Hallo zusammen,
mir ist ein etwas peinliches Missgeschick passiert und ich kann nur
hoffen dass ihr mir behilflich sein könnte, die Folgen einzudämmen:
Basierend auf einer im Netz gefundenen Eagle-lib sowie einer USB-B SMT
Buchse von Reichelt, welche von den baulichen Abmessungen
übereingestimmt haben, habe ich ein PCB erstellt. Leider ohne das
Pinning vorher nochmal zu überprüfen. Ich weiß, wie kann man nur so dumm
sein....?
Wenn ich das Board jetzt nicht in die Tonne treten möchte bleibt nur
eins: woher kriege ich eine USB-B Buchse, die zu meinem Layout paßt?
1 Vcc
2 DM
3 DP
4 GND
3 2 4 1 1 2 3 4
| | | | | | | |
+-------+ +-------+
| | | |
| | | |
| | | |
----+-------+--------+-------+------
/\ /\
/ \ / \
|| ||
++ ++
Stecker Stecker
Die linke Belegung findet man überall und die hat auch meine Buchse. Was
ich aber suche ist die rechte, die dummerweise meinem Layout entspricht.
Für entsprechende Tips wäre ich euch echt dankbar...
Viele Grüße,
Ein Hilfesuchender
Ist zwar nicht das Gelbe vom Ei, aber ich würde an deiner Stelle einfach
die Platine etwas bearbeiten. Die 3 Bahnen sauber durchtrennen (Leitung
2 ist ja an der richtigen Stelle) und kleine Drahtbrücken machen.
Ich wusste nicht dass die Verbindungen so verdreht sein können in einem
Stecker?Welchen Sinn soll das denn haben?
A propos Eagle Library..., hatte letztens auf einer Platine einen MOSFET
mit vertauschtem Drain und Source in der Library.Ist natürlich nervig
auf einer Platine. Am besten immer kontrollieren.
Erstmal vielen Dank für's rege Mitsuchen nach einer Lösung....
@Hannes:
Fädeln wäre natürlich eine Lösung, ich betrachte es im Moment allerdings
als absolute Notlösung.
@David:
Ich denke das ergibt sich einfach wenn man die im Viereck angebrachten
Kontakte sinnvoll auf eine Ebene projizieren will. War mir aber auch bis
eben auch neu. Leider.
Eigentlich dachte ich auch alles kontrolliert zu haben. Wahrscheinlich
war dem auch so, bis auf eine kleine Ausnahme.... :-(
@Gast:
Wenn ich es richtig in Erinnerung habe müßte USB A funktionieren. Ist
aber auch eine Notlösung und paßt vom pitch her nicht wirklich....
Irgendwer wird sich diese lib wahrscheinlich angelegt haben weil er
genau diese Buchse hatte. Sie zu finden wäre also optimal. Bin aber für
jegliche Hinweise weiterhin gerne offen...
@Gast
Das mit der anderen Seite wollte ich auch vorschlagen.
@Ein Hilfesuchender
Funktioniert die Schaltung bei Bestückung des falschen
Teils? Dann würde ich das Pinning ignorieren.
Komisch das es da Bauteile mit gespiegelten Pins gibt.
Naja, das Pinning ist ja nicht komplett spiegelverkehrt. USB A scheint
paßt leider doch nicht. Höchstens ich montiere sie auf dem Kopf oder -
wie ihr vorgeschlagen habt - auf der Unterseite der Leiterplatte...
Ein Hilfesuchender wrote:
> Fädeln wäre natürlich eine Lösung, ich betrachte es im Moment allerdings> als absolute Notlösung.
man gewöhnt sich daran.
beim ersten mal tuts noch weh, aber irgendwann findet man dann nichts
mehr dabei, dass eine Version 0.9 Platine solche Korrekturen aufweist.
Eine kleine Lage Plastikspray nach dem Reinigen und Löten der Platine
und man läuft auch nicht Gefahr die Fädeldrähte abzureissen.
