Guten morgen!
da der eine oder andere von Euch sicherlich auch mal einen guten Tropfen
Wein trinkt (wenn mal wieder das Testboard abraucht kann man sich ja nur
noch besaufen! :-) ), denke ich dass Ihr mir auch in diesem Fall weiter
helfen könnt! ^^
Gestern Abend hatte ich ein paar Gäste und ich hab immerwieder mal etwas
Rotwein nachgeschenkt, dann gegen spät Abends hab ich doch glatt nochmal
eine Flasche aufgemacht und eine halbe Stunden später sind dann alle
gegangen.
Jetzt hab ich hier in der Karaffe/Dekanter noch nen guten halben Liter
Wein - was mach ich damit? wegschütten weil abgestanden? Heut abend
trinken weil Wein nicht "absteht" und fade wird? in die Blumen gießen
weil Superdünger? oder kann man damit sogar das Klo putzen?
Ich meine dass ich irgendwo mal gelesen habe dass Wein im Dekanter nach
spätestens 4h fade und abgestanden schmeckt? ist das so, kann ich den
Wein heute abend nicht mehr trinken?
Wenn ich jetzt probiere kann ich auch nicht sagen wie er schmeckt! zum
einen kann ich jetzt gerade keinen Wein trinken (brrr, ich darf noch
nicht mal Auto fahren!) und zum anderen sind meine Geschmacksnerven
gerade mit Brötchen und Marmelade beschäftigt!
Zum wegschütten find ich ihn jetzt eben auch etwas schade :-(
Junge du hast vielleicht Probleme. Ich habe schon mehrmals halbvolle
Bierflaschen getrunken, die 3 Tage offen herumgestanden haben.
Kipp den Wein in ein Behältniss zurück (mit wenig Luft darin) und halte
ihn verschlossen. Dann ist er noch lange "geniessbar".
Einem Schwaben fiele solch eine Frage nicht ein.
Meine Frau verkocht alles was wir nicht trinken, gibt feine Sößle.
Auch als Beize für 'nen leckren Braten ist er vorzüglich geeignet.
;-)))
Man könnte ja auch das oft alberne Umfüllen des Weines in einen
"Dekanter" seinlassen, das brauchen nur sehr wenige Weine wirklich.
Durchaus anständige Rot- und Weißweine sind auch beim direkten Transfer
Flasche-Glas genießbar. Und wenn eine geöffnete Weinflasche wieder
luftdicht verschlossen wird, dann bleibt der darin befindliche Wein
genießbar.
Da sich allmählich auch sinnvolle Alternativen zu Korken durchsetzen,
ist das Verschließen einer Weinflasche auch kein ernsthaftes Problem
mehr. Auch wenn es "unkultiviert" erscheinen mag, ist ein
Schraubverschluss dem Korken in jeder Hinsicht überlegen; eine auch ganz
nette Alternative ist ein Glasstopfen mit Gummidichtung, wie ich es
unlängst an einem exzellenten Bio-Chardonnay feststellen konnte.
so pauschal kann man das nciht sagen,
das kommt auf den Wein an.
Richtig fette Rote können ne Menge Sauerstoff
vertragen bevor sie "luftig" werden.
Das ist auch der Zweck des dekantierens.
Bei dem Oxidationsprozess kondensieren / polymerisieren
die diversen Katechine, Flavan- Flavonderivate usw.
und der Wein wird geschmacklich weicher und runder.
Im Übermaß geht das natürlich nach hinten los
und der Wein wird flach, dünn und schmeckt nicht mehr
gut.
Als Anhaltspunkt für die Aufnahmefähigkeit kannst
Du den Gesamtphenolgehalt des Weines nehmen ...
so du den hast.
Auf alle Fälle geht bei der Frage probieren über
studieren :o)
>kondensieren / polymerisieren die diversen Katechine, Flavan- >Flavonderivate
usw.
Gib etwas Beschleuniger und Härter dazu, dann polymerisiert das Ganze
und Du hast einen schönen rubinfarbenen Zylinder für die Schrankwand.
;-)
MfG Paul
das ganze mag im ansatz ja sinnig sein, aber wenn mans übertreibt ist
man schnell auf dem niveau von atomstromfilter und "dynamik und
raumklang" verbessernden audiokabeln die digitale signale übertragen.
ich mag besonders tawny portweine, neben dem vorzüglichen geschmack kann
man die nach dem öffnen einfach wieder verschließen und im kühlschrank
parken, und sie schmecken monate danach noch genauso wie nach dem
öffnen.
so brauch ich selbst bei meinem geringen portweinkonsum nich ständig ne
halbe flasche wegwerfen.
sonst mag das zeug irgendwie keiner :-/
Es lohnt sich höchst selten, den Dekantierer für Gäste zu beschmutzen.
Habe letztens auch fein aufgestischt, aber was trinkt die Baggasch? -
Bitburger Stubbi!
hallo und danke für die Tipps.
ich habe den Wein heute morgen dann wieder zurück in die Flasche gegeben
und nun pfeif ich ihn heute abend noch völlens weg :)
Dass das mit dem Dekandieren bei einem 12 euro Wein nicht unbedingt die
Härte ist weiß ich auch, ich mache das ganze auch eher aus ästhetischen
Gründen, den ich finde eine Karaffe macht sich einfach schöner auf dem
Tisch als eine Flasche.
Naja, zukünftig werd ich dann wohl immer den Wein wieder zurück in die
Flasche kippen um ihn aufzuheben.
Mach Korea draus.
40% Cola, rest Rotwein.
Cola hält wach, Wein macht Breit. Ins Bett gehen entfällt automatisch...
Ham wir früher hektoliterweise vernichtet...
Dem Bürgermeister sein Hannes wrote:
>Es lohnt sich höchst selten, den Dekantierer für Gäste zu beschmutzen.>Habe letztens auch fein aufgestischt, aber was trinkt die>Baggasch? - Bitburger Stubbi!
aber sälle dät i dann aber fei nimme oiladä!!!
Lumbeseggel, ehlendige!!
_scnr
lass ihn offen stehen und warte bis weinessig draus wird. dann zum salat
dazugeben und fertig.
zur beschleunigung der "transformation" hilft angeblich ein bisschen
weinessig als "starter"
Oder Zitrusfrüchte schnibbeln, mit langen Strohhalmen ab in den Eimer
und spontan Malle-Party feiern.
(geht auch noch mit den Resten von der Weinprobe) :)
ne ne, hat nix mit Voodoo zu tun das
das Dekantieren ... auch nix mit CD-Entmegnetisierer
und derlei Mist ... auch Preis > €12,- ist nicht
zwingend, Du bekommst auch heimische Gewächse
mit mächtig Dichte für relativ kleines Geld,
Du musst nur wissen wo ;o)
Geeignete Rebsorten sind z.B.
Dunkelfelder, manche Dornfelder, manche Spätburgunder,
Accolon, Cabernet Mitos, Cabernet Dorio, Cabernet Dorsa
Und ne Stilfrage ist es sowieso :o))
> Es lohnt sich höchst selten, den Dekantierer für Gäste zu beschmutzen.>> Habe letztens auch fein aufgestischt, aber was trinkt die Baggasch? -> Bitburger Stubbi!
Ein Austausch der Gäste erscheint mir sinnvoll.