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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Oszilloskop für Hobbybedarf


Autor: Stefan T. (_distance_07)
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Hallo Leute,

ich will mir nun auch ein Oszilloskop anschaffen.

Ich beschäftige mich hobbymäßig mit Mikrokontrollern und steige auch 
grade in die Analogtechnik ein.

Daher wollte ich mal wissen, was ein geeignetes Oszilloskop für diesen 
Bereich ist.

Wird mir wohl ein 20MHz Hameg von ibää reichen oder wie sieht es mit 
einem PC Oszilloskop aus ?




Schonmal vielen Dank für Eure Hilfe


Grüße

Stefan

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Stefan T. wrote:
> Hallo Leute,
>..
> Ich beschäftige mich hobbymäßig mit Mikrokontrollern und steige auch
> grade in die Analogtechnik ein.
>
> Daher wollte ich mal wissen, was ein geeignetes Oszilloskop für diesen
> Bereich ist.
>
> Wird mir wohl ein 20MHz Hameg von ibää reichen oder wie sieht es mit
> einem PC Oszilloskop aus ?

> Schonmal vielen Dank für Eure Hilfe
>


20 MHz ist schenll ein bißchen knapp für das was Du nennst.
PC Oszilloskop macht auch nicht immer sehr glücklich.

Häifige Threadmeinung ist hier > 50 MHz zu nehmen.

Ich kann Dir Tektronix 2215 empfehlen, 2 kanal 60MHz. Und auch nicht 
wesentlich höher im Preis als hm203-7.

Du kannst neben ebay auch z.B. unter www.quoka.de  schauen, da fand ich 
auch das tektronix 2215

hth,
Andrew

Autor: pinsonne-elektronik (Gast)
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Hallo Stefan T.,

ich empfehle das preiswerte Rigol DS1052E
50 MHz, 1GSa/s Abtastrate im Einkanalbetrieb, 2x500MSa/s im 
Zweikanalbetrieb,
1 Mpoint Speicher in den Zeitbasen, wo das Gerät mit Real time Sampling 
arbeitet, mit Digitalem Filter und FFT im Gerät

oder das UNI-T UT2062CE
60 MHz, 1GSa/s Abtastrate im Einkanalbetrieb, 2x500MSa/s im 
Zweikanalbetrieb,
25 kpoints Speicher in allen Zeitbasen, FFT, etwas besseres Display als 
Rigol und rauschärmere Erfassung als Rigol,

oder das UNI-T UT2102CE
100 MHz, 1GSa/s Abtastrate im Einkanalbetrieb, 2x500MSa/s im 
Zweikanalbetrieb,
25 kpoints Speicher in allen Zeitbasen, FFT, etwas besseres Display als 
Rigol und rauschärmere Erfassung als Rigol

Weitere Fragen zu den Geräten beantworte ich gern

mfG www.pinsonne-elektronik.de

Autor: Michael (Gast)
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Also ehrlich gesagt: Es hat bei mir Seltenheit, dass ich den Takt des 
Prozessors kontrolliere, grade im Hobbybereich. Wann hat man denn echt 
schonmal über ein Megahertz Takt außer am Prozessor? Von daher finde ich 
eigentlich, dass es auch ein 20 oder gar 10 MHz Oszilloskope tut, grade 
im Hobbybereich.

Autor: pinsonne-elektronik (Gast)
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Hallo, für einfache Anwendung empfehle ich das UNI-T UT81B

Das ist ein SCOPE-Meter " 1 Kanal DSO und Multimeter in einem "
Es hat eine analoge Bandbreite von 8 MHz und eine Abtastrate von 40MSa/s
Im Display kann man dann gut die Signalausgaben sehen.
Weiterhin kann man über USB-Schnittstelle mitloggen.

Wenn man nur relativ langsame Signalausgaben kontrollieren möchte reicht
das UNi-T UT81B sicher oft auch

Weitere Fragen zu den Geräten beantworte ich gern.

mfG www.pinsonne-elektronik.de

Autor: A. K. (prx)
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Michael wrote:

> Also ehrlich gesagt: Es hat bei mir Seltenheit, dass ich den Takt des
> Prozessors kontrolliere, grade im Hobbybereich. Wann hat man denn echt
> schonmal über ein Megahertz Takt außer am Prozessor?

