Ich bin Hobbyfilmer und nenne seit einer Woche ein HD-Camcorder mein
eigen ;)
PC-technische habe ich auch schon aufgeruestet und mein RAID-Array auf
7TB aufgestockt ;)
Nun stellt sich die Frage des Backups.
Ich habe noch eine ganze Menge "aelterer" SATA-Festplatten von 160GB bis
500GB (Bestand aus alten RAID-Arrays, Platten, die vom Hersteller als
Refurbished zurueckkamen und nicht mehr im Array haben wollte usw.).
Ich habe auch so eine USB-SATA-Dockingstation. Dort kann man die nackte
Platte hochkant reinstecken.
Damit habe ich aber verschiedene Probleme:
- Die Platte steht senkrecht eher unguenstig (wird wohl fuer Lager nicht
so toll sein)
- Die Platte wird mangels kuehlung (je nach Typ) recht warm
- Der SATA-Stecker ist nicht wirklich fuer taegliches Stecken ausgelegt
(ich meine sogar mal in einem Datenblatt gelesen zu haben, dass nur 50
Steckzyklen garantiert werden)
Alle SATA-Wechselrahmen, die ich gesehen habe, nutzen gleich den
SATA-Stecker und haben nicht extra nochmal einen eigenen Stecker (wie
bei PATA ueblich). Daher scheidet die Loesung schonmal aus.
Was koennte man da machen?
Was wuerdet ihr machen?
Gut man kann jeder Platte ein externes Gehaeuse sepndieren, aber das
geht aus Geld ;)
warum willst du die überhaupt täglich an und abstecken ?
klau dem USB teil den strom, un feddich, zur not irgendwo n schalter
einbauen zwischen netzteil und dem teil
> Die Platte steht senkrecht eher unguenstig (wird wohl fuer Lager nicht> so toll sein)
Kannst Du im Datenblatt nachsehen, aber normalerweise spielt die
Einbaulage bei heutigen Disks keine Rolle. Also die spezifizierte
Lebensdauer sollte für beliebige Einbaulagen gelten, aber wie gesagt,
sicherheitshalter im Datenblatt vom Hersteller nachschauen.
"RAID-Array auf 7TB aufgestockt ;)"?
Wenn ich in letzter Zeit nicht einen Sack kaputter Raidcontroller
getauscht hätte, würde ich das evtl. ganz toll finden.
Schon mal einen Virusscann auf 7 TB gemacht? Frohe Weihnachten!
Nur mal so aus Interesse: Was kostet denn so ein Raid-Controller, an den
ich 7TB dran hängen kann, und kommen da überhaupt noch Daten
rausgetröpfelt, wenn der sich mit 7 Platten (oder sind es gar mehr?)
beschäftigen muss?
Ich habe einen Adaptec 31205 Controller. Damit schaffe ich 720MB/s
sequentiell lesen ueber ein RAID 5 mit 8 SATA-Platten. Sequentiell
schreiben macht er mit etwa 620-650MB/s.
>warum willst du die überhaupt täglich an und abstecken ?
Die Backup-Platten passen nicht mehr in den Rechner mit rein; auch
Anschlusstechnisch habe ich nicht so viele SATA-Ports...
Desshalb will ich die Platten extern ansteuern.
Da ich auch manchal ein "altes" Projekt archivieren will, ist das wohl
die beste Loesung.
> Damit schaffe ich 720MB/s sequentiell lesen ueber ein RAID 5> mit 8 SATA-Platten. Sequentiell schreiben macht er mit etwa> 620-650MB/s.
Aha. Und Dein PC sowie das darauf laufende OS können diese Datenraten
auch verarbeiten bzw. zur Verfügung stellen? Soso.
>Aha. Und Dein PC sowie das darauf laufende OS können diese Datenraten>auch verarbeiten bzw. zur Verfügung stellen? Soso.
Koennen sie nicht. Aber das habe ich ja auch nicht behauptet.
Es geht mir hier ja primaer um den Speicherplatz.
Eigentlich sollte das eher die Frage
>und kommen da überhaupt noch Daten>rausgetröpfelt, wenn der sich mit 7 Platten (oder sind es gar mehr?)>beschäftigen muss?
beantworten.
Bei einfachen Aufgaben wie (de)multiplexen eines Transportstreams
erreiche ich schon 200-350MB/s. Ist jedenfalls besser als mit nur einer
Platte ausgebremst zu werden.
Gerade wenn gleichzeitig gelesen und geschrieben wird, dann faengt der
RAID-Controller mit seinem 512MB grossen Cache einiges auf und
verhindert, dass die Platten nicht soo viel Random-IO machen muessen...
Auch ein großer Cache ist bloß ein Zwischenspeicher.
Wenn der voll ist: dann gehts etwas langsamer, je nach HD-Durchsatz.
