Linse einer klaren LED trüben

Gast #1083436
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Nitroverdünnung? MEK? Aceton?
Von den beiden letzten bin ich ziemlich überzeugt, dass sie das Gehäuse 
angreifen (wenn man es zulange damit behandelt, wird es nicht nur 
angegriffen, sondern aufgelöst...)

Sandstrahlen wäre was mechanisches...
Gast #1083487
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>> Terpentin oder Nitroverdünnung klappt ganz gut bei Kunststoffen.

LED sind mit Epoxidharz verkappt. Aceton geht da schonmal nicht, hab ich 
probiert. Terpentin oder Nitro dürfte auch nicht gehen.

Mechanisch, Sandstrahlen oder Schleifpapier.
Gast #1083555
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Hi,
ich habe ebenfalls eine größere Anzahl 5mm LEDs stumpf mamchen müssen.

Ich habe in ein Stück 10x10mm Kiefernleiste ein 5mm Loch gebohrt und 
dort hinein etwas Naßschleifpapier gesteckt. (So ausgeschnitten, das es 
in etwa drinnklemmt.) Dann von oben etwas angefeuchtet(reingespuckt) und 
auf die bereits verlötete LED aufgesetzt. Mit sanften Drehbewegungen 
kässt sich das Gehäuse prima mattieren, ohne etws an der Form der LED zu 
verändern.

Zuerst habe ich nämlich die komplette Platine kopfüber auf einem Bogen 
400er Naßschleifpapier aufgesetzt und bin mit kreisenden Bewegungen 
übers Papier.
Ende von Lied war, das die LEDs alle ein flaches Dach hatten und die 
Lichtverteilung nun noch schlimmer war, als vorher.
Aber nun mit dem angebohtern Kiefernholz geht das sehr gut.

(Man kann auch etwas Wasser auf 'ne Spritze ziehen und dasmit das 
schleifpapier im Loch befeuchten, muss man nicht reinspucken ;-)) )

Die abgeschliffenen Polycarbonatkörner bilden einen weissen Schlamm, 
nach einigen LEDs klemmt man ein neues Stückchen Schleifpapier ins holz. 
Die spherische Form im Inneren des Lochs ergibt sich mit der Zeit 
automatisch durch die Reste des aufgebrauchten Schleifpapiers und dem 
entstandenen Polycarbonatkitt.

Viel Erfolg!!

Gruß
Axelr.
OP #1083650
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Sven wrote:
> LED sind mit Epoxidharz verkappt. Aceton geht da schonmal nicht, hab ich
> probiert. Terpentin oder Nitro dürfte auch nicht gehen.
>
> Mechanisch, Sandstrahlen oder Schleifpapier.

Hier kann ich Sven leider nur bestätigen weder Aceton noch Terpentin 
haben nach einer Stunde einwirken einen Effekt auf die LED gezeigt.

Sandstrahlen kann ich sie leider nicht.
Heißluft hat leider auch keinen erfolg gebracht :(

LG Chris
Gast #1083914
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Aber Schleifpapier passt sich besser der Rundung der Kuppe an.

Ideal wäre ein Apparat, wie er zum Linsenschleifen benutzt wird. Eine 
kleine Kalotte mit Radius 2,5mm und Schleifkorn. Den Rest macht die 
Maschine...
Gast #1083973
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Hi,
wenns nur zum testen ist schneid ein stück Heiskleber Stab ab und Bohr 
ein loch rein und dann leuchtet alles schön!

ansonsten würde ich auch zu Aceton tendieren hat man meistens daheim 
beziehungsweise Frau/Freundin/Schwester/Mutter da meine ich natürlich 
Nagellackentferner auch wenn draufsteht Aceton frei ist da genügend drin 
damit nam eine LED trübe bekommt dauert dann nur ein wenig länger

mfg
pastscho
Gast #1083997
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> Zeig mir doch mal bitte blau leuchtende LEDs in einem farblosen diffusen
> 5mm Gehäuse. (10ct wären auch ok)

Meine erste blaue LED, damals von Conrad und um die 3 Mark teuer, war 
eine solche ;)

(da kam aber noch kaum Licht raus)
Persönliche Seite #1084025
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Travel Rec. wrote:
> Nagellack ist giftig und stinkt - genau wie das andere chemische Krams,
> was hier so empfohlen wird... dann doch lieber feilen oder schleifen
> oder dremeln.


Nur zur Info und für die Akten:
Für Aceton hat dein Körper ein extra Abbau-Enzym. Solange du das nicht 
überstrapazierst, sollte das also kein Problem werden.
Eventuell eingeatmete Plastikkörnchen überleben deine Lunge locker 
10.000 Jahre...


