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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Was ist eigentlich ein "synthesized Signal Generator"?


Autor: Erik D. (dareal)
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Was sagt dieses "synthesized" eigentlich über einen Signalgenerator aus 
bzw. was ist an diesem anders als an normalen Generatoren?

Autor: crazy horse (Gast)
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Die Spannung wird nicht von einem irgendwie schwingfähigem System (z.B. 
als einfachster Fall astabiler Multivibrator als Rechteckgenerator), 
sondern digital. Dabei können beliebige Kurvenformen über einen 
D/A-Wandler erzeugt werden.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Ich würde es weiter fassen: bei einer PLL spricht man auch von einem
Synthesizer.  Es wird halt irgendwie "nicht analog" von außen
eingestellt bzw. geregelt.

Als Gegensatz würde ich den klassischen frei laufenden Generator sehen,
dessen Frequenz durch Änderung eines frequenzbestimmenden Elements
selbst modifiziert wird (Einstellwiderstand bei der Wien-Brücke,
Drehko oder Variometer bei schwingkreisbasierten Systemen), der danach
aber wieder mit der ihm eigenen Stabilität arbeitet.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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crazy horse wrote:
> Die Spannung wird nicht von einem irgendwie schwingfähigem System (z.B.
> als einfachster Fall astabiler Multivibrator als Rechteckgenerator),
> sondern digital. Dabei können beliebige Kurvenformen über einen
> D/A-Wandler erzeugt werden.

Der letztere Fall (Synthi mit beliebiger Kurvenform) heißt dann meist 
Arbitrary Generator, Arbitrary Function Generator, oder ARB

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Erik D. wrote:
> Was sagt dieses "synthesized" eigentlich über einen Signalgenerator aus
> bzw. was ist an diesem anders als an normalen Generatoren?

Da es in der Regel über an eien Quelle hoher Stabilität 
(Quarz/OCXO/Normal...) phasenstarr gekoppelt ist, sagt es etwas was über 
die Stabilität des erzeugten Signal aus. Und seine Einstellbarkeit - 
solche Genratoren haben meist eine Rechnerschnittstelle, das ermöglicht 
einfachere Einbindung in ATE Umgebung.


hth,
Andrew

Autor: Bernd G. (Gast)
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Kommt der Begriff "Synthesized Signal Generator" nicht eigentlich aus 
der Elektronik-Urzeit? Ich kenne das so, das aus einer Referenzfrequenz 
durch Vervielfachung, Teilung und komplizierte  (Mehrfach-) Mischung mit 
anschließender Filterung der Signale von ganzen Frequenzbänken das 
Signal erzeugt wurde. Eine lückenlose Durchstimmung war in der Regel 
nicht möglich.
Das vereinfachte Prinzip dieses Generators wurde in 
Trägerfrequenz-Übertragungssystemen zur Erzeugung der Vorgruppen- und 
Gruppenträger verwendet.
Der Begriff "synthesized" für schlichte PLL-Generatoren oder DDS ist 
einfach eine Fehlanwendung, die aber gerne benutzt wird.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Bernd G. wrote:
> Kommt der Begriff "Synthesized Signal Generator" nicht eigentlich aus
> der Elektronik-Urzeit?

Das kommt der Sache nahe. Getreu dem Motto: Wie/Wo alles begann...

> Ich kenne das so, das aus einer Referenzfrequenz
> durch Vervielfachung, Teilung und komplizierte  (Mehrfach-) Mischung mit
> anschließender Filterung der Signale von ganzen Frequenzbänken das
> Signal erzeugt wurde. Eine lückenlose Durchstimmung war in der Regel
> nicht möglich.

Ist es ja heute auch nicht. Nur das dank erweiterter technischer 
Möglichkeiten die Sache "fein-granularer" geworden ist. Derart, das man 
die Schrittweite fast nicht mehr störend merkt. Man spricht deshalb auch 
von quasi-kontinuierlich.

> Das vereinfachte Prinzip dieses Generators wurde in
> Trägerfrequenz-Übertragungssystemen zur Erzeugung der Vorgruppen- und
> Gruppenträger verwendet.
> Der Begriff "synthesized" für schlichte PLL-Generatoren oder DDS ist
> einfach eine Fehlanwendung, die aber gerne benutzt wird.

Wobei gerade DDS es ja im Wortsinn trägt: direct digital 
sysnthesized/synthesizer  ,-))

hth,
Andrew

Autor: Bernd G. (Gast)
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Ein 1 Hz-Raster sehe ich bereits als lückenlos an. :-)

DDS, da würde ich sagen: äußerst kunstvoll aus Amplitudenstückchen 
zusammengebastelt (synthesized). Da stimmt der Begriff dann mit neuer 
Deutung wieder. Jaja, die Haare und das spalten derselben.

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