korrelative Kanalschätzung

Gast #1091216
Lesenswert?

Guten Abend,

ich hab zum Thema "korrelative Kanalschätzung" Verstämdnisprobleme.
Zu diesem Thema hört man oft "kernfolge" oder auch "die Kernfolge ist 
eine orthogonale Folge". Was ist damit eigentlich genau gemeint.

korrelative Kanalschätzung bei GSM:

Wie ist die Formel zu interpretieren?
Gast #1093270
Lesenswert?

Orthogonal bedeutet IMHO, dass die AKF der Folge x an der Stelle Null 
den Wert 1 hat, und innerhalb des interessierenden Fensters Null ist. 
D.h. wenn Du in der Formel für r die Folge x einsetzt, ist h(0)=1 und 
h(1), h(2)... h(L) = 0.
Gast #1093378
Lesenswert?

Vielen Dank Heinz. Was ist aber mit der Kernfolge genau gemeint?
x <-- Trainingssequenz GSM (ist ja dann bekannt)
r <-- empfangene Signal
Ich hab trotz alldem noch Probleme, wie da nun genau funktioniert.
Ich brauche da ein Beispiel.
Gast #1093825
Lesenswert?

Wenn x als Trainingsfolge gesendet wird, ergibt sich für r:

r(i) = x(i)*h(i) + n(i), (x=Sendefolge, h=Kanalimpulsantwort, 
n=Störfolge, i=diskrete Zeit, "*"=Faltungsoperator)

Für die Kreuzkorr. gilt dann:
KKF(r,x) = x(-i)*r(i) = x(-i)*x(i)*h(i) + x(-i)*n(i)
         ~= AKF(x(i))*h(i) = h(i)

wobei ich mich der Einfachheit halber auf rein reele Folgen beschränkt 
habe und in der Schreibweise das Fenster für die AKF nicht 
berücksichtigt ist. Das Prinzip sollte aber damit verständlich sein!?
Gast #1093858
Lesenswert?

Guten Morgen Heinz,

dem hier kann ich nicht ganz folgen:
>KKF(r,x) = x(-i)*r(i) = x(-i)*x(i)*h(i) + x(-i)*n(i)
>         ~= AKF(x(i))*h(i) = h(i)

Kreuzkorrelation ok, aber was ist damit?
>x(-i)*x(i)*h(i) + x(-i)*n(i)~= AKF(x(i))*h(i) = h(i)
Gast #1093915
Lesenswert?

x(-i)*x(i) entspricht der AKF von x(i).
Da x(i) die genannten besonderen Eigenschaften der Orthogonalität hat, 
ist die AKF nur an der Stelle i=0 von 0 verschieden, ist also ein 
einzelner Impuls. Daher ist AKF(x(i))*h(i) = h(i).
Gast #1093930
Lesenswert?

>Warum hast du hier das Rauschen dazugenommen?

Weil es nun mal immer im Empfangssignal vorhanden ist. Deshalb ist h(i) 
ja auch nur die geschätzte Kanalimpulsantwort.
I.d.R. nimmt man hier eine unkorrelierte und normalalverteilte Störfolge 
an.
Die Varianz der geschätzten Kanalimpulsantwort-Koeffizienten kann dann 
leicht berechnet werden.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren