Hallo
manche Konzerte kosten heutzutage über 100 Euro. Für mich sind diese
Preise irgendwie unvorstellbar. Dass es überhaupt noch Leute gibt die
solche Preise zahlen.
Mich würde interessieren ob jemand weiß wieviel so eine Veranstaltung
von einem Konzert kostet.
Sei es eine Halle mieten, Sänger (hängt auch vom Sänger ab), Bühne usw.,
hat jemand Erfahrung damit.
Man sagt ja die Konzerte sind nur so teuer da die Sänger kein Geld mehr
durch die CDs machen können.
MfG
Wieviel's kostet weiß ich auch nicht genau.
Nur Eines weiß ich: aus Barmherzigkeit macht das keiner. ;)
Die Kosten haben sich nach den Prinzip von Angebot und Nachfrage
eingepegelt. Jeder Beteiligte hat die Obergrenze ausgelotet.
Kostenfaktoren sind:
- Hallenmiete
- Künstler (teilweise im 2..3-stelligen k€-Bereich)
- GEMA
- Genehmigungen
- Personalkosten (Aufbauhelfer, Verkäufer, Security, Techniker ..)
- Instandhaltung des Technikparks (TÜV, Verbrauchsmaterial)
- Versicherungen
- Steuern
- Managergehälter
habe bestimmt noch einiges Vergessen.
Und jeder Sub-Sub-Unternehmer, der 'ne Rechnung schreibt, hat die
Obergrenze ausgelotet.
Solange die Preise bezahlt werden und jeder gut dran verdient ist es
doch auch OK.
>Solange die Preise bezahlt werden und jeder gut dran verdient ist es>doch auch OK.
Diese Einstellung teilt auch unsere Regierung, fürchte ich. Nur daß der
kleine Mann - wie auch bei den Konzerten - außen vor bleibt.
Wir waren neulich bei Anne Clark, 2 1/2 Stunden geile Performance und
fetter Sound. Nicht zu viel Gedöns - gerade richtig. Kam 25 EUR. Wie man
sieht - es geht auch anders.
Gema? Das wäre ja ein dicker Hund. Die sind doch dafür da, viel Geld
einzutreiben, um ein wenig davon an die Künstler weiterzuleiten. Wenn
nun aber eine Band ihre eigenen Lieder aufführt?? Ich meine, ich halte
hier vieles für möglich, aber das ginge dann doch zu weit, oder?
>aber das ginge dann doch zu weit, oder?
Leider nicht.
Die GEMA zahlt der Veranstalter, gemessen an zu erwartenden
Zuschauerzahlen und diverser anderer Kriterien. Wenn man sich die
Verordnung anschaut, dann könnte man meinen, das wäre die Schwester der
GEZ. :P
Auch wenn der Künstler selbst Veranstalter ist, muss er anmelden. Auch
wenn er keine fremden Titel spielt. Er zahlt dann nur weniger.
> Mich würde interessieren ob jemand weiß wieviel so eine Veranstaltung> von einem Konzert kostet.
Falscher Denkansatz. Die Konzertpreise richten sich sicher nicht nach
dem Aufwand. Konzertpreise werden eher nach dem Schema "Angebot und
Nachfrage" festgesetzt. AC/DC im Zürcher Hallenstadion war nach
kürzester Zeit ausverkauft, man hätte grob geschätzt 10x so viele
Tickets verkaufen können. Also kann man den Preis im Prinzip so weit
erhöhen, bis nur noch so wenige bereit sind, ihn zu zahlen, wie man
Leute in die Halle bringt. Dank geschickter Vermarktung funktioniert
dies sogar bei Akteuren, die längst nicht diese Popularität und
denselben Kultstatus haben - man erinnert sich an die zwieliechtigen
Boygroups der letzten 15 Jahre.
> habe bestimmt noch einiges Vergessen.
Jo, STROM, Strom ohne Ende!
Da hängen meist einige kW an Scheinwerfern in der Gegend rum, das kostet
ne ganze Menge Zaster....
Matthias S. wrote:
>> habe bestimmt noch einiges Vergessen.>> Jo, STROM, Strom ohne Ende!>> Da hängen meist einige kW an Scheinwerfern in der Gegend rum, das kostet> ne ganze Menge Zaster....
Ja, dann rechne doch mal.
nehmen wir einen Anschlusswert von 1000kW. Macht bei einem 2 stündigen
Konzert 2000kWh. bei 0,25€ pro kWh also 500€. Donnerwetter!
+ Anschlussgebühren
+ Abnahmegebühren
+ Blindleistung
Wenn dann am VA-Ort kein Strom verfügbar ist, sonder erzeugt werden
muss, kommt die Miete für's Aggi auch noch dazu.
