Bosch-Siemens-Haushaltsgeräte (BSH) haben mit dem Rest von Siemens und
Bosch so ziemlich nichts zu tun, abgesehen von den hunderten "Für uns
Shops" auf den Bosch- und Siemens-Werksgeländen. Ausserdem bitte
Bosch-Infotainment, Bosch-Blaupunkt und Bosch-Rexroth etc unterscheiden.
Das ist überall etwas anderes!
Das einizg gemeinsame ist, wie bei so vielen Firmen die
"Unternehmenskommunikation", wobei die Behauptung der Firma Bosch, man
habe die Besten, aus einer Zeit stammt, als auch Siemens das noch
behauptet hat; nämlich in den 80ern, als die beiden Großen die 25%
besten Abgänger eines Jahrgangs abgeschöpft haben. Aus Gründen der
Gehaltsumschichtung hin zu den Produkt- und Marketingmannen ist das
heute nicht mehr so. Bosch ist - wie auch Siemens an vielen Standorten -
nicht mehr in der Lage oder Willens, das Top des Marktes zu zahlen, um
wirklich Zugriff auf ALLE Abgänger zu haben und dann tatsächlich
auswählen zu können.
>Alle wollen die Besten. Und alle haben die Besten.
Siemens und Bosch definitiv nicht! Die haben keineswegs die Besten, von
Einzelfällen abgesehen, wobei die Besten ja auch nicht die besten
Abgänger gemäss der Noten sind, will heissen, man filtert die wegen der
Noten gefragten weg und filtert die faktisch Besten auch noch weg, weil
man sie nicht erkennt.
>Ich frag mich nur wofür Bosch die besten Leute braucht.
Was die Aussage angeht, als Werbeträger! Während aber Siemens inzwischen
kleinlaut geworden ist und mit wesentlich realistischerer Darstellung
wirbt und Bewerbern gegenüber auftritt, möchte sich die Firma Bosch
offenbar weiterhin lächerlich machen, in dem Sie hochqualifizierten und
erfahrenen Bewerbern absagt und lieber jüngere, preiswerte einstellt und
sich so unter den Fachleuten genau den oben beschriebenen Ruf schafft,
den sie mittlerweile haben, während sie weiterhin nach Aussen stur und
gegen besseres Wissen darstellen, bei ihnen arbeite die Creme de la
Creme. Hält man ihnen dann den aktuellen Gehaltsspiegel hin, kommt dann
oft das abgegriffene Argument, bei Bosch sei es so grossartig toll, dass
die Ingenieure dort auch für weniger arbeiten. Gott, wie lächerlich!
Mal im ernst: Wer sollte als Erfahrener mit >5 Jahren dort anfangen,
wenn er schon bei vielen Mittelständlern dasselbe hat, aber mehr
Verantwortung und Entscheidungfreiheit? Bei Bosch herrscht ein starres
System der Hierarchie. Eigentlich ist es nicht grundfalsch, die Besten
nach oben zu stellen und ich selbst bemängele auch immer, dass
irgendeiner mit FH-Duplom oder gernichts herumläuft und Unileute
herumdirigiert, weil er angeblich besser ist, wobei er bei genauerer
Betrachtung einfach biliger war. Was Bosch aber macht, ist das extreme
Gegenteil: Man muss praktisch immer einen Dr. haben, um in
Führungspositionen zu kommen und nur dort hat man auch etwas zu sagen.
In vielen anderen Firmen ist es teilweise so, dass auch die erfahrenen
Entwickler ohne Führungsposition eine große Verantwortung tragen und
starken Einfluss auf die Richtung der Entwicklung haben. Bei Bosch aber
geht es streng hierarchisch zu und man steht als Entwickler extrem weit
unten! Zu entscheiden haben dort nur die, welche gemäss den internen
Boschrichtlinien als Führungsperson taugen und das sind die mit den
guten Noten infolge einseitiger Lernbegabung. Menschliche Kompotenzen
sind dort volkommen egal, weil nicht getestet! Das heisst, es ist purer
Zufall, ob jemand tatscählich organisatorisch, technisch und auch
mnenschlich führen kann, wobei ich sagen muss, dass die Dr. Schlauberger
bei Bosch oft nicht eimal technisch gut führen, indem sidh komplexe
Enwicklungen und Designs managen oder in der Lage wären, Pflichtenhefte
wasserdicht zu machen.
Bosch eignet sich also nur für die extrem Lernbegabten mit Supernoten,
die dort im Eiltempo die Karriereleiter stürmen und sich nach oben
schaffen können und zweitens für die, die sich im Boschmantel wohl
fühlen und nach Aussen gross repräsentieren wollen, de facto aber nicht
allzuviel Sach- und Fachkompetenz haben und vor allem nicht zu teuer
sind und dies sind sie bekanntlich dann nicht, wenn sie für anderen
Firmen uninteressant sind, weil reine Theoretiker. Die müssen lediglich
gut nach oben kommunizieren, mit ihren Vorgesetzen zurecht kommen und
können in deren Hintern steckend ein ruhige Kugel schieben.