Bei SPI ist das eher typisch. Und wenn du mit dem Timing vom externen 
Speicher bereits eines AVRs zu tun hast, oder mit handgeschüttelten 
Grafik-LCDs (Benedikt&Co). Nutzlos ist ein 20er Scope da nicht, aber an 
der Zeitauflösung fehlt es u.U. etwas. Jedenfalls dann wenn was nicht 
funktioniert.

Autor: Kupfer Michi (Gast)
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Natürlich ist alles hilfreich, was etwas schneller als eine Multimeter 
ist.

Aber wer mit 20MHhz unterwegs ist, sieht die Welt wie unter V a l i u m 
10:
alles ist rosig glatt und weit und breit ist kein Problem zu sehen... 
und trotzdem passen die Dinge vorne und hinten nicht zusammen.

Erst wenn mann die Welt mal mit einem 200MHz Oszi gesehen hat, weiss 
welche ungezähmten Monster fröhliche schwingungspartys so auf der 
Platine treiben und man hat eine Chance zu lernen und damit tiefer in 
die Materie einzudringen.

Wer jedoch eh nur vor hat, erprobte Schaltungen nachzubauen und am 
liebsten von den Details nichts wissen will, nach dem Motto Hauptsache 
es läuft, hat jedoch mit einem 20MHz einen ruhigeren Schlaf.

Gebrauchte Tektronix 100-200MHz Oszis gibt es für 300-500€.

Autor: Michael (Gast)
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Sicher, pxr, es gibt auch für den Hobbykeller wo es mal ein wenig mehr 
sein könnte, das kann es immer. Aber wenn ich ein 20 MHz-Scope auf dem 
Tisch stehen hab...wie oft mess ich schon Signale im MHz-Bereich? Also 
ich kann natürlich auch nur für mich sprechen und bei mir hat das schon 
einen hohen Seltenheitscharakter. Ich kenn noch ein paar Bastler, bei 
denen schaut es nicht besser aus. Meist werden PWMs zur Motoransteuerung 
und ähnliches gemessen, die liegen im kHz-Bereich. Auch bei den 
Frequenzgeneratoren hat es doch Seltenheitswert, dass wir da in den 
MHz-Bereich abwandern, meist ist das benötigte Signal kleiner. Und mit 
einem 20 MHz ist das alles gut handhabbar.

Also ich würde vergleichen, wenn es ein 60 MHz-Scope zu ähnlichem Preis 
wie ein 20er gibt, klar dann würd ich zum 60er greifen, das ist ja nicht 
verkehrt. Aber jetzt gezielt 60er oder gar 100er zu suchen finde ich 
etwas overdressed für den Hobbykeller.

Autor: Kupfer Michi (Gast)
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>Meist werden PWMs zur Motoransteuerung und ähnliches gemessen, die liegen >im 
kHz-Bereich

Das ist genau die Falle die ich meinte:

Du hast einen System das "nur" mit ein paar KHz arbeitet, schaust dir 
die Signale mit einem 20MHz Oszi an und denkst: alles paletti.

Was du damit aber nicht siehst, ist z.B. ob deine FET 
Ansteuerung/H-Bridge wegen falscher Ansteuerung/Snubberauslegung 
fröhlich im UKW Bereich herumspratzt und du zur Landplage fürs ganze 
Viertel wirst.

Autor: Student (Gast)
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Also ich hätte sehr gerne ein 200MHz Oscar. Aber ich hab leider das Geld 
nicht.

Man muss auch überlegen, dass man im Hobbykeller eben bastelt und keine 
industrielle, hoch qualitative Entwicklung betreibt. Ich bin auch der 
Meinung ein solches Oscar ist für den einfachen Bastler ne Nummer zu 
teuer.

