Dringend: Suche Basisspannung für Transistor

Gast #1071328
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Hallo, ich möchte wissen, wie groß der Widerstand (Anhang) sein soll, 
bzw. ob 7,5 kOhm richtig sind. Der Transistor soll bei Spannung entweder 
durchschalten oder bei 0V "Sperren". Die Spannung vor dem Widerstand 
beträgt 5V (vom AVR). Nach welchem Wert vom Transistor (2N3904) richtet 
sich der Widerstand?
#1071344
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Anhang ?

Welchen Kollektorstrom willst du denn fliessen lassen ?

Den Parameter den du suchst ist der Stromverstaerkungsfaktor B also das 
Verhaeltnis IC/IB = B

Mal angenommen dein Kollektorstrom betraegt 10mA und die 
Stromverstaerkung B = 100 dann ergibt sich dein Basisstrom zu IB = IC/B 
= 0.1mA.
Jetzt brauchst du noch die Spannung deines Ausganges.
Nehmen wir mal 5V.
An deinem Basisvorwiderstand fallen jetzt 5V - 0.7V = 4.3V ab.
0.7V = Spannung an der Basis-Emitterstrecke.

Um den Transistor jetzt zuverlaessig durch zu steuern erhoehen wir den 
Basisstrom um einen Uebersteuerungsfaktor. Der liegt in der 
Groessenordnung von 2.. 10 normalerweise.
Wir nehmen jetzt mal einen Faktor von 4 an.
Also ergibt sich damit ein Basisstrom von IB*4 = 0.4mA.

Jetzt kannst du den Vorwiderstand berechnen.

R = 4.3V / 0.4mA = 10750 Ohm.

Gewaehlt wird der naechste Normwert = 10KOhm

Gruss Helmi
Gast #1071382
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@Helmi
Ich weiss, du gingst von Annahmen aus, deshalb:
Sein Kollektorstrom ist knapp 30mA (178 Ohm Last) und Otto meinte, B 
sein rund 60 bei 50mA, also wäre es ganz gut, wenn er den 
Basiswiderstand ca. um den Faktor 5 reduzieren würde: 1k5 ist mein 
Vorschlag.

>Zugegebenermaßen habe ich noch nicht alles Verstanden, aber wenn R2 = 10
>kOHm ist, mache ich nichts falsch?
IMHO ist dann dein Basisstrom zu klein, um sicher durchzusteueren. Mit 
1k ... 2k liegst du viel besser.
Gast #1071475
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Achso, dann sollte ich vielleicht noch sagen, dass ich das ganze mit 
einem ATTINY ansteuere. Desshalb der Transistor, weil der Controller ja 
nicht so viel treiben kann. Ich habe erstmal einen Kiloohm verwendet, 
aber es funktioniert noch nicht.
Wenn ich das freie Ende von R2 im Plan direkt mit 5V verbinde, schaltet 
das Relais und es fließen anständige 30mA. Aber wenn ich das Ende direkt 
mit dem Pin PB0 verbind und folgendes Programm laufen lasse passiert 
nichts.


.include "tn12def.inc"         ; Definitionsdatei für den Prozessortyp 
einbinden

         ldi r16, 0xFF       ; lade Arbeitsregister r16 mit der 
Konstanten 0xFF
         out DDRB, r16       ; Inhalt von r16 ins IO-Register DDRB 
ausgeben

         ldi r16, 0b11111111 ; 0b11111100 in r16 laden
         out PORTB, r16      ; r16 ins IO-Register PORTB ausgeben

ende:    rjmp ende           ; Sprung zur Marke "ende" -> Endlosschleife


Ich habe alles sowohl mit 0b11111111 als auch mit 0b00000000 
ausprobiert.
Gast #1071683
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R16 müsste für PB0 "1" enthalten - es funktioniert auch mit FF

Evtl. ist Dein Problem aber die Spannungsversorgung, welche nicht 
reichen könnte, dass Relais zu speisen (z. B. bei Verwendung einer 
9V-Batterie mit 5V-Spannungsregler) oder die fehlende Freilaufdiode 
sein, die Deinen Controller "abstürzen" lässt.

