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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Reihenschaltung Trafo -> 0 V


Autor: rofl (Gast)
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Habe hier einen kleinen Printtrafo mit 230V auf 2x 15V.

Die Schaltung ist jetzt so aufgebaut, dass die 2 15V Ausgänge in Reihe 
geschaltet sind. Einzeln messe ich an beiden Spulen im Leerlauf 20V, 
aber sobald die in Reihe sind, ist die Spannung 0V. Umdrehen der 
Anschlüsse an einer Spule brachte keine Änderung.

Eigentlich sollte, doch da irgendwann mal 30V (Last, Leerlauf höher) 
rauskommen!? Das ganze geht auf einen Gleichrichter, Kondensator, usw... 
Leider liegen da immer nur die 0V an. Als würden sich die Ströme 
aufheben, dann müsste aber das Umpolen einer Spule das Problem 
beseitigen.

Dürfte sicher nur ein kleiner Fehler sein, aber ich finde ihn gerade 
nicht :-(

Autor: Johannes Slotta (johanness)
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Das mit dem "Anschlüsse einer Spule tauschen brachte nix" stimmt mich 
sehr nachdenklich. Das hätte ich als Fehler am ehesten vermutet.

Das einzige, was ich mir noch vorstellen kann: Sind die Spulen 
voneinander isoliert?

Autor: rofl (Gast)
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Außer über die Verbindungsleitungen normal ja. Ich habe ihn zumindest 
nicht geöffnet und nachgeschaut.

Drauf steht:
Prim: 230V~ 50/60Hz
Sek 1: 6-7 15V~ 166mA
Sek 2: 9-10 15V~ 166mA
5VA 2x [Sicherungssymbol] 160mAtr

Ich schau jetzt aber nochmal mit der Lupe nach. Vielleicht habe ich 
irgendeine winzige Lötbrücke gemacht und nicht bemerkt.

Autor: Olli R. (xenusion)
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rofl wrote:

> Dürfte sicher nur ein kleiner Fehler sein, aber ich finde ihn gerade
> nicht :-(

Spannung 0V bedeutet Kurzschluss.

Olli

Autor: Jens (Gast)
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Oder du hast den wicklungssinn nicht beachtet -> ausgleich der beiden 
V-zahlen

Autor: Peter Diener (Gast)
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Hallo,

wenn im Leerlauf 20 V an beiden Spulen messbar sind, bei Reihenschaltung 
aber nichts - auch nicht, wenn testweise EINE Sekundärwicklung umgepolt 
worden ist, kann ich zwei Ursachen vermuten. Die erhöhte 
Ausgangsspannung kann einen Kurzschluss in der Last verursacht haben. 
Die Messung dann mit neuen Sicherungen ohne Last wiederholen.
Oder der Trafo hat tatsächlich einen sekundärseitigen Wicklungsschluss, 
dazu den UNBESCHALTETEN Trafo im Ohmbereich zwischen Klemme 6 und Klemme 
9 vermessen. Der Widerstand sollte größer 20 Megaohm sein, dann liegt 
kein Fehler vor.

Peter

Autor: Mensch_Z (Gast)
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Umdrehen der
Anschlüsse an einer Spule brachte keine Änderung.

drehe sie RICHTIG um...was denn sonst ? (Brille wechseln ?)

Autor: Olli R. (xenusion)
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Jens wrote:

> Oder du hast den wicklungssinn nicht beachtet

Auch naheliegend, ja. So koennen sich die Amplituden aufheben und die 
resultierende Spannung ist null.

> V-zahlen

Tipp: Spannungen. Klingt gebildeter.

Olli

Autor: rofl (Gast)
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Hallo nochmal.

1. War tatsächlich ein winziger Kurzschluss.
2. Im Leerlauf erreicht er jetzt knapp 40V.
3. Mit Last fällt er allerdings auf ca. 23V ab. Ist das so richtig oder 
eigentlich ein zu kleiner Wert?
4. Reicht es wenn ich eine Sicherung mit 160mA benutze statt 2? Immerhin 
sind beide Spulen in Reihe geschaltet sind. Da bleibt es insgesamt auf 
den 160mA.

Autor: Olli R. (xenusion)
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rofl wrote:

> 3. Mit Last fällt er allerdings auf ca. 23V ab. Ist das so richtig oder
> eigentlich ein zu kleiner Wert?

Wie gemessen?

> 4. Reicht es wenn ich eine Sicherung mit 160mA benutze statt 2? Immerhin
> sind beide Spulen in Reihe geschaltet sind. Da bleibt es insgesamt auf
> den 160mA.