Bliebe die Fraga zu klären, wer bei Bosch die Arbeit macht! Und genau da
kommen wir langsam zum Kern des Pudels: Für die technische Entwicklung,
die Prüfungen und die Tests muss es ja irgendwelche Praktiker geben, die
noch Löten, Zeichen und VHDL + C programmieren können und wollen. Das
sind aber fast ausnahmslos junge und daher preiswerte Leute. In vielen
Abteilungen bei Bosch findet man einen Altersdurchschnitt, der einen wie
mich, an einen Kindergartenausflug errinnert. Aufgrund dieser
Strukturen, müssen die Kindergartenkinder dann sehr billig sein - nur
ist das aufgrund der allgemeinen Gehaltsentwicklung kaum noch zu
schaffen: Ergo werden massenhaft Selbständige und Leiharbeiter über
Arbeitnehmerüberlassung eingestellt und temporär beschäftigt.
Da ihnen aber auch das teilweise schon zu teuer gewoden ist, suchen sie
nach Möglichkeiten, ihr marodes und überholtes System der Nesthocker zu
erhalten, gleichzeitg aber konkurrenzfähig zu sein und dies geht eben
nur mit noch billigerer Entwicklung. Also lagern sie immer mehr in
Ausland aus und bauen sich für das Grobe daheim einen Pool an
Schwachqualifizierten auf, die - und das ist ausdrückliche
Boschkalkulaton - in zuküftigen Märkten immer weniger Chancen zum
Aufstieg oder Entwicklungsalternativen haben und folglich auf die
Simpeljobs angewiesen sind.
Und genau unter diesem Blickwinkel muss man die Bosch-Akademien sehen:
Es soll Nachwuchs mittlerer Begabung nachgezüchtet werden, die gerade
genug können, um sie für einfache Tätigkeiten einzusetzen. Wer diesen
Weg geht, der geht ausdrüclich in eine solche Niederposition hinein und
hat keine Chance, irgendwann einmal mehr zu tun, als einfache
Entwicklungsaugaben zu stemmen. Dan darf man sich 10 Jahre lang von
einem Schwätzeringenieur mit Superunidiplokm herumkommandieren zu
lassen, um dann Mitte 30 von einem jüngeren ersetzt zu werden, denn
küftig wird es heftig hart werden: Sobald man nicht mehr 100% in die
Position passt oder passen will, fliegt man raus. Nun ist das
selbstverständlich ein Industrieweiter Effekt, aber bei Bosch mit seiner
Extremhierarchie wird man das zu allererst zu spüren bekommen.
Ich bevorzuge Firmen mit flacher Hierarchie, wo es keine Teamleiter gibt
und eine ganze Reihe hochkarätiger und auch älterer Ingenieure >35
parallel nebeneinander auf gleicher Ebene als echtes Teams arbeiten.
Bei Bosch aber gibt es keine Teams oder Teamarbeit, sondern einige
wenige nach oben gerutschte Leute HABEN eine Gruppe von
Arbeitsingenieuren, die sich fälschlicherweise als "Ihr TEAM" ausgeben,
die aber auf Technikerniveau arbeiten - bei sinkender Bezahlung!!!
Nun kann man bei Bosch durchaus Glück haben und kommt in eine solche
Gruppe rein, wo einer nicht nur einfach was zu sagen hat, sondern auch
komplett in Ordnung ist. Aber, man MUSS Glück haben - so arg viele gibt
es nicht. Es scheint mir auch so, daß vielen ihre Mitarbeit bei Bosch
und das pausenlos aus allen Ecken auf sie eindringende Elitärgeschwafel
zu Kopf zu steigen scheint und sie sich für das Größte im Universum
halten, wobald sie mal dort 2-3 Jahre waren. Das merkt man, wenn man mit
Führungspersonen spricht, wie auch, wenn man mit solchen von "unten"
spricht. Leute, die so drauf sind, bleiben am Besten auch ihr Leben lang
in diesem Laden, weil die woanders kaum zu gebrauchen sind, da nicht
teamfähig, nicht realitäsbezogen, nicht anpassungsfähig. Ist änhlich wie
mit den Typen, die bei der Bundeswehr waren - vollkommen untauglich!!
Halten sich für besonders befähigt, liegen aber besonders daneben.
Solche überdrehten Typen sind nirgendwo zu gebrauchen oder willkommen!
Von Bosch kommende Leute würde ich überhaupt nur nehmen, wenn sie
maximal 2 Jahre als Anfänger ganz untern waren und dann aus persönlichen
Motiven, weil es ihnen dort nicht gefällt, kündigen wollen oder mir
sagen, dass sie nichts BEsseres gefunden haben. Die wären gfs anderswo
gut einsetzbar.
Möglicherweise ist das ja eine Option, 2 Jahre bei Bosch zu arbeiten,
statt zu einem Dienstleister zu gehen. Bliebe die Frage, ob Bosch einen
nimmt, wenn man nicht über einen Dienstleister kommt, weil sie Schiss
haben, dass man sich bei ihnen einklagt, um ins warme Nest zu kommen,
was sich Bosch nicht leisten kann, weil das Nest schon total überfüllt
ist!!!
P.S. Bei Bosch müssen die Toiletten doppelt so oft gereinigt werden, wie
bei anderen Firmen, weil sich viele Boschianer nach internen
Qualitätsschulungen, in denen sie wieder mal vor Augen geführt bekamen,
wie toll doch Bosch ist, vor Aufregung und Stolz in der Pause einen
runterholen.