Wie Geld anlegen

Gast #1075211
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Wie würdet Ihr Geld anlegen unter folgenden Voraussetzungen:

5000 Euro jederzeit verfügbar

2500 Euro für max. 1 Jahr

Bis vor einiger Zeit hatte wir den Gesamtbetrag bei der ING Diba auf 
einem Extrakonto. Wegen der Staatshilfen für die niederländische Mutter 
sind wir dort ausgestiegen.
Gast #1075227
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Entweder alles auf ein Tagesgeldkonto (solange die Zinsen noch relativ 
hoch sind---wird ja nicht ewig so bleiben--siehe Leitzins), oder nur die 
5000 und die 2500 auf ein Festgeldkonto (bringt aber glaube auch nicht 
viel mehr Zinsen ein).

Für höhere Zinsen eventuell einen Immobilienfond ;-)
Gast #1075234
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Hi,

eben kam ein durchaus positiver Bericht im Fernsehn über eine 
Internetbörse wo man private Kredite geben kann. Sehr interessant fand 
ich, dass es auch ein "System" gibt, wie mein Kredit abgesichert ist.

Könnte ggfs. interessant sein - werde ich mir mal ansehen.

Gruß

Andreas
Gast #1075350
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Kauf Bundesschatzbriefe, der Bund iss aufgrund der ständig steigendeden 
Neuverschuldung sowiso bald pleite und muss den Konkursverwalter 
bestellen, da weißt Du hinterher wenigstens, dass Du ein gutes Werk 
getan hast.

Oder lass Dich von einem spielsüchtigen Investmentbänker beraten, dann 
ist es hinterher wenigstens auch weg.

Richtig geschützt ist es vermutlich nur als ganz normale Spareinlage bei 
einer ortsansässigen kleinen Bank. Da gibt's zwar nicht allzuviele 
Zinsen, aber auch weniger Spekulanten, die Dein Geld auf der (globalen) 
Spielbank vermehren wollen.

~
Gast #1075756
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> Kopfkissen !!!
>
> Scheiß auf alle Banker!

Und dann kommt die nächste Währungsumstellung, dann wird möglicherweise 
alles das, was nicht seit längerer Zeit auf Konten liegt, zum 
Schwarzgeld erklärt. Ich trau' denen nicht mehr über den Weg, alles 
Lumpen und Verbrecher (und welche die es werden wollen)... ;-(

~
Gast #1076152
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Kurzfristig: Tagesgeld, mittelfristig: Festgeldanlage. Am einfachsten 
beides bei der selben Bank. Und wenn du nicht ständig wechseln willst, 
schau nicht nur auf Lockangebote. Mercedes Benz Bank ist z.B. gut.

"Kreativere" Geldanlagen sind m.E. Spielerei. Über Finanzkrisen 
gemittelt kommt bei Aktienfonds unterm Strich ein Minus raus. Die oben 
erwähnten Smava Privatkredite halte ich für mehr als Zweifelhaft, durch 
das Absicherungssystem geht die Rendite gegen Null.
Gast #1076235
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Das Risiko bei Smava ist sehr gering, weil der Grundbetrag komplett 
abgesichert ist. Im schlimmsten Fall sind also die Zinsen weg. Das macht 
die ganze Sache aber sinnlos, weil jeder die Ausfälle anderer Kredite 
mitbezahlen muss und dadurch die Rendite auch im Erfolgsfall sehr gering 
ist. Über manche Anleger kann man nur mit dem Kopf schütteln, da werden 
z.B. Kredite mit 2.5% Rendite über 36 Monate vergeben.
Gast #1077074
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Genau solche beschissenen Mechanismen sind doch Schuld an den großen 
finanziellen Problemen.

