Hi,
da ich schon ein wenig älter bin (...) würde mich mal interessieren, wie
die neuen Abschlüsse heißen - also vor allem wie erkennt man den
Unterschied zwischen Bachelor FH und Bachelor Uni - muss das FH dann in
Klammer ?
Wäre schön wenn's jemand weiß
Sandro
Es gibt keinen Unterschied mehr, nicht der Hochschultyp, sonder der
Abschluss selber spezifiziert den "Rang".
Es wundert mich, warum Beamte an einer Hochschule das nicht wissen.
Sowas sollte in den jeweiligen Landeshochschulgesetzen (Bildung ist
Ländersache) stehen.
Und wenn sich jetzt ein paar Uniler über den Wegfall des Zusatzes (FH)
aufregen, dass habt ihr euch selber eingebrockt. Die Unis waren so geil
auf Bachelor/Master, weil sie gehofft hatten, dass der Mastertitel nur
mit einem vollen Studium an einer Uni zu erhalten wäre, wärend die FHs
mit dem Bachelor abgespeist würden. Damit hätten sie endlich ihre
langersehnte Abgrenzung von den FHs gehabt. Tja, das wurde nichts. Alle
dürfen alles.
>Es gibt keinen Unterschied mehr, nicht der Hochschultyp, sonder der>Abschluss selber spezifiziert den "Rang".
Stimmt zwar nicht. Aber klingt recht überzeugend.
Dauert denn alles gleich lange ? Sind alle Master für den Höheren Dienst
zugelassen ? Gelten für die gleichen Abschlüsse gleiche
Zugangsvorraussetzngen ?
Ne mich interessiert es einfach - finde das einfach schade, dass man
auch nicht mehr weíß was jemand studiert hat - das "Fettnäpfchen"
steht ja bereit - wenn jemand dann BWL studiert hat, meint er bei der
Frage dann sicher man will sich "höherstellen" ... oje
Ich habe im Februar den Bachelor gemacht.
Habe Elektro- und Informationstechnik studiert.
Auf meiner Urkunde steht:
"Bachelor of Engineering (B. Eng.)"
on completion of the requisite course of studies in
"Electrical Engineering and Information Technology"
zu den Uni´s kann ich nix sagen.
Frank L. wrote:
> Hm, ich würd den Bachelor einfach mit "stud. HiWi" abkürzen, das triffts> am Besten.
Das triffts schon recht gut.
Ich sass bei uns in der Kommission, die die Umstellung der
Physik-Studiengaenge (Diplom/LAR/LAG) auf Bachelor/Master erarbeiten
musste.
Fazit: Der Bachelor SOLL berufsqualifizierend sein, ist es aber nur auf
dem Papier. Kein Mensch wird einen Bachelor einstellen, wenn er einen
PTA oder Techniker haben kann.
Vom Ausbildungsstand ist ein Bachelor hier vergleichbar mit dem
ehemaligen Vordpiplom.
Ein Suffix FH oder Uni gibt es bei den neuen Abschlüssen nicht mehr. Der
Bachelor als auch der Master von der Uni oder FH sind gleichwertig. Für
den öffentlichen Dienst wird der Master von der FH gleichwertig einem
Unidiplom gewertet, wenn er akkreditiert ist. Die korrekte Bezeichnung
für Ingenieure von der Uni/FH heißen B. eng., B. sc. und M. sc. und M.
eng. Beide Hochschultypen dürfen sowohl eng. als auch sc. vergeben. Sc.
ist die Forschungsausrichtung, eng. eher berufsorientiert.
Der 3jährige (3,5jährige) Bachelor erhält 180 bzw. 210 ECTS
Das FH-Diplom 240 ECTS
Der Master 300 ECTS
Das Unidiplom 300 ECTS
Ein Glueck habe ich noch meinen Dipl. Inf. (FH). Nur wenn ich Mails von
meiner ehemaligen Hochschule bekomme, ich koennte bei ihnen doch noch
den Master anhaengen, kriege ich gelegentlich einen Anfall - viel Zeit
und Geld verschwenden fuer einen Titel, der de fakto keine nutzbare
Qualifikation bringt (an der Hochschule sowieso nicht!). Das mag in
anderen Studiengaengen anders sein, als in der Informatik...
@STS
Stimmt genau. Ich darf mich genau so B.sc. schimpfen wie meine Kumpels
an der Uni :)
Das einzige dumme am Bachelor ist, dass die ganzen Alten nichts mit dem
Bachelor anfangen können und einen Bachelor als letzten Deppen
darstellen. Schade
einen Bachelor als letzten Deppen darstellen. Schade
Das hat nichts mit "nicht kennen" zu tun, das ist ureigenste Eingabe im
Menschen. Da der Bachelor der niedrigste akad. Grad ist, wird auf die
Leute eben eingeschlagen. Früher war es das FH-Diplom. Jetzt wo es sich
in der Mitte befindet, heißt die neue Mobbingzielgruppe eben Bachelor.
Naja, ich weiss recht gut, was z.B. ein Master (wieder nur bezogen auf
Informatik) aus UK wert ist. Kein Wunder, ist der Ruf des Bachelor erst
Recht im Keller. Die Idee, die international als hochwertig anerkannten
Abschluesse der Normierung zu opfern um irgendwelche
Wettbewerbsnachteile aufgrund der mangelnden Vergleichbarkeit
auszumerzen, ist schlicht absurd.
Vielleicht so:
Bachelor: Lappes
Master: Oberlappes
Master mit Dr.: Hauptlappes
---
Master mit BWL-Aufbau-Abschluß und "Connections" zum
Wirtschaftsministerium: Schmierlappes ?
>aufgrund der mangelnden Vergleichbarkeit auszumerzen, ist schlicht absurd.
Exakt. Vollkommen kontraproduktiv. Der deutsche Ingenieur ist bald
Geschichte. Wir nehmen den Titel mit ins Grab,
Noch etwas ist Anzumerken! Eine FH wird es bald nicht mehr geben!
Momentan stellen alle FHs ihren Namen um. Ala "Hochschule" und die engl
Beschreibung ist dann/bzw ist schon "University of Applied Science" <-
University !
Einen Master zu machen an der Fh nach Diplom bringt schon was. Wenn man
z.Bsp in den gehobenen Dienst will. Es wird meistenst ein Jahr
angerechnet, sodass sich der Master um ein Jahr verkürzt.
FH+Master=5 Jahre
Bach+Master=5 Jahre
alles andere wäre zu teuer
Was mich ärgert ist die Namensänderung. DAS weiss doch dann wieder kein
Personaler! "Diese Hochschule habe ich ja noch nie gehört, ist die in
Österreich" ... das wird bestimmt kommen.
mfg
Roland Bumm wrote:
> Einen Master zu machen an der Fh nach Diplom bringt schon was. Wenn man> z.Bsp in den gehobenen Dienst will. Es wird meistenst ein Jahr> angerechnet, sodass sich der Master um ein Jahr verkürzt.
Ich weiss, es soll Menschen geben, die wollen das... hier wurde ja
neulich auch gejammert, dass man keinen Job mit Betriebsrente faende...
>Vom Ausbildungsstand ist ein Bachelor hier vergleichbar mit dem
ehemaligen Vordpiplom.
Ist mit hier eine Hochschule gemeint oder allgemein alle Hochschulen
Deutschlands? Wenn letzteres dann ist das Quatsch, kenne genügend
Bachelor, die sehr wohl von Unternehmen eingestellt wurden in
vergleichbare Positionen ihrer Dipl. Kollegen.
Dass sich die Universitäten gerne gegen über der Fachhochschulen
abgrenzen ist ja klar, immerhin sind die FHs nun eine noch größere
Konkurenz. Einige hier können sich vielleicht auch noch an die Schreie
der Unis erinnern als auch den Ingenieurschule FHs wurden und die dann
auch ein Diplom vergeben durften...das gleiche sieht man heute. Geht ja
nicht, dass FHs plötzlich am Thron der Unis rütteln...:rolleyes:
Hannes Jaeger wrote:
> Es gibt keinen Unterschied mehr, nicht der Hochschultyp, sonder der> Abschluss selber spezifiziert den "Rang".
Nunja,
aber wenn man's mal ehrlich nimmt, hat doch dieser Kram statt zwei
gleichwertigen 4 Abschlüsse geschaffen ...
Ich glaube kaum, dass man den Bachelor bzw. den Master an Uni und FH
vergleichen kann.
Und das wechseln ist, wie ich von div. Leuten mitbekommen habe, auch
nicht so einfach wie angepriesen.
> Stimmt genau. Ich darf mich genau so B.sc. schimpfen wie meine Kumpels> an der Uni :)
Ich nenne mich mit FH auch Dipl.Ing, wie meine Kumpelz von der Uni. Das
(FH) steht ja nur auf der VCard oder so... :-)
Im CV lässt sich dann ja erlesen, wo der Abschluss gemacht wurde. Und -
"gleicher Abschluss" hin oder her - damit haben wir 4 Abschlüsse + Doc.
Mal schaun, wo das hinführt...
Ich jedenfalls find den Titel Dipl.Ing. schöner als Bachelor oder Master
(auch wenn der Master der höhere ist).
VG,
/r.
>Noch etwas ist Anzumerken! Eine FH wird es bald nicht mehr geben!>Momentan stellen alle FHs ihren Namen um. Ala "Hochschule" und die engl>Beschreibung ist dann/bzw ist schon "University of Applied Science" <->University !
