Ein Menschentransporter weist darauf hin (= droht), dass Handys im Bus
abzuschalten seien, da sonst die Bordelektronik gestört werden könnte
was zum Komplettausfall und damit zum Stillstand des Busses führen
könnte.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass das nur eine Masche ist um entweder
für Ruhe im Bus, oder für Umsatz auf dem "Bus-Telefon" zu sorgen (auf
das aber nicht immer hingewiesen wird).
Kann man aber mit Sicherheit sagen, dass selbst ein Handy mit voller
Sendeleistung direkt an "der Elektronik" (also vielleicht eine
CAN-Bus-Leitung) nichts ausrichten würde und ich mich daher mit absolut
ruhigem Gewissen über diese Anweisung hinwegsetzen kann?
Ich fänds Klasse, wenn das gnadenlos durchgesetzt würde.
Schon mal morgens im überfüllten Zug gestanden und fast alle um dich rum
quatschen dämliches Zeug? Da schwillt mir der Kamm....
Das ist eine Ausrede, aber wenn der Busfahrer gesagt hätte, "Ihr
Arschnasen geht mir mit eurem Telefoniere auf'n Sack, also lasst das
gefälligst bleiben!", dann wärst Du auch unglücklich.
Was für ein Bus-Telefon magst Du meinen?
Oder redest Du vielleicht doch von den Dingern, die dann Bus heißen,
wenn sie von einem Konkurrenzunternehmen der Firma Boeing kommen?
In dem Falle nehm ich die Ohrhörer aus dem Ohr, lasse die locker baumeln
und drehe den MP3-Player bis zum Anschlag, damit ich auch noch was
mitkriege von meiner Lala. Da gibt es doch tatsächlich Leute, die regen
sich darüber auf, dass Sie beim telenieren gestört werden. Das die mich
mind. genauso stören mit ihrem Gespräch, können die garnicht
nachvollziehen.
Max wrote:
> Eine richtige Sache mit falscher Begründung.
Richtig!
Das hat ganz andere Gründe. Auch wenn es keinen Einfluss auf die
Bordelektronik hat, kann man nachher sagen: "der da hat trotz Verbot
mit'm Handy telefoniert, auf einmal reagierte die Bremse nicht mehr..".
Und schon haben sie einen Schuldigen für den Unfall und sind fein 'raus.
Kann sogar über den Provider sauber nachgewiesen werden.
Das sind ganz einfach Maßnahmen um sich aus der Verantwortung stehlen zu
können.
Wenn euch die Handy-Telefonate in öffentlichen Verkehrsmitteln stören:
Einfach ein Blatt Papier herauskramen und so tun, als würde man
mitschreiben. Damit es echt wirkt, natürlich in regelmäßigen Abständen
deutlich erkennbar zum Telefonierenden aufblicken.
Das funktioniert besonders gut bei "Business-Gesprächen". Wenn nicht,
haben wir es mit einem Angeber zu tun, den man leider nicht so einfach
stoppen kann.
Die Aufschreibmethode kann übrigens in vielen Lebensbereichen angewendet
werden, bspw. auch im Straßenverkehr bei Zudichtauf-,
Immeraufderüberholspur- und anderen Dassesnervtfahrern.
>Auch wenn es keinen Einfluss auf die>Bordelektronik hat, kann man nachher sagen: "der da hat trotz Verbot>mit'm Handy telefoniert, auf einmal reagierte die Bremse nicht mehr..".>Und schon haben sie einen Schuldigen für den Unfall und sind fein 'raus.>Kann sogar über den Provider sauber nachgewiesen werden.
Absoluter Blödsinn! Kein Automobilhersteller gibt zu, dass seine
Fahrzeuge durch Handys gestört werden können. Und hiermit endet die
Sache auch schon.
Garantiert werden sich die den Unfall aufnehmenden Polizeibeamten nicht
diesen Schwachsinn einlassen (müssen).
Selbst wenn, könnte es auch das Handy eines Passanten gewesen sein,
andem der Bus vorbeigefahren ist.
Und so kann man die Sache weitertreiben:
Es muss nichtmal ein Handy gewesen sein, die Störung könnte auch von
einen Amatuerfunkgerät oder einer defekten Kaffemühle gekommen sein (das
Gegenteil beweis mal).
Der Beweis, dass der Unfall durch das eine, bestimmte Handy entstanden
ist muss vom Busbetreiber erbracht werden.
Alleine die Tatsache, dass während des Unfalls telefoniert wurde reicht
noch lange nicht.
@ Bastl:
Hast du 'ne Ahnung, auf was man alles kommen kann! Bei uns im Geschäft
gab's schon ähnliche Betrachtungen, nur um das Handy-Telefonieren
einzuschränken.
So weit hergeholt ist das nicht, schließlich gewinnt immer der den
Prozess, der den glaubwürdigeren Gutachter bezahlen kann. ;)
>Hast du 'ne Ahnung, auf was man alles kommen kann!
Natürlich versuchen manche Gauner Leute mit irgendeinem Schwachsinn
einzuschüchern.
