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Forum: HF, Funk und Felder Varicap Dioden bei Reichelt ?


Autor: Kupfer Michi (Gast)
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Hallo,

für meine nächste Sammelbestellung bei Reichelt bräuchte ich noch ein 
paar Varicaps.

Bisher hab ich nur die BB833 (1-10pF) von R.

Für den Bereich ~ 10-100pF hab ich jedoch noch nichts gefunden.

Kennt zufällig jemand eine Varicap Diode in diesem Bereich die Reichelt 
auch hat?

Das beste was ich ersatzweise auftreiben konnte, war eine 1n5822 
(Schottky,3A) mit einem Cap.Ratio von 1:2.9 (0-5V) was ein F.Tuning von 
1:1.7 ergibt. Leider ist die mit 500-600pF etwas gross.

Alles andere (Zener,LED,andere Schottkys) hatte wesentlich schlechtere 
Tuningwerte.

Wenn jemand noch einen Tip hat, würde ich mich freuen, andernfalls 
schalt ich halt 10 BB833 parallel.

Autor: 'troniker (Gast)
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BB609, BB729 und BB731 könnte ich noch auftreiben.

Autor: Kupfer Michi (Gast)
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Danke, ist nett, aber mir gings eher darum, ob es noch etwas in Richtung 
Varicap bei R. gibt für die nächste Bestellung.

Danach wollte ich dann bei Segor einige Spezialbauteile holen. Die haben 
auch ettliche 1:10+ Varicaps für den HF/VHF Bereich.

Autor: Nils (Gast)
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Hallo Michi,

> ... in Richtung Varicap bei R. gibt ...
B. Kainka schlägt u.a. einen BUZ 72 (160pF/8V - 330pF/1 V) als 
Varicap-Ersatz vor, siehe http://www.b-kainka.de/bastel99.htm

Gruß,
Nils

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Der "Funkamateur"-Online-shop hat die hier:
BB112  2,40 EUR C-Diode (C1V/12V) = 500/18 pF, z.B. für AM-Abstimmung

http://www.box73.de/catalog/index.php?cPath=82_88_...

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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oder BB212 5,80 EUR
2-fach Kapazitätsdiode, 22 - 500 pF (8,0 - 0,5 V)

Autor: Kupfer Michi (Gast)
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Danke für die Hinweise,

>BUZ72
guter Tip mit den MOSFETs, hab zwar den gerade nicht da, aber laut DB 
sehen z.B. BSS138, BS170, BSS84,BSS84P nicht schlecht aus (Parameter 
C.oss, C.rss).

Leider sind sie für meinen speziellen VCO (symterischer Oszillator mit 
2N7002, 20-30MHz) wegen seiner höheren parasitären Grundkapaziät weniger 
geeignet. Von daher hab ichs zum weiteren Experimentieren vorerst 
einfach bei den 1N5822 belassen.

>BB112
Dank, ist ja ne wahre Monsterdiode, Segor hat die auch, werd sie 
mitbestellen.

>z.B. für AM-Abstimmung
ich habs weniger auf Funkanwendungen abgesehen, versuch nur gerade 
nachzuvollziehen, wie mein Synthesizer es fertig bringt, ohne 
Fraktional-N PLL jede Frequenz in 1 Hz ! Schritten zu erzeugen und das 
bei Umschaltzeiten von 1ms.

Autor: gast (Gast)
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Reihenschaltung der BB112 mit ~1nF. Dann haut die Oszillatorspannung 
nicht so in das Phasenrauschen mit rein.

Autor: Jadeclaw Dinosaur (jadeclaw)
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Wegen Varicaps ruhig mal eBay beobachten, dort tauchen immer mal wieder 
höherkapazitive Varicaps auf, habe dort mal 30 BB112 für ein paar 
Euronen erstanden. Neben BB112, BB212, BB313 auch nach diversen 
Toko-Typen schauen, z.B. KV1236Z oder die DDR-Type KB113.

Kupfer Michi schrieb:
> ich habs weniger auf Funkanwendungen abgesehen, versuch nur gerade
> nachzuvollziehen, wie mein Synthesizer es fertig bringt, ohne
> Fraktional-N PLL jede Frequenz in 1 Hz ! Schritten zu erzeugen und das
> bei Umschaltzeiten von 1ms.
Was für ein Synthesizer ist das denn? PLL-Schleifen brauchen 
normalerweise minimal 8 - 20 Referenzperioden um einzurasten, bei 1Hz 
Referenz wären das eigentlich bis zu 20 Sekunden. Ich tippe eher auf 
DDS.

Gruß
Jadeclaw.

Autor: Kupfer Michi (Gast)
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>Reihenschaltung der BB112 mit ~1nF. Dann haut die Oszillatorspannung
>nicht so in das Phasenrauschen mit rein.

Könntest du das noch etwas näher ausführen? Meinst du damit die durch 
die Oszilatoramplitude modulierte Kapazitätsänderung und die damit 
einhergehende  Frequenzverschmierung (=Phasenrauschen)?

