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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Mit Widerstandsdraht als Bodenheizung im Aquarium realisieren


Autor: Christian Mentin (c-mentin)
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Hallo,

ich habe vor, mit einem Widerstandsdraht die Bodenheizung meines 
Aquariums zu ralisieren.
Im Gegensatz zu anderen Problemstellungen die in diesem Forum bereits 
behandelt wurden, stelle ich mir nun die Frage in wie weit Erwärmung des 
Widerstandsdrahtes, welcher nicht isoliert ist, in einer Flüssigkeit 
möglich ist.
Theoretisch dürfte meinem 5m 20 Ohm Draht doch ziemlich egal sein, ob 
ich diesen in der Luft, bzw. in einer Flüssiglkeit erwärme?

Ich habe mir schon mehrere Beiträge durchgelesen, diese Frage wurde 
jedoch noch nirgends beantwortet.

Danke
Grüße,

Christian Mentin

Autor: ARM-Fan (Gast)
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Du möchtest also einen Tauchsieder bauen... Das Prinzip an sich ist
doch soweit schonmal funktionell bewiesen.

Autor: Franko Phil (sgssn)
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Hi

dem Widerstand ist das wurscht, obs den Fischen auch wurscht iss, weiss 
ich nicht. Angeblich haben doch Fische einen ausgeprägten Sinn für 
elekteische Spannungen, oder waren das nur bestimmte ? :-(

Gerhard

Autor: tex (Gast)
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vom Unisolierten Draht würde ich der Fische zuliebe Abstand nehmen. Die 
Metallbelastung dürften die Fische auf Dauer übel nehmen und die 
elektrolytische Zersetzung des Drahtes dürfte ebenso unerfreulich sein 
wie die unvermeidliche Korrosion. Da Wasser die Wärme besser leitet als 
Luft kann der Heizdraht deutlich mehr Wärme abgeben und entsprechend 
stärker belastet werden.
Ich habe übrigens vor wenigen Tagen eine ähnliche Idee gesehen. Dabei 
wurde der Kühlkörper eines Wassergekühlten PCs umgebaut und in die 
Rückführungsleitung des Wasserfilters eingeschleift. Mit einem dicken 
Widerstand wurde geheizt und soll, laut Betreiber, gut funktionieren.

Autor: Sebastian A. (freddyk)
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Hallo Christian,


Sicher kann man mit einem Draht das Wasser erwärmen, die Frage ist wie 
es mit Korrosion und elektrischer Isolation aussieht.

Bodenheizungen für Aquarien sind nun auch nicht so teuer. Zudem kann ich 
aus Erfahrung mit meinen Aquarien sagen das die Heizungen möglichst 
flexibel sein sollte, sonst gibt es Probleme sobald man mit den 
Pflanzenwurzel den Draht aus dem Boden zieht. Eine festen Draht bekommt 
man nur sehr schwer wieder zurück.

Weißt Du den schon welche Heizleistung Du brauchst? Bodenheizungen 
werden im Allgemeinen nicht geregelt, bleiben ständig eingeschaltet und 
müssen daher zur Aquariengröße passen.


Sebastian

Autor: Sebastian A. (freddyk)
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Nochmal der Hinweis: Eine Bodenheizung soll eine Zirkulation des Wassers 
im Bodengrund erzeugen und dadurch auch das Pflanzenwachstum (durch 
bessere Nährstoff-Zirkulation) fördern. Bei einer zu hohen Temperatur 
werden die Wurzeln jedoch beschädigt.

Je nach erforderlichen Bedingungen ist neben einer Bodenheizung eine 
zusätzliche Heizung fürs Wasser erforderlich.

Die Heizung im Filterkreislauf wird sicher funktionieren jedoch hat sie 
nichts mit einer Bodenheizung zu tun.  Diese Art der Heizung hat aus 
meiner Sicht folgenden Nachteile: Filter und Heizung sind gekoppelt und 
können nicht getrennt optimiert werden, der Wirkungsgrad sinkt 
(zusätzlicher Übergangswiderstand, Wärmeverluste am Kühlkörper).



Sebastian

Autor: Christian Mentin (c-mentin)
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Hallo zusammen,

Danke für diese hilfreichen schnellen Tipps und Antworten, ich hätte 
einen korrosionsbeständigen Draht benützt, dass den Fischen eventuell 
die Spannung nicht gut bekommen könnte, an das hatte ich gar nicht 
gedacht.

