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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Linearregler mit Uin > 70V


Autor: Michael G. (sparrenburg)
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Hallo,
kennt jemand einen Linearregler (positiv und negativ), die mit einer 
Eingangsspannung >70V zurecht kommen?

Danke

Autor: A. K. (prx)
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www.linear.com
www.ti.com

und sort suchen.

Autor: Michael G. (sparrenburg)
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Gehen alle nur bis 60V.

Muß wohl doch nen DC-Wandler nehmen...

Danke

Autor: A. K. (prx)
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Innerhalb weniger Sekunden habe ich dort LT3010-3014 gefunden. Rein max 
80V raus max 60V. Du schreibst oben nur "Eingangsspannung >70V".

Autor: Michael G. (sparrenburg)
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Vielen Dank für die Mühe. Bei Linear habe ich noch gar nicht geschaut.

Der LT3010-3014 ist leider SMD-Gehäuse, den kann ich dort nicht 
gebrauchen.

LG
Michael

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Michael G. wrote:
> kennt jemand einen Linearregler (positiv und negativ), die mit einer
> Eingangsspannung >70V zurecht kommen?
Was ist denn die Differenzspannung zwischen Eingang und Ausgang?

Die Standard-Regler 7805 können 30V Ue-Ua. Wenn du den GND-Pin mit einer 
Z-Diode auf 40V anhebst, dann ist Ua=45V mit Ue=75V.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Lothar Miller wrote:
> Michael G. wrote:
>> kennt jemand einen Linearregler (positiv und negativ), die mit einer
>> Eingangsspannung >70V zurecht kommen?
> Was ist denn die Differenzspannung zwischen Eingang und Ausgang?
>
> Die Standard-Regler 7805 können 30V Ue-Ua. Wenn du den GND-Pin mit einer
> Z-Diode auf 40V anhebst, dann ist Ua=45V mit Ue=75V.

Das ist kein guter Rat.

Da Du diese Regler am Ausgang mit Kondensator(en) beschalten mußt,
hast du im Einschaltmoment eine Spannungsdifferenz deutlich größer als 
30 V anliegen.

Das führt nach kurzer Zeit dazu, dass der Regler ausfällt.

Ich habe das hier mal an 3 alten 7805 ausprobiert, da ist der Verlust 
tragbar. Alle 3 nach kurzer Zeit geschrottet.


hth,
Andrew

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Andrew Taylor wrote:
> Das ist kein guter Rat.
> Ich habe das hier mal an 3 alten 7805 ausprobiert, da ist der Verlust
> tragbar. Alle 3 nach kurzer Zeit geschrottet.
Ja, wie heißt es so schön? Man lernt nie aus... :-o

EDIT:
Ich habe das ehrlicherweise selber nie probiert, sondern "nur" irgendwo 
in irgendwelchen Plänen gesehen, und das für eine schlaue Idee gehalten.

Autor: Johannes Slotta (johanness)
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Was ist der Eingangsspannungsbereich, wo soll die Ausgangsspannung 
liegen, welcher Strom soll fließen?

Für kleine Ströme und keine hohen Anforderungen an die Genauigkeit 
könnte auch eine Spannungsstabilisierung per Z-Diode reichen...

Autor: Wolf (Gast)
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Andrew Taylor,
mit welchen Kapazitäten hast Du sie gemauchelt?

Autor: Matt (Gast)
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TL783 ist zumindest ein positiver Regler bis 125V.

Ansonsten koennte man auch LM317/LM337 nehmen und ihnen eine 
Zusatzschaltung mit Darlington/Moosfet verpassen, die die Spannung ueber 
dem Regler auf ungefaehrliche Werte begenzt: 
http://www.mikrocontroller.net/attachment/42101/TL783.png

Autor: A. K. (prx)
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Man könnte sowas natürlich auch diskret erledigen. Ist zwar heute etwas 
aus der Mode gekommen, aber wenn es um eine feste Ausgangsspannung geht, 
keine hohe Präzision gefragt ist und es nicht kurzschlussfest sein muss, 
dann ist das nicht allzu aufwendig.