Lass erst einmal eine LED blinken, um sicher zu sein, dass der 
Cpntroller läuft.

Otto
Gast #1071704
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Ich bin mir noch nicht ganz sicher, aber ich glaube es funktioniert 
alles - dank Eurer hilfreichen und schnellen Tipps! Vielen Dank!
Auf die Freilaufdiode etc. bin ich so nicht drauf gekommen.

Aber nochmal eine andere Frage: Gibt es in Assembler soetwas wie ein 
Delay? Ich möchte in einer Endlosschleife den Port von 0x00 auf 0xff mit 
einer Wartezeit von jeweils 1s schalten.
Gast #1071709
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> Gibt es in Assembler soetwas wie ein Delay? Ich möchte in einer
> Endlosschleife den Port von 0x00 auf 0xff mit einer Wartezeit von
> jeweils 1s schalten

es geht mit mehreren (3) verschachtelte Schleifen (macht man so aber 
nicht)

Otto
Gast #1071724
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Invalid Register (ldi  r12 kennt er scheinbar nicht)
wieso macht man das so nicht?

Kann man diesen C-Code nicht "direkt" übersetzen?:

while(1)
{
    Port1=0xff;
    _Delay_ms (500);

    Port1=0x00;
    _Delay_ms (500);
}
Gast #1071728
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ach ja - Du kannst nicht jedes Register mit "ldi" ansprechen

mit r15 bis r31 müsste es aber gehen.

Die Zeit ist abhängig von Deiner CPU-Frequenz:

         ldi  r19, $10
LOOP2:   ldi  r18, $FF
LOOP1:   ldi  r17, $FF
LOOP0:   dec  r17
         brne LOOP0
         dec  r18
         brne LOOP1
         dec  r19
         brne LOOP2


Nein, ein C-Programm kannst Du nicht einbinden.

Otto
Gast #1071741
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Kann man keine Wartezeit einbauen, die sicher 0,5s (oder etwas mehr oder 
weniger, aber zumindest im Bereich) wartet, wenn man weiss, dass ich die 
Interne Taktung verwende?
Das mit der LED ist bestimmt eine gute Idee, aber auf meiner geätzten 
Platine schlecht durchführbar. Lieber würde ich ein Programm haben, was 
einfach nur endlos blinkt.
Gast #1071745
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Schalt Deine LED über Deinen "JP1" (Kathode an den Basiswiderstand) dann 
sollte sie auch hinreichend hell leuchten.

Eine definierte Wartezeit kannst Du durch ausrechnen erhalten.

Sieh im Datenblatt nach, wieviel Takte ein "dec" und ein "brne" braucht 
und multipliziere dies mit dem Kehrwert der CPU-Frequenz.

Das Ausrechnen kann auch der Compiler übernehmen.

Die bessere Möglichkeit ist es, einen Timer zu verwenden.

Gruss Otto
Gast #1072555
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Im Tiny12-Datenblatt steht aber nicht wie lange die Anweisungen "dec" 
und "brne" brauchen.

Wie kann ich die CPU-Frequenz ermitteln, wenn ich keinen externen Quartz 
angeschlossen habe?

Wenn ich ein Timer nehmen soll, geht dass dann auch wirklich mit Tiny12 
und assembler? Wie würde soetwas aussehen?
Gast #1073191
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ja gut, "brne" braucht einen halben Taktzyklus und "dec" einen ganzen.
Aber ich kenne ja nicht meine Taktfrequenz.

Im tutorial ist aber etwas anderes beschrieben. Ich suche ein 
Endlosprogramm, welches die LED mit 0,5 Hz blinken lässt.

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