Hallo,
die meisten Ings werden durch Arbeitgeberwechsel ihre größten
Gehaltssprünge gemacht haben. Auch ist die Meinung vorherrschend, dass
man nach einer bestimmten Zeit den Arbeitgeber auf jedenfall wechseln
sollte, um nicht auf einer Stelle "festzufrieren", als Fachidiot
abgestempelt zu werden und somit seinen Lebenslauf zu versauen.
Mich würde mal interessieren, nach wie vielen Jahren diese Schwelle
erreicht ist, wo man wechseln sollte. Ein zu früher Abschied dürfte sich
auch negativ im Lebenslauf bemerkbar machen, nach dem Motto "der war nur
ein Jahr bei seiner ersten Firma, da stimmt irgendwas nicht".
Dazu noch die Frage, würdet ihr auch konsequent wechseln wenn ihr in
eurer aktuellen Firma zufrieden seid und die Arbeit Spaß macht? Würdet
ihr euch in diesem Fall zwar andere Angebote anschauen/anhören, aber
nicht unbedingt wechseln? Oder würdet ihr bei eurem Arbeitgeber bleiben?
Wenn man wechseln kann,muß,will, sollte man es tun aber einen Grund
sollte man schon haben weil in der neuen Firma die Probezeit wieder
neu beginnt und man nicht weiß ob man die übersteht.
Anscheinend hast du keinen Grund, also bleib.
Nach Heiko Mell solltest du fünf Jahre warten, er selbst gibt aber zu,
das heutzutage auch schon nach zwei bis drei Jahren gewechselt wird. Ich
bin jetzt ein Jahr in meiner Firma (erster Job) der Job ist nicht an-
nähernd das, was er laut Bewerbungsgespräch sein sollte und werde wohl
in sechs Monaten die Bewerbungen losschicken. Die Bewerbungen brauchen
circa sechs Monate plus Kündigungszeit von 3 Monaten bin ich nach knapp
zwei Jahren weg. Einziger Sorgenpunkt ist die aktuelle Finanzkrise,
mal schauen was da noch so kommt. Wenn ich Pech habe, muss ich halt
noch ein paar Monate länger warten. :-(
Solange man das nicht zu oft hintereinander macht, dürfte das kein
Problem darstellen.
> Mich würde mal interessieren, nach wie vielen Jahren diese Schwelle> erreicht ist, wo man wechseln sollte.
Sollte nie. ;-)
> Dazu noch die Frage, würdet ihr auch konsequent wechseln wenn ihr in> eurer aktuellen Firma zufrieden seid und die Arbeit Spaß macht?> Würdet ihr euch in diesem Fall zwar andere Angebote anschauen/anhören,> aber nicht unbedingt wechseln?
Auf beides: klar, hängt aber stark vom neuen Jobangebot ab.
> Oder würdet ihr bei eurem Arbeitgeber bleiben?
Siehe obige Antwort.
"Mich würde mal interessieren, nach wie vielen Jahren diese Schwelle
erreicht ist, wo man wechseln sollte."
3-5 Jahre.
"Dazu noch die Frage, würdet ihr auch konsequent wechseln wenn ihr in
eurer aktuellen Firma zufrieden seid und die Arbeit Spaß macht?"
Nö. Solche Situationen sind eher selten, also sollte man sie so lange
nutzen, wie es geht.
"Würdet ihr euch in diesem Fall zwar andere Angebote anschauen/anhören,
aber
nicht unbedingt wechseln?"
Auch nicht. Denn tolle Dinge erzählen Dir alle, wenn sie Dich wollen.
Was davon auch kommt, ist eher fraglich. Aber der eigene Job, mit dem
man eigentlich zufrieden ist, wird dann plötzlich schal.
Ich habe nach 5 Jahren gewechselt mit einem ordentlichen Aufschlag,
danach nicht mehr. Hatte mich vor ein paar Jahren mal umgesehen und auch
schon entschieden zu wechseln, allerdings hat mich mein Chef dann
überzeugt zu bleiben. Der Job auf den ich gewechselt wäre, gibt es heute
nicht mehr.
