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Forum: Offtopic Alternative Ansprache des Bundespräsidenten


Autor: Lasst mich durch ich bin Arzt (Gast)
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Wer hat das Märchen gehört was der Onkel uns da erzählt hat. Ich habe 
eine
alternative Rede für ihn gefunden.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Wir stehen vor einem schrecklich schweren Jahr 2009. Lassen Sie mich mit 
einem Bekenntnis zu meiner eigenen Verantwortung für die Krise beginnen. 
Denn nur wer in sich geht und nicht immer nur mit dem Finger auf andere 
angeblich Schuldige zeigt, kann in diesen Tagen überzeugend ein 
öffentliches Amt ausüben. Wenn ich heute Verantwortung einräume, möchte 
ich das zugleich stellvertretend für viele andere tun, die in deutschen 
Führungspositionen ähnliche Verantwortung auf sich geladen haben. Ich 
werde dann ein paar Gedanken entwickeln, wie unsere Gesellschaft diese 
bisher schwerste Belastungsprobe der Bundesrepublik Deutschland bestehen 
kann.

Bisher habe ich zu denen gezählt, die immer für mehr bedingungslose 
Globalisierung auf den Waren- und Finanzmärkten plädiert haben. Das hing 
schon damit zusammen, daß ich als Präsident des deutschen 
Sparkassenverbandes und später vor allem Geschäftsführender Direktor des 
Internationalen Währungsfonds Teil der Finanzwelt gewesen bin. Noch 
unmittelbar vor meinem Amtsantritt als Bundespräsident habe ich mit 
Hinweis auf die Globalisierung gesagt: „Die Welt ist in einem tief 
greifenden Umbruch. Wer hier den Zug verpaßt, bleibt auf dem Bahnsteig 
stehen." Das war ein Fehler. Denn ich hätte mich dafür einsetzen sollen, 
nicht einfach auf den nächsten Zug zu springen, sondern dessen Richtung 
im Sinne eines sozialen Managements der Globalisierung mitzubestimmen.

Hätten wir das rechtzeitig getan, wäre der Niedriglohndruck aus der 
Globalisierung nie so hochgewachsen, wie das über so viele Jahre in 
Deutschland leider geschehen ist. Umgekehrt wäre nicht so viel 
gigantisches Kapital einseitig auf die Seite der Besserverdiener 
geflossen und hätte nicht am Ende die jetzt dramatisch geplatzte globale 
Spekulationsblase immer mehr aufgeblasen. Ohne diese bei uns und anderen 
neoliberal verschuldete Einseitigkeit in der Einkommens- und 
Vermögensentwicklung, zu der übrigens die Steuerpolitik noch beigetragen 
hat, wäre nie global das Kapital fürs Spielkasino zusammengekommen, das 
nun teilweise verspielt wurde und so die gesamte Weltwirtschaft mit sich 
reißt.

Einen anderen Fehler habe ich gemacht, als ich in meiner Rede zum Tag 
der Deutschen Einheit im Oktober 2004 für immer mehr Deregulierung 
eintrat: „Das westdeutsche Regelwerk war zu stark geprägt von einem 
alles durchdringenden Regulierungseifer. Es schnürte die Kraft zur 
Eigeninitiative ab und hätte längst gestutzt und neu eingestellt werden 
müssen. Wir brauchen in Deutschland endlich einen radikalen und 
nachhaltigen Abbau von Vorschriften und Bürokratie." Heute gestehe ich 
ein, daß die Deregulierung, vor allem im Finanzbereich, nie hätte 
stattfinden dürfen.

Und noch einen großen Fehler habe ich gemacht, als ich in meiner 
Berliner Rede vom letzten Jahr die Exportweltmeisterschaft als deutschen 
Profit aus der Globalisierung bezeichnet habe: „Gerade Deutschland hat 
davon profitiert, nicht umsonst ist das Land Exportweltmeister." Ich 
habe schon in meinem Interview in der Süddeutschen Zeitung vor wenigen 
Tagen eingeräumt, daß die Ungleichgewichte der Weltwirtschaft zwar auch 
Deutschland viele schöne Exporterfolge beschert haben, aber irgendwann 
zu Verwerfungen führen mußten. Die Exporte wurden schließlich weitgehend 
auf Kredit finanziert. Unsere von mir unterstütze Exportmanie (wie auch 
die der Chinesen und Japaner) hat zur Kreditblase und zur heutigen Krise 
entscheidend beigetragen. Das muß ich heute hier selbstkritisch 
einräumen.

Und noch etwas aus meinem Sündenregister. Ich habe stets auf die 
Reformen gedrängt, die Deutschland immer weiter von der „Sozialen 
Marktwirtschaft" entfernt haben. Selbst aus dem Ausland habe ich noch 
als Geschäftsführender Direktor des IWF im Juli 2000 die Bundesregierung 
aufgefordert, ihren Reformkurs konsequent fortzusetzen: „Die 
Bundesregierung hat bisher zu wenig unternommen, um den Arbeitsmarkt 
flexibler zu machen. Was hier getan wurde, reicht eindeutig nicht". Ich 
habe auch immer zu denen gehört, die den Niedriglohnmarkt in Deutschland 
für gut gehalten haben, und habe mich noch im April dieses Jahres für 
eine Agenda 2020 eingesetzt, wobei ich mich gegen Mindestlöhne 
ausgesprochen habe. Falsch, muß ich heute sagen.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, nur wer seine eigene Verantwortung 
annimmt und offen eingesteht, qualifiziert sich für den ehrlichen Blick 
nach vorn. Nur der verdient Vertrauen. Es wird nun für viele von Ihnen 
im neuen Jahr sehr schwer werden, vor allem die, die ihren Arbeitsplatz 
verlieren werden, und die, die von ihren kleinen Ersparnissen leben 
müssen, darauf aber für lange Zeit nach Abzug der Inflation keine 
richtigen Zinsen mehr bekommen werden, oder die, deren an der Börse 
angelegten Betriebsrenten erheblich an Wert verloren haben und noch 
verlieren werden, oder die, die der freundliche Mann in der Sparkasse 
vielversprechend zu Gunsten seines eigenen Bonus in einen 
Immobilienfonds gelockt hat, der nun keine Auszahlungen mehr zuläßt.