@Sebastian:
Ich habe bereits eine Bodenheizung im Aquarium. ABER, was viele 
übersehen ist, dass: Die Temperatur im Bodengrund zwischen 0.3 bis MAX. 
1°C über der Wassertemperatur sein soll. Kalte sowie warme Füße mögen 
die Wasserpflazen nicht, bzw. gibt es empfindlichere und weniger 
Empfindlichere Arten.
Als ich mit der Aquaristik vor ca. 3 Jahren begonnen habe, hatte ich 
diesen Punkt ausser Augen gelassen. Deswegen wollte ich meine derzeitige 
Heizung ersetzen, da man sich trotz Regelung über die konstante 
Wärmeferteilung streiten könnte. Es sind ja nur 2,5m isolierter 
Heizdraht auf einer Fläche von 120x35cm verlegt.
Deswegen wollte ich mit Widerstandsdraht nur mehr "Fläche" erzeugen.
Bei Conrad habe ich recht große Heizplatten gefunden. Werde wohl diese 
verwenden.

Danke

Grüße
C Mentin

Autor: Gast (Gast)
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Fußbodenheizung für Fische, damit sie keine kalten Füße bekommen ;-D

Autor: nemon (Gast)
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isolier aber das ganze, sonst hast du an dem draht nicht nur korrosion, 
sondern auch die zersetzung von wasser in seine bestandteile, sprich, es 
entsteht knallgas

Autor: Sebastian A. (freddyk)
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Hallo Christian,

der Abstand zwischen den Drähten ist nicht das Problem, man braucht auch 
kältere Stellen sonst kann das Wasser ja nicht zirkulieren (was der 
Hauptgrund für die Bodenheizung ist). Diese Platten würde ich Dir jetzt 
nicht empfehlen.

Ich hatte ein 120l und 300l Aquarium, die Heizungen liegen noch im 
Keller (kann ich bei Gelegenheit mal nachmessen). Ich meine jedoch das 
diese im Abstand von ca 7cm lagen.


Sebastian

Autor: Christian Mentin (c-mentin)
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Hi,

Zirkulation gut und schön, aber was ich bis jetzt nicht verstehe, wo 
soll dann bitte die temperatur vom Bodengrund gemessen werden? 1cm im 
Bodengrund Direkt über dem Heizdraht, oder doch weiter unten? Und wenn 
ich diese meanderförmig verlege, ist die Temperatur stellenweise ja 
wieder unterschiedlich oder verteilt sich die Wärme bei 8cm Kiesschicht 
bis oben hin doch gleichmäßig?

Falls du damit Erfahrung hast, wäre ich dir sehr dankbar wenn du nochmal 
posten könntest.
Ich habe bei mir jedenfalls festgestellt, wenn die Bodenheizung immer an 
ist, wachsen manche Pflanzen nicht mehr. Momentan ist diese Nachts aus, 
und Tagsüber ein, sodass die Temperatur 1cm tief im Bodengrund Abends 
ca. 1,5°C wärmer als das Wasser ist.

Danke

grüße

C Mentin

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Wieso soll es vorteilhaft sein, wenn der Boden wärmer, als das Wasser 
ist? Das ist doch eigentlich ziemlich unnatürlich, denn wenn Grundwasser 
in ein Gewässer strömt, ist das doch in aller Regel kühl bis kalt. 
Deswegen wundert mich nicht, daß Pflanzen das nicht unbedingt und wenn, 
dann nur dann mögen, wenn die Temperaturdifferenz klein ist.

Wäre es nicht besser, einen perforierten Schlauch durch den Sand zu 
legen, und ein wenig Wasser hineinzupumpen? Dann hast du Zirkulation im 
Boden, ohne ihn heizen zu müssen.

Autor: Sebastian A. (freddyk)
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Das sich die Temperatur bei einer meanderförmigen Verlegung ja nach 
Abstand ändert ist ja normal. Wo jetzt die Temperatur-Differenz von 1°C 
genau gemessen wird, musst Du die fragen die diese Temperatur angeben. 
Die Wassertemperatur ist sicher auch nicht überall konstant und die 
Größenordnung von 0,5°C geht schon an die Genauigkeitsgrenze vieler 
Messgeräte.

Wenn deine Differenz von 1,5°C stimmt, könnte die Leistung der Heizung 
zu hoch sein. Meine Dimensionierung ist jetzt 10Jahre her (von einem 
Jahr habe ich die Aquarien stillgelegt) und die Berechnung müsste ich 
auch raussuchen. Vergleiche aber mehrere Angabe unterschiedlicher 
Quellen! Allgemeine Angaben sind jedoch schwierig da die sicher auch von 
anderen Faktoren abhängt (zB Dicke und Beschaffenheit des Bodengrunds).

Im 300l Aquarium hatte ich keine weitere Heizung, die Leistung des 
Bodenfluters (100% ED) schaue ich mal nach.