Autor: pinsonne-elektronik (Gast)
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Hallo,

es ist natürlich die Frage, was man möchte?
Wenn man EMV Probleme sucht und beseitigen möchte braucht man natürlich 
mehr Bandbreite oder eventuell gleich noch einen Spektrumanalyzer.
Für jemanden der seine Software zur Funktion bringen möchte, bzw. 
hauptsächlich sich damit beschäftigt seine Programmierung zu verbessern, 
reicht sicher weniger Bandbreite:

Von der Firma UNI-TREND gibt es noch 25MHz und 40MHz Modelle, für ganz 
sparsame auch nur mit S/W Display:
z.B.:
das UT2025B, 25MHz, 2CH, 250MSa/s im Einkanalbetrieb und 2,5kpoints 
Speicher, S/W
das UT2025C, 25MHz, 2CH, 250MSa/s im Einkanalbetrieb und 2,5kpoints 
Speicher, aktiv Farb TFT
das UT2042C, 2CH, 500MSa/s im Einkanalbetrieb und 2,5kpoints Speicher, 
aktiv Farb TFT
das UT2042CE, 2CH, 1GSa/s im Einkanalbetrieb und 25kpoints Speicher, 
aktiv Farb TFT

Auch sollte man bei der Auswahl einwenig an die Zukunpftige Projekte 
denken, wo man vielleicht noch etwas mehr braucht.

mfG www.pinsonne-elektronik.de

Autor: loloonus (Gast)
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Hallo,
also ich hab mir letztens auch ein 100MHz Oszilloskop zugelegt,
bezahlt hab 100eus allerdings weist es leichte Gebrauchsspuren auf. Es 
handelt sich dabei um ein Volcraft 6100 ist vieleicht nicht das Beste 
aber für den Hobbybereich reicht es allemal und ich denke mit 100 Euro 
kann man da nicht allzuviel falsch machen.


Gruß loloonus

Autor: Jens (Gast)
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Als Alternative kann ich das Oszi GW Instek GDS-1022 empfehlen. Ist ein 
25MHz-Teil für aktuell 315€ brutto. Habe auch eine ganze Weile überlegt, 
ob nicht ein 40 oder 60MHz-Gerät besser wäre. Doch für die allermeisten 
meiner Meßaufgaben reicht das 25MHz-Oszi vollkommen aus. Natürlich hätte 
ich auch gern ein 100MHz- Oszi, aber es ist halt immer eine Frage, was 
einem das Hobby wert ist, bzw. wie gut die Hobbykasse gefüllt ist.

Autor: Lars Thalheim (laptop24)
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Nachdem ich nun viele Thread zum Thema "Oszi-Auswahl" gelesen habe, habe 
ich folgenden Eindruck (das ist übrigens nicht auf Oszis beschränkt):

Ein Student mit wenig Geld fragt nach Empfehlungen für ein kleines Auto. 
Nix Besonderes. Die Anforderungen sind lediglich, dass es maximal 15000€ 
kosten darf, es soll Fahrer- und Beifahrerairbag haben und es darf 
höchstens zwei Jahre alt sein. Alles andere ist egal.

Es kommen dann Empfehlungen wie:

1) Nimm doch einen Bully von 1978. Die sind wesentlich größer als Autos, 
die man heute für 15000€ kaufen kann. Außerdem gibt's die billig bei 
Quoka. Die haben zwar keinen Airbag, aber den habe ich eh noch nie 
gebraucht (!).

2) Spar lieber noch ein paar Jahre und nimm dann gleich einen Audi A4. 
Der hat sogar 8 Airbags. Damit bist Du dann die nächsten Jahre 
glücklich.

3) Also in der Firma fahren wir S-Klasse und 7er BMW. Mit denen kann man 
auch mal 250 fahren. Mit allem Anderen kommst Du einfach ganz schnell an 
die Grenzen.

Ich weiß ja nicht, was manche Leute für Hobby-Budgets haben. Aber viele 
Leute müssen eine Familie versorgen. Von dem Geld das übrig bleibt 
können dann die Hobbies der Familienmitglieder finanziert werden.

Wenn man in den nächsten Wochen ein Oszilloskop kaufen möchte, für das 
der Familienrat maximal 600€ gebilligt hat, dann ist es einfach Unsinnig 
mit Empfehlungen anzukommen, die raten noch zwei Jahre zu sparen. Denn 
man braucht das Oszilloskop "jetzt"; nicht erst in zwei Jahren.