Mir fallen da zwar in paar boese sachen ein, aber ist eigentlich auch
alles nicht das gelbe vom ei.
USB A Stecker zum einlöten fals die pads passen. (sowas wie an einem USB
Stick) Anschliesen dann über eine USB Verlängerung. ich vermite aber
mal, das die pinbelegung gerade falschrum ist (4 3 2 1)
oder USB a Buchse und ein passendes kabel verwenden. Das kabel sollte es
laut usb - org gar nicht geben, ist aber kauflich zu erwerben ( A
Stecker auf A Stecker)
micro / mini usb haben leider alle 5 pins. pin 4 ist der ID und sollte
bei B nicht oder nur über einen Wiederstand auf masse angeschlossen
sein.
Oder ein USB Kabel abscheiden und die adern direckt anlöten.
so einen stecker wird es fast nicht geben, wenn man sich die pinbelegung
in der buchse anschaut.
gruss
Vielen Dank für die rege Beteiligung sowie die vielen kreativen Ideen!!!
Das Forum muss ich mir echt merken...
USB-A Buchse müßte eigentlich passen, allerdings stimmte es ja dann von
der Funktion her nicht mehr. ;-)
Ich bleibe weiter auf der Suche, vielleicht gibt es die Buchse ja doch
irgendwo. Ach ja, die lib war übrigens von hier:
Beitrag "Suche mehrere Bauteile für Eagle"
1_USER.lbr
@Analog:
Genau, am besten von USB auf Schuko-Stecker oder so ;)
Hab letztens mal den INA125 in einem Projekt verbaut, nur um dann
festzustellen, daß der Abstand zwischen den beiden Pinreihen in der
Eagle-Lib falsch ist. Ist 1,5 Jahre her...
Leider hat es Cadsoft nicht die Bohne interessiert. Beim letzten
Nachsehen war immer noch die falsche Version der Lib online. Naja, dann
müssen halt noch ein paar andere Ings sauer auf Cadsoft werden und
Boards in die Tonne treten...
@Gerhard
Hey! Gute Idee, aber Vorsicht: Stecker nicht falschrum reinstecken.
Mir ist das auch schon mehrmals passiert seitdem mache ich meine
Footprints immer selbst und drucke die Leiterplatte (PCB) erstmal mit
dem Drucker aus und lege die Teile drauf bzw. Messe nochmal nach.
Passiert aber trotzdem noch manchmal - Menschen machen halt mal Fehler.
Letzteres wäre auch mein Vorschlag.
Einfach eine kleine Platine machen auf der die Leitungen sauber
getauscht werden und die dann per Pinpad huckepack auf deine drauf
löten. Nicht schön aber selten ;-)
@ Ein Hilfesuchender (Gast)
An deiner Stelle würde ich ein Kabel mit USB-Stecker nehmen und das
Kabel an die Pads löten.
Das Kabel natürlich so am Gehäuse befestigen dass die Pads nicht
abgerissen werden können.
Ich habe mich jetzt für eine Lösung, die optisch am wenigsten aufällt:
man "patche" sich seine eigene USB-Buchse!!! ;-)
Nochmal danke für die Tips.
Super Forum hier!!!!
Ein Hilfesuchender wrote:
> Ich habe mich jetzt für eine Lösung, die optisch am wenigsten aufällt:> man "patche" sich seine eigene USB-Buchse!!! ;-)
Wow! Kompliment für die Ausführung! Bist Du im Nebenberuf Uhrmacher oder
Goldschmied oder Zahnarzt?
Jedenfalls sieht es wirklich präzis und sauber aus.
Danke für die Blumen. Bei manchen Dingen zahlt sich jahrelange Praxis
eben doch aus. Auch wenn es schon eine Weile her ist, daß ich regelmäßig
einen Lötkolben in der Hand hatte. Heute schreibt man ja nur noch
Software.... ;-)