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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Elektro- & Informationstechnik Master Studium, was mach ich dann damit?


Autor: Paul H. (powl)
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Hi,

ich möchte an der TU Darmstadt übernächstes Jahr Elektro- und 
Informationstechnik studieren. Natürlich wird es vielfältige 
Möglichkeiten geben wie der Beruf dann hinterher aussieht.

Könnt ihr mir typischen Tätigkeiten und Verdienste eines solchen 
Ingenieurs nennen?

Dann noch ein paar Grundlegende Fragen: Ich hab noch keine Vorstellung 
wie das später abläuft. Ist man als Ingenieur ein perfekt ausgebildetes 
Super-Genie das jede Problemstellung ohne weiteres lösen kann? Wenn mein 
Chef zu mir kommt und sagt: bau mir das und das und das.. und das solls 
auch noch können.. Spracherkennung.. Gesichtserkennung.. Triangulation.. 
Eigenes Bus-System entwickeln... usw.. und ich brauche zu lange oder hab 
einfach Schwierigkeiten dabei das umzusetzen weil es über mein Können 
hinaus geht? Oder wird man in der Regel nur mit Problemstellungen 
konfrontiert die für einen auch lösbar sind?

lg PoWl

Autor: Michael (Gast)
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Hallo Paul,

typische Tätigkeiten eines Ingenieurs sind sehr umfangreich, das kommt 
ganz drauf an wo und in welcher Stellung man später arbeitet. Da könnte 
man nun los schreiben und wäre nach zehn Seiten noch nicht mal 
ansatzweise fertig. Meiner einer ist in der Fertigung gelandet wo ich 
dafür sorgen muss, dass die Maschinen auch das tun was sie sollen. Ich 
muss dazu sagen, dass ich in der Halbleiterindustrie arbeite und unserer 
Maschinen das produzieren, das die meisten hier als Bauteile bei sich 
einsetzen. However.
Als Ingenieur ist man auch kein komplett ausgebildetes Supergenie, eher 
am anderen Ende der Kette muss man da schaun. Das liegt u.a. daran, dass 
die Hochschulen dem Stand der Technik um rund zehn bis fünfzehn Jahre 
hinterherhinken. Die Hochschulen liefern einem ein relativ gutes und 
breites Basiswissen. Manch einer sagt, dass man da zuviel Wissen 
mitbekommt und auch ich sehe, dass ich in meiner Arbeit locker 90% des 
Studiums nicht benötige. Problem ist halt, dass man am Anfang des 
Studiums nicht weiß wo man später mal landet. Meine Bachelorarbeit hatte 
nichts mit meiner Masterarbeit am Hut und die Masterarbeit ist sowas von 
weit weg von meinem jetzigen Job. Die Hochschulen versuchen einem mit 
ihrer Ausbildung ein sehr breites Tor in die Arbeitswelt zu eröffnen, 
daher auch das breit gefächerte Wissen.
Das wirkliche Wissen, Know-How sozusagen, kommt i.d.R. erst im Job.

Autor: Andreas S. (camomile)
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Du arbeitest ja in der Regel nicht alleine an einem projekt. Und es wird 
auch kein chef auf die Idee, von dir ne komplett neu entwickelte 
Gesichtserkennung in 1 monat abzuverlangen. Solche Sachen können ja 
recht komplex werden, und da sind auch sicher viele Forschungsgruppen in 
Industrie und Uni, die viele jahre nur mit solchen dingen zu tun haben.

Sicher hängen Unis der Industrie viele Jahre hinterher. Aber man muss 
(oder kann zeitlich nur) die Grundlagen ja erst mal können. Und so 
speziell können unis ja auch nciht werden, sonst wäre der umfang ja viel 
zu gross oder du würdest dich schon auf einen bestimmten beruf 
festnageln. und bei der fülle der mögleichen berufe....

