Linearregler mit Uin > 70V

#1064639
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Lothar Miller wrote:
> Michael G. wrote:
>> kennt jemand einen Linearregler (positiv und negativ), die mit einer
>> Eingangsspannung >70V zurecht kommen?
> Was ist denn die Differenzspannung zwischen Eingang und Ausgang?
>
> Die Standard-Regler 7805 können 30V Ue-Ua. Wenn du den GND-Pin mit einer
> Z-Diode auf 40V anhebst, dann ist Ua=45V mit Ue=75V.

Das ist kein guter Rat.

Da Du diese Regler am Ausgang mit Kondensator(en) beschalten mußt,
hast du im Einschaltmoment eine Spannungsdifferenz deutlich größer als 
30 V anliegen.

Das führt nach kurzer Zeit dazu, dass der Regler ausfällt.

Ich habe das hier mal an 3 alten 7805 ausprobiert, da ist der Verlust 
tragbar. Alle 3 nach kurzer Zeit geschrottet.


hth,
Andrew
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #1064641
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Andrew Taylor wrote:
> Das ist kein guter Rat.
> Ich habe das hier mal an 3 alten 7805 ausprobiert, da ist der Verlust
> tragbar. Alle 3 nach kurzer Zeit geschrottet.
Ja, wie heißt es so schön? Man lernt nie aus... :-o

EDIT:
Ich habe das ehrlicherweise selber nie probiert, sondern "nur" irgendwo 
in irgendwelchen Plänen gesehen, und das für eine schlaue Idee gehalten.
Gast #1064835
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Unbeantwortete Fragen die sicher auch eine Rolle
spielen dürften:

Wie groß soll die Ausgangsspannung werden?
Wie viel Strom soll da fließen?

Maximale Eingangsspannung ist nicht alles.
Verlustleistung könnte da auch noch eine Rolle spielen.
OP #1064860
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Also die Eingangsspannung ist nominal 48VAC * SQRT(2) und das ganze plus 
etwa 20%, da  die 48VAC aus nem Trafo kommen, der nicht besonders hart 
sein wird.
Die Spannung soll einen OP und einen Trennverstärker beglücken. Es soll 
der Strom in den 48VAC gemessen werden.

Alternativ, fällt mir gerade ein, kann ich mir auch mal einen 
Stromwandler anschauen. aber ist sicherlich teurer...

Danke schon mal.

Michael
#1064865
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@ Michael G. (sparrenburg)

>Die Spannung soll einen OP und einen Trennverstärker beglücken. Es soll
>der Strom in den 48VAC gemessen werden.

Na dann einfach aus Vorwiderstand, Z-Diode und Tranistor einen einfachen 
Spannungsregler basteln. Wenns genauser sei soll dahinter einen 
"richtigen" Spannungsregler, der sieht dann nur die grob geregeltet, 
niedrige Spannung.

MFG
Falk
Gast #1065242
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Hallo Andrew,

>> Die Standard-Regler 7805 können 30V Ue-Ua. Wenn du den GND-Pin mit einer
>> Z-Diode auf 40V anhebst, dann ist Ua=45V mit Ue=75V.
>
> Da Du diese Regler am Ausgang mit Kondensator(en) beschalten mußt,
> hast du im Einschaltmoment eine Spannungsdifferenz deutlich größer als
> 30 V anliegen.
>
> Das führt nach kurzer Zeit dazu, dass der Regler ausfällt.

Läßt sich das nicht relativ simpel mit einer zusätzlichen Zenerdiode 
oder TSV-Schutzdiode abfangen?

http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=4;GROUP=A46;GROUPID=3000;ARTICLE=42012;START=0;SORT=preis;OFFSET=16;SID=29JzwQcqwQAR0AABgzEvAa32fa2dfe97f9ad8e9e0fbc262be93d0

Eine Diode über dem 7805 ist ohnehin eine Standardschutzbeschaltung.

Evtl. kann man zusätzlich eine Drossel in der Zuleitung einbringen, wenn 
die Diode oder C2 überlastet werden.