Gruss
Axel
Es kommt wohl immer drauf an. Als Entwickler bringt es dir nix, alle 2
Jahre zu wechseln, wie es von manchen Karrieretypen empfohlen wird. In
großen Firmen gibt es außerdem immer die Möglichkeit, die Abteilung oder
das Aufgabefeld zu wechseln. Nach oben wird es natürlich immer ziemlich
dünn.
Wenn Spaß und man mit dem Geld zufrieden macht würde ich auch bleiben,
auch wenn es wo anders vielleicht noch mehr Geld gibt. Es besteht halt
immer ein nicht geringes Risiko - man liest hier ja auch sehr oft von
einem sehr schlechten Arbeitsumfeld in vielen Firmen.
Ich selber habe meinen ersten AG nach 1 Jahr und 3 Monaten verlassen.
Dafür gab es mehrere Gründe (wirtschaftliche Lage des AG,
Arbeitsaufgaben und Sitz des AG) Bei meinem derzeitigen AG gefällt es
mir sehr gut und ich habe die
Entscheidung noch nicht bereut.
Einen AG Wechsel würde ich meinerseits nur dann machen, falls ich bei
meinen neuen AG deutlich mehr (>25%) verdienen würde oder wenn mir die
Aufgaben keinen Spaß mehr machen würden.
Außerdem glaube ich, dass sich nur sehr häufige AG Wechsel (alle 1-2
Jahre ein neuer AG) negativ auf den Lebenslauf auswirken. Warum soll ich
bei einem AG bleiben, wenn das Gehalt mies ist oder ich mit den Kollegen
nicht klarkomme oder die Aufgaben langweilig sind?
>Arbeitgeber wann wechseln?
Das ist derzeit nicht zu empfehlen, wenn man 2-3 Jahre oder mehr in
einer Firma war, da man dann zu einem guten Gehalt eingestiegen ist und
kaum mehr bekomme wird, dafür aber in unsichere Positionen kommt.
>Nach Heiko Mell solltest du fünf Jahre warten, er selbst gibt aber zu,>das heutzutage auch schon nach zwei bis drei Jahren gewechselt wird.
Diesen Heiko Mell kannst Du vergessen. Der erzählt nur das, was er in
Erfahrung hat und das ist wissen, das 20 Jahre alt ist. Diese Dinge
gelten heute praktisch nicht mehr. Oft gilt genau das Gegenteil!
Auf diesen Mell würde ich nur raten, wenn ich ihn engagiert habe und er
mit schriftlich und verbindlich einen Ratschlag gibt, sodass ich ihn
verklagen kann, wenn es schief ging.
Ich kann nur soviel sagen: Man muss JETZT rausholen, was rauszuholen
ist!
Das bedeutet:
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1) Betriebszugehötigkeit < 2J
Wer nicht lange in einer Firma ist < 2 Jahre und deutlich mehr bekommen
kann: Wechseln - Aber die Firma genau ansehen. Nur in die Grosskonzerne
mut stabiliem Betriebsarat. Im Vertrag muss eine Klausel rein, dass im
Fall einer Kündigung ein Ersatzarbeitsplatz anderswo zur Verfügun
gestellt wird. Das reduziert immerhin das finanzielle Risiko! Bei den
meisten dürfte sich dies Überlegung erübrigen, da man vor 2 Jahren hoch
einsteigen konnte.
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2) Betriebszugehötigkeit 2-4 Jahre
Je nach Gehalt kann ein Wechsel lohnen, aber man muss in eine bessere
Position kommen, also Team- oder Gruppenleiter. Bei vielen sollte sich
das aber auch erübrigen, da man vor 4 Jahren am Beginn des Booms gut
einsteigen konnte und nun 4 Jahre geklettert ist.