Aber nebenbei betreiben Unis ja noch Forschung und das wird oft noch 
wichtiger angesehen als die lehre. Also Profs an Unis (an Fhs wird zwar 
auch geforscht, aber nicht in diesem Umfang, da steht die lehre eher an 
oberster stelle (meine meinung)) haben Forschungsgruppen, die dann an 
sehr aktuellen Themen arbeiten, oft noch aktueller als es in der 
Industrie vorkommt. Ok, IBM und Intel haben eigene starke 
Foschungsabteilungen, aber eigentlich nur die grossen unternehmen. So 
kommt es auch vor, dass Firmen sich an Unis wenden und dort Dinge in 
Auftrag gegeben werden, diese zu entwickeln, oder etwas in Kooperation 
mit diesen Unternehmen zu machen.

Also nach dem Studium bist du erst mal ein Allrounder, der sich noch im 
Job zum Spezialisten entwickelt. Nach dem Studium bist du das noch lange 
nicht.

Autor: ups.... (Gast)
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Was du studierst ist hauptsächlich Theorie, meist ohne klaren
Bezug zur Praxis. Mit deinem Studium sollst du nur nachvollziehbar
beweisen das du eine rasche Auffassungsgabe und eine empirische
Fähigkeit besitzt eine Problemstellung schnell und zuverlässig
zu lösen. Das dabei später in der Praxis evtl. vieles noch mal
nachgelesen, wieder aufgefrischt oder auch neu dazuerlernt wird
sollte dabei jedem klar sein da die Welt sich ja weiter dreht
und viel Know-How und Erfahrung noch dazu kommt(Auch während
des Studiums und im Berufsleben sowieso). Einziger Unsicherheits-
faktor sind die Mitmenschen die einem die Suppe versalzen können.
(z.B.unfähige Dozenten, missgünstige Kollegen oder Chefs die
irgend ne Macke haben). Das Berufsleben ist leider oft nicht so
wie man es sich vorstellt aber man kann ja seinen Beitrag
dazu leisten. Viel Glück.

Autor: David (Gast)
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Von der Praxis her gesehen, kanst du nach dem studium exakt überhaupt 
nix... Aber du hast (solltest) zumindest gelernt haben, dich in einen 
vernünfgiten tempo in neue themengebite einzuarbeiten, schnell  zu 
lernen, du solltest nach dem studium eine gute auffassungsgabe haben, so 
das du dich in vernünftigem tempo in neue themengebite einarbeiten 
kannst...

Autor: Paul H. (powl)
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Im Grunde genommen soll das Studium also vor allem bewirken, dass ich 
micht danach durch meine gute Auffassungsabge mit einem vernünftigem 
Tempo in neue Themengebiete einarbeiten kann...

Autor: Jens Plappert (Gast)
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Und während des Studiums solltest du dann auch gelernt haben dich nicht 
in einem Satz drei mal zu wiederholen :-P

Autor: falk (Gast)
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naja, mal langsam, er hat ja nch zeit, was zu lernen. als ich in dem 
alter war, war meine rhetirik auch nicht so super.

Autor: Sachich Nich (dude) Benutzerseite
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Entweder gibt sich schon wieder jemand als Falk aus, oder selbiger ist 
schon leicht beschwipst :D

Autor: Dieter (Gast)
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Ist man als Ingenieur ein perfekt ausgebildetes
Super-Genie das jede Problemstellung ohne weiteres lösen kann? Wenn mein
Chef zu mir kommt und sagt: bau mir das und das und das.. und das solls

...



Genau so ist das. Rudimentäres Halbwissen, aber der Chef, der kommt 
wirklich!

Also, Zauberstab raus.

Ein Mitleidener

Autor: 6789 (Gast)
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Ja. Waehrend dem Studium lernt man sehr viel - Grundlagen. Nachher, auf 
dem Job, lernt man deren Anwendung. Das spezielle am Ingenieur ist dass 
das Lernen nicht aufhoert. Denn alle Disziplinen entwickeln sich 
schneller als mal mitkommt. Und gleichzeitig moechte man auf moeglichst 
vielen Disziplinen vorne dabei sein. Das kann schon stressig werden - 
ueber die Jahrzehnte. So gegen 50 nimmt die Lerngeschwindigkeit etwas 
ab.
Man sagt, dass man alle 6 Jahre alles Wissen erneuern sollte. Falls man 
das tatsaechlich durchhaelt, so kann man ueber die Jahre einiges 
erreichen.

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