Tag Leute,
seit kurzem bin ich auch unter die "ätzenden" gegangen. mit der zeit ist
die herstellung von Platine und layout kein problem mehr. allerdings hab
ich so das gefühl dass die ätzlösung (ich benutze natriumpersulfat) sehr
schnell verbraucht ist. leider merke ich das immer erst daran, dass eine
platine nicht mehr richtig geätzt wird und nur noch in die ablage P
kann.
Meine frage ist es nun, ob es die möglichkeit gibt, die ätzlösung
irgendwie zu untersuchen und herauszubekommen, wie brauchbar sie noch
ist?
ich hab dazu schon sehr lange gegooglet, aber nichts wirklich
brauchbares gefunden.
ach und noch eins: ich hab eine seite gefunden, wo der lösung das kupfer
wieder durch elektrolyse entzogen wird. die klare flüssigkeit, die da
übrigbleibt ist aber nicht mehr zum ätzen zu gebrauchen, oder?
danke shconmal,
MC
Hi,
Natriumpersulfat wird richtig blau wenn es verbraucht ist.
Wie lange brauchst du denn zum Ätzen? Bei mir will es noch nicht (obwohl
schon ~10 Europlatinen fertig sind) nicht richtig fix gehen, ich brauche
locker 30 Minuten dafür. Wie heiß machst du deine Lösung?
Soweit ich weiß, kannst du die Lösung nicht wiederverwenden, ich hatte
auch schonmal geschaut,
Gruß
Mr.Green
ich bekomme die ätzlösung auf knapp 50°C erhitzt. bei einer frischen
lösung dauert das ätzen ohne luftpumpe so ca. 15min. aber nach drei,
vier platinen wird das ätzergebnis unheimlich schlecht, es bleiben immer
reststellen übrig. dann hab ich immer die ätzlösung neu aufgesetzt. ich
habe aber ehrlich gesagt keine lust, jedesmal nach vier platinen die
fünfte wegschmeißen zu müssen und dann neue ätzlösung aufzusetzen. so
billig ist das ganze ja nu auch wieder nicht...
Das kann auch am Entwickler liegen wenn auf dem belichteten
Basismaterial ein feiner Schleier übrigbleibt und das ätzen
behindert. Da muß man erstmal mit einem feinem Pinsel oder
vorsichtig von Hand nachhelfen. Das Problem ist bei Tauch-
systemen bekannt. Bei Sprühsystemen tritt das Problem
entweder gar nicht auf oder erst später wenn die Lösungen
wirklich gesättigt sind.
Übrigens kann man belichtete Platinen deren Fotolack am Ende
des Ätzprozesses noch intakt ist mit einer frischen Lösung
zu Ende ätzen.
Also ich bin dazu uebergegangen beim Entwickeln immer nen Pinsel zu
verwenden - wirkt Wunder ;) Je nachdem wie stark Du Deine NaPS-Loesung
angesetzt hast solltest Du auf jeden Fall 15 Eurokarten rausbekommen
(wenn Du 500g NaPS verwendet hast). Auffrischen ist auch recht gut
moeglich...
>Je nachdem wie stark Du Deine NaPS-Loesung
angesetzt hast solltest Du auf jeden Fall 15 Eurokarten rausbekommen ...
Sehr pauschal ...
Einseitig oder doppelseitig, mit oder ohne Masseflächen ?
Eine Analyse für Ätzlösungen würde mich allerdings auch mal
interessieren - Gabellichtschranke mit IR-LED und möglicherweise
IR-Filter vielleicht ? Je blauer die Flüssigkeit wird desto weniger IR
sollte doch durchkommen - oder ?
So eine vollautomatische Ätzzeiteinstellung anhand der gemessenen
Qualität der Ätzlösung wäre schon was Feines, besonders, wenn man die
Ätzanlage da hat, wo man sich nicht unbedingt z.B. 15 Minuten aufhalten
und zusehen will ....
Chris wrote:
>>Je nachdem wie stark Du Deine NaPS-Loesung> angesetzt hast solltest Du auf jeden Fall 15 Eurokarten rausbekommen ...>> Sehr pauschal ...>> Einseitig oder doppelseitig, mit oder ohne Masseflächen ?
Man kann nur eine pauschale Aussage treffen da jedes Layout anders ist.
Mehr als 5 Eurokarten sollten sich aber auf jeden Fall schaffen lassen.
na was jetzt? sicher 15, sicher 5... sicher 1?
@MC: ich würde and einer stelle nicht so weit heizen. von manchen NaPS
wird berichtet, dass sie sich bei über 50° schon zersetzen. ich fahr ca
45° und hab auch ätzzeiten um die 5min bei einer frischen lösung.
dass die lösung wirklich richtung sättigung geht und kein andrer effekt
eine rolle spielt, erkennt man daran, dass die flüssigkeit recht
deutlich cyan-farben wird.
hast du am küvettenboden ablagerungen?
danke für den tip. werd die heizung was runterdrehen. am boden hab ich
keinerlei ablagerungen. das mit der übertemperatur kann sein, da ich
eine selbstgebaute ätzküvette habe und ich mit einem aquariumsheizstab
heize, der eig. für eine 100l-wanne gedacht ist. der zweipunktregler ist
da mit seinem schaltpunkt und der hysterese (etwas... ;)) verschoben...
ich war kurz auch mal über 50°C, so bei 55°C
Hallo,
ich verwende Salzsäure + ein bisschen Wasserstoffperxoyd als Oxidator,
das klappt auch bei Zimmertemperatur und dauert bei einer Eurokarte ca
8-12 min (je nach Konzentration). Diese Mischung wird dann mit der Zeit
grün, und lässt sich durch Zugabe von weiterem H2O2 auffrischen
Ein Bekannter meinte man, man könne den "Verbrauch" anhand der
Leitfähigkeit messen, dazu bräuchte man aber passende Elektroden...
Mal noch eine andere Frage: wie macht ihr eure Filme ?
Mit den alten Tonerkartuschen (HP4, kein Mikrotoner) hatte ich auch noch
gute Ergebnisse. Aber aktuell bekomme ich keine gut deckenden Filme hin.
Ich hab schon alle möglichen Materialien in meinem HP2200 getestet
(Folie, Papier, Zeichenpergament, angerauhte Klebefolie...) und auch mit
dem Tintendrucker wird es nicht wirklich besser...
matthias
Transparentpapier in einem alten HP, Druck mit schwarzer Tinte, oder
billige Inkjet-Folie in einem Lexmark, Druck mit aus Farben gemischtem
Schwarz, dreimal durchlaufen lassen.
Manche Laser liefern auf Folie gute Ergebnisse, andere nicht.
Tonerqualität variiert. Ergebnisse aus der Firma: Laserjet 1320n: Top
Ausdruck, ohne Nacharbeit belichtungsfähig, Laserjet 2200 auf derselben
Folie: völlig unbrauchbar.
Wenn's gut werden muß: Für rund 4 Euro bei Cadgrafik Bauriedl einen Film
bestellen. Dauert etwa 3 Tage und ist in der Qualität jedem Heim- oder
Bürodrucker weit überlegen.