Hallo an alle!
Ich will per PWM einen kleinen Speaker zum Klingen bringen und den
Aufwand möglichst gering halten. Meine Frage: Wäre die Schaltung
prinzipiell möglich? Wenn ja, wie sind die Bauteile zu dimensionieren
??(Transistor und Speaker sind willkürlich gewählt, Verwendeter
Microcontroller: Mega32-P)
Danke schon mal
würde ich so nicht machen.
Wichtig ist: was willst du denn ausgeben?
falls nur ein Summersignal, dann würde ich den Lautsprecher statt dem
Kollektorwiderstand einfügen.
Für HIFI Ausgabe eine andere Schaltung wählen ;-))
wkr
Stefan
Du brauchst für das PWM-Signal eine Push-Pull Entstufe. Bei Deiner
Schaltung wird der "Pull" Strom durch den Widerstand begrenzt ==>
Leistungsverlust.
Den Spannungsteiler an der Basis bräuchtest Du für diese Konfiguration
ohnehin nicht.
Deine Schaltung wird einen Ton liefern, aber eben mit geringer Leistung.
Anstatt Transistoren könnte man eventuell einen einfachen 74HC14 nehemn
und die 6 Inverter parallel schalten.
ajax
> Was spricht gegen so eine Beschaltung?
Sieh dir den Pfad R4-C2-SP1 an. Damit überhaupt eine nennenswerte
Spannung am SP1 ankommt muß R4 recht niederohmig sein (Spannungsteiler).
Die PWM ist asymmetrisch, weil der Transistor auf jeden Fall
niederohmiger ist als R4 (schnelle Entladung von C2, langsame
Aufladung).
BTW:
Was soll denn der C1? Ist das eine Rechteckbremse?
Auweia. Jetzt sehe ich das erst:
C1 ist der Tiefpass-Kondensator für das PWM-Signal. Der Transistor soll
"nur" linear verstärken. Dann fehlt aber der Tiefpass-Widerstand
zwischen dem uC-Pin und C1. Und irgendeine Art Gegenkopplung im
Verstärker.
Mir scheint, du hast da zwei Welten miteinander zwangsverheiratet (PWM
und linearer Transistorverstärker).
weil der Lautsprecher sehr niederohmig ist muss der RC ebenfalls klein
sein, daher grosse Verlustleistung.
bei einer PWM Frequenz die hoch genug ist (ca. 10 x die Nutzfrequenz)
mittelt die Lautsprecherinduktivität den Strom gut genug, sodass du nur
einen einfachen Treiber brauchst. (Lautsprecher im Kollektorkreis)
Freilaufdiode nicht vergessen.
Für detaillierte Berechnungen kann ich dich nur auf Fachliteratur
verweisen.
sollte aber gut genug funktionieren, im einfachsten Fall mal auf einem
Steckbrett aufbauen und anhören oder ev.. mit Oszi messsen.
wkr
Stefan (der 2.)
Stefan wrote:
> C1 sollte als "Glätter" vom PWM Signal dienen.
Dann lass den auf jeden Fall raus. Ein PWM-Signal muß knackig an die
Endstufe kommen, sonst hast du nur hohe Schaltverluste. Glätten
(Integrieren) muß das der Lautsprecher (Mechanik).
Ich klinke mich mal ein, denn ich beschäftige mich gerade mit dem selben
Thema ;-)
Ich hatte die Geschichte bisher so geplant, 2 Pins des AVR abwechselnd
high und low zu schalten, also wenn der eine high ist ist der andere
low. Dadran wollte ich einen einfachen( lol, was ist schon einfach :-)
Gegentakt-verstärker aus 2 komplementären Transistoren und dadran einen
PC-Speaker hängen. Spannungsversorgung sind bei mir leider nur 5V...
Dazu habe ich folgende Schaltung gefunden:
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0205141.htm
Lässt sich damit was anfangen? Wie dimensioniere ich R1 und R2? Sind ja
so wie ich das sehe nur um in der "Mitte" Die Spannung da zu erzeugen,
also sowas um die 10k? Ck kann ich mir ausrechnen, würde ich jetzt 10µF
für nehmen...
