Reset on Lan mittels zweiter Netzwerkkarte?

OP #1082512
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Hallo,

ich überlege seit einiger Zeit, wie ich kostengünstig noch zusätzlich 
zum Wake-On-LAN (WOL - funzt super!) ein Reset-On-LAN (ROL) realisieren 
kann. Ein paar Mal ist mir der Remoterechner nämlich hängen geblieben 
und ich musste warten, bis ich wieder zu Hause war, um ihn neu zu 
starten. Eine Peppercon ROL-F-Karte habe ich mir noch günstig (30 EUR) 
aus Restbeständen gekauft, allerdings stellt sich die Realisierung eines 
ROL über WAN (also Internet) als sehr schwierig heraus - auch wegen 
mangelnder Infos zum Thema im Netz. Ich habe deshalb folgende, 
vermutlich einfachere Idee:

Man nehme eine zweite Netzwerkkarte, die noch so einen alten 
WOL-Anschluß zur Verbindung mit dem Mainboard hat. Das ist ein 
3-Pin-Stecker. Die Peppercon ROL-F-Karte hat bspw. so einen g Die Idee 
ist nun, das WOL-Signal von diesem Anschluß auf den Reset-Pin des 
Mainboards zu leiten. Da das WOL-Paket MAC-Adressen-spezifisch ist, kann 
man ein WOL-Paket senden, welches nur von der primären Netzwerkkarte zur 
Einleitung eines WOL interpretiert wird oder man sendet ein anderes 
WOL-Paket, das nur von der zweiten Netzwerkkarte erkannt wird und deren 
WOL-Signal dann zu einem Reset des Rechners führt. Man kann sich also 
ein WOL-Paket für WOL definieren und eines für ROL. Natürlich braucht 
man ein zweites Netzwerkkabel vom Router zum Rechner.

Zu den Details: Wie verbindet man den WOL-Ausgang der Karte mit dem 
Reset-Pin des Mainboards? Die WOL-Spezifikation sieht vor, dass der 
WOL-Ausgang der Netzwerkkarte aus 3 Pins besteht:

+5 V (vom Mainboard)
GND
WOL

An letzterem müssen bei einem WOL-Event mindestens 10ns lang +5V 
anliegen, um ein Wake-Up auszulösen. Da bei den meisten Mainboards der 
Reset-Pin mit dem Reset-Schalter auf GND gezogen wird, kommen wohl zwei 
Möglichkeiten in Frage, die jeweils ein klitzekleines bisschen 
Bastelaufwand erfordern: Entweder man benutzt einen Transistor als 
(Reset-)Schalter (WOL-Signal mit Vorwiderstand an Basis) oder man 
verwendet einen Optokoppler (WOL-Signal und GND als Eingang). Den 
manuellen Reset-Schalter kann man natürlich weiterhin parallel 
betreiben.

Was meint ihr, würde das funktionieren? Ich hoffe nur, dass das 
WOL-Signal der Netzwerkkarte lange genug anliegt, um ein Reset zu 
triggern. Werde das demnächst auch ausprobieren, leider fehlt mir im 
Moment gerade Material und Werkzeug.

Viele Grüße
jon
Gast #1082669
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Es reicht auch vollkommen, die Netzwerkkarte über den WOL-Stecker mit 5V 
zu versorgen. Dann musst du sie garnicht erst ins Mainboard stecken und 
ein hängender Bus kann sie nicht mit ins verderben reissen.
Gast #1082675
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Theoretich reichen die 5V. Jedoch müssen die meisten Netzwerkkarten so 
eingestellt werden, dass sie die WOL Packete empfangen/dann das Signal 
weitergeben.
(z.B unter Linux mit ethtool wol g)

Also doch besser in den Rechner stecken und nicht danebenlegen.
Sollte aber funktionieren.

Wecker
Gast #1082847
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Noch einfacher: Moderne Netzwerkkarten beutzen das 'wake#' Signal zur 
WoL Signalisierung. Low-Aktiv so wie der PCI-Reset. Einfach am PCI-Kamm 
der zweiten Karte den Reset freilegen und mit WAKE# verbinden. Wake# der 
zweiten Karte stillegen.
#1082880
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falls das nicht geht, gibt es noch eine möglichkeit ohne 
Netzwerkkarte...
lass den Rechner einfach in einem bestimmten Intervall etwas machen, 
z.B. etwas über die serielle Schnittstelle senden oder derartiges...

dann hast du einen Mikrocontroller, der mit dem Reset verbunden ist, und 
wenn der Computer sich aufhängt wird der Controller das Signal nicht 
mehr empfangen und dann den Reset auslösen...
OP #1082896
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Also ein Watchdog. Das ist nicht schlecht und so einer ist auf der 
Peppercon-Karte auch drauf. Aber ich befürchte, dass es auch Situationen 
gibt, in denen der Watchdog nicht anspringt und trotzdem kein 
Remotezugriff möglich ist. Bspw. wenn XP beim Herunterfahren an 
irgendeinem Prozess hängen bleibt, den es nicht automatisch schließt und 
trotzdem keine Remotesitzung mehr aufgebaut werden kann.
Gast #1083280
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Am Board also nur den Reset-Knopf ansteuern hilft meiner Meinung nach 
nur in glücklichen Fällen, aber nicht immer.

In 50% der leichten Fälle könntE der Reboot zu bestimmter Zeit helfen
oder z.B. shutdown -r

Bei den anderen 50% hilft nur 230V TOTAL abschalten, weil erst dann ein 
echter Neustart aller Teile ab Adresse 0 stattfindet.  Besser wäre 
jedoch den Fehler des Hängenbleibens zu suchen! Das spart den Ärger mit 
einem kaputten Filesystem.
Gast #1084208
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Mmmh,

laut "http://de.wikipedia.org/wiki/Peripheral_Component_Interconnect"; 
ist das ein Input-Signal und als Beschreibung ist "Rücksetzen aller 
Systemkomponenten" angegeben?

CU

Argh: Ich seh grad das CLK dort auch als Input angegeben ist und z.B. 
die INTx als Output, die Beschreibung dort ist also wohl aus Sicht einer 
PCI-Karte. Dann hast Du natürlich vollkommen Recht und RST ist hier 
ziemlich nutzlos. Sorry.
Gast #1130960
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Ist zwar schon ein bisschen alt, aber soweit ich weiß gibt es 
Steckdosenleisten mit LAN-Interface. Steckste einfach an deinen Router 
dran, und wenn der PC nicht mehr reagiert dann Strom aus , Strom an.

So kannst du mit deiner Handy-Internetflatrate z.B. auch schon mal den 
Ofen vorwärmen, kurz bevor du dir die Pizza reinschmeißt ;)   nerdy....

obs allerding billige alternativen gibt ? 0_o  :
http://www.leunig.de/_pro/netzwerk/remote_power_switch/eps.htm
Eigentlich ist sowas für fette Rechenzentren und nicht für den 
Ottonormalverb.

PS.:
Außerdem bin ich mir nicht sicher ob bei der wegnahme der Stromzufuhr 
nicht der "Wartemodus" der WOL-Karte unterbrochen wird, also keine 
Minimalspannung auf der Lan-Karte mehr ist, und so keine WOL-Packages 
empfangen werden. Hab das Problem bei mir zu Hause. Wird der PC nicht 
ordnungsgemäß runtergefahren sondern mit dem 
5Sek-auf-Powerknopf-Total-Kill-ShutDown, dann reagiert er nicht mehr auf 
WOL

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