LED kühlen (flüssiger Stickstoff)

OP #1061088
Lesenswert?

Hi,

Ich hab im Netz mal darüber gelesen, dass , wenn man LED's mit flüssigen 
Stickstoff kühlt, sie stark überstrapazieren kann. (100fache Imax)

Leider finde ich die Seite nicht mehr. Morgen komm ich an so nen 
Stickstoff und werd ich das mal ausprobiern und berichten. freu

Hat da jemand Erfahrung? Ich glaub ja nicht das die Leds bei diesen 
Temparaturen noch funktionieren.

MFG
J.K
Gast #1061125
Lesenswert?

Probieren geht über studieren würde ich mal sagen.
Interessant dürfte das auch mit einer Laserdiode aus einem DVD-Brenner 
sein. Damit liesse sich bei 100facher Leistung fast schon eine 
Lasekanone basteln um der bösen Nachbarin aus der Ferne ein Tattoo auf 
die Stirn zu brennen.
Gast #1061339
Lesenswert?

Also ich kann zwar nichts zum Überlastbetrieb sagen, aber ich habe schon 
LEDs in extrem kalter Atmosphäre eingesetzt. Bei einigen 
Hochleistungsleds ala Luxeon kam es dabei, vermutlich aufgrund 
unterschiedlicher Temperaturausdehnungskoeffizienten der verschiedenen 
Materialien, zu Kontakproblemen innerhalb des LED-Gehäuses. Das machte 
sich dann durch Flackern oder kompletten Ausfall der LED bemerkbar. Auch 
nach dem Aufwärmen waren diese Probleme noch vorhanden. Da man durch 
Draufdrücken auf die LED diese kurzfristig wiederbeleben konnte, bin ich 
mir relativ sicher, dass es sich um defekte Bondings in der LED handelt.

Bei LEDs im Standardgehäuse aus "einem Guss" traten keine Probleme auf.
Gast #1061349
Lesenswert?

Wenn du mal eine LED opferst nund den Strom langsam hochdrehst wirst Du 
eine Veränderung der abgestrahlten Farbe feststellen. Es wird also 
nichts vernünftiges dabei rauskommen den 100-fachen Strom durchzujagen. 
Du stehst einfach im dunkeln und LED ist kaputt.

Soweit meine Theorie, bin mal auf den Praxistest gespannt.
Persönliche Seite #1061468
Lesenswert?

J. K. wrote:

> Leider finde ich die Seite nicht mehr. Morgen komm ich an so nen
> Stickstoff und werd ich das mal ausprobiern und berichten. *freu*

Mit flüssigem Stickstoff sorgsam umgehen! Man kann sich da leicht 
Erfrierungen (Kältebrand) holen. Schütze deine Augen mit einer 
Schutzbrille gegen Spritzer und benutze die speziellen Handschuhe.
OP #1061973
Lesenswert?

>Mit flüssigem Stickstoff sorgsam umgehen! Man kann sich da leicht
>Erfrierungen (Kältebrand) holen. Schütze deine Augen mit einer
>Schutzbrille gegen Spritzer und benutze die speziellen Handschuhe.

Finde ich nicht so tragisch, man kann ja sogar einige Sekunden 
reinfassen, ohne dass etwas passiert. Schutzbrille wär bei diesem 
Versuch aber nicht schlecht (siehe unten)

Zu den Ergebnissen :
Vorweg: die oben versprochenen Ergebnisse wurden nicht erreicht.

mit 5mm LEDs hat das überhaupt nicht funktioniert. Das Kunststoffgehäuse 
hat einfach zu gut isoliert. Die haben schon bei ca. 200 mA den Geist 
aufgegeben. (normale rote LEDs).

Besser sind da schon die 3mm LEDs gewesen. Ihr Gehäuse ist viel kleiner 
und kann so besser die Wärme abführen. 700mA waren da schon drin! 
Außerdem haben sie die Farbe verändert. Dir Roten wurden gelb, grüne 
glaub ich auch rot. Kann vll sogar nächste Woche Videos Posten, die 
Versuche haben wir gefillmt.

Gefährlich wurde die erste rote 3mm LED. Da wir zu stark den Strom 
erhöhten, explodierte sie. Die obere Kappe flog weg. (Schutzbrille!)

Am besten Funktionierte aber eine abgeflachte Gelbe 5mm LED. Sie war um 
einiges dünner und konnte so die Wärme besser ableiten. 1.1A

In ein paar Wochen kann ich den Versuch wiederholen. Da werd ich 
SMD-LEDs auprobieren(keineres Gehäuse), und bei den "normalen" versuchen 
das Gehäuse zu entfernen (Chip kann dann direkt gekühlt werden).

MFG
J.K
OP #1063688
Lesenswert?

>Bitte teste die Luxeon Rebel!

Ja, an Power-Leds haben wir auch schon gedacht. Wäre sehr interresant. 
Mal sehen.

Das Gehäuse zu enfernen bei normalen LEDs war ne schlechte Idee. Ich hab 
einer das Gehäuse geköpft, jetzt leuchtet die gar nicht mehr. :-(

Ich glaub SMD-LEDs gingen auch nicht schlecht.

MFG
J.K

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren