Ich muss immer wieder feststellen, wie extrem nützlich awk ist,
wenn es darum geht aus den (Report,etc)Dateien etwas zu extrahieren.
Das was mich besticht, ist seine Schlichheit und doch eine
Vielseitigkeit.
Mit sed dagegen komme ich nicht so gut zu recht.
zB mal die Zeilennummern hinzufügen
cat setup.sh | awk 'BEGIN{line=0}line++{print line, $0}'
oder in einer disassemblierten Datei eine Routine ausschneiden
objdump -d main | awk '/<atexit>:/,/^$/{print}'
oder aus einer Zeile eine Spalte herausschneiden, um diesen Wert
weiterzuverwenden
lsof -p $(ps -e | awk '/mp3blaster/{print $1}')
lsof steht für list_open_files des Processes mit der pid -p XXX
Die Syntax von awk hat vor allem wenige einfache Konstrukte.
Welche Tools findet ihr hilfreich?
Ich bin zu diesen Programmen über die Binutils gekommen, die bei WinAVR
mitinstalliert werden, und die ich mittlwerweile auch an meinen anderen
Windows-Rechnern installiere.
Nützlich finde ich dabei:
- grep (immer nützlich)
- sed (klar, etwas kryptisch, aber reguläre Ausdrücke können auch viele
andere Programmiersprachen)
- tail
- wget
wget nutze ich auch unter cygwin, besonders wenn aus unerklärlichen
Gründen das Öffnen eines pdf Dokuments im Browser(Firefox) den ganzen
Browser lahmlegt und der Downloadbalken hängt.
Wenn ich das Dokument haben will, ist es mit wget schnell erledigt.
find finde ich auch sehr Vielseitig und dennoch einfach in Bedienung.
Hab das zusammen mit grep untern anderem dazu benutzt in den header
files
nach typedef Deklatationen zu suchen. Falls man wissen will woher eine
Deklaration kommt.
Oder nimm den Foxit Reader, der nistet sich nicht zwangsläufig im
Browser ein, da bleibt nix hängen.
Word verewigt sich auch im Internet Explorer. Das ist das Schlimmste,
was es gibt.
> Welche Tools findet ihr hilfreich?
init
btw: Warum überhaupt *nix? Mir fällt auf die Schnelle kein aktuelles OS
ein, für das der * durch etwas anderes als ein U zu ersetzen wäre, warum
also das U nicht gleich hinschreiben?. Klar, früher konnte der * auch
für Xe, Si, Mu usw. stehen, aber diese Zeiten sind sind längst vorbei.
Heute musste ich feststellen wieviel Speicher Dateien eines
bestimmten Typs einnehmen.
find -iname "*.cpp" -exec stat {} \; |
awk 'BEGIN{sum=0}/Size/{sum+=$2}END{print "total=", sum, "bytes"}'
oder eine Variante bei der man auch Codezeilen zählen kann
find -iname "*.cpp" -exec wc {} \; |
awk 'BEGIN{sum=0}{sum+=$1}END{print "total=", sum, "lines"}'
coole Sache^^
Zumindest auf Linux:
netstat -tulpen
zeigt alle aktuell laufenden Daemons an, die irgendwie von außen
erreichbar sind. Eventuell muß man noch checken, ob nicht vielleicht
eine Firewall aktiv ist. (iptables -L -nv).
Dann ist netcat / nc (je nach Distribution) noch ein supercooles
Werkzeug zur Netzwerkdiagnose. Damit kann man Server und Clients
emulieren und prüfen, welche Daten übers Netz rüberkommen.
Dann ist noch "strace -p <PID>" interessant, um den Programmen
zuzuhören, wie sie sich mit dem Kernel unterhalten. Damit kann man ganz
gut nachvollziehen, ob eine Applikation noch was tut.
Grüße
Markus
DL8RDS
> Dann ist netcat / nc (je nach Distribution) noch ein supercooles> Werkzeug zur Netzwerkdiagnose.
Das ist ja auch das TCP/IP-Swiss-Army-Knife :)
Nicht supercool, sondern ubercool ist übrigens socat, mit dem man so
ziemlich zwischen allen denkbaren Quellen und Senken von Datenströmen
hin- und hercatten kann.
> opener < bottle geht ned!!> Ich würd sagen, das geht schon lang nicht mehr... Eigentlich schade :-)
Das ging wohl in der Bourne-Shell. Auf Linux-Systemen wird heute meist
die Bash (Bourne-Again-Shell) eingesetzt, die zwar weitgehend
abwärtskompatibel ist, aber wohl nicht bei den Fehlermeldungen.
Für die, die's amüsiert: Hier sind noch ein paar Beispiele aus der
Vergangenheit, leider auch nur für Bourne und csh:
http://www.gnu.org/fun/jokes/unix.errors.html
Zurück zum Thema: Hier ist noch ein weiteres wichtiges Tool für die
Liste:
file
Es bestimmt des Typ einer Datei, dabei ist die Anzahl der erkannten
Dateitypen schlichtweg riesig.
_(){
_ | _&
};
_
Er definiert eine Funktion namens _ die sich selbst Aufruft
und ihre Ausgabe an eine Kopie von sich selbst weiterleitet.
Diese Kopie läuft durch das & als eingenständiger Prozess und
das Spiel beginnt von vorne. Bei jedem Durchlauf wird
ein neuer Prozess gestartet was sehr schnell zum Überlauf
der Prozesstabelle führt. Es können dann also keine neuen Programme
mehr gestartet, und die Maschine ist praktisch nicht mehr benutzbar.
pam_limits mit den richtigen Einstellungen in
/etc/security/limits.conf verhindert das sehr wirkungsvoll.
Hey, coole Sache das! :D sowas kannte ich nicht.
Ich sollte mich wirklich mehr mit Unix befassen. Eigentlich toll, was
man da alles mit der Konsole machen kann ;-) Dass sogar solch coole
Absturz-Programme machbar sind, wusste ich aber nicht.
@Tobias Plüss: Ja, solltest du.
Unter Windows sollten derartige "Tricks" aber auch möglich sein.
z.b. in einer Schleife explorer.exe aufrufen oder so...
Und zur Frage des Ursprungsposts:
- pwgen
- cfagent
- screen
- rsync
@Tim
naja, unter Windows kann man nicht ganz so coole Sachen machen :-( Mir
ist jedenfalls nichts wirklich bekannt. Ich benutz da auch nur selten
die Konsole, die bringts unter Windows wirklich nicht, sie bietet keine
anderen oder bequemeren Features als die GUI.
Und, Asche über mein Haupt: auch unter Unix mache ich nicht ALLES in der
Konsole. ;-)
da bei mir über die enviroment Variable PATH einige Programme in
unterschiedlichen Versionen vorliegen (Paradebeispiel gcc)
ist es ganz nützlich zu wissen welches Programm genau aufgerufen wird.
(wo es im Filesystem liegt)
dazu ist which da
which gcc
/pool/installed_gcc/gcc-4.2.0/bin/gcc
das coolste ist aber, wenn man mal vergisst wo im Filesystem
überall die "übrigen" liegen, kann man sie sich anzeigen lassen
@daniel:
> dazu ist which da
Nur zur Info: Benutzt du die Bash, ist type meist die bessere
Alternative zu which, da type auch Aliase und Shell-Funktionen
berücksichtigt. Auch hier gibt es die Option -a mit ähnlicher Semantik
wie bei which.
Beispiel: