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Forum: Offtopic Lasercutter selber aus China importieren?


Autor: Frank Esselbach (Firma: Q3) (qualidat)
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Hallo,

bei Recherchen zu dem Thema bin ich auf das hier gestoßen:

Ebay-Artikelnr.:  270306539598

Ich möchte damit Gehäuseteile, z.B. Frontplatten und Teile für den 
Flugmodellbau aus Kunststoff zuschneiden. Die technischen Angaben sehen 
ganz brauchbar aus. Das Ding soll Plexiglas bis 1 cm schneiden können. 
Diverse Beschriftungen und Andenken kann man nebenbei auch machen ...

Nach meine Recherchen kommen da ca. 280,- Euro Transport, 20% 
Einfuhrumsatzsteuer und 2,4% Zoll drauf.
Rein rechnerisch lohnt das allemal, in Deutschland kostet das selbe 
Gerät beim Händler locker das Drei- bis Vierfache ... hab' ich was 
übersehen?
Tips?

Frank

P.S. Bitte NICHT die Diskussion mit Augenlicht und so, ich weiß, dass 
man mit Laser vorsichtig sein muss. Muss man mit einer Stichsäge 
übrigens auch ...

Autor: Kobaltchlorid (Gast)
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Wo siehst du da irgend eine Angabe einer *Schneid*-Leistung? Der Zweck 
dieses Geräts ist das Gravieren von Schriftzügen oder Bildern für 
Schildererzeugung, Monogramme auf Kugelschreiber, Stempelerzeugung, etc.

Das ist ein Laser-*gravier*-gerät, wie es heutzutage in jedem zweiten 
Stempelgeschäft steht. Für das Schneiden von Materialien ist das meines 
Wissens völlig ungeeignet.

Autor: Frank Esselbach (Firma: Q3) (qualidat)
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> Wo siehst du da irgend eine Angabe einer *Schneid*-Leistung? Der Zweck
> dieses Geräts ist das Gravieren von Schriftzügen oder Bildern für
> Schildererzeugung, Monogramme auf Kugelschreiber, Stempelerzeugung, etc.
>
> Das ist ein Laser-*gravier*-gerät, wie es heutzutage in jedem zweiten
> Stempelgeschäft steht.

Doch doch, ich habe mich damit befasst. Mit 40W IR aus einem CO2-Laser 
kann man - außer Metall - ziemlich viel schneiden. Ob man graviert oder 
schneidet ist abhängig von der Leistung und der Strahlgeometrie (Optik).

Der Strahl aus dem CO2-Laserrohr hat etwa 3 mm Durchmesser, man braucht 
also in jedem Falle eine Optik. Bei einer kurzen Brennweite ist der 
Strahlenverlauf stark kegelförmig und mehr oder weniger nur im 
Brennpunkt wirksam, das ist zum Gravieren (verdampfen des Materials im 
Brennpunkt).

Bei einer längeren Brennweite wird der Strahl dünner und nahezu 
parallel, damit wird geschnitten ...

Frank

Autor: Kobaltchlorid (Gast)
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> Bei einer längeren Brennweite wird der Strahl dünner und nahezu
> parallel, damit wird geschnitten ...


Das heisst also, du willst die Laser-Optik dieses Geräts von "stark 
kegelförmiger Strahl" auf "sehr dünner quasiparalleler Strahl" selber 
umbauen? Bei 10,6 µm Wellenlänge? Viel Spass damit.

Du hast dann noch das Problem, dass bei Schneidarbeiten mit quasi 
parallelem Strahl der Laser auch die Unterlage treffen und 
möglicherweise in Stücke schneiden würde. Oder bei Reflexionen an der 
Unterlage das Gehäuse in Scheiben schneidet.

Falls du das wirklich zustande bringst, stell' die Ergebnisse doch hier 
rein. Ich glaube eher nicht, dass das was wird.

