Ich wohne seit dem 1.8. in meiner Wohnung, alleine. Um boesen
Ueberraschungen im naechsten Sommer vorzubeugen, habe ich heute meinen
Zaehler abgelesen und bei meinem EVU angerufen. Schluck. Zuwenig
bezahlt. Ich habe einen monatlichen Abschlag von 30 Euro Brutto.
Verbraucher sind etwas Licht (abends am Schreibtisch, sonst nur Gang zur
Toilette etc), der PC mit 2 Monitoren, Kuehlschrank und ein
Durchlauferhitzer fuer warmes Wasser. Da ich tagsueber kaum zuhause bin,
koche ich fast nie. Staubsaugen tue ich auch nicht oft, ich benutze
keinen Foen, keinen Toaster, keinen Backofen, so gut wie nie den
Wasserkocher. Die Waschmaschine haengt auch nicht an dem Stromkreis...
Naja, ich habe den Abschlag erhoeht, dass ich im August mindestens bei 0
bin oder sogar ein paar Euro zurueckbekomme, trotzdem war ich etwas
ueberrascht, wieviel ich verbrauche. Wenn ich Zeit habe, werde ich mal
meine Verbraucher durchmessen und rechnen, wo ich sparen kann. Ob der
Nachbar sich was borgt? Wahrscheinlich nicht...
>Ich habe einen monatlichen Abschlag von 30 Euro Brutto.
Ich hab im ersten Jahr 18euro bezahlt, jetzt im zweiten bezahle ich 16
euro
alleine, 56m². Plasma-TV, PC, etwas licht und ein Office-PC - Keine
elektrische Zahnbürste ^^
> und ein Durchlauferhitzer fuer warmes Wasser.> Ich habe gerade auf den Durchlauferhitzer geschaut. Das> Typenschild schreibt 21kw.
Ja, so ist das. Duschen und Baden kostet Geld. Und Wärmeerzeugung mit
Strom ist energetischer Unfug.
Allerdings wird Deine Umwelt sich nicht darüber freuen, wenn Du
anfängst, Deine Körperreinigungsfrequenz herabzusetzen.
Im übrigen sind Preisangaben uninteressant, da es sehr
unterschiedliche Tarife bei unterschiedlichen EVUs gibt --
interessanter, weil sinnvoll vergleichbar, sind kWh/Monat oder /Jahr.
Wie hier schon mal diskutiert wurde, liegt der typische Stromverbrauch
eines Einpersonenhaushaltes zwischen 1 und 2 MWh/Jahr.
>Ich habe gerade auf den Durchlauferhitzer geschaut. Das Typenschild>schreibt 21kw... :(
Und? Die 21KW zieht das Ding nur unter Vollast, also bei 60° die aus dem
Hahn laufen. Ansonsten sind das weniger. Und wielange duscht Du? 5..10
Minuten?
5 Minuten * 30 Tage = 150 Minuten = 2,5 Stunden.
2,5 * 21KW = 52,5 KW/h
52,5 KW/h * 0,18 Euro = 9,45 Euro/Monat.
Ergo: während des Einseifens Wasser ausschalten.
@ Rufus: Nein, die Frequenz bleibt so wie sie ist ;) Leider kann ich das
Wasser nicht anders warm machen, ich finds ja auch scheisse. Baden mache
ich nicht.
Ich habe jetzt in dem halben Jahr 0,56Mwh verbraucht. Offenbar unterer
Durchschnitt..
@ Gast: Das sind so altmodische Tipps, die man frueher (tm) immer
gehoert hat... Jetzt kommts wieder ins Bewusstsein.
Bei neueren Durchlauferhitzern kann man die Wassertemperatur gradweise
angeben. Unser Ding steht bei 38°C. Das Zumischen von Kaltwasser ist
daher nicht notwendig. Eine Wohltat!
Rufus t. Firefly wrote:
>> 2,5 * 21KW = 52,5 KW/h>> Das tut doch weh.>> Wo bitte kommt da der Bruchstrich her?!
OK, hier die Richtigstellung...
Ist zwar OT, aber es passt ganz gut.
Ich habe vor ein paar Monaten eine Thermostat-Mischbatterie mointiert
(Damit hat man immer perfekte Duschtemperatur, Langwieriges einstellen
und nachjustieren entfällt). Weiterhin hab ich noch einen
Wasserspar-Duschkopf montiert.
Fazit:
30% Wasserersparnis beim Duschen. Das Duschen ist angenehmer, da
weicherer Strahl, immer perfekte Temperatur, und ausserdem viel weniger
Sauerei im Bad, da die Dusche nicht mehr so spritzt!
Vor allem konsequent zum billigsten Stromanbieter wechseln. Kostet nur
einen Brief an den neuen Versorger, der kümmert sich um den Rest.
Ist völlig risikolos, denn "Qualitätsunterschiede" gibts beim Strom eh
nicht und die Versorgungssicherheit ist gesetzlich geregelt.
@Rufus t. Firefly (rufus) (Moderator)
Danke dass Du mich auf meinen Fehler hingewiesen hast, obwohl Du damit
den OT-Anteil dieses Threads weiter erhöht hast.
By the way: Ist OT nicht der Feind eines jeden Moderators?
"Keine elektrische Zahnbürste ^^"
Grösster elektrischer Verbraucher ist oft die elektrische
Zitronenpresse, kommt gleich nach dem altmodischen Phasenprüfer mit
Glimmlampe, falls man den zu lange einsetzt ...
> Ich habe vor ein paar Monaten eine Thermostat-Mischbatterie montiert
Das ist schön. Aber dann wirst Du keinen klassischen Durchlauferhitzer
haben, denn sowas verträgt sich nicht mit einer Thermostatarmatur.