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3) Betriebszugehötigkeit 4J - 6J
Man ist im besten Wechselalter und kann - auch wenne es schief geht -
hinterher plausibilisieren, dass man nach 5 Jahren weg wollte. Wenn es
aber schief geht, hat man nur eine einizge Chance, einen Wiedereinstige
zu schaffen. Mit einem 6M-Projekt oder gar Kündigung in der Probezeit
muss man mit dem Gehalt runter und ist ausbeutbares Freiwild im Markt
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4) Betriebszugehötigkeit > 6J
Wer lange drin ist und zuviel aufgibt: Nicht wechseln. Vor 1 Jahr wäre
das noch gut möglich gewesen und oft auch sinnvoll, da die vor 10 Jahren
eingestiegenen wenig Gehalt haben und den boom gehaltsmässig nicht
mitgemacht haben.
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Eigentlich gibt es damit gar keine Gruppe, die jetzt wechseln sollte.
Nur, wer in einer sehr unsicheren Beschäftigung ist und mut einer
Schließung oder Kündigung rechnet, der sollte ...
ABWARTEN, BIS MAN GEKÜNDIGT WIRD, ABFINDUNG KASSIEREN
.., und gfs sogar eine Weile blau machen! Man sollte sich dann gemütlich
einen neuen Job suchen. Später kann man wunderbar begünden, dass man
loyal war und bis zum Schluss abgewartet hat - ausserdem ist es später
nie ein Problem, im Zuge der Finanzkrise mal gekündigt worden zu sein.
Also: ABWARTEN LEUTE!
Ich habe noch rechtzeitig VOR der Finanzkrise meinen neuen Vertrag
unterschrieben und bin weggegangen, als es noch suuper Angebote gab. Ich
arbeite jetzt stark aussenwirksam in einer wichtigen Position, muss zwar
(wie erwartet) öfters reisen und bin in Hotels unterwegs. Aber ich
verdiene deutlich mehr und bin praktisch nicht ersetzbar, da ich nicht
mehr nur entwickle, sondern mehr Entwicklungen mit anderen Standorten
abstimme. Die Entwicklung läauf also am grünen Tisch und es gibt viele
Pflichtenhefte, von denen ich nur Teile selber machen muss. Wenn jetzt
im Konzern gekündigt werden sollte, dann erwischt es maximal einen
reinen Entwickler, die man per Dienstleistern wieder ersetzen kann oder
einen reinen Verkäufer.
Ich habe jetzt sogar noch eine Gehaltserhöhung bekommen :-)
Aus heutiger Sicht mit den Aussichten ab Mitte 2008 würde ich aber nie
im Leben meinen Job aufgeben. Die Zeit für Wechsel ist jetzt erst einmal
vorbei.
@Bewunderer: Ich habe fast ein halbes Jahr Training hinter mir, dieses
Knowhwo scheisst die Firma nicht weg - keine Sorge!
@No Name: Nun, wenn man mehr verdient, dann weg vom Dienstleister. Im
Schlimmsten Fall geht es wieder zu einem solchen hin. Ausserdem denke
ich, zählen die bei Dienstleistern beschäftigten zu denen, die so wie so
keine Sicherheiten haben. Der Dienstleister macht ja oft nur
Zeitverträge, die dann auslaufen, wenn es zu Ende geht.
Oder bekämst Du eine Abfindung von denen, wenn sie Dich mangels
Weiterbeschäftigung kündigen?
@Oliver,
"...dieses Knowhwo scheisst die Firma nicht weg - keine Sorge!"
Know-how welches sich in 1/2 Jahr erlangen lässt, wirklich überzeugend!
Ich habe in 20Jahren schon ganze angebliche unersetzbare Abteilungen
verschwinden sehen.
@Oliver:
Ich glaube so manch ein Chef kann gar nicht soweit denken das er ein
halbes Jahr investition in dich rauswirft, wenn er eine Gehaltserhöhung
bekommt wenn er Personal abbaut.