Sprachversorgtes Funkgerät

OP #1073806
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Servus,

ich hab eine verrückte Idee, von der ich glaube, dass die irgendjemand 
sogar schon mal verwirklicht hat.

Grob gesagt geht es darum, einen Sender zu bauen, der seine Energie 
komplett aus der Sprache entnimmt. Theroretisch müsste das doch zu 
schaffen sein.

Ich gehe von einer Schalleistung von 60dB aus. Bei Schall sind 0dB 
Leistung gleich 10^-12 W. (Übrigens auch 0dB Schalldruckpegel sind 
ziemlich genau 0dB Schalleistung) Somit erhalte ich 10^-6 W oder 10 µW.

Bei einer Bandbreite von 10 kHz ist das thermische Rauschen bei etwa 
4^-17 W. Das gibt eine mögliche Streckendämpfung von etwa 2.5*10^10, 
oder etwa 100 dB, bis das Signal vollständig im Rauschen untergegangen 
ist. In der Praxis sind 20dB SNR ganz brauchbar, also können wir 80dB 
auf der Strecke zulassen.

Bei gegebener Freiraumdämpfung kann man die Entfernung als:

R=(F^2*lambda)/(4*pi)

darstellen. Das macht bei F=10^8, etwa 8*10^15 Wellenlängen.

Hab ich da jetzt totalen Mist gerechnet, oder ist das realistisch? Den 
Wirkungsgrad von Mikrophon und Sender kann ich hier leider nicht 
einrechnen, da ich ihn nicht kenne. Aber da scheint noch relativ viel 
Luft zu sein.
OP #1073881
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Michael U. wrote:
> Hallo,
>
> er kann den Arzt zumindest in einem großen Umkreis suchen.
>
> Auf Mittelwelle 500kHt = 600m kommt er nach seiner Rechnung immerhin 12
> Lichtjahre weit...

Richtig, wobei für Mittelwelle die Berechnung nicht wirklich stimmen. Da 
sind die Störungen recht stark und ich glaube, das geht nicht durch die 
Ionosphäre durch. Aber wo ist der Fehler?

Das Rauschen habe ich als 4*kb*T*deltaf berechnet. Das sind 
4*1.38*10^-23J/K*290K*10^4Hz=4E-17W

Ich wüsste jetzt auch keinen Arzt der sich mit Nachrichtentechnik 
auskennt.
#1073914
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Ein Dosentelefon ist genau das gesuchte - drahtlos aber leider nicht 
schnurlos

In Aschhoffs "Geschichte der Nachrichtentechnik" wird auch die 
Reichweite der Stimme überschlagsmäßig berechnet und mit antiken Sagen 
verglichen. Bei der Belagerung von Troja soll ein gewisser "Stentor" so 
laut wie 50 andere, "also 17 dB mehr" gerufen haben. Es wird von einer 
antiken Stafette von Rufposten gesprochen, aber nach Aschoffs 
Berechnungen hätten die im Abstand von 100m stehen müssen.
Hier wird mit 0,1 Watt "Sendeleistung" gerechnet entsprechend einem 
Pegel von 100dB in 1 m Abstand.
Gast #1074287
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>Grob gesagt geht es darum, einen Sender zu bauen, der seine Energie
>komplett aus der Sprache entnimmt. Theroretisch müsste das doch zu
>schaffen sein.

Ich meine irgendwo im Internet schon einmal eine ähnliche Schaltung 
gesehen zu haben. Praktisch das Gegenteil von einm Detektorradio.
Man musste allerdings reinbrüllen und die Qualität war auch nicht so 
dolle.

Meine mich zu erinnern es war eine japanische Seite.
#1074312
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Hallo,

ich rechne da jetzt mal nicht mit, ist mir auch nach so vielen Jahren 
etwas zu hohe Mathematik... ;-)

Nimm ein empfindliches dynamisches Mikrofon, häng den passenden 
Lastwiderstand und einen Oszi ran um schaue, was da an Leistung 
rauskommt.
Dann denke darüber nach, was Du mit selbiger sinnvoll anstellen kannst.

PS: lese sowieso gerade mal wieder Perry Rhodan, da fällt mir dann so 
ein:
Wenn die Leistung für irgendwas reicht den zu sendenden Text sampeln und 
dann gut packen.
Das dann als "Rafferimpuls" in sehr kurzer Zeit senden.
Sollte die Reichweite drastisch vergrößern können. :-))

Gruß aus Berlin
Michael
Gast #1074347
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Warten bis die Berichterstattung auf Slashdot mal grade paar Tage alt 
ist und dann als verrückte Idee verkaufen ? Naja :)

http://mobile.slashdot.org/article.pl?sid=08/12/03/2320200

Mir fällt da aber ein altes Patent ein, bei dem mit Kohlegries 
Schwingkreise im Sprachtakt bedämpft werden und damit Sprachübertragung 
in Transponder-Manier (Erreger, Modulator und Empfänger woanders) 
möglich sind. Ist einfacher, einfach die Europawelle Saar zu 
missbrauchen oder so:)

Grüßle,

Hendi

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