Das ist nicht richtig. Im Namen führen viele FH's das Fach... nicht
mehr, wegen der ehemaligen Diskriminierung durch die Unis, obwohl eine
FH schon seit 1976 eine Hochschule ist (Hochschule ist der Oberbegriff
für Uni, FH, PH, Junsthochschule usw.) Siehe dazu HRG §1.
Allerdings gab es schon in den 90ern genug FH's, die sich Hochschule
für... nannten, obwohl es noch keine Bachelor und Master gab (HTW
Dresden, HTWK Leipzig usw.). Das hatte die Bewandnis, daß in der EX-DDR
die FH's in der Bevölkerung gerne mit den in der DDR üblichen
Fachschulen verwechselt werden. Und an eine Fachschule hätte man keinen
Abiturienten oder FHR-Typen gebracht.
In Sachsen sind nämlich sämtliche FH's auf Beschluß der KMK 1992 aus
TH's oder Ingenieur h o c h schulen und nicht aus den
Ingenieurfachschulen entstanden.
>Einige hier können sich vielleicht auch noch an die Schreie>der Unis erinnern als auch den Ingenieurschule FHs wurden und die dann>auch ein Diplom vergeben durften...das gleiche sieht man heute. Geht ja>nicht, dass FHs plötzlich am Thro...
Da sollte man aber dazusagen, daß die Ingenieurschulen nicht nur einfach
in den 70ern im Westen in FH umbenannt wurden, sondern daß die
Aufnahmevoraussetzung von Klasse 10 auf Klasse 12 erhöht wurde
(Abi/FHR), die Studienzeit von 3 Jahren auf 4 Jahre erhöht wurde. Das
Lehrniveau wurde auf Hochschulniveau geändert, die Lehrkräfte gegen
promovierte und habilitierte Professoren getauscht. Schließlich schließt
man im Gegensatz zur Ingeniuerschule sein Studium mit der Anfertigung
und Verteidigung einer Diplomarbeit (3-6 Monate) und den Hauptprüfungen
ab. Vielfach gibt es auch einen wissensch. Beleg (Erbe der TH's).
Also hat man sich nicht nur namentlich sehr an die TH's angenähert, was
den mittlerweile TU gewordenen TH's nicht so paßt. Folglich ist das
FH-Diplom ein akad. Grad. was der Ing. (grad.) nicht war. Bei doppelter
Bildungsleistung wohl nicht zu viel verlangt (3 Jahre Ing.-Schule vs. 6
Jahre FH (Abi/FHR + 4 J. Studium).
Also, ich besuche nach akademischem DI Abschluss gerade eine
Ingenieurschule.
Grund: am Abend gibt es keine UNI mit Laborübungen.
Was mir die UNI versaut hat: wir hatten Psychodrecksfächer die in Summe
der Jahre ein Semester ausmachten.
Wenn die Psychologen weiter ihren Schmarrn ausdehnen dürfen, wird man an
den letzten Ingenieurschulen noch mehr als beim Bachelor lernen!!
Nach diesem Zorn wieder Gerechtigkeit:
Die Psychologen würden nicht stören, wenn Sie Statistik bringen würden.
Ingenieurschule? Wie machst Du das denn?. Die gibt es in Westdtl. schon
seit 1971 nicht mehr und war das erste, was man nach der Wende in
Ostdeutschland schnellstens eingestampft hat. Um in Europa als Ingenieur
anerkannt zu werden, muß man den Abschluß eines Hochschulstudiums
nachweisen (Uni oder FH). Dazu benötigt man ein Abi oder die FHR. Bei
der Ingenieurschule reichte Klasse 10. Man erhielt allerdings auch
keinen akad. Grad sondern den einfachen Ing., und die Ingenieurschulen
waren keine Hochschulen wie die Uni oder FH, sondern waren 3jährige
Fachschulen - heute Technikerschulen. Leider gab es in Dtl.
Titelmauscheleien, so daß die ex. Fachschul-Ing. sich heute gut mit
ihrem staatl. FH-Diplom-Fake wegtarnen können, obwohl sie nie die
Prüfungsleistungen eines echten FHlers bringen mußten. Haben sich
einfach 3 Jahre Bildung gespart. Sehr zur "Freude" der FH-Profs, der
Personaler und derer, die von der echten FH geflogen sind, die sich
verar... vorkommen (Etikettenschwindel). Sorry mußte mal raus, was in
diesem Land abgeht. Da kann ich mir auch den Titel "Sultan" kaufen. Ist
genauso viel wert, wie das FH-Diplomfake per Nachdipl.
>Grund: am Abend gibt es keine UNI mit Laborübungen.
Wie was, an meiner Uni konnte ich bis 22.00 im Labor sitzen.
>Was mir die UNI versaut hat: wir hatten Psychodrecksfächer
Dann lass es doch. Ausserdem gibt es da so viel nicht von. Wir hatten
BWL und das war es.
>Die Psychologen würden nicht stören, wenn Sie Statistik bringen würden.
Noch ein unverständlicher Satz.