Taster als Schalter - wie funktioniert diese Schaltung?

OP #1072111
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Hallo,

ich habe die angehängte Schaltung im Einsatz und die funktioniert soweit 
auch einwandfrei. Mit dem Taster kann der Verbraucher ein- und 
ausgeschaltet werden.
Nun möchte ich diese aber erweitern, sodass ich mit einem externen 
Signal das Gerät auch ausschalten kann. Dazu sollte ich aber verstehen 
wie die Schaltung funktioniert und das kriege ich irgendwie nicht mehr 
auf die Reihe.
Leider weiss ich auch nicht mehr wo ich die Schaltung her habe, damit 
ich da nachlesen könnte.

Kann mir vielleicht kurz jemand erläutern wie die funktioniert?


Vielen Dank

Reto
Angehängte Dateien:
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #1072130
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Zustand 1:
Angenommen, der Q2 sperrt.
Dann leitet Q1 (über R4).
Damit wird C1 entladen.

Übergang 1:
Jetzt drückst du auf den Taster.
C1 ist entladen und sperrt deshalb Q1.
Wenn Q1 sperrt leitet Q2 (über R1).

Zustand 2:
Wenn Q2 leitet, wird Q1 (über R4) gesperrt.
C1 wird (über R1+R2) geladen.

Übergang 2:
Jetzt drückst du auf den Taster.
Q1 leitet (über C1+R3).
Wenn Q1 leitet, sperrt Q2.
Weiter bei Zustand 1.


Das wars.
Aber es könnten bei dieser Art Schaltung durchaus ein paar 
Bauteiltoleranzen in die zuverlässige Funktion hineinfunken... ;-)
Gast #1072145
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Hallo,

angenommene Ausgangslage (SW1 als Schließer): Q1 leitend (Selbsthaltung 
über R4), Q2 gesperrt (Last somit ausgeschaltet), über R2 wurde C1 
entladen. Jetzt wird SW1 betätigt, damit wird über C1 der Strom zu Masse 
abgeführt und Q1 gesperrt.
Q2 wird über R1 leitend und die Last eingeschaltet. Q1 bleibt über den 
Drain von Q2 gesperrt (Q2 in Selbsthaltung), C1 wird aufgeladen.
Bei erneutem Betätigen von SW1 wird über den aufgeladenen C1 der 
Transistor Q1 durchgesteuert. Q1 wird leitend (Selbsthaltung ...

Ich hoffe es passt
Gruß
Stein
Gast #1073037
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Die MegaOhm Widerstände sollte man kleiner machen und dafür C1 größer.
So Faktor 100 wäre angebracht.

C2 sollt man auch auf ein paar µF vergrößern.
Was ist den deine Last? Für Motoren und große Verbraucher C2 noch größer 
machen.
#1073129
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Esko wrote:
> Die MegaOhm Widerstände sollte man kleiner machen und dafür C1 größer.
> So Faktor 100 wäre angebracht.

Wenn man da anfängt, muß man es leider bei allen Widerständen um den npn 
Transistor drumrum auch neu dimensionieren. Sonst wird es eher 
verschlimmbessert.

Also letztlich als Empfehlung: Erstmal unverändert aufbauen.

>
> C2 sollt man auch auf ein paar µF vergrößern.

Das macht Sinn. Noch besser C2 so lassen und einen Elko mit einigen zig 
uF parallelschalten.

> Was ist den deine Last? Für Motoren und große Verbraucher C2 noch größer
> machen.

s.o.


hth,
Andrew
Gast #1073502
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@Reto,
es funktioniert ja so, also einfach über 2 Drähte andere Tast-Schalter 
parallel zum vorhandenen anschließen (kapazitätsarm und weg von der 
Hausspannung). Immer nur nach + schalten geht (höchstens) nur 1 mal. Die 
Basis von Q1 will abwechselnd auch mal eine niedrige Spannung.
Diese Schaltung VERHÄLT sich in ihrer Funktion wie die bekannte 
Stromstoß-Schaltung in der Hausinstallation.
Ich würde mich jedoch nicht wundern, wenn wegen den zusätzlichen langen 
Leitungen alles aussteigt, weil die vorliegende Bauteil-Dimensionierung 
sehr empfindlich macht.
OP #1073516
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@all: die Schaltung funktioniert soweit! Nur das debouncing ist etwas 
arg lang, ich werde sehr wahrscheinlich einfach C1 ein bisschen 
verkleinern und den Rest erstmal so lassen.
Die Widerstände sind wohl so gross um im Batteriebetrieb den 
Stromverbrauch möglichst niedrig zu halten.

Vielen Dank an alle

Reto
OP #1148899
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Hallo zusammen,

leider habe ich ein Problem mit der Schaltung bei 24V Betriebsspannung. 
:-( Und zwar schaltet sie dann nicht mehr korrekt aus. Im 
"ausgeschalteten" Zustand habe ich an Drain von Q2 nur 15V statt 
annähernd 24V. Dadurch ist der Verbraucher natürlich unter Strom.
Am Gate des Q2 habe ich im ausgeschalteten Zustand 20mV, das sollte m.E. 
eigentlich ok sein. Als Q2 habe ich bei mir den FDC5612 eingesetzt.

Kann mir jemand einen Hinweis geben was das Problem sein könnte oder wo 
ich weiter suchen soll? Bei 12V funktioniert wie gesagt alles 
problemlos. Ideal wäre wenn ich das Problem durch eine 
Bestückungsänderung lösen könnte, da der print schon fertig ist... :-(

Vielen Dank
OP #1149306
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Oh, das habe ich glatt übersehen. Der FET scheint es aber überlebt zu 
haben, bei 12V funktioniert die Schaltung nämlich weiterhin tadellos.
Ich hab die Zenerdiode jetzt mal eingebaut, dem FET zuliebe.
Auch bis 15V ist alles ok, nur dann steigt eben die Drainspannung im 
ausgeschalteten Zustand nicht mehr weiter an und ich hab Spannung über 
den Verbraucher...

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass die Schaltung schlussendlich 
bei 12V und auch bei 24V funktionieren sollte...
OP #1150121
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Also die Last habe ich vergrössert, bis auf 5W, hat leider nichts 
geändert.

Den Vorschlag von Lothar habe ich auch ausprobiert, leider auch ohne 
Erfolg.

Ich habe jetzt mal den FET ausgelötet. Und siehe da, die Spannung am 
Drain Anschluss liegt immer noch bei nur 15V! Die kommt also irgendwie 
über den Pfad R4, Basis Q1 zustande. Nur warum und was kann ich dagegen 
tun?
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #1150195
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> Basis-Emitter Spannung am Q1 will nicht grösser als 15V werden,
Die wird nicht mal größer als 0,7V werden :-o

Allerdings dürftest du davon an der Last nichts mehr merken,
denn da sind ja noch 330k Ohm dazwischen, oder?

Hast du genau die Schaltung, die oben gepostet ist?
Oder ist deine Schaltung jetzt anders?
Was hast du denn für eine Last (Relais + Freilaufdiode)?
OP #1150240
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Ja die Schaltung ist genau die oben, einfach noch mit ein bisschen mehr 
drumrum.
Oh ja, hast Recht. Da ist natürlich noch der 330kOhm Widerstand. Die
Last ist zur Zeit rein ohmsch, 1kOhm. An der Basis von Q1 habe ich wie
zu erwarten 0.6V und eben nach dem 330kOhm Widerstand 15V.

Ich habe jetzt mal den 330kOhm Widerstand ausgelötet und siehe da, die 
15V sind immer noch da!!! Irgendwas ist da faul... Ich muss dem wohl 
andersweitig mal nachgehen.
Gast #1150299
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Bist du sicher, dass die Last von 1k richtig angeschlossen ist? Wenn
dies nicht der Fall ist, siehst wegen des Sperrstroms der Diode und des
Innenwiderstands deines Voltmeters nur seltsame Ergebnisse.
Gast #1150437
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Hi Reto H.,

>Ich habe jetzt mal den 330kOhm Widerstand ausgelötet und siehe da, die
>15V sind immer noch da!!! Irgendwas ist da faul... Ich muss dem wohl
>andersweitig mal nachgehen.

has Du dummerweise anstatt einer 1N4001 eine 8V Z-Diode erwischt?
Das würde erklären warum die Schaltung mit 12V funktioniert.
OP #1189280
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Hallo zusammen,

so endlich, die Schaltung funktioniert zu 90%! Ich habe noch ein paar 
Werte verändert, aktuell habe ich was im Anhang ist.
Der Verbraucher lässt sich sowohl bei 12V als auch bei 24V ein- und 
ausschalten. Nur eine Unschönheit besteht noch. Wenn ich im 
eingeschalteten Zustand von 12V (Batterie) auf 24V (externe Versorgung) 
umschalte (beides über Gleichrichterdiode), dann schaltet sich der 
Verbraucher in einigen Fällen aus. Dies tritt nur beim Umschalten von 
12V auf 24V auf, nicht in Gegenrichtung. Er schaltet sich auch nur aus, 
nie ein und auch aus nur in 1 von 10 Fällen.

