Gast
#1049793
Hallo, ich habe einige Fragen zum Thema verdrillte Leiungen. Zunächst einige Fragen was die erzielten Effekte betrifft: Man erreicht eine Verringerung der induktiven Kopplung da sich entlang des verdrillten Leitungspaares Leiterschleifen mit jeweils entgegengesetzter Polarität ausbilden und sich die induzierten Spannungen damit gegenseitig kompensieren. Aber einen ähnlichen Effekt hab ich doch, wenn ich beide Leitungen einfach nur eng beieinander führe. Im Hin- und Rückleiter bilden sich Magnetfelder aus dich sich aufgund der entgegengesetzen Flussrichtung des Strom aufheben, und somit gibts kein Magnetfeld mehr, oder? Durch möglichst enges Zusammenführen der Signalleitung mit dem jeweiligen Bezugspotential koppeln Störungen auf beide Leiungen und wirken als Gleichtaktsignale welche sich i.d.R. gut unterdrücken lassen. Auch hier sollte doch enges Zusammenführen beider Leitungen den selben Effekt haben, auch ohne Verdrillung. Gibt es noch mehr Effekte durch Verdrillen der Leitung? Nun noch eine Frage zur Umsetzung: Damit das überhaupt funktionieren kann, muss im Hin- und Rückleiter der gleiche Strom fliessen. Wenn ich aber jede Signalleitung mit einer eigenen Masseleitung verdrille, biete ich dem Strom mehrere Wege zurückzufliessen. Wie stellt man sicher, dass der Signalstrom auch durch die jeweils "richtige" Ader zurückfliesst? Danke im Voraus für eure Antworten