Gast
#1061596
Hallo zusammen, ich bin zur Zeit bei der Programmierung einer Temperaturregelung. Die Regelung soll Bauteile aufheizen und einen Sollwert von +160°C haben. Die Temperaturplatten werden über PWM (Periodendauer 1000ms) angesteuert. Die eigentliche Temperaturregelung will ich über einen PI-Regler realisieren. Jetzt wollte ich einen Sprungversuch durchführen, um die Kp und Ki-Werte zu ermitteln (Ziegler-Nichols). Infos zB hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Faustformelverfahren_(Automatisierungstechnik) Ausgehend von meinem Arbeitspunkt +160°C, der sich im Leerlauf (Temperaturplatten sind nicht "belastet") bei 23% PWM-Stellgrösse einstellt (empirisch ermittelt), habe ich den Sprungversuch durchgeführt und die PWM auf 23%+10%=33% gestellt. Das Ergebnis ist die Kurve im Anhang. Leider sehe ich jetzt in der Kurve keinen Wendepunkt; bzw. wenn ich die Wendetangente einzeichne habe ich einen Tu-Wert von nahezu Null, was bei den Umrechnungsformeln einen sehr grossen Kp-Wert ergibt (da Tu im Nenner steht)... Habe ich da jetzt einen Gedankenfehler? Bzw. wie könnte man aus dieser Sprungantwort die Reglerparameter ermitteln? Weiterhin würde mich noch interessieren, was so eine Temperaturstrecke für ein Übertragungsverhalten hat (PT2-Glied?) Danke für Eure Unterstützung! Martin