Schnelle Festplatten könnten dann durchaus nützlich sein.
die hdds kann man wirklich in nahezu jeder lage betreiben.
schräg is den lagern an sich auch egal, die lager sind nämlich stark
überdimensioniert was die belastung angeht, und verschleißen sowieso
nicht wirklich stark während der lebendsdauer der platte, theoretisch
überhauptnicht (hydrostatische lager)
ich würde mir einfach n gescheites gehäuse kaufen, wo der kram
reinpasst, oder nen zweiten pc benutzen und den per gigabitlan an den
ersten hängen.
es gibt auch NAS die mit nem halben duzend platten umgehen können, kost
halt auch was, n anderer pc steht vielleicht sowieso rum.
oszi 40 wrote:
> Auch ein großer Cache ist bloß ein Zwischenspeicher.> Wenn der voll ist: dann gehts etwas langsamer, je nach HD-Durchsatz.
Der Durchsatz ist nicht das Alleinseligmachende. Die eigentliche Bremse
ist die Kopfpositionierung. Gerade wenn eine Anwendung Daten einliest
und gleich wieder in eine Datei zurückschreibt, muß ständig
umpositioniert werden. Und genau hier beschleunigt ein Cache die Sache
ungemein, in dem die vielen kleinen Zugriffe zu einem großen Zugriff
zusammengefaßt wird. Und dann kann die Platte diesen großen Block in
einem Rutsch zurückschreiben, bzw. gleich einen großen Block in einem
Rutsch auch auf Vorrat lesen. Das beschleunigt die Sache doch recht
heftig.
Genau Jadeclaw! Wenn viele Positionierungen nötig sind, dauert es auch
länger. Dafür ist der Cache nützlich. Wenn jedoch z.B. die Platten
LANGSAMER die gelieferten Daten speichern ist irgendwann der Cache VOLL.
Genau dann muß auch der teuerste PCi-Contoller ein wenig warten, womit
der allgemeine Durchsatz nach einiger Zeit in den Keller gehen kann. Das
wird beim Speichern einer einfachen <512 MB-Datei nicht auffallen, weil
der Cache noch ausreicht. Aber größeren Datensicherungen habe ich schon
oft erlebt, das nach kurzer Zeit die berechnete MS-Zeit sich u.a. aus
solchem Grund verlängert hat.
Wenn man die Zugriffszeiten später auf einer stark fragmentierten HD
misst, kommen noch weitere Zeiten hinzu. Deshalb ist eine schnelle HD
mit vielen Umdrehungen und kurzen Positionierungszeiten meist eine gute
Wahl, WENN der laute Rechner nicht am Schreibtisch steht.
Bei PCI-Karten wirste wohl kaum auf eine zu langsame Festplatte stoßen,
da liegt der Flaschenhals woanders, der ATA-133-Controller aus meiner
Computerkiste könnte genauso auch als ATA-33 durchgehen :)
Anders sieht das beim in Servern (noch) verbreiteten PCI-X aus, das sind
64 statt 32 Bit und bis zu 133 statt meist 33MHz. Oder man geht gleich
zu PCI-Express, das den Flaschenhals auch für normale Rechner verlagert
(diesmal vor allem auf die Chipsätze der billigeren RAID-Controller).
Einen Controller wie den von Hans hätte ich auch gern, wäre der nicht so
teuer :D
> Alle SATA-Wechselrahmen, die ich gesehen habe, nutzen gleich den> SATA-Stecker und haben nicht extra nochmal einen eigenen Stecker (wie> bei PATA ueblich). Daher scheidet die Loesung schonmal aus.
Sowas ist natürlich schei^H^Hlecht.
Da wirst wohl weiter suchen müssen.
Ein guter Anlaufpunkt wäre da Fröhlich&Walter.
Da konnte man noch nach Jahren zueinander passende Wechselrahmen
erstehen. Die Dinger waren auch recht preiswert.
Filmschnitt (nur DVBS-Streams) mache ich im Ping-Pong zwischen 2
Platten.
Da brauchts keinen aufwendigen Controller und man kann die sequentiellen
Transferraten der Platten voll nutzen.
Spiele installiere ich auf UW-SCSI-Platten mit knackigen Zugriffszeiten.
Die dürfen dann beim Spielen auch Lärm machen ;-)
Jedem Tierchen also sein Pläsierchen.
P.S.:
Einem Wechselrahmen habe ich ein ausgeschlachtetes SCSI-Gehäuse
spendiert, mit einem IDE-USB-Adapter aus einer 2,5"-Gehäuse.
Das machte die ganze Sache dann Hotplugfähig.
Zumindest auf der längeren Seite liegend überstehen Festplatten den
senkrechten Einbau auf alle Fälle, wird im Serverbereich oft so gemacht.
Hochkant habe ich noch keine Platte betrieben...