Autor: holger (Gast)
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Unbeantwortete Fragen die sicher auch eine Rolle
spielen dürften:

Wie groß soll die Ausgangsspannung werden?
Wie viel Strom soll da fließen?

Maximale Eingangsspannung ist nicht alles.
Verlustleistung könnte da auch noch eine Rolle spielen.

Autor: Wolf (Gast)
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Kurzschlußfest doch, aber es wird ne Menge verheizt.

Autor: Michael G. (sparrenburg)
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Also die Eingangsspannung ist nominal 48VAC * SQRT(2) und das ganze plus 
etwa 20%, da  die 48VAC aus nem Trafo kommen, der nicht besonders hart 
sein wird.
Die Spannung soll einen OP und einen Trennverstärker beglücken. Es soll 
der Strom in den 48VAC gemessen werden.

Alternativ, fällt mir gerade ein, kann ich mir auch mal einen 
Stromwandler anschauen. aber ist sicherlich teurer...

Danke schon mal.

Michael

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Michael G. (sparrenburg)

>Die Spannung soll einen OP und einen Trennverstärker beglücken. Es soll
>der Strom in den 48VAC gemessen werden.

Na dann einfach aus Vorwiderstand, Z-Diode und Tranistor einen einfachen 
Spannungsregler basteln. Wenns genauser sei soll dahinter einen 
"richtigen" Spannungsregler, der sieht dann nur die grob geregeltet, 
niedrige Spannung.

MFG
Falk

Autor: Michael Lenz (hochbett)
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Hallo Andrew,

>> Die Standard-Regler 7805 können 30V Ue-Ua. Wenn du den GND-Pin mit einer
>> Z-Diode auf 40V anhebst, dann ist Ua=45V mit Ue=75V.
>
> Da Du diese Regler am Ausgang mit Kondensator(en) beschalten mußt,
> hast du im Einschaltmoment eine Spannungsdifferenz deutlich größer als
> 30 V anliegen.
>
> Das führt nach kurzer Zeit dazu, dass der Regler ausfällt.

Läßt sich das nicht relativ simpel mit einer zusätzlichen Zenerdiode 
oder TSV-Schutzdiode abfangen?

http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=4;GROUP=A46;G...

Eine Diode über dem 7805 ist ohnehin eine Standardschutzbeschaltung.

Evtl. kann man zusätzlich eine Drossel in der Zuleitung einbringen, wenn 
die Diode oder C2 überlastet werden.

        Uz = 30V
           _
          |
          | /|
    *-----|--|-------*
    |     | \|       |
    |     |          |
90V |   ________   |  65V
----*--|          |--*------
    |  |  7805    |       |
C1 --- |__________|      --- C2
   ---       |           ---
    |        |            |
    |        |60V         |
    -       ---           -


Gruß,
  Michael

Autor: Michael (Gast)
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Die Standardschutzbeschaltung bzgl. des 7805 könnte was bringen, 
seltsamer weise hab ich die bisher in Industrieanlagen selten bis nie 
gesehen. Die Idee mit der Z-Diode ist mir neu, das ist ja tricky. Es 
mangelt immer noch an der Ausgangsspannung, es soll ja ein OP und 
ähnliches Versorgt werden aber mit wieviel Spannung. Ich sags mal so: 
Über einen 7805 würde ich keine 30 V abfallen lassen, auch wenn er es 
vertragen kann. Grund: Ich will ja net mit dem Ding heizen. Hier scheint 
mit ein Step-Down-Wandler oder ähnliches sinnvoller zu sein bzgl. den 
Verlusten/Wirkungsgrad.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> Die Spannung soll einen OP und einen Trennverstärker beglücken.
> Es soll der Strom in den 48VAC gemessen werden.
Dann brauchst du doch gar keine so hohe Versorgungsspannung, sondern 
"nur" so einen potentialtrennenden Zuckerwürfel (aka DCDC-Wandler). 
Welchen OP-Amp würdest du denn nehmen, dass der mit einer derart hohen 
Versorgungsspannung klarkommt?