>...gewinnt immer der den Prozess, der den glaubwürdigeren Gutachter >bezahlen
kann...
Wenn es hart auch hart kommt, wird ein Richter selbst einen Gutachter
bestellen, der vom Gericht bezahlt wird (sein Honorar kommt zu den
Prozesskosten). Somit ist dieser parteilos, was er auch sein muss, damit
ein Richter seine Aussage berücksichtigen wird. Einem von einer Seite
berufenen Gutachter kann der Richter glauben, muss er aber nicht.
Sollte ein solcher (oder auch zwei) auftretten, glaube ich nicht, dass
ein Richter auf einen parteilosen Gutachter verzichten würde.
Hallo,
das mit der Störung stimmt zum Teil. Die Bremse oder Lenkung werden
nicht gleich ausfallen, aber die Klimaanlage, das wurde bei uns mal im
Bus durchgesagt. Diese heizt dann ununterbrochen.
Sorry aber das ist Kappes.
Ich arbeite in der Herstellung für Automotive Elektronik.
Auf Deutsch, wir produzieren etliche Dutzende Module für fast alle
Herstellermarken und Zwecke von Innenbeleuchtung bis Airbag,
Überrollbügel usw. die man dann überall im Kfz. (Vom Krad bis LKW, auch
Busse und Baumaschinen, ist alles dabei) findet.
Gerade dort wird auf störfestigkeit, insbesondere in bezug auf Handys,
geachtet.
Zudem ist die Störfestigkeit (Insbesondere auch Handy) ein wichtiger
Punkt für die Zulassungs eines Produktes.
Ergo ist das ganz oben vom Unternehmer angeführte Argument von daher
schwachsinnig hoch Drei.
Der Hintergrund der Aktion ist einfach zu finden und hier schon mehrfach
genannt worden.
Es nervt einfach wenn man im Bus (Auch Str.-Bahn oder sonstigen
Nahverkehr) "Ständig" , egal zu welcher Tageszeit, Leute um sich hat die
ebenso ständig die Frikadelle am Ohr haben bzw. beifallheischend
Klingeltöne oder irgendwelche Musik mit maximaler Lautstärke spielen.
die Störenfriede sind netweder völlig Debil oder einfach nur unreif.
Erhlich und direkt fände ich ein Schild mit folgendem oder sinngemässem
Wortlaut besser:
"Hier kein Handylärm damit andere Fahrgäste nicht belästigt werden !
Wer sich nicht dran hält fliegt die nächste Station raus."
Punkt.
Natürlich muß das auch durchsetzbar sein.
In manchen Gegenden werden die Fahrer da nichts machen weil sie kein
Messer im Rücken haben wollen.
Das Problem wird vermutlich also bleiben.
PS:Ich habe auch nen Handy zwecks ereichbarkeit aber ich habe besseres
zu tun als das Teil ewig in der Hand zu halten.
Ach Gott, die böööösen Handys! Mich stören ganz andere Sachen, z.B. wenn
sich hohle Nüsse lautstark über hohles Zeug unterhalten (quasi so
Sauna-Gespräche!) oder irgend so eine Saftnase meint, leise einen fahren
lassen zu müssen. Oder wenn kleine Kinder ohne Ende rumkreischen. Und
dann gibt es noch Leute die stinken gar fürchterlich! Kann durchaus auch
mal Parfum sein, dass einem die Pipi ins Gesicht treibt. Und dann erst
diese ganzen kranken Menschen, die Hustend und Niesend ihre Bazillen im
Bus verteilen...Verklagen sollte man die! Ach ja, die lauten
Fahrgeräusche im Bus und dieses ewige geruckel treiben mich auch in den
Wahnsinn...da müsste man von Rechts und Links wegen auch mal was gegen
unternehmen!
Von daher: Wer von im Bus telefonierenden Menschen genervt ist, hat ein
ernstes Problem mit seiner Wahrnehmung. Das Beispiel mit den Kopfhörern
ist da ziemlich gut. Selbst wenn die Dinger halb so laut sind wie ein
gleichzeitig stattfindendes Gespräch, reagieren die meisten Menschen
eher auf die elektronische Art der Schall-Erzeugung empfindlich. Aber
wenn sich Menschen lautstark(!) unterhalten, hat da zumindest offiziell
niemand etwas dagegen.
@ fred: Zustimmung!
Die meisten Leute verstehen bloß nicht, dass Handys AGC haben, und sie
durch Schreien ihren Gesprächspartner auch nicht besser verstehen.
Man sollte also die Hörerlautstärke eigentlich nur automatisch dem
Mikrofonpegel anpassen müssen, um den
Tarzan-schreit-durch-den-Dschungel-Effekt zu dämpfen. Je lauter man
reinbrüllt, desto lauter kommts raus.
hm, wieso wird es eigentlich von manchen als "unangenehm" empfunden,
wenn bei einem Gespräch zwischen 2 Leuten der 2. Gesprächspartner nicht
anwesend ist?
