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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Welcher StepUp Wandler?


Autor: Michael (Gast)
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Hallo ihr,

ich möchte mir gerne eine Nixie-Uhr bauen und habe dazu entsprechende 
Schaltungen gefunden. Da die Nixie Röhren zum Betrieb etwa 180 Volt 
brauchen benötigt man auch einen StepUp Wandler um die Spannung zu 
erzeugen.
Bei den Plänen wird der StepUp einmal mit einem NE555 Baustein 
realisiert (http://www.nixieuhren.de/downloads/108b6.pdf) und einmal mit 
einem MC34063 
(http://www.jogis-roehrenbude.de/Leserbriefe/Nixie-...).

Die Frage ist jetzt: Wo ist der Unterschied zwischen den beiden 
Schaltungen? Und welche würdet ihr einem Anfänger wie mir empfehlen?

Und wie würdet ihr die Bereiche bei denen die hohe Spannung anliegt 
sichern? Also beispielsweise Heißkleber über die entsprechenden 
Leiterbahnen oder sowas.

Grüße und Danke für hilfreiche Beiträge

Michael

Autor: Michael H* (Gast)
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Michael wrote:
> Die Frage ist jetzt: Wo ist der Unterschied zwischen den beiden
> Schaltungen? Und welche würdet ihr einem Anfänger wie mir empfehlen?
ne555: du hast keine regelung der ausgangsspannung. deine spannung wird 
proportional verstärkt mit der eingangsspannung mitschwanken.
mc34063: ein echter schaltREGLER, der via feedback die erzeugte spannung 
konstant hält.
für weiteres: http://www.sprut.de/electronic/switch/schalt.html

ganz ehrlich würd ich einem anfänger keine schaltung nahe legen, die 
letale spannungen erzeugt.
willst du nicht vllt erst mal was mit 7 segment bauen? verstehst du denn 
den rest der schaltung/software? eine uhr ist ja zum teil auch nicht 
ohne...
wenn du sie wirklich bauen willst, immer brav absichern und aufpassen. 
denn wenn du einen fehler machst, kanns hier schnell ernst werden.
ansonsten wäre der echte schaltregler meine wahl, ganz einfach deswegen, 
weil fehlerquellen ausgeschlossen werden.

> Und wie würdet ihr die Bereiche bei denen die hohe Spannung anliegt
> sichern? Also beispielsweise Heißkleber über die entsprechenden
> Leiterbahnen oder sowas.
bei heißkleber kommts auf die marke an.. würd ich nicht empfehlen.
ich würd viel abstand lassen (für weitere angaben bitte suchfunktion, 
das thema gabs hier mehr als oft genug) und wenn du fertig bist, das 
ganze mit plastik-spray oder vergussmasse isolieren, damit nichts 
verdreckt.

Autor: Michael (Gast)
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Danke holli,

demnach wäre der mc34063 sicher die bessere Wahl.
Den Rest von der Schaltung habe ich schon verstanden (ich würde mal 
behaupten das is ja auch nich so schwer) und mit Software sollte ich 
berufsbedingt kein Problem haben ;)
Aufpassen werd ich sowieso. Mir ist nicht ganz klar was du mit absichern 
meinst. Eine Sicherung ist in der Schaltung auch vorgesehen. Allerding 
bin ich da noch nicht sicher welche Werte die haben sollte.

Das Plastik-Spray klingt nach einer guten Idee und ich werd auch mal im 
Forum rumsuchen ob ich besagte Threads finde.

Autor: Michael H* (Gast)
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Michael wrote:
> Danke holli,
gern geschehn! aber haftung übernehm ich keine ^^

> Aufpassen werd ich sowieso. Mir ist nicht ganz klar was du mit absichern
primär mein ich damit eine sicherung an der schaltung selbst. zum testen 
ein 20er pack knapp dimensionierte flinke typen. ein FI-schalter in der 
nähe kann auch nicht schaden.

> Das Plastik-Spray klingt nach einer guten Idee und ich werd auch mal im
> Forum rumsuchen ob ich besagte Threads finde.
da meinte ich eher die leiterbahnabstände. zu plastik70 hab ich eine 
durchschlagfestigkeit von 20kV/mm im kopf. die größenordnung sollt auf 
alle fälle stimmen.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

da die Nixieröhren nur geringe Ströme brauchen sollte man auch kein 
Netzteil ranhängen, das kräftiger als nötig ist. Das reduziert das 
Gefahrenpotenzial merklich. Die Stbilität der Spannung ist weniger 
wichtig, Die Stromänderung zwischen den einzelnen Ziffern ist nicht so 
erheblich.

Problematischer sind da meist 2 andere Sachen: Geräte- und 
Werkzeugweitwurf, wenn man doch mal den Finger an die Anodenspannung 
legt und die interessanten Effekte, wenn die Anodenspannung sich mit der 
Logikschaltung trifft...

Nixie-Uhr, Zähldekaden und Stellentreiber Stunden/Minuten/Sekunden 
diskret mit Transistoren auf einzelnen Leiterplatten, Steckverbinder an 
einem Ende.

Ein abfallender Draht traf einen Logikanschluß. Die Transistoren 
verließen fluchtartig ihre Beine...

So schnell habe ich noch nie einen Netzstecker gezogen. Auf der 
Stundenplatine waren dann 12 Transistoren der Zählkette und ein Teil der 
Anzeigetreiber (SS202 wer sich noch erinnert...) zu wechseln, außerdem 
einige Dioden der Logikrückführung.
Der Rest hat überlebt.

Leider habe ich diese Uhr nicht mehr, war eben ein übliches 
Bastelprojekt, das später durch moderneres (7-Segment, TTL-Zähler) 
ersetzt wurde.
Naja, eine Handvoll Z560M liegen hier schon wieder. :-)

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Michael (Gast)
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Plastik 70 von CRC Industries
Die Durchschlagsfestigkeit liegt bei ca. 110 kV/mm.

Knapp daneben ;) Aber sollte wohl reichen denk ich mal.

Danke nochmal für die Tips.
Ich versuche mich nicht zu grillen beim Aufbau der Schaltung ;)

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

@Michael H*: Vorsicht in Ehren, aber übertreiben kann man es auch.

Wenn Trafos benutzt werden sollen würde ich vermutlich einen kleinen 9V 
Printtrafo nehmen und den mit der 12V-Seite an einen 7,5V Printtrafo 
hängen. Aus den 7,5V die Logikspannung machen und die ca. 160V am 
Ausgang des 9V-Trafos mit Diode und Elko als Anzeigespannung.
190V und ca. 10mA für übliche (12mm) Nixies mit 6-stelliger Anzeige 
passen.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Michael H* (Gast)
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Michael U. wrote:
> Hallo,
>
> @Michael H*: Vorsicht in Ehren, aber übertreiben kann man es auch.
Wo bin ich dir denn zu viel Zimperlieschen? =)

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