        Uz = 30V
           _
          |
          | /|
    *-----|--|-------*
    |     | \|       |
    |     |          |
90V |   ________   |  65V
----*--|          |--*------
    |  |  7805    |       |
C1 --- |__________|      --- C2
   ---       |           ---
    |        |            |
    |        |60V         |
    -       ---           -


Gruß,
  Michael
Gast #1065250
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Die Standardschutzbeschaltung bzgl. des 7805 könnte was bringen, 
seltsamer weise hab ich die bisher in Industrieanlagen selten bis nie 
gesehen. Die Idee mit der Z-Diode ist mir neu, das ist ja tricky. Es 
mangelt immer noch an der Ausgangsspannung, es soll ja ein OP und 
ähnliches Versorgt werden aber mit wieviel Spannung. Ich sags mal so: 
Über einen 7805 würde ich keine 30 V abfallen lassen, auch wenn er es 
vertragen kann. Grund: Ich will ja net mit dem Ding heizen. Hier scheint 
mit ein Step-Down-Wandler oder ähnliches sinnvoller zu sein bzgl. den 
Verlusten/Wirkungsgrad.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #1065275
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> Die Spannung soll einen OP und einen Trennverstärker beglücken.
> Es soll der Strom in den 48VAC gemessen werden.
Dann brauchst du doch gar keine so hohe Versorgungsspannung, sondern 
"nur" so einen potentialtrennenden Zuckerwürfel (aka DCDC-Wandler). 
Welchen OP-Amp würdest du denn nehmen, dass der mit einer derart hohen 
Versorgungsspannung klarkommt?

Oder Shunt in die 48V und Spannungsteiler vor den Differenzverstärker.
Oder einen Differenzverstärker, der so einen weiten Gleichtaktbereich 
hat.
#1065284
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Michael Lenz wrote:
> Hallo Andrew,
>
>>> Die Standard-Regler 7805 können 30V Ue-Ua. Wenn du den GND-Pin mit einer
>>> Z-Diode auf 40V anhebst, dann ist Ua=45V mit Ue=75V.
>>
>> Da Du diese Regler am Ausgang mit Kondensator(en) beschalten mußt,
>> hast du im Einschaltmoment eine Spannungsdifferenz deutlich größer als
>> 30 V anliegen.
>>
>> Das führt nach kurzer Zeit dazu, dass der Regler ausfällt.
>
> Läßt sich das nicht relativ simpel mit einer zusätzlichen Zenerdiode
> oder TSV-Schutzdiode abfangen?
>

Wenn ich relativ simpel mit "kann sein das der Schaden groß wird" 
übersetze, dann ist die Antwort: ja.

Du hast nun auch keine Strombegrenzung mehr, d.h. in so einem Fall neben 
der Drossel (vor dem ganzen konstrukt) unbedingt auch noch eine 
Schmelzsicherung spendieren. Denn sonst wird es bei Ausgangsseitiger 
Überlastung/Kurzschluß ungemütlich.

Falks Vorschlag mit dem diskret aufgebauten Vorregler ist klassisch und 
vielfach bewährt.  Da die aktuellen Details von Michael G. (relativ 
spannungsweicher Trafo) aus meiner Sicht eine Vorregelung günstiger für 
die Gesamtqualität erscheinen lassen:
Ich würde ebenfalls die diskrete Vorregler Konstruktion nutzen.

hth,
Andrew
Moderator Persönliche Seite #1065352
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Michael G. wrote:

> Der LT3010-3014 ist leider SMD-Gehäuse, den kann ich dort nicht
> gebrauchen.

Bei solchen Aussagen wäre es nicht schlecht, wenn du auch deine
Gründe noch verrätst.  Das Teil hat 0,65 mm Pinabstand, das ist
durchaus im Rahmen, und das Pad untendrunter kann man durch
Verfüllen von Zinn durch ein Loch anlöten.  Dürfte alles zusammen
allemal weniger Stress sein als eine diskrete Lösung.
OP #1065364
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SMD kann ich auf der Baugruppe nicht gebrauchen, da ich dort keine 
weiteren SMD-Bauteile vorsehe. Würde den Preislichen Rahmen auch 
sprengen (Pastenschablone, Pick&Place,...).

Die OP's werden mit 12V..15V versorgt und natürlich wird mit einem Shunt 
gemessen.


Habe die Idee von Falk mal simuliert und durchgerechnet und komme auf ne 
Verlustleistung von 120mW (mit nem INA121 und nem ISO122) pro Kanal. Und 
da ich 2-Kanalig fahren muß das ganze diversitär redundant -> Pv < 
300mW. Und das ist in Ordnung.

Michael
Moderator Persönliche Seite #1065377
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Michael G. wrote:

> SMD kann ich auf der Baugruppe nicht gebrauchen, da ich dort keine
> weiteren SMD-Bauteile vorsehe. Würde den Preislichen Rahmen auch
> sprengen (Pastenschablone, Pick&Place,...).

OK, solche Randbedingungen (dass das am Ende für eine industrielle
Fertigung ist) schreibt man wirklich besser gleich dazu.  Damit ist
das natürlich verständlich.

Maxim hat zwar einiges, was 72 V oder auch 200 V ab kann, aber das
ist auch alles SMD.

Bei TI habe ich noch den TL783 gefunden: maximal 125 V oder 700 mA,
auch als TO-220 erhältlich.  Das müsste doch was sein dann, oder?

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