wirklicher Kreislauf herrscht. Immer sammelt sich nach einiger Zeit
enormes Vermögen auf bei Wenigen auf der einen Seite, und Schulden bei
Vielen auf der anderen bis nichts mehr geht. Dann gibt es einen Reset
und manchmal noch vorher ein ordentliches Feuerwerk. Und mir schwant,
dass wir wieder in Kürze (spätestens in 5 Jahren) vor einem Reset
stehen. Ich sage lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne
Ende.
@Nichts geht mehr (Gast)
Hoffe und gehe davon aus, dass du unrecht behalten wirst... dein
soganannter reset, würde die politischen systeme noch mehr
destabilisieren, was irgendwann unwiederruflich in einem grossen Krieg
enden wird.... (die letzte vergleichbare kriese war 1929, wer kam da
einige jahre später an die macht? (p.p.s. natürlich würde diese nicht
mehr von D. ausgehen))
wenn die rezession jetzt kleingeredet wird, gar positiv betrachtet wird
(benzinpreise, etc) ist das doch etwas sehr kurzsichtig, das dicke ende
kommt noch, den erstens ist europa den amis um 6 monate hinterher, und
auch die amis sind lange nicht am tiefpunkt...
Gerade die halbleiterindustrie ist derb am serbeln, da kommt noch
einiges...
man bedenke, der einfache bürger wird sich der kriese nicht entziehen
können...
nur so zum nachdenken, wie das da punkto kriese wirklich was vorhanden
ist:
http://www.boerse-go.de/news/archiv.php?idc=2
Wenn man mal in die Vergangenheit blickt, dann wird klar dass "das
System" bis heute stetig verbessert wurde, und die Frequenz und
Amplitude der "Rummse" abgenommen hat. Und so kann es meinetwegen auch
weitergehen, mit kleinen, inkrementellen Verbesserungen, denn das ach so
schlechte Grundprinzip funktioniert komischerweise besser als alles
andere was bisher sonst so ausprobiert wurde. Wenn mir jemand einen
Umsturz auf sein angeblich so tolles, aber rein auf dem Papier
entworfenes Alternativsystem vorschlaegt, dann muss ich sagen, "nein
danke".
Von Alternativssystem redet ja keiner. Aber irgendwie müssen die
Schulden und die Guthaben gelöscht werden, weil sich das System sonst
die Luft zum Atmen abschnürt. Danach kann es ja weiter gehen wie bisher
bis zum nächsten Reset. Ist wie bei einem zugemüllten Windows,
irgendwann Delete oder gleich Format.
Man könnte vielleicht diesmal mal ohne Krieg reseten. An einen neuen
Weltkrieg glaube ich nicht. Nutzen der Weltkriege war ja, dass Vieles in
Schutt und Asche lag, der Aufbau brachte Wachstum ohne Ende.
Aber das geben die heutigen Ressourcen nicht mehr her. Aber kleinere
Kriege gibts trotzdem. Man sieht ja gerade, dass Afrika jetzt im
Mittelpunkt steht. Da versucht sich jede Nation militärisch in Stellung
zu bringen, aber nicht um die Menschenrechte zu schützen sondern die
Ressourcen zu sichern. Speziell wenn der Handel der Rohstoffe durch
"Währungsveränderungen und andere Gegebenheiten" nicht mehr wie gewohnt
ablaufen kann, muss man die Quellen militärisch kontrollieren, ansonsten
ist auch Deutschland schnell von Rohstoffen abgeschnitten und die
Industrie kommt zum Erliegen. Die EU hat vor dieser Rohstoffproblematik
vor Kurzem gewarnt. Und man versucht ja jetzt schon die Leute in
Stimmung für militärische Interventionen zu bringen, schließlich gibt es
da ja neuerdings viele Piraten. Und im Kongo waren Unruhen auch stets
willkommen bzw. wurden gefördert, denn das hat die Rohstoffpreise schön
unten gehalten.
> Aber irgendwie müssen die Schulden und die Guthaben gelöscht werden,> weil sich das System sonst die Luft zum Atmen abschnürt.
Ich würde das mal so definieren:
Die Kollegen Amis müssen endlich mal wieder arbeiten gehen und ihre
Grundstücke, Papphäuser, SUV und sonstigen schlechten Autos sowie ihre
Kreditkartenrechnungen ehrlich abbezahlen. Nur so, um den Anfang zu
machen.
Der ganze Mist konnt doch nicht von ungefähr, sondern wurde doch wohl
u.a. durch die maßlose Gier der Masse wesentlich gestützt.
>Die Kollegen Amis müssen endlich mal wieder arbeiten gehen und ihre
Funktioniert aber nur, wenn Arbeit da ist. Die wurde aber leider in den
letzten 15 Jahren fast vollständig nach Asien exportiert.
Der Reichtum einer Nation definiert sich nur dadurch, etwas aus dem
Boden zu holen, etwas damit zu machen und es teuer außer Landes zu
verkaufen.
Ein Land aus Friseuren und Schuheputzern ist ein armes Land.
Graph Kelvin wrote:
> Rezession als Wohlfühlmotor, genau das is es!>> Sorge dich nicht, Lebe! Nie wieder Aufschwung!
;-)
Aber prinzipiell hast Du Recht. Es gibt kein ewiges Wachstum.
Außerdem schneit es ab morgen - da kann man sich dann schön bei einer
Tasse guten Tees und ein paar leckeren Pralinen zurücklehnen und die
Winterlandschaft genießen.
Einmal ist der Euro zu hoch, dann wieder zu niedrig.
Mir isses jetzt eigentlich gerade mal egal.
Wichtig ist nur eins: dass der Dax schön einbricht ;-)
Chris
Manisch Rezessiver wrote:
>> und ein paar leckeren Pralinen>> Du hast Gewichtsprobleme und sollst nicht soviel fressen, lieber Chris!
Nein, nicht mehr :-)
Außerdem ist es alles eine Sache des Maßes!
Chris mit 32er Bundweite
>Wichtig ist nur eins: dass der Dax schön einbricht ;-)
Kriminelle Mardertiere?
Jetzt weiß ich, warum der immer 'ne Maske trägt! :)
Lange nicht so gelacht.