Nanopartikel in Lebensmitteln?

Gast #1063588
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Was haltet ihr von der Verwendung von Nanopartikeln in Lebensmitteln und 
deren (nicht vorhandenen) Kennzeichnung?

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=1051


Ich halte eine zukünftige Kennzeichnungspflicht für überaus sinnvoll. 
Die Gier der Menschen nach Profit lässt doch - ähnlich wie die fehlenden 
Langzeitstudien beim Mobilfunk - kaum einen Hersteller zögern, die neue 
Technik ungeprüft einzusetzen.

Was meint ihr?
Gast #1063613
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> Was meint ihr?

Dass die Macher der Petition nicht den kleinsten Partikel an Grundwissen 
über Chemie oder Nanotechnologie haben. Schönes Beispiel aus der 
Petition:

> So findet unter anderem Siliziumdioxid, auch bekannt als Kieselsäure oder E551, 
Verwendung
> um die Fließ- und Rieseleigenschaften in Gemüsebrühen zu verbessern.

Dazu Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Siliziumdioxid):

> Der Großteil der Sandvorkommen besteht allerdings aus Siliciumdioxid (Quarz), 
denn [...]

Mit anderen Worten, Gemüsebrühe enthält sehr feinen Sand, damit sie 
besser rieselt. Das ist weder eine neue Technologie noch sonderlich 
erschreckend.

Fazit: Diese Petition verharmlost die Nanotechnologie, indem sie ihre 
Kritiker als totale Idioten hinstellt.
Gast #1074110
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Auch wenn sich hier einige über die Bedenken anderer lustig machen - ich 
finde, dass das Thema und die Bedenken schon gerechtfertigt sind.

Ganz egal ob die Nanopartikel nun schädlich sind oder nicht (das kann 
von uns hier eh niemand entscheiden ) - JEDER sollte die Möglichkeit 
haben, SELBST zu entscheiden. Und dafür wäre die in der Petition 
geforderte Kennzeichnungspflicht hervorragend geeignet...
Gast #1075074
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> Ganz egal ob die Nanopartikel nun schädlich sind oder nicht (das kann
> von uns hier eh niemand entscheiden ) - JEDER sollte die Möglichkeit
> haben, SELBST zu entscheiden. Und dafür wäre die in der Petition
> geforderte Kennzeichnungspflicht hervorragend geeignet...

Du hast unsere Einwände nicht verstanden. Das Wort "Nanopartikel" deckt 
einen so breites Spektrum von Partikeln ab - natürliche und künstliche, 
schädliche und unschädliche, neu erfundene und seit Jahrtausenden 
verwendete - dass diese Kennzeichnungspflicht vollkommen ungeeignet ist.
Gast #1075088
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Ich will das noch etwas weiter ausführen. Lebensmittel bestehen - von 
Natur aus - vollständig oder teilweise aus Nanopartikeln, je nachdem wie 
man das Wort genau definiert. Was nun gekennzeichnet sein muss und was 
nicht, das kann also nicht begründet werden, es kann nur festgelegt 
werden.

Du befindest dich also im Irrtum, wenn du glaubst, dass eine 
Kennzeichnungspflicht dir als Verbraucher die Wahl überlässt. Die 
Kennzeichnungspflicht gibt nämlich ganz im Gegenteil denjenigen die 
volle Entscheidungsmacht, die festlegen, was sich "Nanopartikel" nennt 
und was nicht - jedenfalls soweit es die Verbraucher betrifft, die auf 
die Kennzeichnung achten und sie nicht ignorieren.
Gast #1075206
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Es gibt keine "Nanopartikel" per se. In jedem Stück Fleisch sind 
Nanopartikel in Form von Proteinen und Nucleinsäuremolekülen enthalten 
mit zum Teil verheerenden Folgen (BSE). Willste Fleisch verbieten?
Gast #1075623
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"In jedem Stück Fleisch sind
Nanopartikel in Form von Proteinen und Nucleinsäuremolekülen enthalten
mit zum Teil verheerenden Folgen (BSE)."

Aufzählung nicht komplett:
Es fehlen u.a. noch PCB ( = polychlorierte Biphenyle )
Gast #1076117
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Es gibt sehr wohl einen Unterschied zischen Nanoteilchen und großen 
Molekülen wie Proteinen.
Erstere zeichen sich durch eine äußerst große Oberfläche aus. So ist es 
z.B. ein großes Problem bei der Herstellung von Nanopartikeln die 
Agglomeration wirksam zu verhindern, da aufgrund der riesigen Oberfläche 
große Adhäsionskräfte auftreten.

Inwieweit die großen Oberflächen der Nano-Partikel toxikologisch wirksam 
sind, ist Gegenstand laufender Untersuchungen.
Gast #1076143
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> Inwieweit die großen Oberflächen der Nano-Partikel toxikologisch
> wirksam sind, ist Gegenstand laufender Untersuchungen.

...wo wir wieder einmal beim Thema wären: Die unstillbare Gier 
der/einiger/vieler Geschäftsleute.

Solange keine unmittelbare Gefahr besteht (sofortiges Ableben oder 
Erkranken der Konsumenten) werden zu viele Hersteller diese neue Technik 
ungeprüft einsetzen.

Solange sich diese Untersuchungen - sagen wir mal "beeinflussen" lassen, 
wird auch dieses geschehen. Und zwar so lange, bis 15 Mio Menschen 
geschädigt wurden... Und danach können wir das Problem immer noch klein 
reden. Last es euch schmecken!
Gast #1076509
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> Last es euch schmecken!

Gerne. Meinst du, ich lasse mir durch die Panikmache du jour den Appetit 
verderben?

Ich gieße auch gern noch etwas Öl ins Feuer: Es gibt inzwischen 
Nanoautomaten - mikroskopisch kleine Killermaschinen - die nicht nur in 
der Lage sind, mittels winziger Bohr- und Schneidwerkzeuge menschliche 
Körperzellen aufzubrechen, sondern auch das menschliche Erbgut, die DNA, 
dauerhaft zu zerstören und last but not least durch gefälschte 
DNA-Fragmente zu ergänzen, wodurch die Zelle bis zu ihrem endgültigen 
Ableben genau wieder solche Nano-Killermaschinen produziert.

Kleinste Zahlen dieser Automaten verwandeln sich in Windeseile in eine 
unaufhaltsame Flut, wenn sie erst einmal ein Opfer gefunden haben. 
Verrückte Zeiten sind das...

PS: Wer den Wikipedia-Artikel dazu findet, darf sich nen Keks denken ;)

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