Wie würdet Ihr Geld anlegen unter folgenden Voraussetzungen:
5000 Euro jederzeit verfügbar
2500 Euro für max. 1 Jahr
Bis vor einiger Zeit hatte wir den Gesamtbetrag bei der ING Diba auf
einem Extrakonto. Wegen der Staatshilfen für die niederländische Mutter
sind wir dort ausgestiegen.
Entweder alles auf ein Tagesgeldkonto (solange die Zinsen noch relativ
hoch sind---wird ja nicht ewig so bleiben--siehe Leitzins), oder nur die
5000 und die 2500 auf ein Festgeldkonto (bringt aber glaube auch nicht
viel mehr Zinsen ein).
Für höhere Zinsen eventuell einen Immobilienfond ;-)
Hi,
eben kam ein durchaus positiver Bericht im Fernsehn über eine
Internetbörse wo man private Kredite geben kann. Sehr interessant fand
ich, dass es auch ein "System" gibt, wie mein Kredit abgesichert ist.
Könnte ggfs. interessant sein - werde ich mir mal ansehen.
Gruß
Andreas
Kauf Bundesschatzbriefe, der Bund iss aufgrund der ständig steigendeden
Neuverschuldung sowiso bald pleite und muss den Konkursverwalter
bestellen, da weißt Du hinterher wenigstens, dass Du ein gutes Werk
getan hast.
Oder lass Dich von einem spielsüchtigen Investmentbänker beraten, dann
ist es hinterher wenigstens auch weg.
Richtig geschützt ist es vermutlich nur als ganz normale Spareinlage bei
einer ortsansässigen kleinen Bank. Da gibt's zwar nicht allzuviele
Zinsen, aber auch weniger Spekulanten, die Dein Geld auf der (globalen)
Spielbank vermehren wollen.
~
> Kopfkissen !!!>> Scheiß auf alle Banker!
Und dann kommt die nächste Währungsumstellung, dann wird möglicherweise
alles das, was nicht seit längerer Zeit auf Konten liegt, zum
Schwarzgeld erklärt. Ich trau' denen nicht mehr über den Weg, alles
Lumpen und Verbrecher (und welche die es werden wollen)... ;-(
~
Kurzfristig: Tagesgeld, mittelfristig: Festgeldanlage. Am einfachsten
beides bei der selben Bank. Und wenn du nicht ständig wechseln willst,
schau nicht nur auf Lockangebote. Mercedes Benz Bank ist z.B. gut.
"Kreativere" Geldanlagen sind m.E. Spielerei. Über Finanzkrisen
gemittelt kommt bei Aktienfonds unterm Strich ein Minus raus. Die oben
erwähnten Smava Privatkredite halte ich für mehr als Zweifelhaft, durch
das Absicherungssystem geht die Rendite gegen Null.
> eben kam ein durchaus positiver Bericht im Fernsehn über eine> Internetbörse wo man private Kredite geben kann.
Davon würde ich die Finger lassen. Hohes Risiko und geringer Ertrag. Bei
seriösen Banken bekommt man zur Zeit mindestens 4.5% Zinsen
Beitrag "www.smava.de"
> Kauf dir 7 Unzen Gold, damit fährst du am sichersten
Edelmetalle sind in kleinen Stückelungen praktisch ausverkauft oder nur
mit sehr hohem Aufschlag erhältlich.
Das Risiko bei Smava ist sehr gering, weil der Grundbetrag komplett
abgesichert ist. Im schlimmsten Fall sind also die Zinsen weg. Das macht
die ganze Sache aber sinnlos, weil jeder die Ausfälle anderer Kredite
mitbezahlen muss und dadurch die Rendite auch im Erfolgsfall sehr gering
ist. Über manche Anleger kann man nur mit dem Kopf schütteln, da werden
z.B. Kredite mit 2.5% Rendite über 36 Monate vergeben.
Genau solche beschissenen Mechanismen sind doch Schuld an den großen
finanziellen Problemen.
4,3% sagst du.
Wo kommen denn die 125€ her? Inwieweit wurden wirkliche Werte durch
deine Handelei geschaffen? Das ist doch alles lächerlich.
das Geld haben andere gierige Menschen vorher reingeschossen...:-), ich
habe doch nicht behauptet, dass ich damit Werte schaffe, ist nur ne
Umverteilung.
Und ab und zu bekommt jemand Angst und verkauft, egal, welcher Kurs
gerade ansteht.
Ich pfeif auf Analystenkommentare und mach nur daytrading-Sachen. Wenn
eine an sich gesunde Firma an einem Tag plötzlich 5% oder mehr verliert,
kommt mit ziemlicher Sicherheit am nächsten Tag eine Gegenreaktion, die
man ausnutzen kann. Klappt nicht immer, aber ich setze immer einen
ziemlich engen stoploss, da bin vor grossen Überraschungen sicher (das
wären bei dem deal heute morgen 64,40 gewesen, Verlustrisiko also 45€).