Hat jemand eine Idee was das sein könnte? Sollte ich vielleicht irgendwo 
noch einen Kondensator platzieren?


Vielen Dank,

Reto
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Gast #1189529
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> Hat jemand eine Idee was das sein könnte? Sollte ich vielleicht irgendwo
> noch einen Kondensator platzieren?



Der npn-Transistor wird dann wegen seiner Kollektor-Basis Kapazität kurz 
leitend. Ein kleiner Kondensator (10n) zwischen Basis und Gnd könnte 
helfen.
Gast #1488129
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Hallo,

habe eine frage zu der Schaltung im ersten Beitrag, was stellt das 
Bauteil SW1 dar bzw welches bauteil ist das und ich nehme an das an den 
Punkten 12+ und GND die Stromversorgung hin kommt und an Load+ / Load- 
der Verbraucher richtig? Kann ich als Verbaucher auch ein Relais / 
Reedrelais nehmen um etwas durchzuschalten?

Danke im Voraus

MfG
#1559552
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Hallo Zusammen,
bin auf der suche nach einer Hardwarelösung mittels Transistoren um aus 
einem Taster einen Schalter zu machen.
Oben aufgeführte Lösung habe ich aufgebaut und funktioniert soweit.

Möchte jetzt aber nicht "GND" schalten sondern im EIN Zustand benötige 
ich 24V und im AUS Zustand sollte es so sein als wäre der Schalter 
geöffnet (ohne Potential).
Hat jemand eine Idee wie ich die Schaltung umbauen kann oder einen 
anderen Vorschlag.
Eine MCU kann ich nicht verwenden und auch Lokigbausteine (JK-FF oder 
D-FF) ist nicht möglich.
Betriebsspannung ist 24V. Und den jewiligen Zustand sollte ich über LEDs 
anzeigen können (z.B. AN=grün AUS=rot).
Wichtig ist auch das es stabil läuft, d.h. nach dem Einschalten einen 
festen Zustand, immer AUS und natürlich kein Tastenprellen.
Wäre super wenn ihr mir helfen könnt.
Gruß Daniel
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #1559595
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> EIN Zustand benötige ich 24V und im AUS Zustand
> sollte es so sein als wäre der Schalter geöffnet (ohne Potential).
Nimm die obige Schaltung und schalte so einen High-Side-Schalter 
dahinter:
1
             24V  o
2
             __   |
3
          .-|__|--o
4
          |       |
5
     ___  |     |<
6
  --|___|-o-----|
7
                |\______ Ausgang

BTW
Um die Frage nach den Widerstandswerten und dem Transistortyp 
zuvorzukommen:
Welchen Strom willst du schalten?
Persönliche Seite #1559646
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Hallo Wolf.

>> ...einfach C1 ein bisschen verkleinern...
> In dem steckt die Umschaltenergie, kann mit weniger kritisch sein.

Richtig. Und mit mehr wird die Zeitkonstante 
problematisch.....irgendwann
musst Du zwischen den einzelnen Schaltvorgängen eine längere Pause 
einlegen. Das ist aber auch ein Schutz gegen Prellen.

Nichtsdestotrotz kann eine solche Schaltung zuverlässig funktionieren, 
wenn nicht zu hohe Ansprüche gestellt werden.
Mist ist, wenn die Transistorparameter alterungs- oder temperaturbedingt 
weglaufen, oder als C1 ein Elko verwendet wird, der ein Leck entwickelt.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Depression.
Jeder echte Wettbewerb ist ruinös. Darum beruht jede funktionierende 
Wirtschaft auf Schiebung.
Gast #1559730
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Daniel Maier schrieb:
> Oben aufgeführte Lösung habe ich aufgebaut und funktioniert soweit.

Dann nimm doch einfach diese Schaltung und spiegle sie: Vertausche V+
mit GND, ersetze den NPN durch einen PNP und den NMOS durch einen PMOS.

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