In meinem Symetrischen VCO sind 2 Dioden antiseriell hintereinander. 
Mittelt sich da nicht (bei kleinen Amplituden) diese Kap.modulation 
wieder heraus?

Autor: Kupfer Michi (Gast)
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>Was für ein Synthesizer ist das denn?

HP 8660C

>Ich tippe eher auf DDS.

1975 gabs sowas noch nicht, und schon garnicht bis 1.3 GHz

>PLL-Schleifen brauchen normalerweise minimal 8 - 20 Referenzperioden um
> einzurasten, bei 1Hz Referenz wären das eigentlich bis zu 20 Sekunden.

Aus den Specs:
Referenz Oszillator 10MHz, 3x10^-9 pro Tag
Beliebiger Frequenzsprung im gesammten 1.3Ghz Frequenzbereich mit 1Hz 
Auflösung:
 - in 6ms   Abweichung <50Hz
 - in 100ms <5Hz


>bei 1Hz Referenz wären das eigentlich bis zu 20 Sekunden.

Ja desswegen war ich ja so erstaunt, dass die HP Jungs es damals 
trotzdem hinbekommen haben und sogar ohne Fraktional-N PLL.

Die Grundidee, soweit ich sie verstanden habe:

- Erzeuge aus einem RefQuarz durch Teilung mehre Festfrequenzen (100KHz, 
10MHz, 100MHz/500MHz (durchr Freq.vervielfachung).
Diese sind automatisch Phasenstarr.

- Erzeuge durch 3 ineinander verschachtelete PLLs aus 100Khz und VCOs, 
die mit 20-30MHz laufen, ein Frequenz zwischen 20-30MHz in 1Hz 
Schritten.
Der Phasenvergleich geschieht mit der 100KHz Inputfrequenz und den 
heruntergeteilten 20-30MHz.
Die dafür notwendigen Teiler N sind sehr klein. Dadurch hat man schnelle 
Einschwingzeiten und geringes Phasenrauschen.

- Aus den 10, 100 und 500MHz werden ebenfalls durch PLL höhere 
Frequenzen im 10MHz Raster synthetisiert.

- Durch geschicktes Mischen mit diesen höheren Frequenzen wird die 1Hz 
Grundauflösung aus dem 20-30MHz Band in jeden gewünschten 
Frequenzbereich verschoben.

- Da jede Teilkomponente nur mit sehr kleinen Teiler N arbeitet und der 
Input phasenstarr vom RefQuarz abgeleitet ist, kann das Gesammtsystem so 
schnell einschwingen.

Natürlich benutzen sie noch ein paar andere Schaltungstricks, aber 
insgesammt verblüffend einfach.

Das Ding hat nur einen gravierenden Nachteil:
 Es ist lauter als mein Staubsauger.

Autor: Jadeclaw Dinosaur (jadeclaw)
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Um die Sache zusätzlich zu beschleunigen, gibt es überall diese 
'Pretune'-Geschichten bei jeder Schleife, ich denke, da wird der VCO 
gleich in die direkte Nähe der Zielfrequenz gezogen, was natürlich die 
Einrastzeit deutlich reduziert. Übrigens, die 100Hz-Schleife läuft 
rechnerisch auf 10kHz, die 1Hz-Schleife ebenfalls. Die beiden 
/100-Teiler in SL1 & SL2 sind die Lösung.

> Das Ding hat nur einen gravierenden Nachteil:
> Es ist lauter als mein Staubsauger.
Neben einer einfachen MOS-CPU für die Bedienung dürfte das Ding ein 
einziges TTL- und ECL-Grab sein. Und das heizt.

Kupfer Michi wrote:
>>Reihenschaltung der BB112 mit ~1nF. Dann haut die Oszillatorspannung
>>nicht so in das Phasenrauschen mit rein.
>
> Könntest du das noch etwas näher ausführen? Meinst du damit die durch
> die Oszilatoramplitude modulierte Kapazitätsänderung und die damit
> einhergehende  Frequenzverschmierung (=Phasenrauschen)?

Bei niedriger Spannung, d.h. hoher Kapazität reduziert sich die Spannung 
über der Varicap, da diese mit dem Kondensator einen Spannungsteiler 
darstellt.

> In meinem Symetrischen VCO sind 2 Dioden antiseriell hintereinander.
> Mittelt sich da nicht (bei kleinen Amplituden) diese Kap.modulation
> wieder heraus?
Ja. Weil die am heißen Ende des Schwingkreises befindliche Diode durch 
das Oszillatorsignal entgegengesetzt der an Masse liegenden Diode 
gesteuert wird. Man führe sich einfach mal die entsprechenden 
Potentialverhältnisse vor Augen. Dann sieht man schnell, daß 2 Dioden 
antiseriell noch die beste Lösung ist.

Gruß
Jadeclaw.

Autor: Kupfer Michi (Gast)
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>Um die Sache zusätzlich zu beschleunigen, gibt es überall diese
>'Pretune'-Geschichten bei jeder Schleife

Ja, das sind (diskrete) DACs die mit der Zielfrequenz (genauer einzelne 
Digits aus der Zielfrequenz) angesteuert werden. Daher brauchen die auch 
keine allzuhohe Auflössung. Sind sie richtig adjustiert, gibts kein 
langwierigen Suchlauf.
Der Phasenabweichung wird jeweils mit einer Sampling Bridge gewonnen. 
Sie wird mit der Referenzfrequenz getriggert und sampled die Sinusfreq. 
des VCOs.
Aus der Sampleamplitude wird das Steuersignal für den VCO gewonnen, ohne 
erst, wie bei herkömmlichen digitalen PLLs, über einen Tiefpass gehen zu 
müssen (wenn ich das alles richtig verstanden habe).

>Übrigens, die 100Hz-Schleife läuft rechnerisch auf 10kHz, die >1Hz-Schleife 
ebenfalls. Die beiden /100-Teiler in SL1 & SL2 sind die Lösung.

... ich wollte mir nicht einen Wolf an den Hals schreiben, dürfte 
sowieso kaum jemanden interssieren.

Wers dennoch genauer wissen will:

HP 8660 Base Unit:
http://bama.edebris.com/manuals/hp/8660/
HP 86602 1.3GHz HF Extension:
http://bama.edebris.com/manuals/hp/86602/


>> Mittelt sich da nicht (bei kleinen Amplituden) diese Kap.modulation
>> wieder heraus?
>Ja. Weil die am heißen Ende des Schwingkreises befindliche Diode durch
>das Oszillatorsignal entgegengesetzt der an Masse liegenden Diode
>gesteuert wird

Ich hab mal spasseshalber nicht die üblichen Clapp & Co. VCO Schaltungen 
genommen, sondern die aus dem Anhang (ist nicht der letzte Stand, aber 
das Prinzip sollte deutlich werden).

Ich war erstaunt wie stabil das Ding schwingt: von 500Khz bis 85MHz 
konnte ich dem jede Spule vor die Füsse werfen und bekam eine saubere & 
vor allem symetrische Sinusschwingung bis 2Vpp.
Für mehr als 80MHz müsste man einen MOSFET mit kleinerer Gatekap. 
nehmen.

Eine ALC war auch einfach zu realisieren.

Einzig als Problem hab ich noch, dass beim schnellen Umtasten über 
grössere Frequenzbereiche hinweg die Schwingung für ~ 200µs einbricht :(

Autor: Jadeclaw Dinosaur (jadeclaw)
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Meine Vermutung:
Das kann durch die ALC kommen. Grund: Wird die Frequenz stark verändert, 
kommt man in einen Bereich, bei dem mehr Verstärkung notwendig ist, um 
die Schwingung aufrecht zu erhalten. Leider ist die ALC noch zu und bis 
die ALC 'aufgemacht' hat, reißt die Schwingung ab. Auch Überschwingen 
der ALC ist denkbar. Mal R5 größer machen, um die Anstiegs-/Abfallzeit 
der Abstimmspannung etwas zu verlängern oder mal mit dem Scope schauen, 
was die ALC so veranstaltet.

Gruß
Jadeclaw.

Autor: Kupfer Michi (Gast)
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>Leider ist die ALC noch zu und bis die ALC 'aufgemacht' hat, reißt die
>Schwingung ab....
>Mal R5 größer machen, um die Anstiegs-/Abfallzeit der Abstimmspannung
>etwas zu verlängern

Das dürfte ein Grund sein.

Was ich mir noch überlegt hatte: Die Flanke des VCO_Control Signals 
koppelt bei einer schnellen Frequenzumtastung über D2-C2-C3 wegen der 
rel. hohen Kap. direkt in den Integrator für die ALC Steuerung.

Man könnt dagegen mit R5/C5 die Grenzfreq. des Control Signals nach 
unten drücken oder, wenn man trotzdem schnelles umschalten wünscht, den 
Integrator über einen FET Schalter für ~1µs während des Umschaltens 
abkoppeln und erst dann die Regelung wieder einsetzen lassen.

Noch ne Frage:

Welchen Grund hatt es eigentlich, dass man diesen Typ eines symetrischen 
Oszillators so selten in Schaltungen sieht?

Bissher hab ich diesen Typ nur in Zusammenhang mit integrierten VCOs für 
den multi-GHz Bereich gesehen.

Autor: Kupfer Michi (Gast)
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Kleine Nachtrag noch:

>Einzig als Problem hab ich noch, dass beim schnellen Umtasten über
>grössere Frequenzbereiche hinweg die Schwingung für ~ 200µs einbricht :(

Wenn man die untere Grenzfrequenz der Auskopplung C3/R6 näher an die 
untere Oszilatofrequenz schiebt dann kommen die Umschaltflanken nicht 
mehr so stark  zum ALC Integrator durch und nach 5/12µs ist wieder Ruhe 
im Karton, bei grössere Oszillatoramlitude sogar noch schneller :-)
- das reicht mir fürs Erste.

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