4,3% sagst du.
Wo kommen denn die 125€ her? Inwieweit wurden wirkliche Werte durch 
deine Handelei geschaffen? Das ist doch alles lächerlich.
Gast #1077152
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das Geld haben andere gierige Menschen vorher reingeschossen...:-), ich 
habe doch nicht behauptet, dass ich damit Werte schaffe, ist nur ne 
Umverteilung.
Und ab und zu bekommt jemand Angst und verkauft, egal, welcher Kurs 
gerade ansteht.
Ich pfeif auf Analystenkommentare und mach nur daytrading-Sachen. Wenn 
eine an sich gesunde Firma an einem Tag plötzlich 5% oder mehr verliert, 
kommt mit ziemlicher Sicherheit am nächsten Tag eine Gegenreaktion, die 
man ausnutzen kann. Klappt nicht immer, aber ich setze immer einen 
ziemlich engen stoploss, da bin vor grossen Überraschungen sicher (das 
wären bei dem deal heute morgen 64,40 gewesen, Verlustrisiko also 45€).
Ein Fehler, den leider viele machen - laufenlassen, erholt sich schon 
wieder :-), kann lange dauern, manchmal wird das nie was.
Gast #1077163
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Tja, damit bist du ein (natürlich kleines) klassisches Beispiel einer 
Zecke  Mücke  eines Blutegels, der durch die Arbeit anderer fett wird. 
Nicht dass ich dir dein Können bzw. den Erfolg nicht gönne, du hast die 
Regeln ja nicht geschrieben, diese müssten geändert werden, damit 
solcher Firlefanz, mit dem du Geld "verdienst", nicht mehr möglich ist. 
Deshalb auch bitte die Parasitenbezeichnungen nicht persönlich nehmen, 
denn so sind sie nicht gemeint.
Gast #1077185
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ach, keine Sorge, nehme ich nicht persönlich :-)
Willst du den Aktienhandel und damit die Aktiengesellschaften an sich 
abschaffen? Oder per Gesetz festlegen, dass man Aktien überhaupt erst 
nach sagen wir mal 1 Jahr wieder verkaufen darfst? Was de facto Punkt1 
gleichkäme...
Dafür Staatskredite für jede Firma, die für neue Projekte Geld braucht?

Ich mach das schon längere Zeit so, durchaus mit ziemlich viel Erfolg. 
Alle meine Bekannten, die auf "sicheren" Fonds sitzen, sehen im Moment 
eine ziemlich traurige Zahl in ihrem Depot (so -55 oder 60% Verlust).
Als ich angefangen habe damit (2001), empfahl die (Deutsche) Bank  mir, 
auf jeden Fall Fonds, da dort die "besten Fachleute" die Sache managen. 
Gemacht habe ich das nicht - einerseits, weil sie einen 
"Ausgabeaufschlag" (um die 2%) verlangen und auch noch jährliche 
"Verwaltungskosten" in ähnlicher Höhe.
Und dann: bescheiden bleiben, 3-4% an einem Tag sind mehr als reichlich, 
nicht hoffen, dass es innerhalb kürzester Zeit auch 10, 20 oder 50% sein 
könnten. Kann passieren, meist geht es aber schief.
Nicht zum Zocker werden, der jeden Tag sein ganzes Geld "im Rennen" 
haben will, kucken, bei Gelegenheiten zuschlagen, viel Bauchgefühl 
dabei.
Gast #1077277
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"Tja, damit bist du ein (natürlich kleines) klassisches Beispiel einer
Zecke  Mücke  eines Blutegels, der durch die Arbeit anderer fett wird.
Nicht dass ich dir dein Können bzw. den Erfolg nicht gönne, du hast die
Regeln ja nicht geschrieben, diese müssten geändert werden, damit
solcher Firlefanz, mit dem du Geld "verdienst", nicht mehr möglich ist.
Deshalb auch bitte die Parasitenbezeichnungen nicht persönlich nehmen,
denn so sind sie nicht gemeint."

Grundsaetzlich falsche Annahme. Du wirst nicht fett durch die Arbeit, 
sondern durch die Dummheit anderer. Durch Arbeit bleibt man schlank und 
es wird sowieso keiner gezwungen beim Aktienhandel mitzumachen. Die 
meissten verlieren durch daytrading langfristig und es gehoert schon 
einiges an Erfahrung und Bauchgefuehl dazu, Gewinne zu machen. Somit ist 
dies auch einfach nur eine Arbeit wie andere auch. Genauso wie sich 
einige wenige Leute mit Pferdewetten oder Pokerspielen durchs Leben 
schlagen.
Gast #1077303
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wir könnten hier ja mal einen kleinen Wettbewerb aufmachen....

Ich würde niemals versuchen, damit meinen Lebensunterhalt zu bestreiten 
oder auch nur einen nennenswerten Anteil daran. Es ist ein nettes Zubrot 
für Extrawünsche :-). So habe ich es bis jetzt immer gehalten, und so 
wird es auch bleiben.
Gast #1077509
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> https://www.ing-diba.de/main/ks/sicherheit/einlage...

"Zusätzlich ist die ING-DiBa AG dem Einlagensicherungsfonds des 
Bundesverbandes deutscher Banken e. V. angeschlossen. Pro Kunde der 
ING-DiBa sind über diesen Fonds derzeit 1,23 Milliarden Euro Einlagen 
abgesichert."

Das Volumen des Einlagensicherungsfonds beträgt etwa 4,6 Mrd. Euro. Die 
obige Pro-Kunden-Zahl ist also ein rein theoretischer Wert, der 
überhaupt nichts mit der Realität zu tun hat. Ich finde es total 
bescheuert, ohne Erläuterung diesen Wert zu nennen. Jeder, der rechnen 
kann, durchschaut sofort, dass obige Information der ING-DiBa totale 
Verarsche ist. Ich werde bei einer solchen Aussage erst recht 
misstrauisch.