Ein Fehler, den leider viele machen - laufenlassen, erholt sich schon
wieder :-), kann lange dauern, manchmal wird das nie was.
Tja, damit bist du ein (natürlich kleines) klassisches Beispiel einer
Zecke Mücke eines Blutegels, der durch die Arbeit anderer fett wird.
Nicht dass ich dir dein Können bzw. den Erfolg nicht gönne, du hast die
Regeln ja nicht geschrieben, diese müssten geändert werden, damit
solcher Firlefanz, mit dem du Geld "verdienst", nicht mehr möglich ist.
Deshalb auch bitte die Parasitenbezeichnungen nicht persönlich nehmen,
denn so sind sie nicht gemeint.
ach, keine Sorge, nehme ich nicht persönlich :-)
Willst du den Aktienhandel und damit die Aktiengesellschaften an sich
abschaffen? Oder per Gesetz festlegen, dass man Aktien überhaupt erst
nach sagen wir mal 1 Jahr wieder verkaufen darfst? Was de facto Punkt1
gleichkäme...
Dafür Staatskredite für jede Firma, die für neue Projekte Geld braucht?
Ich mach das schon längere Zeit so, durchaus mit ziemlich viel Erfolg.
Alle meine Bekannten, die auf "sicheren" Fonds sitzen, sehen im Moment
eine ziemlich traurige Zahl in ihrem Depot (so -55 oder 60% Verlust).
Als ich angefangen habe damit (2001), empfahl die (Deutsche) Bank mir,
auf jeden Fall Fonds, da dort die "besten Fachleute" die Sache managen.
Gemacht habe ich das nicht - einerseits, weil sie einen
"Ausgabeaufschlag" (um die 2%) verlangen und auch noch jährliche
"Verwaltungskosten" in ähnlicher Höhe.
Und dann: bescheiden bleiben, 3-4% an einem Tag sind mehr als reichlich,
nicht hoffen, dass es innerhalb kürzester Zeit auch 10, 20 oder 50% sein
könnten. Kann passieren, meist geht es aber schief.
Nicht zum Zocker werden, der jeden Tag sein ganzes Geld "im Rennen"
haben will, kucken, bei Gelegenheiten zuschlagen, viel Bauchgefühl
dabei.
"Tja, damit bist du ein (natürlich kleines) klassisches Beispiel einer
Zecke Mücke eines Blutegels, der durch die Arbeit anderer fett wird.
Nicht dass ich dir dein Können bzw. den Erfolg nicht gönne, du hast die
Regeln ja nicht geschrieben, diese müssten geändert werden, damit
solcher Firlefanz, mit dem du Geld "verdienst", nicht mehr möglich ist.
Deshalb auch bitte die Parasitenbezeichnungen nicht persönlich nehmen,
denn so sind sie nicht gemeint."
Grundsaetzlich falsche Annahme. Du wirst nicht fett durch die Arbeit,
sondern durch die Dummheit anderer. Durch Arbeit bleibt man schlank und
es wird sowieso keiner gezwungen beim Aktienhandel mitzumachen. Die
meissten verlieren durch daytrading langfristig und es gehoert schon
einiges an Erfahrung und Bauchgefuehl dazu, Gewinne zu machen. Somit ist
dies auch einfach nur eine Arbeit wie andere auch. Genauso wie sich
einige wenige Leute mit Pferdewetten oder Pokerspielen durchs Leben
schlagen.
wir könnten hier ja mal einen kleinen Wettbewerb aufmachen....
Ich würde niemals versuchen, damit meinen Lebensunterhalt zu bestreiten
oder auch nur einen nennenswerten Anteil daran. Es ist ein nettes Zubrot
für Extrawünsche :-). So habe ich es bis jetzt immer gehalten, und so
wird es auch bleiben.
> https://www.ing-diba.de/main/ks/sicherheit/einlage...
"Zusätzlich ist die ING-DiBa AG dem Einlagensicherungsfonds des
Bundesverbandes deutscher Banken e. V. angeschlossen. Pro Kunde der
ING-DiBa sind über diesen Fonds derzeit 1,23 Milliarden Euro Einlagen
abgesichert."
Das Volumen des Einlagensicherungsfonds beträgt etwa 4,6 Mrd. Euro. Die
obige Pro-Kunden-Zahl ist also ein rein theoretischer Wert, der
überhaupt nichts mit der Realität zu tun hat. Ich finde es total
bescheuert, ohne Erläuterung diesen Wert zu nennen. Jeder, der rechnen
kann, durchschaut sofort, dass obige Information der ING-DiBa totale
Verarsche ist. Ich werde bei einer solchen Aussage erst recht
misstrauisch.