Was wir jetzt dringendst brauchen, ist eine Rückbesinnung auf die 
Stärken der „Sozialen Marktwirtschaft". Sie war einmal - von der ganzen 
Welt bewundert - unser gesellschaftspolitischer Qualitätsausweis! [hier 
Beifall aus dem Publikum abwarten]

Also müssen wir in echter Solidarität wieder ein tragfähiges System für 
Langzeitarbeitslose statt Hartz IV aufbauen. Wir müssen das erfolgreiche 
System unserer Nachbarn von flächendeckenden Mindestlöhnen auch bei uns 
einführen. Wir müssen mit einer Sondersteuer auf die höheren Einkommen 
und Vermögen die entstandenen unverantwortlichen 
Einkommensungleichgewichte wenigstens ein Stück zurückdrehen. Wir müssen 
mit viel mehr an öffentlichen Geldern die Chancengleichheit im 
Bildungssstem wiederherstellen. Wir müssen, wie in den skandinavischen 
Ländern, mit teilweiser staatlicher Unterstützung die Sicherheit des 
deutschen Rentenssystems überzeugend und selbst von deutschen 
Massenblättern nicht mehr anzuzweifeln sichern. Sie, liebe 
Mitbürgerinnen und Mitbürger, müssen sich in einem solidarischen 
Gesellschaftssystem wieder zu Hause fühlen können.

Wir müssen schließlich die gravierenden Fehlentwicklungen in der 
Globalisierung zurückdrehen. Wir können nicht mehr zulassen, daß von 
Ländern ohne Streikrecht und ohne unabhängige Gewerkschaften 
Billigstimporte ausgehen, die dann bei uns zu einer real negativen 
Entwicklung der Arbeitseinkommen führen. Das läßt sich zusammen mit 
ähnlichen Überzeugungen der neuen amerikanischen Administration, aber 
auch von unseren Partnerländern, wie Frankreich und Italien, durch eine 
Sozialklausel in der Welthandelsorganisation korrigieren. Nie wieder 
darf ein deutscher Unternehmer drohen dürfen, z.B. nach China zu 
verlagern, nur weil deutsche Arbeitnehmer nicht auf das chinesische 
Sozialniveau herabsteigen wollen.

Natürlich wird uns eine solche Rückbesinnung auf die „Soziale 
Marktwirtschaft" etwas Export kosten. Aber einerseits machen wir das 
durch mehr Binnenkonjunktur mehrfach wett. Anderseits wissen wir durch 
das krisenhafte Ende, daß unsere seit 2003 ständig steigenden 
Exportüberschüsse dem Gebot nachhaltigen Wirtschaftens nicht gerecht 
werden konnten. Das konnte einfach nicht gut gehen. Niemand sollte 
glauben, seine Arbeitslosigkeit ewig exportieren zu können.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wenn wir und nur wenn wir auf dem 
schnellsten Weg an die guten Erfahrungen mit der „Sozialen 
Marktwirtschaft" wieder anküpfen, finden wir zu der Solidarität, die 
unsere Gesellschaft nun in ihrer bevorstehenden schwersten 
Belastungsprobe braucht. Ich sehe keinen anderen Weg aus der schweren 
Krise.

Quelle:
http://www.jjahnke.net/rede.html

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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Naja so etwas egal wie wahrhaftig es auch immer wäre, ist wohl von 
keinem Politclown zu erwarten.

Er würde wie zum_Winkel stande pede vor- und abgeführt.

Politik ist halt die Vortführung des Über_den_Tisch_Ziehens der 
Schwächern mit den Mitteln der Macht.

Da passt so etwas nicht, es ist und wird leider Satire bleiben.

Autor: Siggi (Gast)
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@Lasst mich durch ich bin Arzt

Dass die Frisöre immer noch im Urlaub sind, hätte ich nun nicht gedacht.

Autor: Verblüffter (Gast)
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Ausschnitte aus der ersten Weihnachtsrede-Version von unserem 
Präsidenten Dr. Horst Köhler, wurde dann jedoch verworfen:

"Wenn Jesus heute auf der Welt wäre, würde er gegen 'Kriegstreiber, 
Besatzer, Terroristen und Tyrannen' vorgehen, sagte er weiter. 'Er würde 
ohne Zweifel gegen die tyrannische Politik der vorherrschenden, globalen 
wirtschaftlichen und politischen Systeme kämpfen.' "

Oder hatte das Internet hier womöglich einen Link umgeleitet, man kann 
ja nie wissen ?

( Daher keine Gewähr / Verantwortung )

Autor: Affe (Gast)
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Wenn man dem Fake der Sekte Saintbritta glauben sollte, dann wird sich 
das Problem Regierung, Arbeit (-slosigkeit) und Steuer ohnehin bald in 
Luft auflösen.

Youtube-Video "nibiru2012  1.DEUTSCHE-VERSION!"

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