Wenn "die beiden" Quatschnasen direkt hinter einem stehen würden und
sich über weiß der Himmel was unterhalten, dann macht "man" ein langeen
Hals, und versucht so viel wie möglich vom gespräch mitzubekommen
(bekommt aber ja halt auch den "Gesprächsrückkanal" mit). Blos wenn "der
2. Gesprächspartner" nicht körperlich anwesend ist (ich unterstelle mal
gleiche Lautstärke und gleiches Gesprächsniveau), dann wird es als
störend empfunden.
Ist es vielleicht einfach nur unbefriedigte Neugier, weil man das
Gespräch nicht "vollständig" verfolgen kann????
---
PS: Zur Eingangsfrage: Der Busfahrer hat HAusrecht, er könnte genausogut
auch Leuten mit Zipfelmütze oder Brille den Zugang verwehren. (Ob das
dem Verkehrsunternehmen förderlich ist sei mal dahing gestellt)
> hm, wieso wird es eigentlich von manchen als "unangenehm" empfunden,> wenn bei einem Gespräch zwischen 2 Leuten der 2. Gesprächspartner> nicht anwesend ist?
Ich persönlich (und wahrscheinlich die meisten anderen auch) empfinde
ein Handy-Gespräch nicht als unangenehm, wenn es in derselben Lautstärke
wie mit einem vor Ort anwesenden Gesprächspartner geführt wird. Viele
Leute brüllen aber dermaßen in das Gerät hinein, dass der kilometerweit
entfernte Gesprächspartner einen plötzlichen Verbindungsabbruch wohl gar
nicht bemerken würde :)
interessanterweise hab ich das Problem gerade
bei meinem BMW 1er ... wenn ich mein Handy
in dem Fach an der Seitentür lagere während
der fahrt geht manchmal der linke Scheinwerfer
aus ... bzw. an - aus - an - aus ...
soviel zur Störsicherheit.
In der Mittelkonsole ists seltsamerweise nicht.
Tja, soviel vom
Yes we CAN Bus :o)
>wenn ich mein Handy>in dem Fach an der Seitentür lagere während>der fahrt geht manchmal der linke Scheinwerfer>aus
Wenn das stimmt würde ich mal den Service aufsuchen sonst könnte es sein
das du mitten in der Fahrt in deinen Airbag beisst :D
an sich ist es egal ob jemand in sein handy schreit, n nervigen
klingelton oder musik laut abspielt, oder nur laut mit irgendwem redet.
all das nervt mich.
redet jemand normal und leise in sein handy, stört das nicht wirklich.
genauso stören normale unterhaltungen nicht.
das problem ist, die leute sind da völlig merkbefreit.
ich betrete ohne MP3-player keinen ÖPNV mehr.
sollte jemand es schaffen die für mich angenehme lautstärke meiner
bevorzugten musik aus meinen kopfhörern zu überschreiten (die sind btw
so leise, das niemand das hört) dann bitte ich höflich aber bestimmt,
doch etwas leiser zu sein. wenn das nicht hilft, werde ich noch etwas
bestimmer, was bisher immer geholfen hat.
Bei uns gab es auch mal die Aufkleber mit dem durchgestichenen Handy.
Die sind inzwischen wieder weg, dafür sind die Telefonierer mehr
geworden.
Früher konnte man die Telefonierer noch mit dem Hinweis auf dieses
Schild manchmal zur Ruhe bringen; das geht inzwischen nicht mehr.
>da sonst die Bordelektronik gestört werden könnte
Die Bründung ist natürlich Mumpiz, da die Elektronik i.d.R. einem
EMV-Test unterworfen wurde und nicht auf diese Störungen reagieren darf.
>hm, wieso wird es eigentlich von manchen als "unangenehm" empfunden,>wenn bei einem Gespräch zwischen 2 Leuten der 2. Gesprächspartner nicht>anwesend ist?
Das dürfte eine Art "Voyeurismus" sein: Wenn man das komplette Gespräch
mitbekommt, dann kann man entscheiden, ob es für einen interessant ist,
oder nicht. Hat man da nur einen Jemand sitzen, der in ein Telefon
quatscht, versucht man unwillkürlich auch diesem Gespräch zu folgen. Und
da man nur die eine Hälfte mitbekommt, ist es umso "interessanter".
90% der Handy-Telefonate sind ja sowieso überflüssig. Schließlich hatte
man früher auch kein Handy, um sich dauernd irgendwem mitzuteilen.
Ich habe auch eins, und wenn ich im Bus angerufen werde, ist mir das
penlich und ich rede dann ganz leise und nicht zu lange. Es geht ja auch
niemanden írgendwas an, was ich andere da zu besprechen habe.
Nur das stört viele nicht, weil die Gespräche eigentlich eh nur
"Atemgeräuche" ohne wirklich wichtigen Inhalt sind.
Als Hörgeräteträger habe ich den Vorteil, dass ich einfach mal
ausschalten kann... Dann reagiere ich aber auch nur noch auf
"körperliche Gewalt".