Wenn nur die ING-DiBa pleite gehen würden, dann stünden von den 4.6 Mrd.
aus dem Einlagensicherungsfond pro Kunde der DiBa (ca. 6 Mio) nur 766
Euro zur Verfügung. Diesen Wert sollte die ING-DiBa besser nennen als
die 1,23 Milliarden pro Kunde. ING-DiBa: Absoluter Scheissladen.
> ING-DiBa: Absoluter Scheissladen.
wieso warst du denn dann dort, wahrscheinlich wegen dem 25€
tankgutschein
> Bin vielleicht zu unkreativ, aber ich würde beides auf ein> Tagesgeld-Konto bei einer Bank (z.B. Commerzbank = 4% p.a.) legen.
ist nix für unseren uwe, haben ja auch staatliche hilfe in anspruch
genommen
@alle, die vielleicht über crazy horse den Kopf schütteln:
Natürlich ist es immer das Geld der anderen, das an der Börse gewonnen
wird. Glaubt denn wirklich jemand den Mist von "ich investiere in
Unternehmen und deren Wertsteigerung"?
Dann sollte man sich auch mit der Dividende zufrieden geben - denn genau
das war der ursprüngliche Sinn von Aktien: man investiert und erhält
dafür einen Teil des Unternehmensgewinnes.
Kostolany beschreibt es schon ganz richtig: "Entscheidend ist immer,
dass mehr Dummköpfe als Papiere an der Börse sind".
Fonds sehe ich auch nicht als ideal an - zumindest nicht über
Jahrzehnte. Ich werde höchstens eine Indexabbildung kaufen und dann
stoploss nachziehen, bis es (mal wieder) kracht.
Es ist halt ein Spielplatz, wo man auch nur mit Spielgeld hingehen
sollte.
Allerdings muss ich zustimmen: es ist "komisch" verdientes Geld -
wirkliche Befriedigung verschafft mir das nicht. Die habe ich, wenn ich
ein lang entwickeltes Produkt dann das erste Mal verkaufen konnte und
der Kunde mir mailt, dass er begeistert ist :-)
Ansonsten: heute Abend ist ja wieder Lotto - für einen Euro spiele ich
immer - für fünf Minuten Nervenkitzel ist das schon ganz günstig :-)
Nicht, dass ich erwarte, jemals zu gewinnen ...
Chris
crazy horse wrote:
> Pecunia non olet....
Das, wo es rauskommt, kann schon ganz gewaltig stinken ...
Siggi wrote:
> Lotto ist eine Steuer, die insbsondere von den unteren sozialen> Schichten gern entrichtet wird.
Das muss man anders sehen: ich hab so für fünf Minuten Spiel, Spaß,
Spannung - und das für einen Euro. Es gibt teurere Amusements :-)
Und gingen nicht 40% an soziale Einrichtungen?
Chris
Kauf hungernden und frierenden obdachlosen Hartz4 Ingenieuren
Lebensmittel und Decken. Davon wird es bald noch viel mehr geben.
Obdachlos, Arbeitslos und Harz4 mag passieren. Aber ein hungernder,
frierender Ingenieur verdient diese Bezeichnung nicht. Er sollte sein
Diplom zurueckgeben.
>Genauso wie sich einige wenige Leute mit Pferdewetten oder Pokerspielen >durchs
Leben schlagen.
Bei beiden Beispielen ist aber auch immer allen Beteiligten klar, dass
hier ein Haufen Geld in einen Topf geworfen wird und dann der Glückliche
das meiste davon bekommt. Bei Aktien ist das aber nicht so. Neben den
parasitären "Anlegern" gibt es auch ehrliche, die wirklich "in
Unternehmen und deren Wertsteigerung" investieren und sich dann wundern,
wo ihr echt verdientes Geld hin ist, wenn die Börsenjongleure mal wieder
einen Crash hinbekommen haben.
Natürlich wird niemand zu dieser Art Investition gezwungen. Aber ich
denke, dass es falsch ist, diesen Handel einfach so laufen zu lassen,
weil die Unehrlichen und (meist) sowieso schon Reichen sich an den
Ehrlichen verköstigen.
> Deswegen sage ich ja auch, dass es schlecht ist
Das liegt im Auge des Betrachters, wenn es für Jeden schlecht wäre, dann
hätte man es bereits geändert. Die Leute, die davon profitieren, finden
es sicherlich nicht schlecht.
> und so nicht geführt werden sollte.
Wer fragt schon die Frösche, wenn er den Teich trockenlegen will??