Autor: Warren Spector (jcdenton)
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ich glaube der trick war, das die "unterlage" dann gerade so ausserhalb 
des fokussierbereichs liegt, bzw schneiden die metallverarbeitenden 
leute sich für ihre laser einfach mit dem gerät selbst auflagebleche die 
oben zackenförmig geschnitten sind und dann sitzt alle 10 cm halt son 
senkrechtes blech was oben paar auflagezacken hat fürs material.

klar schneidet der laser die mit der zeit kaputt, die muss man sich dann 
halt neu schneiden.

beim wasserstrahlschneiden schneidet man glaube ich ähnlich mit nem 
gitter, was auch "verschleißteil" ist, kleine geräte klemmen das 
material glaube ich komplett am rand und haben drunter dann n 
wasserbecken, in dem der strahl wohl genug energie abbaut, um die 
drunterliegende wanne nicht zu zerschneiden.

Autor: Unbekannter (Gast)
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> CO2-LASER arbeiten im Infraroten. Die siehst du (im Gegensatz
> zu Stichsägen) nicht.

Sobald es dunkel ist, weiß man aber auch, was passiert ist...

Autor: P.Wolf (Gast)
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Hallo Frank,

das mit dem Fokussieren ist schon richtig, nur dass hier genauso die 
Gesetze der Optik gelten, wie beim sichtbaren Licht halt auch !
Wenn ein laserstrahl durch eine Optik geht, wird er fokussiert auf einen 
Brennpunkt - danach weitet er sich wieder auf.
Wenn Du Dich wirklich intensiv mit dieser Materie vertraut gemacht 
hättest, dann wären Dir Begriffe wie "otische Kaustik","Moden" und 
"Strahlenteleskop" auch ein Begriff.
Innerhalb solch einer kurzen Kaustik zum Beispiel herrscht ein nahezu 
parallel verlaufender Strahlengang. Das wird aber nur mit Speziallinsen 
erreicht. Und , was noch erschwerend dazu kommt: Die Brennweite dieser 
Linsen liegt bei minimum 200 bis 400 mm !!
Wo willst Du denn das bei diesem Spielzeug hinbauen ?

Mit den 40 W wirst Du nicht viel anrichten können, außer persönlichem 
Schaden beim unvorsichtigen Hantieren. O.K. ein bisschen Leder und 
Kunststoff markieren klappt und das Gravieren wird auch gehen, aber 
Schneiden kannst damit allenfalls Papier und Karton, mehr nicht !

Laser, mit denen man Metall Schneiden kann, bewegen sich im oberen kW 
Bereich und kosten richtig viel Geld ....

Schönen Gruß aus Kösching

Peter

Autor: hmm (Gast)
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Zur Linse... Ein Glaslinse geht nicht. Ping - und kaput ist die. 
Absorbiert diese Wellenlaenge. Es gibt etwa zwei Materialien, die bei 
CO2 transparent sind. Germanium und SelenIrgendwas. Beide sauteuer.

Autor: Fuzzy (Gast)
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>Doch doch, ich habe mich damit befasst. Mit 40W IR aus einem CO2-Laser
>kann man - außer Metall - ziemlich viel schneiden. Ob man graviert oder
>schneidet ist abhängig von der Leistung und der Strahlgeometrie (Optik).

Wenn du verkokeln mit schneiden gleichsetzt, dann stimmts.
Mit zu wenig Leistung musst du zu lange auf einem Punkt rumbraten, 
sodass sich das Material drumrum zu stark erwärmt. Dann brennt das 
Material drumrum auch ab. ==> Schwarze Ränder entlang des Schnitts bei 
Holz

Mit genug Leistung wird das Material, auf welches der Laser trifft, 
sofort verdampft und der Bereich ausserhalb der Schneidelinie erwärmt 
sich fast nicht. ==> Sauberer Schnitt

Autor: Zweifler (Gast)
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K1 Reportage hat so einen High Tech Lasercutter im Rahmen einer Sendung 
über Modellbau gerade in Aktion gezeigt (siehe Screenshot im Anhang). 
Dort verdampft einiges an Material beim schneiden. Man beachte dazu das 
dicke flexible Rohr hinter dem Gerät. Das muss man auch erstmal 
realisieren können (ist mehr als das bisschen gewohnter Dampf vom 
Lötkolben und wahrscheinlich auch noch deutlich ungesünder).

Außerdem hätte ich große Bedenken bezüglich nicht kontrollierbarer, 
schädlicher Lichtreflexionen bei einem selber umgebauten Gerät, was vom 
Hersteller für solche Arbeiten nicht spezifiziert ist.