Du könntest ja mal die Temperaturverlauf nach dem Einschalten der 
Bodenheizung über einen Tag in ein Diagramm eintragen, damit sollte sich 
dann die Endtemperatur abschätzen lassen.


Sebastian

Autor: Sebastian A. (freddyk)
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@Uhu

Daher ist es ja wichtig das die Temperatur tatsächlich nicht so hoch 
ist. Es ist eben keine Fussbodenheizung für die Fische! Diese Heizungen 
werden in der Aquaristik als Bodenfluter bezeichnet.


Sebastian

Autor: Christian Mentin (c-mentin)
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Hi uhu uhuhu,

ich nehme an dass du wohl noch keine Erfahrungen in der Aquaristik 
gemacht hast.
Minimale Temperaturunterschiede im Bodengrund verhelfen zu kleinsten 
Wasserströmungen im Boden die Organisches Material sowie CO2, Sauerstoff 
und andere Nährstoffe in den Boden transportieren und so den Bakterien 
im Bodengrund uneingeschränkt zu Verfügung stehen. Der Boden ist nicht 
nur "irgendein Kies" es ist neben dem Hauptfilter ein riesiger Biofilter 
der in mehreren Schichten aufgebaut ist. Und genau dieser minimale 
Temperaturunterschied unterstützt diesen Schichtaufbau entscheidend.

grüße
C Mentin

Autor: Christian Mentin (c-mentin)
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Hi,

@ Sebastian:

Bei meinen Angaben beziehe ich mich auf diese Quelle: 
http://www.walaqua.de/home.html

Ich habe schon mit vielen Leuten geredet, es gibt immer Ausnahmen.
Manche kommen ohne zusätzliche Düngung aus, die Pflanzen wachsen.
Andere verwenden nur Bodenfluterheizungen, die Pflanzen wachsen 
trotzdem.
Bei mir hat es funktioniert 1Jahr lang, seit einem halben Jahr trotz CO2 
Düngung kein Pflanzenwachstum mehr. Daher versuche ich nun zunehmend die 
Chemischen Vorgänge in meinem Aquarium zu verstehen und darauf 
einzugehen.

Und möglichst ohne Zusatzmittel (Algenstopp oder Aktivkohlefilter 
Wasserklärer...) ein Natüriches Aquariumklima zu schaffen.

Von meinem eigentlichen Thema bin ich ja abgekommen.
Mit dem Autor der oben angegebenen Quelle stehe ich ja in Verbindung, 
werde mal mit ihm über die Problematik der Messung der Temperatur im 
Bodengrund reden.

Danke für deine Tipps,
grüße
C Mentin

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Christian Mentin wrote:
> Hi uhu uhuhu,
>
> ich nehme an dass du wohl noch keine Erfahrungen in der Aquaristik
> gemacht hast.

Das siehst du richtig.

> Minimale Temperaturunterschiede im Bodengrund verhelfen zu kleinsten
> Wasserströmungen im Boden die Organisches Material sowie CO2, Sauerstoff
> und andere Nährstoffe in den Boden transportieren und so den Bakterien
> im Bodengrund uneingeschränkt zu Verfügung stehen. Der Boden ist nicht
> nur "irgendein Kies" es ist neben dem Hauptfilter ein riesiger Biofilter
> der in mehreren Schichten aufgebaut ist. Und genau dieser minimale
> Temperaturunterschied unterstützt diesen Schichtaufbau entscheidend.

Das ist ja alles richtig, aber tut das eine schwache Wasserströmung, die 
nicht durch Konvektion, sondern eine Pumpe entsteht, nicht auch? Dann 
hättest du Verhältnisse, wie in einem natürlichen Gewässer, inclusive 
dessen Boden.

Zufuhr warmen Wassers in ein natürliches Gewässer ist nicht der 
Normalfall und Pflanzen sind immer an gewisse Umweltverhältnisse 
angepaßt. Deswegen bekommt ein zu warmer Boden den Pflanzen nicht.

Autor: Eddy Current (chrisi)
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@Christian Mentin

Ich hatte komische schwarze Flecken auf den Blättern. Die Pflanzen 
kümmerten und wurden gelblich. Düngen half nicht, Licht half nicht. Ich 
habe festgestellt, dass zu seltener Wasserwechsel dazu führt, dass den 
Pflanzen Mineralien fehlen. (Das nur so ganz offtopic)

Da ich demnächst umziehe, werde ich die Gelegenheit nutzen und 
vielleicht auch gleich eine Bodenheizung vorsehen.

Autor: u_d (Gast)
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Würde den Draht isolieren, sonst entstehen elektrochemische Prozesse 
(Elektrolyse). Außer die Pflanzen benötigen o2 und h2. ;-)

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