Offensichtlich ist der Trafo ja kurzschlussfest. Ich wuerde dann nur 
primaer absichern.

Olli

Autor: rofl (Gast)
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Gemessen nach dem Ladekondensator, ganz normal in der Leitung. Zog aber 
auch relativ viel Strom (ca. 300mA) worauf der Trafo ziemlich warm 
wurde. Habe dann gleich abgeschaltet. Die Last wurde jetzt aber 
reduziert. Sollte also dann passen!?

Primär ist schon eine Sicherung drin. Zwar noch relativ groß (625mA), 
aber ich hatte noch keine Zeit eine kleiner zu besorgen. Benutze jeweils 
Feinsicherungen.

Autor: Feuerwehr (Gast)
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Wieviel Strom fliesst denn nun - nach Reduzierung der Last?

Feuerwehr

Autor: rofl (Gast)
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max. 120 mA

Noch bisschen was anderes: Ohne irgendeine Last dran und alles aus, 
messe ich dauernd 73Ω. In beiden Richtungen. Das einzige wie + und - 
verbunden sind, ist über den Kondensator um im Gleichrichter. 
Kurzschluss konnte ich keinen weiteren finden.

Den Gleichrichter schließe ich jetzt mal aus, da er dann höchstens in 
eine Richtung einen Widerstand anzeigen dürfte.
Bleibt noch der Kondensator. Ist das mit den 73Ω da möglich?

Autor: Johannes Slotta (johanness)
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Misst du an den beiden Ausgängen deines Gleichrichters? Welche 
Gleichrichterschaltung verwendest du, Vollbrücke?

An Kondensatoren zeigt mein Billigstmultimeter auch einen Widerstand an, 
der steigt aber langsam, weil sich der Kondensator auflädt.

Der Kondensator sollte auf keinen Fall echte 73Ω haben, da muss was 
falsch sein.

Autor: Gast (Gast)
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Was mir gerade noch eingefallen ist: Könnte es sein, dass der 
Kondensator kaputt ist? Dass er hier also intern einen Kurzschluss 
erzeugt? Durch den oben genannten heißen Trafo wurde er auch sehr heiß, 
was die ja oft nicht vertragen. Wäre dann eine Erklärung. Aber stimmt 
das so?

Autor: Gast (Gast)
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Ich messe mitten in der Schaltung, also weit nach allem Gleichrichten.
Benutz den Gleichrichter: 501174
Danach noch ein Kondensator mit 220µF.

Autor: Johannes Slotta (johanness)
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Der sollte eigentlich nicht heiß werden, zumindest nicht in der 
Schaltung. Man kann Elkos mit Überspannung grillen, wie viel verträgt er 
denn, was hast du draufgegeben?

Autor: Gast (Gast)
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Wurden Conradlinks nicht früher automatisch verlinkt? Komisch. Ist auf 
jeden Fall die Artikelnummer bei Conrad.

Autor: Gast (Gast)
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Siehe oben. Durch einen Kurzschluss wurde er ja am Anfang sehr heiß. Der 
Kondensator sitzt in relativer Nähe und wurde auch extrem heiß. Die 
halten doch meist nur so um die 85°C aus. Da war er sicher dabei :-(

Autor: Johannes Slotta (johanness)
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Das hab ich auch schon bemerkt... B80C800. Den solltest du mit deinem 
Experiment nicht so leicht geschrottet haben.

Autor: Johannes Slotta (johanness)
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Also wurde der Kondensator durch den Trafo geheizt, er heizte nicht 
selber. Hätte mich auch etwas gewundert.

Kannst du nicht mal zu Testzwecken ein Bein des Kondensators auslöten 
und den einzeln messen?

Kondensatoren lassen bei erhöhter Temperatur eigentlich eher an 
Kapazität nach, dass sie leitfähig werden habe ich bisher nur bei 
Überspannung gesehen.

Apropos, was passiert eigentlich, wenn man die verpolt? Bei genug 
Spannung platzen die wohl (machen die Spielkinder im 
Elektronikpraktikum), aber vorher?

Autor: Gast (Gast)
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GEFUNDEN! Ein Potentiometer hat es wohl nicht überlebt. Ich weiß zwar 
nicht warum, aber wenn ich das auf volle Last drehe, geht der Rest :-D

Thx an alle.

Autor: Johannes Slotta (johanness)
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Na dann viel Spaß, vielleicht kannst du deine Bastelei ja heute abend 
dem Weihnachtsmann vorführen :D

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