Dran denken!

Gruß -
A.
Gast #1084068
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@ Travel Rec.


jaja die chemie ...alles giftig...

aber den schleifstaub einatmen is natürlich gesünder;)




ich würde mir auch ieine maschine bauen um die trübung gleichmäßig 
hinzubekommen...
is mit einer feile bestimmt nich 100% möglich
OP #1089233
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Hallo zusammen und frohe Weihnachten.

Ich habe noch folgende Tests gemacht:

LED über Sekundenkleberdämpfe halten --> keine Veränderung
LED mit Sekundenkleber bestreichen --> raue Oberfläche aber leider nicht 
trüb


LED in 25% Essigsäure (Essigessenz)  --> keine Reaktion

Wie ich aus mehren Quellen (die sich aber alle nicht festlegen wollten) 
gehöhrt habe sollen LEDs aus Epoxydharz bestehn. Weis hierzu jemand was 
genaues?

Epoxydharz soll angeblich durch
- hochprozentige Essigsäure (Eisessig)
- konzentrierte Phosphorsäure
- Salpetersäure ( größer 50%)
angelößt werden.
Die "Schädigung" soll laut einem Datenblatt innerhalb von 24 - 72 
Stunden auftreten.

Hat das zufällig schon jemand mal ausprobiert?

LG und ein schönes Fest.

Chris
Gast #1089250
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ich bevorzuge die russische methode.   ;-)

ein stückchen ca. 8mm buchenrundholz   (notfalls bei OBI)

bohre mittig ein 5mm loch hinein

fülle grobe schleifpaste hinein (ich benutze ventilschleifpaste)


stülpe das mit drehenden und pendelnden bewegungen über die led

und schon sieht das ganze schön stumpf aus


die ammis würden wohl mit den led
eine firma aufsuchen und schön sandstrahlen lassen.    ;-)))
#1089261
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Ich empfehle Schleifvlies. Gibts u.A. auch bei Reichelt. Ansonsten: 
Besorgt euch ne Sandstrahlausrüstung! Wäre inzwischen aus meinem 
Hobbybastlerdasein nicht mehr wegzudenken, man kann das Ding 
vielfältiger einsetzen als man denkt. Habe damit schon ettliche Dinge 
gleichmäßig mattiert und gereinigt, auch zur Vorbehandlung vorm 
Lackieren ist das Teil Gold wert.
Gast #1090332
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Habe es jetzt ausprobiert, es geht mit
           Flußsäure!

Hydrofluoric acid 38-40%, technisch.

Haben es sonst für Ätzungen in der Laborglas-Fertigung genommen.
Ich hätte nicht gedacht, daß diese Säure so einen widerstandsfähigen 
Kunststoff cracken kann.
Die LED muß nicht ´mal eingetaucht werden, es reicht aus, (nur) den 
Kunststoffkörper dem Dampf auszusetzen, also dampfdicht abschließen, 
damit die Anschlußdrähte nicht beeinträchtigt werden.
GEFAHRENHINWEISE BEACHTEN!!

Ob man sie heute noch frei zu kaufen bekommt?
Frag mal in der Apotheke nach.
#1090399
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Keine Chance.

Ich würde auch jedem Nichtchemiker davon abraten damit 
rumzuexperimentieren.

Seht mal bei
http://de.wikipedia.org/wiki/Fluorwasserstoffsäure#Sicherheitshinweise
nach

Flusssäure ist ein extrem gefährliches Zeug.
Konzentrierte Salzsäure ist VERGLEICHSWEISE harmlos dagegen.
Fluorwasserstoffsäure fällt für mich in die selbe Kategorie wie Arsen, 
Blausäure und Cyanide. Also auf KEINEN Fall etwas, mit dem man 
ausserhalb eines Laborabzuges arbeiten sollte.

Ich bitte euch daher eingehend die Finger davon zu lassen!!!

cu
Hauke
OP #1090642
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Paul Hamacher wrote:
> Sandstrahlen!

Geht wie gesagt nicht, weil ich so etwas nicht besitze und leider 
niemanden kenn der eins besitzt.


Maurice R. wrote:
> Oder kurz in nen matten Lack tauchen.

Hab ich mir auch schon überlegt und im Bauhaus gesucht, gibts Lacke die 
"milchig" sind?
Ein (seiden-)matter durchsichtiger Lack scheint mir die LED nicht stark 
genug zu trüben.
Falls jemand da ein Foto hat währe ich auch sehr dankbar.