Wenn man in zwei Jahren erkennt, dass die Anforderungen gestiegen sind, 
dann muss in zwei Jahren die Finanzsituation erneut geprüft werden.

Man kauft doch auch als 20-jähriger Azubi keine Eigentumwohnung mit 
140qm und 5 Zimmern, für den Fall dass man mit 40 Jahren mal Frau und 3 
Kinder hat. Es sei denn, man hat einen reichen Papi der nicht weiß, 
wohin mit der Kohle.

Auch hilft es nicht weiter, wenn dann jemand ins Gewissen redet: "ja 
schau mal. Vielleicht willst Du mal ein paar mehr Kanäle gleichzeitig 
sehen. Und irgendwann kommt vielleicht auch mal HF-Technik dazu. Also 
kauf lieber gleich ein 8 Kanal-Oszi mit 1GHz und 10TSps. Sonst ärgerst 
Du Dich später nur rum."

Glücklicherweise gibt es auch einige Leute, die die Kirche im Dorf 
lassen und realistische Tipps geben. Vielen Dank dafür.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Lars Thalheim schrieb:
>
> Ich weiß ja nicht, was manche Leute für Hobby-Budgets haben. Aber viele
> Leute müssen eine Familie versorgen. Von dem Geld das übrig bleibt
> können dann die Hobbies der Familienmitglieder finanziert werden.
>

Das wissen wir hier auch nicht was viele Leute hier an Familien, etc. 
haben. Und Studenten gibt's in jeder Gehaltklasse zwischen Bafög und 
Papa-ist-Milliardär.
Ebenso als Singel-mit_Kohle-zum-Vergeuden sowie 
Familenväter-mit-mehreren-Kindern. Ob da überhaupt noch Zeit für'S Scope 
bleibt?



>
> Glücklicherweise gibt es auch einige Leute, die die Kirche im Dorf
> lassen und realistische Tipps geben. Vielen Dank dafür.


Tja, da viele Fragen hier so weitläufig gestellt werden, ist die 
Bandbreite der Antworten ähnlich weitläufig.

Mann kann das was hier an Beiträgen vorliegt hier auch einfach als 
Anregung betrachten.

Gedanken was man letztlich kaufen will muß man sich letztlich dann 
selber machen.

Übrigens sind viele mit den Scopes, gekauft aus www.quoka.de sehr 
zufrieden  -  die Resonanz an PN zu dieser Anregung zeigt mir das diese 
Plattform und der Hinweis darauf durchaus Sinn macht.

hth,
Andrew

Autor: Norgan (Gast)
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> Ein Student mit wenig Geld fragt nach Empfehlungen für ein kleines Auto.
> Nix Besonderes. Die Anforderungen sind lediglich, dass es maximal 15000€
> kosten darf, es soll Fahrer- und Beifahrerairbag haben und es darf
> höchstens zwei Jahre alt sein. Alles andere ist egal.

Wer maßgeschneiderte Beratung möchte, der soll sich einen Berater mieten 
und nicht in ein DISKUSSIONSforum gehen, in den naturgegeben diskutiert 
wird.

Hinzu kommt, dass Oszilloskope nun mal keine Autos sind. Abgesehen davon 
glauben die Oszilloskopsucher alle, dass das Auto nicht 15000 sondern 
gerade mal 150 Euro kosten darf, für 200 PS. Die dann übrig bleibenden 
Alternativen Sparen oder Schrott kaufen, den man sich schön redet, 
werden von den Leuten aufgenommen, als ob sie bisher im Lalala-Land 
gelebt hätten und sie einen Anspruch, nein, einen ANSPRUCH auf einen 
Supersportwagen hätten.

Richtig ist, sie haben weder Anspruch auf Beratung hier im Forum, noch 
Anspruch auf ein Super-Oszilloskop für 150 Euro.

Und jeder glaubt, sein Oszilloskop-Kauf wäre was ganz besonderes und 
daher hat man es nicht nötig, die 1001 vorherigen Threads zu lesen. 
Geschweige denn, sich mal mit den Grundlagen eines Oszilloskops und 
grundlegenden Spezifikation  bekannt zu machen (Analogbandbreite, 
Abtastrate, wie viele Oberwellen eines Rechtecksignals sollte man 
mitnehmen).

