Hallo, ich möchte wissen, wie groß der Widerstand (Anhang) sein soll,
bzw. ob 7,5 kOhm richtig sind. Der Transistor soll bei Spannung entweder
durchschalten oder bei 0V "Sperren". Die Spannung vor dem Widerstand
beträgt 5V (vom AVR). Nach welchem Wert vom Transistor (2N3904) richtet
sich der Widerstand?
Anhang ?
Welchen Kollektorstrom willst du denn fliessen lassen ?
Den Parameter den du suchst ist der Stromverstaerkungsfaktor B also das
Verhaeltnis IC/IB = B
Mal angenommen dein Kollektorstrom betraegt 10mA und die
Stromverstaerkung B = 100 dann ergibt sich dein Basisstrom zu IB = IC/B
= 0.1mA.
Jetzt brauchst du noch die Spannung deines Ausganges.
Nehmen wir mal 5V.
An deinem Basisvorwiderstand fallen jetzt 5V - 0.7V = 4.3V ab.
0.7V = Spannung an der Basis-Emitterstrecke.
Um den Transistor jetzt zuverlaessig durch zu steuern erhoehen wir den
Basisstrom um einen Uebersteuerungsfaktor. Der liegt in der
Groessenordnung von 2.. 10 normalerweise.
Wir nehmen jetzt mal einen Faktor von 4 an.
Also ergibt sich damit ein Basisstrom von IB*4 = 0.4mA.
Jetzt kannst du den Vorwiderstand berechnen.
R = 4.3V / 0.4mA = 10750 Ohm.
Gewaehlt wird der naechste Normwert = 10KOhm
Gruss Helmi
Zugegebenermaßen habe ich noch nicht alles Verstanden, aber wenn R2 = 10
kOHm ist, mache ich nichts falsch?
Muss die Diode sein, oder würde es auch ohne gehen?
@Helmi
Ich weiss, du gingst von Annahmen aus, deshalb:
Sein Kollektorstrom ist knapp 30mA (178 Ohm Last) und Otto meinte, B
sein rund 60 bei 50mA, also wäre es ganz gut, wenn er den
Basiswiderstand ca. um den Faktor 5 reduzieren würde: 1k5 ist mein
Vorschlag.
>Zugegebenermaßen habe ich noch nicht alles Verstanden, aber wenn R2 = 10>kOHm ist, mache ich nichts falsch?
IMHO ist dann dein Basisstrom zu klein, um sicher durchzusteueren. Mit
1k ... 2k liegst du viel besser.
@HildeK
Da schliess ich mich deinem Vorschlag an.
Als ich anfing eine Antwort zu schreiben hatte er noch nicht gesagt das
sein Kollektorstrom 30mA betraegt. Deshalb auch meine Frage am Anfang
"Anhang ?"
Gruss Helmi
Achso, dann sollte ich vielleicht noch sagen, dass ich das ganze mit
einem ATTINY ansteuere. Desshalb der Transistor, weil der Controller ja
nicht so viel treiben kann. Ich habe erstmal einen Kiloohm verwendet,
aber es funktioniert noch nicht.
Wenn ich das freie Ende von R2 im Plan direkt mit 5V verbinde, schaltet
das Relais und es fließen anständige 30mA. Aber wenn ich das Ende direkt
mit dem Pin PB0 verbind und folgendes Programm laufen lasse passiert
nichts.
.include "tn12def.inc" ; Definitionsdatei für den Prozessortyp
einbinden
ldi r16, 0xFF ; lade Arbeitsregister r16 mit der
Konstanten 0xFF
out DDRB, r16 ; Inhalt von r16 ins IO-Register DDRB
ausgeben
ldi r16, 0b11111111 ; 0b11111100 in r16 laden
out PORTB, r16 ; r16 ins IO-Register PORTB ausgeben
ende: rjmp ende ; Sprung zur Marke "ende" -> Endlosschleife
Ich habe alles sowohl mit 0b11111111 als auch mit 0b00000000
ausprobiert.
> Ich habe alles sowohl mit 0b11111111 als auch mit 0b00000000> ausprobiert.
Meine Frage war eigentlich, ob Du im Fall 0b00000000 das DDRB mit
0b11111111 geladen hast ?
Otto
ne, ich habe den obrigen code nur mit beiden möglichkeiten (0b00000000
und 0b11111111) ausprobiert. Sonst habe ich nichts weiter gemacht. Fehlt
da etwa etwas?
Ich habe den Teil mit der Spannungsvers. weggelassen, ist aber ok, denn
Kontakt mit dem TINY habe ich ja.
der Quarz und die Kondensatoren ist nicht drin.