Vom Thema Säuren bin ich etwas weggekommen, einerseits weil von ihnen 
wirklich eine gewisse Gefahr ausgeht und andererseits habe ich um die 
Beinchen Angst ... eine matte LED ohne Anschlüsse ;)
Das einzige, das ich noch ausprobieren werde ist die hochprozentige 
Essigsäure. Im Zweifelsfall kann man die noch zum putzen verdünnt 
verwenden.


LG Chris
#1090792
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In diesem Fall plädiere ich dennoch auf die Anschaffung eines 
Sandstrahlequipments ;-)

Nein, du könntest es wirklich mit seidenmattem Lack versuchen, den musst 
du halt vielschichtig auftragen, zwischendurch immer nen Tag trocknen 
lassen. Nach ner Woche müssten sie richtig schön matt sein.

lg PoWl
Gast #1091082
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bei epoxydharz gehen keine herkömmlichen lösungsmittel....

unser werkstoffe meinte sinngemäß "dieses zeug bekommt man nur durch 
hochprozentige kochende schwefelsäure wieder weg".....


also lieber schleifen;)
#1091918
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ich musste mal ein paar kleine linsen mattieren, geht sicher bei den 
leds auch: pack die leds in eine flasche, füll sie mit sand auf und 
schüttel solange bis sie matt genug sind.ja ist anstrengend :-) 
alternativ geht vieleicht auch auf die waschmaschiene stellen für ein 
paar wochen oder im auto länger rumkugeln lassen :-)
OP #1092825
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Rolf Magnus wrote:
>> alternativ geht vieleicht auch auf die waschmaschiene stellen für ein
>> paar wochen
>
> In der Waschmaschine geht's bestimmt deutlich schneller ;-)

Folgender Versuchsaufbau hat leider keine (nicht mal im Ansatz) 
Ergebnisse gebracht:

- LEDs mit Quarzsand und Steinchen in Glas
- Glas in Salatschleuder (Waschmaschine war mir zu gefährlich, falls das 
Glas / Plastikflasche zu bruch geht)
- 15min kurbeln so dass das Glas mit läuft

=> LEDs sehn aus wie neu :-(



Gregor Fritz wrote:
> Glasfaserpinsel ! (Reichelt.de).

Hast du das schon mit den LEDs probiert?
Hättest du dazu evtl. ein Bild?
Angehängte Dateien:
Gast #1092844
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Der VOrschlag der Flusssäure war sicherlich nur ein Scherz (und zwar 
kein guter). HF ist schon bei Verätzungen von wenigen ml tötlich sofern 
das nicht umgehend behandelt wird. Problem: HF greift das Nervensystem 
an sodass man die Verätzung zunächst gar nicht spürt, d.h. man weiß gar 
nicht, dass man sich verätzt hat. Ich kenne aus meinem Job das Problem. 
Es hatte sich hier mal ein Mitarbeiter verätzt und das erst zwei Tage 
nach der Verätzung gemerkt. Fünf WOchen nach der Verätzung ist er dran 
gestorben. Flächenmäßig war grad mal ein zwei Euro großes Gebiet verätzt 
gewesen (wenn überhaupt) aber die Verätzung wurde zu spät erkannt und 
behandelt. HF lässt meiner Meinung nach sogar noch hochkonzentrierte 
Schwefelsäure alt aussehen und die ist schon nicht grad ohne. Salzsäure, 
hochkonzentriert, ist gegen hochkonzentrierte HF wie Wasser.

Nehmt lieber einen Sandstrahler bevor ihr mit Flusssäure anfangt, LED zu 
trüben.
Gast #3211958
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Ist zwar schon jahrelang her, mit dieser Diskussion, aber wenn jemand 
heute nach einer Lösung sucht, wie ich, kann man in alten 
Forum-Diskussionen immer etwas brauchbares finden.

Hier meine Lösung:

Habe einen herkömmlichen Spülschwamm genommen, die "kratzige Seite" 
abgemacht, etwas zugeschnitten und dann daraus eine Art Wurst gedreht, 
diese mit Isolierband umwickelt, so dass nur die Vorderseite sichtbar 
ist und das Ganze in den Akkuschrauber eingespannt. (sollte also vom 
Durchmesser nicht größer als 10mm sein)

Zu Beginn sollte man eine Mulde vorformen, danach läuft die LED sauber 
in dem Schleifstück. Mit leicht kreisenden Bewegungen und voller 
Drehzahl bekommt man eine gleichmäßig matte LED. Das funktioniert sowohl 
im unverbauten als auch im bereits verlöteten Zustand.

Je nach Handhabung und Abnutzung muss man diese Wurst wieder etwas 
zurechtschneiden, im Akkuschrauber etwas Zentrieren oder ganz erneuern.

Soweit mein Tip. :-)

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