Klassische Durchlauferhitzer werden über die Durchflussmenge gesteuert
und haben ein oder zwei Schaltstufen. Diese sind i.d.R. auch hörbar.
Liegt nun die von der Thermostatarmatur geforderte Warmwassermenge in
der Größenordnung der Schaltschwelle des Durchlauferhitzers ... kann man
sich ausmalen, was geschieht.
"Und? Die 21KW zieht das Ding nur unter Vollast, also bei 60° die aus
dem
Hahn laufen. Ansonsten sind das weniger. Und wielange duscht Du? 5..10
Minuten?"
Ist nicht vollständig:
1) Ältere Durchlaufererhitzer:
Haben eine 2-Stufen-Schaltung: halbe, volle Leistung ( elektrisch durch
2-/3- Phasenbetrieb realisiert ).
Je nach Wasserdurchlaufgeschwindigkeit werden diese 2 Stufen geschaltet.
2) Neuere D. haben z.T. Elektronik, die regeln mit
Schwingungspaketsteuerung und/oder 2-/3-Phasenumschaltung die
Wassertemperatur, bei gegebener Temperatur steigt die mittlere
Leistungsaufnahme mit stärker "aufgedrehtem" Wasserhahn.
Yup,
meiner hat auch 21KW max. ist aber vollelektronisch geregelt. Einfach
die Temperatur über Drehgeber vorwählen (20..60°) und den Warmwasserhahn
aufgerissen. Da kommt dann ziemlich genau die Temperatur raus. Das Ding
hat sogar 2 Memory-Tasten für unterschiedliche Temperaturen. Besser
duscht man IMHO nur mit einem Warmwasserspeicher. Selbst mit der
Gasterme in der alten Wohnung waren Schwankungen in der Wassertemperatur
vorhanden. Der Durchlauferhitzer hat immer die perfekte Temperatur und
selbst wenn man mal das Wasser abdreht, findet er sehr schnell den
Sollwert wieder.
@Tipgeber
>1) Ältere Durchlaufererhitzer:>Haben eine 2-Stufen-Schaltung: halbe, volle Leistung ( elektrisch durch>2-/3- Phasenbetrieb realisiert ).>Je nach Wasserdurchlaufgeschwindigkeit werden diese 2 Stufen geschaltet.
Das ist immer noch nicht vollständig. Einige kann man auch manuell auf 2
oder 3 Stufen Betrieb einstellen.
> Unser Ding steht bei 38°C. Das Zumischen von Kaltwasser ist> daher nicht notwendig. Eine Wohltat!
Wenn das warme Wasser stundenlang drin steht bei unter 60°C, dann ist
das aber auch ein Paradies und eine Wohltat für Keime und Bakterien.
Gerade bei alter Infrastruktur will man gar nicht wissen, wie es im
Inneren solcher Geräte ausschaut...
Also ich würde meinen, die Temperatur lieber nicht zu tief einstellen,
der Gesundheit zuliebe.
Ich verbrauche in meiner Mietwohnung (Single, Waschmaschine,
elektrischer Durchlauferhitzer, tägliches Duschen und ab und zu auch ein
Bad) pro Jahr ziemlich konstant 1500KWh. Das kostet mich zur Zeit 330€.
Allerdings muss ich wohl regelmäßig den Anbieter wechseln. Ich bin zum
1.12.2007 vom Default-Anbieter (Mainova) zu Entega gewechselt, weil eine
Preiserhöhung drohte. Ich hatte dort bis zum 31.12.2008 eine
Preisgarantie in der Höhe meiner bisherigen Zahlungen (und das war zudem
nomineller Ökostrom und ich bekam eine Neukundenprämie von 50€). Zum
1.1.2009 sollte der Preis jetzt um 40%(!) steigen. Also bin ich wieder
auf verivox.de gegangen und habe mir einen neuen Anbieter gesucht. Damit
ist meine Rechnung wieder so hoch wie in den vergangenen Jahren mit
einer Preisgarantie bis Ende 2010. (Eine Neukundenprämie gibt es auch
wieder).
Die Neukundenprämien interessieren mich weniger, die nehme ich halt
einfach so mit. Aber man muss sich wohl mittlerweile darauf einstellen,
regelmäßig den Anbieter zu wechseln, wenn man halbwegs günstige Preise
haben will. Die trägen Altkunden werden gnadenlos abgezockt.
> Haben schon ein paar Jahre unter 60° im Kessel und sind noch nicht> verreckt... Zu irgendwas muss das Chlor im Leitungswasser auch gut sein.
Wenn man jung und gesund ist, dann kann man wahrscheinlich schon was
vertragen. Aber ich wollte es trotzdem zu bedenken geben...
Die 60°C sind ja schon ein sehr guter Kompromiss, früher arbeitete man
noch mit viel höheren Temperaturen.
"Die 60°C sind ja schon ein sehr guter Kompromiss, früher arbeitete man
noch mit viel höheren Temperaturen."
Kostensparender Kompromiss ( Gerät verkalkt dann auch langsamer ), ist,
den Wasserspeicher z.B. einmal in der Woche auf 60° hochheizen, um die
Legionär-Bazillen etc. abzukochen, und sonst z.B. nur 50° vorzusehen.
Manche Warmwasserboiler-Regler haben eine entsprechende Automatik
eingebaut.
( Beim Durchlauferhitzer gibt's diese unliebsamen Tierchen wohl nicht,
da das Wasser nicht "steht", sondern immer alles durchspült. )
@xxx
>Ich habe jetzt in dem halben Jahr 0,56Mwh verbraucht. Offenbar unterer>Durchschnitt..
0,56Mwh = 560000 kwh
...für ein Dorf mit ca. 400 Haushalten vielleicht.