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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Klingelsignal von TK-Anlage auswerten


Autor: Sven Stefan (stepp64) Benutzerseite
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Hallo,

ich habe schon wieder ein Problem, und bin mir nicht sicher, ob es so 
geht.

Ich möchte gerne das Klingelsignal an einem Port meiner TK-Anlage mit 
einem µC auswerten. Erste Tests haben ergeben, dass man mit dem 
Schaltungsteil (siehe Anhang) am Eingang des OK beim Klingeln ein Signal 
erhält (zumindest leuchtet eine LED, wenn man dieses statt des OK 
anschließt). Ich möchte nun gerne am Ausgang des OK die 25Hz 
wegbekommen, so dass am Eingang des µC ein sauberes Low-Signal anliegt, 
solange von der TK-Anlage das Klingelsignal kommt. Kann das so mit dem R 
und dem C funktionieren oder sollte ich besser andere Werte für C 
nehmen. Oder würdet ihr einen IC hinter den OK schalten, der die Impulse 
auf sagen wir mal 0,1s verlängert? Welchen IC müsste ich da nehmen?

Danke schon mal für eure Hilfe.

Sven

Autor: Sven Stefan (stepp64) Benutzerseite
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Ich hab mich nun doch entschieden, das Signal mit einem retriggerbaren 
Monoflop sauber aufzubereiten. Mit den eingetragenen Werten, sollte die 
Impulsdauer am Ausgang 0,11s lang sein, nachdem am Eingang kein Signal 
mehr anliegt.

Kann mir das jemand bestätigen, ob die Schaltung so funktionieren 
könnte?

Sven

Autor: Gast (Gast)
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Bau es auf Lochraster auf! Geht schneller als hier auf Antwort warten.

Autor: Hubert G. (hubertg)
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Mir ist nicht klar warum du diesen Aufwand treibst, wenn ohnehin ein µC 
nachfolgt. Es sollte doch kein Problem sein einen Ruf zu detektieren.

Autor: Hubert G. (hubertg)
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Wenn du es aber hardwaremässig erschlagen willst, dann mach nach dem 1µ 
Kondensator eine Brückenschaltung und einen kleinen Elko. Dann mal 
messen wieviel Spannung wirklich anliegt und danach den Vorwiderstand 
für die Diode des OK dimensionieren.
Wenn die TK-Anlage 25Hz Rufstrom hat, würde es mich wundern wenn es nur 
24V wären.

Autor: Sven Stefan (stepp64) Benutzerseite
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Hast ja recht. Manchmal mach ich es mir schwerer wie nötig...

Ich werde das Signal in der Software auswerten. Geht ja genauso gut.

Den OK mit und dessen Eingangsbeschaltung lass ich aber so. Ich möchte 
ganz gerne Die TK-Anlage von meiner Schaltung entkoppelt haben.

Die 24 Volt habe ich als Gleichstrom gemessen.

Autor: Hubert G. (hubertg)
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24V Gleichspannung sind schon OK, nur der Rufwechsel ist meist 
wesentlich höher, 48 - 60V manchmal bis 75V. Daher auch mein Hinweis auf 
den Vorwiderstand für den OK.

Autor: stepp64 (Gast)
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Ich hatte das heute mit einem 220nF Kondensator als Vorwiderstand und 
einer gelben LED getestet. Die LED leuchtete nur schwach. Man konnte sie 
aber noch gut erkennen. Gemessen floss da ca. 1mA Strom. Nach der Formel 
Xc=1/ (2*Pi*f*C) und bei 24V/25Hz würde das sogar ungefähr hinkommen. Da 
mir aber 1mA etwas zu wenig erscheinen, habe ich in meiner Schaltung den 
C auf 1µ erhöht. Da müsste dann die LED ordentlich hell sein. Allerdings 
habe ich derzeit keinen solchen C hier herumliegen. Werde das morgen mal 
mit dem CNY probieren. Mal sehen ob das geht...

Sven

Autor: marsufant (Gast)
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Nun, Du hast ja nach dem Optokoppler einen 10K LAstwiderstand an 5V. 
Also maximal 0.5 mA Lststrom.
Das kommt dann bei dem Koppelfaktor von 30 bis 70% bei Optokopplern 
knapp hin bei 1 mA an der Led.

Bau es halt auf, und da Du wohl eher Rufwechselspannung
 48 - 60V manchmal bis 75V (hubert sagt da ganz richtig) hast, solte das 
für Deine Schaltung gut reichen.


hth,
Andrew

Autor: Sven Stefan (stepp64) Benutzerseite
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Hallo,

wollt mich nur kurz bedanken und die Ergebnisse mitteilen:

So wie im Anhang funktioniert es bei mir (TK-Anlage: Courier Scout 
1-1-8) am analogen Ausgang. Eventuell sucht ja jemand anderes eine 
ähnliche Lösung.

Gruß
Sven

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Hi Sven,
Du solltest besser noch einen 220 Ohm Widerstand/ .125W in Serie mit dem 
220nF Kondensator setzen.
So reduzierst Du die Belastung der LED bei kurzfristigen Stromspitzen.
Die Lebensdauer wird dadurch eher länger als kürzer ,-)



bye,
Andrew

Autor: Sven Stefan (stepp64) Benutzerseite
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Rein rechnerisch sind die 220nF aber schon ca. 28kOhm Vorwiderstand. 
Macht es wirklich Sinn, noch einen Ohmschen Widerstand da davor zu 
schalten. Oder ist hier der Anfangsstrom gemeint, wenn der Kondensator 
noch leer ist? Ich meine das jetzt wirklich ernst. Würde das die 
Lebensdauer des OK wirklich verlängern oder wäre das nur ein 
"Angstwiderstand".

Ach und Nein: Ich habe kein Problem da noch ein R davor zu schalten und 
es ist mir auch nicht zu teuer, ich würde halt nur gerne wissen, ob es 
wirklich notwendig ist (halt mehr so auf der philosophischen Ebene ;-) 
Trozdem Danke für den Hinweis, werde es bei der Endgültigen Schaltung 
dann sicher mit berücksichtigen.

Sven

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Sven Stefan wrote:
> Rein rechnerisch sind die 220nF aber schon ca. 28kOhm Vorwiderstand.

bei 25Hz AC.

> Macht es wirklich Sinn, noch einen Ohmschen Widerstand da davor zu
> schalten.

Ja.
>  Oder ist hier der Anfangsstrom gemeint, wenn der Kondensator
> noch leer ist?

Ja, das ist genau so ein Fall.

> Ich meine das jetzt wirklich ernst. Würde das die
> Lebensdauer des OK wirklich verlängern oder wäre das nur ein
> "Angstwiderstand".

Ich mein das auch ernst. Ich reparier seit mehreren Jahrzehnten und 
genau solche Fehler beseitige ich. Denn genügend Entwickler lassen 
diesen Widerstand weg (weill es nicht bedacht wurde bzw. weil es etwas 
Geld kostet).



>
> Ach und Nein: Ich habe kein Problem da noch ein R davor zu schalten und
> es ist mir auch nicht zu teuer, ich würde halt nur gerne wissen, ob es
> wirklich notwendig ist (halt mehr so auf der philosophischen Ebene ;-)


Nun, wie Du siehst hat es ganz "geerdete" technische Hintergründe.
Was aber nicht heißen soll das etwas Philosophie in der E-technik völlig 
fehle ist. Im Gegenteil.

> Trozdem Danke für den Hinweis, werde es bei der Endgültigen Schaltung
> dann sicher mit berücksichtigen.
>

Andrew

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