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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik mc34063 5v->22V


Autor: Hannes G. (Gast)
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Hallo,

ich versuche mir grad mit

http://cctools.hs-control.de/download/mc/mc34063.html

die Schaltung für einen mc34063 zu berechnen.

Ich würde gerne aus 5V->22V erzeugen, benötigt wird nur ca. 1mA, es 
dient nur als Steuerspannung für 3 MOSFETs. (Falls jemand eine günstige 
(ca. 50 - 80 cent) Lösung mit einem chip kennt, gerne!)


Allerdings bin ich elektrotechnisch ziemlicher Anfänger und kann nicht 
alle Werte sinnvoll ausfüllen (so dass dann sinnvolle Bauteilwerte 
rauskommen.

Was ist denn für Vripple (100mV sollten doch wunderbar passen?) und Fmin 
(da hab ich leider garkeine Ahnung) gut geeignet?


Danke!

Autor: Matthias D. (marvin42)
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Der Chip realisiert einen Step-Up Regler: in einfachen Worten: du 
schaltest den Strom in der Spule mit einer Frequenz nach Masse, die 
Gegeninduktion in der Spule sorgt für die Spannung am Ausgang.

Der Artikel in http://schmidt-walter.eit.h-da.de/smps/smps.html erklärt 
das auch ganz gut.

Prinzipiell stellt man Step-Up Regler über das Tastverhältnis ein - in 
deinem Fall macht das der Chip, als Frequenz würde ich hier ca. 20 
(10-100) kHz vorschlagen.

100 mV Ripple sind sicher erst mal ok, hängt aber auch davon ab, was 
deine MOSFETs denn so ansteuern...

Das Problem ist, dass man bei einem Schaltregler mehrere Designziele 
verfolgen muss, die miteinander kollidieren:
1. kleiner Strom in der Spule > große Induktivität
2. meist möchte man aber eine kleine (Bauform) Induktivität haben, dazu 
müsste man aber die Frequenz erhöhen
3. Hohe Frequenz und kleine Spule > größere Verluste im Chip

Du solltest auch beachten, dass ein Schaltregler nach Möglichkeit einen 
Mindeststrom liefern soll, ein Betrieb ganz ohne Last ist ungünstig. Ein 
Strom von nur 1 mA ist daher für die Dimensionierung der Schaltung eher 
schlecht, berechne das Beispiel doch mal mit 5 mA oder 10 mA durch und 
schau dir die Werte an. Im Zweifel betreibt man da einfach eine LED 
durch die zB immer 5 mA fliessen.

In jedem Fall musst du die Dimensionierung nochmal gegenrechnen. Die 
Bauteil-Werte die die Berechnung liefert, wirst du nicht kaufen können 
und schliesslich haben L und C auch Toleranzen. Also, nochmal reale 
Werte einsetzen und durchprüfen. Den ersten Test der Schaltung machst du 
dann am besten erst mal mit einem Lastwiderstand (bei 22V und 10 mA = 
2.2 kOhm)

Ich würde dann auch bei R1 einen Widerstand+Trimmer (in Reihe) 
verwenden, um die Spannung einstellen zu können.

Billiger geht so eine Schaltung eigentlich nur, wenn du einen konstanten 
Strom benötigst, zB für eine LED-Beleuchtung etc. Dann kann man das 
Tastverhältnis zB mit einem NE555, PIC oder ATtiny fest erzeugen und die 
Schaltung passend berechnen. Aber: Laständerungen haben dann zur Folge, 
dass mit weniger Last die Spannung (zT heftig) ansteigt !

Wenn du eine geregelte Spannung benötigst, dann ist ein Chip wie der 
34063 sicher die richtige Wahl.

matthias

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