Wenn nur die ING-DiBa pleite gehen würden, dann stünden von den 4.6 Mrd. 
aus dem Einlagensicherungsfond pro Kunde der DiBa (ca. 6 Mio) nur 766 
Euro zur Verfügung. Diesen Wert sollte die ING-DiBa besser nennen als 
die 1,23 Milliarden pro Kunde. ING-DiBa: Absoluter Scheissladen.
Gast #1077547
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> ING-DiBa: Absoluter Scheissladen.

wieso warst du denn dann dort, wahrscheinlich wegen dem 25€ 
tankgutschein


> Bin vielleicht zu unkreativ, aber ich würde beides auf ein
> Tagesgeld-Konto bei einer Bank (z.B. Commerzbank = 4% p.a.) legen.

ist nix für unseren uwe, haben ja auch staatliche hilfe in anspruch 
genommen
Moderator Persönliche Seite #1077695
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@alle, die vielleicht über crazy horse den Kopf schütteln:

Natürlich ist es immer das Geld der anderen, das an der Börse gewonnen 
wird. Glaubt denn wirklich jemand den Mist von "ich investiere in 
Unternehmen und deren Wertsteigerung"?
Dann sollte man sich auch mit der Dividende zufrieden geben - denn genau 
das war der ursprüngliche Sinn von Aktien: man investiert und erhält 
dafür einen Teil des Unternehmensgewinnes.
Kostolany beschreibt es schon ganz richtig: "Entscheidend ist immer, 
dass mehr Dummköpfe als Papiere an der Börse sind".

Fonds sehe ich auch nicht als ideal an - zumindest nicht über 
Jahrzehnte. Ich werde höchstens eine Indexabbildung kaufen und dann 
stoploss nachziehen, bis es (mal wieder) kracht.

Es ist halt ein Spielplatz, wo man auch nur mit Spielgeld hingehen 
sollte.

Allerdings muss ich zustimmen: es ist "komisch" verdientes Geld - 
wirkliche Befriedigung verschafft mir das nicht. Die habe ich, wenn ich 
ein lang entwickeltes Produkt dann das erste Mal verkaufen konnte und 
der Kunde mir mailt, dass er begeistert ist :-)

Ansonsten: heute Abend ist ja wieder Lotto - für einen Euro spiele ich 
immer - für fünf Minuten Nervenkitzel ist das schon ganz günstig :-)
Nicht, dass ich erwarte, jemals zu gewinnen ...

Chris
Moderator Persönliche Seite #1077765
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crazy horse wrote:
> Pecunia non olet....

Das, wo es rauskommt, kann schon ganz gewaltig stinken ...

Siggi wrote:
> Lotto ist eine Steuer, die insbsondere von den unteren sozialen
> Schichten gern entrichtet wird.

Das muss man anders sehen: ich hab so für fünf Minuten Spiel, Spaß, 
Spannung - und das für einen Euro. Es gibt teurere Amusements :-)

Und gingen nicht 40% an soziale Einrichtungen?

Chris
Gast #1078084
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Kauf hungernden und frierenden obdachlosen Hartz4 Ingenieuren
Lebensmittel und Decken. Davon wird es bald noch viel mehr geben.

Obdachlos, Arbeitslos und Harz4 mag passieren. Aber ein hungernder, 
frierender Ingenieur verdient diese Bezeichnung nicht. Er sollte sein 
Diplom zurueckgeben.
Gast #1079384
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>Genauso wie sich einige wenige Leute mit Pferdewetten oder Pokerspielen >durchs 
Leben schlagen.

Bei beiden Beispielen ist aber auch immer allen Beteiligten klar, dass 
hier ein Haufen Geld in einen Topf geworfen wird und dann der Glückliche 
das meiste davon bekommt. Bei Aktien ist das aber nicht so. Neben den 
parasitären "Anlegern" gibt es auch ehrliche, die wirklich "in
Unternehmen und deren Wertsteigerung" investieren und sich dann wundern, 
wo ihr echt verdientes Geld hin ist, wenn die Börsenjongleure mal wieder 
einen Crash hinbekommen haben.
Natürlich wird niemand zu dieser Art Investition gezwungen. Aber ich 
denke, dass es falsch ist, diesen Handel einfach so laufen zu lassen, 
weil die Unehrlichen und (meist) sowieso schon Reichen sich an den 
Ehrlichen verköstigen.
Gast #1079468
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> Deswegen sage ich ja auch, dass es schlecht ist

Das liegt im Auge des Betrachters, wenn es für Jeden schlecht wäre, dann 
hätte man es bereits geändert. Die Leute, die davon profitieren, finden 
es sicherlich nicht schlecht.

> und so nicht geführt werden sollte.

Wer fragt schon die Frösche, wenn er den Teich trockenlegen will??

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