Autor: Zorc (Gast)
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Wenn man 40W auf eine Flaeche von 0.5mm^2 konzentriert so ist das viel. 
Genuegt fuer die Oberflaeche. Bezueglich der Strahlung muss man sich 
wenig Sorgen machen. Eine Plexihaube genuegt, die Strahlung wird voll 
absorbiert.

Autor: P.Wolf (Gast)
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Hallo Zorc,

von welcher Strahlung spricht Du ??? Gefährliche Strahlung entsteht da 
drin nicht - es war die Rede von Reflexionen !
Und eine einzige Reflexion ins Auge genügt, um blind zu sein .....

Es ist richtig, dass normales Glas die 10,6µm des CO2 Lasers absorbiert. 
Das Glas wird trübe. Also zu einer Plexiglashaube hätte ich da kein 
Vertrauen.

Und die Linsen sind aus Zink-Selenid und haben so eine gelbliche Farbe.
Preise liegen so um die 400 Euro bei 25mm Durchmesser.

Gruß

Peter

Autor: löwenhund (Gast)
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Hallo,

ich habe einen 60 Watt Gravier/Schneidlaser.
Damit ist es möglich Holz 12 mm und Acryl 20 mm Stärke zu Schneiden.
Eine Anständige Absaugung vorausgesetzt, es genügt nicht einfach eine 
normale Holzspähneabsauger dran zu klemmen.
Meine sind von TBH und kosten in einer kombi 3800,- Euronen.
Der Rauch der bei dem Schneiden ensteht ist hochgiftig.

Viele Grüße an alle

Autor: Johnny (Gast)
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Meint Ihr für zu Hause würde sich wegen der Sicherheit eine 
Schneideanlage auf Wasserstrahlbasis besser eigenen?

Autor: neeeee (Gast)
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Heul,... Wasserstrahlschneiden... soll das ein Witz sein ? 
Professionelle Maschinen haben 3000 bar, die werden hydraulisch gemacht, 
indem man mit einer 300bar Oel hydraulik und einer 10:1 Uebersetzung 
arbeitet. Dh. aus 10 L/s @300 bar macht man 1 L/s @3000bar. Wenn man nun 
die 3000 bar kontinuierlich will, was nicht einfach der Fall ist, da der 
kolben zurueckfahren muss, benoetigt 2 oder 3 zeitlich gestaffelte 
Kolben. Dann hat man Wasser bei diesem Druck. Will man nun wirklich 
schneiden, so erhoeht man den abrieb, indem man Sand beimischt. Die 
Duese ist uebrigens Saphir und hat eine begrenzte Standzeit. Dieser 
gesammte technische Aufwand hat seinen Preis : ab 60kEuro.

Autor: neeeee (Gast)
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Weshalb sollte Schneidedaempfe giftig sein ? Kommt doch darauf an, was 
man schneidet. Muss nicht PVC sein.

Autor: Johnny (Gast)
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An die Skeptiker, mit was für einer Maschine soll man denn zu Hause nun 
arbeiten, wenn alles zu gefährlich ist?

Autor: Sachich Nich (dude) Benutzerseite
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Einfach ignorieren, es gibt doch immer welche, die sagen 
Laser/230V/Wasser/Strahlung/Autofahren/Loeten oAE ist gefaehrlich :)

Autor: Ahh (Gast)
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Es ist weniger eine Frage von zu gefeahrlich als wie brauchbar ist eine 
guenstige loesung. Also mit 30W laser kann man an Obeflaechen rumbrennen 
aber nicht schneiden. Mit einer Haushalthochdruckspritze (200Bar) kann 
man allenfalls weiche Butter schneiden, mehr nicht. Wenn die Geraete eh 
zur Verfuegung stehen, wuerde ich einfach mal probieren.

Autor: Per Mail (Gast)
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Hallo Frank,

an dieser Sache bin ich wegen Modellbau schon dran. Da hier im Forum 
eigentlich nichts Konkretes mehr herauskam: bei Interesse bitte 
Kontaktaufnahme per weiche16@gmx.de

Grüße

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