Welchen Wert müsste ldi r16 denn in meiner Schaltung haben? Dann könnte
ich das korrekte Programm rüberspielen und dann messen. Ist sonst am
Programm alles ok?
R16 müsste für PB0 "1" enthalten - es funktioniert auch mit FF
Evtl. ist Dein Problem aber die Spannungsversorgung, welche nicht
reichen könnte, dass Relais zu speisen (z. B. bei Verwendung einer
9V-Batterie mit 5V-Spannungsregler) oder die fehlende Freilaufdiode
sein, die Deinen Controller "abstürzen" lässt.
Lass erst einmal eine LED blinken, um sicher zu sein, dass der
Cpntroller läuft.
Otto
Ich bin mir noch nicht ganz sicher, aber ich glaube es funktioniert
alles - dank Eurer hilfreichen und schnellen Tipps! Vielen Dank!
Auf die Freilaufdiode etc. bin ich so nicht drauf gekommen.
Aber nochmal eine andere Frage: Gibt es in Assembler soetwas wie ein
Delay? Ich möchte in einer Endlosschleife den Port von 0x00 auf 0xff mit
einer Wartezeit von jeweils 1s schalten.
> Gibt es in Assembler soetwas wie ein Delay? Ich möchte in einer> Endlosschleife den Port von 0x00 auf 0xff mit einer Wartezeit von> jeweils 1s schalten
es geht mit mehreren (3) verschachtelte Schleifen (macht man so aber
nicht)
Otto
Invalid Register (ldi r12 kennt er scheinbar nicht)
wieso macht man das so nicht?
Kann man diesen C-Code nicht "direkt" übersetzen?:
while(1)
{
Port1=0xff;
_Delay_ms (500);
Port1=0x00;
_Delay_ms (500);
}
ach ja - Du kannst nicht jedes Register mit "ldi" ansprechen
mit r15 bis r31 müsste es aber gehen.
Die Zeit ist abhängig von Deiner CPU-Frequenz:
ldi r19, $10
LOOP2: ldi r18, $FF
LOOP1: ldi r17, $FF
LOOP0: dec r17
brne LOOP0
dec r18
brne LOOP1
dec r19
brne LOOP2
Nein, ein C-Programm kannst Du nicht einbinden.
Otto
Man macht es so nicht, weil der Controller in einer Delay-Schleife
nichts sinnvolles tut - eine Alternative ist z. B. die Verwendung eines
Timers (siehe Tutorium)
Otto
cool, das gibt beim kompilieren keine Fehler. Ich benutze den Internen
Taktgeber des ATTINY 12. Ich messe mit meinem Multimeter jetzt ca.
200mV. - Ein Indiz dafür, das alles zu schnell geht?
Nur wenn Du ein- und ausschaltest.
An Deiner Stelle würde ich eine LED mit 1k Vorwiderstand an PB0
schalten.
PB0 o---/\/\/\--->|--- GND
Da siehst Du, was passiert.
Otto
Kann man keine Wartezeit einbauen, die sicher 0,5s (oder etwas mehr oder
weniger, aber zumindest im Bereich) wartet, wenn man weiss, dass ich die
Interne Taktung verwende?
Das mit der LED ist bestimmt eine gute Idee, aber auf meiner geätzten
Platine schlecht durchführbar. Lieber würde ich ein Programm haben, was
einfach nur endlos blinkt.
Schalt Deine LED über Deinen "JP1" (Kathode an den Basiswiderstand) dann
sollte sie auch hinreichend hell leuchten.
Eine definierte Wartezeit kannst Du durch ausrechnen erhalten.
Sieh im Datenblatt nach, wieviel Takte ein "dec" und ein "brne" braucht
und multipliziere dies mit dem Kehrwert der CPU-Frequenz.
Das Ausrechnen kann auch der Compiler übernehmen.
Die bessere Möglichkeit ist es, einen Timer zu verwenden.
Gruss Otto
Im Tiny12-Datenblatt steht aber nicht wie lange die Anweisungen "dec"
und "brne" brauchen.
Wie kann ich die CPU-Frequenz ermitteln, wenn ich keinen externen Quartz
angeschlossen habe?
Wenn ich ein Timer nehmen soll, geht dass dann auch wirklich mit Tiny12
und assembler? Wie würde soetwas aussehen?
ja gut, "brne" braucht einen halben Taktzyklus und "dec" einen ganzen.
Aber ich kenne ja nicht meine Taktfrequenz.
Im tutorial ist aber etwas anderes beschrieben. Ich suche ein
Endlosprogramm, welches die LED mit 0,5 Hz blinken lässt.