Was mich dabei irritiert: Wenn ich an die beiden Klemmen wo Ue dransteht
meine beiden Port-Pins hänge, und ich schalte den unteren auf high, habe
ich einen Kurzschluss...
Also doch nur einen Pin nehmen und die untere Klemme auf 0V legen???
[edit] Ich evrgaß zu erwähnen... Mir reicht zum experimentieren erstmal
so ein 8-Bit-Nintendo-Sound, falls ihr wisst was ich meine ;-) Soll mal
eine Hupe für ein Modellauto werden...
LG, Björn
Hat denn jemand konkrete Literaturvorschläge zu solchen Themen, speziell
zu PWM- bzw. kleinen NF-Verstärkern mit hinreichenden Erklärungen? Weil
ich selber noch ziemlicher Anfänger bin in Sachen Elektrotechnik...
Björn R. (sushi) schrieb:
>Lässt sich damit was anfangen?
Sollte schon, obwohl das ja eine analoge Endstufe ist. Da dein
AVR-Ausgang ja sowieso nur 0V oder 5V kann (gut, ev. auch TriState),
könntest du auch einfach die Rs und Dioden weglassen und den Ausgang
direkt auf die beiden kurzgeschlossenen Basen klemmen.
Ck hängt von der Lautsprecherimpedanz ab und von der gewünschten unteren
Grenzfrequenz.
>Was mich dabei irritiert: Wenn ich an die beiden Klemmen wo Ue dransteht>meine beiden Port-Pins hänge, und ich schalte den unteren auf high, habe>ich einen Kurzschluss...
Ich verstehe nicht ganz. Hängst du beide Portpins (Ausgänge)
gleichzeitig auf den Eingang und betreibst die dann gegeneinander?
Entweder du nimmst nur einen Portausgang auf diese Schaltung oder du
hast zwei Ausgänge auf zwei solcher Schaltungen. Eventuell auch
gegenphasig, um den Lautsprecher in Brücke zu betreiben.
Oder du hast den falschen Transistortyp drin - oben NPN, unten PNP.
Kannst den LS auch wie ein Relais ansteuern -
Portpin->Basiswiderstand->NPN-Transe(E auf GND) C an
LS->Vorwiderstand(ev.+Lautstärkepoti)->+ (Gleichspannung die du vor dem
5V Regler abgreifst ist am besten geeignet)
Das macht richtig krach......
Ja, wollte den LS in Brücke betreiben... Zwei Schaltungen - manchmal
kommt man auf die einfachsten Dinge nicht... Danke! Das mit dem
Transistor wie bei einem Relais hat natürlich auch was - ist schön
einfach. Und das fetzt auch richtig??
>Und das fetzt auch richtig??
ja klar, der Transistor arbeitet doch im reinen Schalterbetrieb - da
kannst du ordentlich Strom durch schicken (Prinzip der Digitalendstufe).
von Stefan (der 2.)
>bei einer PWM Frequenz die hoch genug ist (ca. 10 x die Nutzfrequenz)>mittelt die Lautsprecherinduktivität den Strom gut genug, sodass du nur>einen einfachen Treiber brauchst. (Lautsprecher im Kollektorkreis)>Freilaufdiode nicht vergessen.
Meiner Meinung nach ist das wahrscheinlich nicht ganz richtig.
Korrekterweise brauch man eine Push/Pull Entstufe, weil man die
Lautsprechermembran ja nicht nur drücken sondern auch ziehen will.
Mit nur einem Transistor und angeschlossenem Lautsprecher kannst Du die
Membran bestromen und in eine Richtung bewegen. Die Rückwärtsbewegung
ergibt sich dann durch die Federwirkung der Membran und ist entsprechend
schwach. Ergebnis dieser Konstrukution: Der Ton ist relativ leise.
Gruß,
ajax
Genau das war auch meine Überlegung, aber um das Programm und die
Tonerzeugung auf dem Steckbrett zu testen, werd ich es erstmal mit der
einfachen Transe versuchen.