Oder Shunt in die 48V und Spannungsteiler vor den Differenzverstärker.
Oder einen Differenzverstärker, der so einen weiten Gleichtaktbereich 
hat.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Michael Lenz wrote:
> Hallo Andrew,
>
>>> Die Standard-Regler 7805 können 30V Ue-Ua. Wenn du den GND-Pin mit einer
>>> Z-Diode auf 40V anhebst, dann ist Ua=45V mit Ue=75V.
>>
>> Da Du diese Regler am Ausgang mit Kondensator(en) beschalten mußt,
>> hast du im Einschaltmoment eine Spannungsdifferenz deutlich größer als
>> 30 V anliegen.
>>
>> Das führt nach kurzer Zeit dazu, dass der Regler ausfällt.
>
> Läßt sich das nicht relativ simpel mit einer zusätzlichen Zenerdiode
> oder TSV-Schutzdiode abfangen?
>

Wenn ich relativ simpel mit "kann sein das der Schaden groß wird" 
übersetze, dann ist die Antwort: ja.

Du hast nun auch keine Strombegrenzung mehr, d.h. in so einem Fall neben 
der Drossel (vor dem ganzen konstrukt) unbedingt auch noch eine 
Schmelzsicherung spendieren. Denn sonst wird es bei Ausgangsseitiger 
Überlastung/Kurzschluß ungemütlich.

Falks Vorschlag mit dem diskret aufgebauten Vorregler ist klassisch und 
vielfach bewährt.  Da die aktuellen Details von Michael G. (relativ 
spannungsweicher Trafo) aus meiner Sicht eine Vorregelung günstiger für 
die Gesamtqualität erscheinen lassen:
Ich würde ebenfalls die diskrete Vorregler Konstruktion nutzen.

hth,
Andrew

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Michael G. wrote:

> Der LT3010-3014 ist leider SMD-Gehäuse, den kann ich dort nicht
> gebrauchen.

Bei solchen Aussagen wäre es nicht schlecht, wenn du auch deine
Gründe noch verrätst.  Das Teil hat 0,65 mm Pinabstand, das ist
durchaus im Rahmen, und das Pad untendrunter kann man durch
Verfüllen von Zinn durch ein Loch anlöten.  Dürfte alles zusammen
allemal weniger Stress sein als eine diskrete Lösung.

Autor: Michael G. (sparrenburg)
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SMD kann ich auf der Baugruppe nicht gebrauchen, da ich dort keine 
weiteren SMD-Bauteile vorsehe. Würde den Preislichen Rahmen auch 
sprengen (Pastenschablone, Pick&Place,...).

Die OP's werden mit 12V..15V versorgt und natürlich wird mit einem Shunt 
gemessen.


Habe die Idee von Falk mal simuliert und durchgerechnet und komme auf ne 
Verlustleistung von 120mW (mit nem INA121 und nem ISO122) pro Kanal. Und 
da ich 2-Kanalig fahren muß das ganze diversitär redundant -> Pv < 
300mW. Und das ist in Ordnung.

Michael

Autor: Michael G. (sparrenburg)
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Nachtrag zum SMD:
Das CU wird > 210um, da muß ich 100um Clearance einhalten...

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Michael G. wrote:

> SMD kann ich auf der Baugruppe nicht gebrauchen, da ich dort keine
> weiteren SMD-Bauteile vorsehe. Würde den Preislichen Rahmen auch
> sprengen (Pastenschablone, Pick&Place,...).

OK, solche Randbedingungen (dass das am Ende für eine industrielle
Fertigung ist) schreibt man wirklich besser gleich dazu.  Damit ist
das natürlich verständlich.

Maxim hat zwar einiges, was 72 V oder auch 200 V ab kann, aber das
ist auch alles SMD.

Bei TI habe ich noch den TL783 gefunden: maximal 125 V oder 700 mA,
auch als TO-220 erhältlich.  Das müsste doch was sein dann, oder?

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