Da kommt schon ne ganze Ecke zusammen ;-)
Jürgen Berger wrote:
> Matthias S. wrote:>>> habe bestimmt noch einiges Vergessen.>>>> Jo, STROM, Strom ohne Ende!>>>> Da hängen meist einige kW an Scheinwerfern in der Gegend rum, das kostet>> ne ganze Menge Zaster....>> Ja, dann rechne doch mal.> nehmen wir einen Anschlusswert von 1000kW. Macht bei einem 2 stündigen> Konzert 2000kWh. bei 0,25€ pro kWh also 500€. Donnerwetter!
das erinnert mich an leute, die den backofen nicht vorheizen, weil 10
minuten vorheizen ja UNSUMMEN kosten, und dann matschige pizza essen,
weil sie die backanweisungen der hersteller (die sich durchaus was dabei
denken) ignorieren.
also, selbst wenn der ofen 3-4 kW zieht, sind das keine 20 cents, das is
mir die pizza wert ;)
strom IST teuer, aber im gegensatz zu den meisten leuten behaupte ich
sowas nicht wild rum, sondern überschlage das ganze kurz und weiß dann
ca was das kostet.
die meisten leute (meine mutter z.b.) ist auch davon überzeugt, das
storm SOOO teuer ist.
weiß aber weder was ne kWh ist, noch wieviel Watt welcher verbraucher
hat, oder gar wie man das ganze jetzt nach verbrauch ausrechnet.
ich hasse sowas.
1000kW halte ich bei einem konzert für leicht überdimensioniert.
wie wir alle wissen haben leuchtmittel einen katastrophalen
wirkungsgrad, und strom in schalldruck umzusetzen ist auch nicht gerade
effizient. ich würde bei 1000kW von 700-800kW verlustleistung ausgehen.
das reicht um die ganze halle in ne sauna zu verwandeln.
>die meisten leute (meine mutter z.b.) ist auch davon überzeugt, das>storm SOOO teuer ist.
Wird einem ja tagtäglich von den Medien eingehämmert! ;)
>1000kW halte ich bei einem konzert für leicht überdimensioniert.
Ist nicht mal übertrieben.
Große Hallen haben ihren eigenen Trafo am Hochspannungsnetz, Aggregate
für große Open-Airs sind für 2..5MW ausgelegt.
Ein Fernsehstudio liegt auch bei >2MW.
ja 1000kW sind etwas hoch gegriffen aber es immer noch ein Unterschied,
ob die Dorfcombo im Pfarrsaal aufritt, oder es sich um ein richtiges
Konzert handelt, da können schon mal 50-100kW Ton und 400kW Licht
zusammenkommen.
Nun...
Beim Verstärker ist der Crestfaktor ein ganz wichtiger.
Was Licht angeht: Gängige Kannen liegen zwischen einem und zwei
Kilowatt, Stufenlinsen kriegt man auch mal mit 5 Kilowatt, seltener mit
10 Kilowatt. Tageslichtgedöhns hab ich schon bis 12 Kilowatt pro Lampe
gesehen -- alles Halogen, wohl gemerkt. So ein 2-Kilowatt-Stroboskop
möchte seine 2 Kilowatt im Blendbetrieb auch wirklich sehen...
> Auch wenn der Künstler selbst Veranstalter ist, muss er anmelden. Auch> wenn er keine fremden Titel spielt. Er zahlt dann nur weniger.
Dazu gab es hier schonmal einen Fred. Soweit ich mich erinnere können
Künstler, die selbst nicht bei der GEMA angemeldet sind (und daher auch
nie was von denen bekommen) ihre eigene Show aufführen ohne zu zahlen,
müssen aber bei der GEMA anmelden dass sie nichts anzumelden haben. Bin
aber nicht mehr 100% sicher.
So ist es. Es müssen alle aufgeführten Titel angegeben werden, für die
nachgespielten muss bezahlt werden. Eine Grundgebühr wird aber auf jeden
Fall fällig.
"Autor: Travel Rec. (travelrec) Datum: 27.12.2008 14:14:
Wir waren neulich bei Anne Clark, 2 1/2 Stunden geile Performance und
fetter Sound. Nicht zu viel Gedöns - gerade richtig. Kam 25 EUR. Wie man
sieht - es geht auch anders."
Stimmt, war am letzten Do. (26.02.) in München (Ampere Muffathalle),
ausverkauft (hätte ich nicht gedacht). Gottseidank hatte ich schon die
Scheine in der Hand, als ein sehr netter Mann mit (ganzen 5) Restkarten
aufkreuzte, um sie ihm unter die Nase zu halten.
Ca. 50 Leute standen da und kamen leider nicht hinein.
Anne ist wirklich total nett, ich kenne sie persönlich seit ihren ersten
Auftritten, und wir quatschen miteinander vor oder nach jedem Konzert
noch eine Runde.
So auch diesmal. Ein Energiebündel. Super Stimmung. Tolle Musiker.
Wer zur Hölle ist Anne Clark? Ich war letztens auch zu einem Konzert von
Freddy MacCormick, geile Show und hat nur 3 Euro gekostet. Es geht auch
anders!