Und jeder glaubt, dass er mit der Rostlaube vom eBay-Schrottplatz was 
ganz geiles, tiefergelegtes, mit Spoiler bekommt und ist stinksauer, 
wenn man  vor den Gebrauchtwagenhändlern ala RTLs fiktiven Autohändlern 
Jörg und Dragan und vor der Rostlaube warnt und statt dessen ein 
vernünftiges Fahrzeug empfiehlt.

Und daher hat hier eigentlich niemand mehr Lust, jemanden bezüglich 
eines Oszilloskops zu beraten. Ausgenommen natürlich Lars Thalheim, dem 
ich hiermit amtlich die Beratung für die nächsten zehn Anfragen 
übertrage.

Gratulation an Lars Thalheim, zu diese wichtige Aufgabe, für die wir ihm 
alles Gute wünschen.

Autor: Lars Thalheim (laptop24)
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Ein hitziger Beitrag...


Norgan schrieb:
> Abgesehen davon
> glauben die Oszilloskopsucher alle, dass das Auto nicht 15000 sondern
> gerade mal 150 Euro kosten darf, für 200 PS.

Nein. Die Oszilloskopsucher glauben das das Auto 15000€ kosten darf. 
Deshalb sagen sie es ja.

Manche Oszilloskopempfehler glauben aber scheinbar, dass die 
Oszilloskopsucher zwar 15000€ sagten, aber eigentlich 150€ meinten.


> Richtig ist, sie haben weder Anspruch auf Beratung hier im Forum, noch
> Anspruch auf ein Super-Oszilloskop für 150 Euro.

So weit, so gut.


> Und jeder glaubt, sein Oszilloskop-Kauf wäre was ganz besonderes und
> daher hat man es nicht nötig, die 1001 vorherigen Threads zu lesen.

Wenn ich bei Google "Oszilloskop Empfehlung" eingebe, werden 3920 
Treffer gelistet. Soll man jetzt 3920 Seiten durchlesen, in der 
Hoffnung, dass die eigene Frage vielleicht beantwortet wird? Wie 
realistisch ist das denn?


> Geschweige denn, sich mal mit den Grundlagen eines Oszilloskops und
> grundlegenden Spezifikation  bekannt zu machen (Analogbandbreite,
> Abtastrate, wie viele Oberwellen eines Rechtecksignals sollte man
> mitnehmen).

Ok. Das ist ein Punkt, den man gelten lassen kann.


> Und jeder glaubt, dass er mit der Rostlaube vom eBay-Schrottplatz was
> ganz geiles, tiefergelegtes, mit Spoiler bekommt und ist stinksauer,
> wenn man  vor den Gebrauchtwagenhändlern ala RTLs fiktiven Autohändlern
> Jörg und Dragan und vor der Rostlaube warnt und statt dessen ein
> vernünftiges Fahrzeug empfiehlt.

Wobei sich "vernünftig" an den vorgegebenen Rahmenparametern orientieren 
sollte. Wenn die Alternativen völlig jenseits dieser Rahmenparameter 
liegen, dann hat das nur noch wenig mit "vernünftig" sondern vielmehr 
mit Wunschtraum zutun.


> Und daher hat hier eigentlich niemand mehr Lust, jemanden bezüglich
> eines Oszilloskops zu beraten. Ausgenommen natürlich Lars Thalheim, dem
> ich hiermit amtlich die Beratung für die nächsten zehn Anfragen
> übertrage.

Vielen Dank, aber das war nicht nötig. Ich frage mich, wieso man sich 
von meiner Meinung so angepisst fühlen muss?

Autor: Jens (Gast)
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@Lars:

Oszilloskop kaufen ist hier ein heikles Thema. Ich stimme
Deiner Beobachtung zu, das hier oft an den Vorgaben vorbei
empfohlen wird. Auch die Unsitte jeden, der nicht bereit
ist von den großen T*k/Ag*t/L*C* zu kaufen, zurechtzuweisen
ist recht verbreitet. Es würde ja reichen auf die Kompromisse
hinzuweisen, die man mit den meistens preislichen Vorgaben
eingeht. Es gibt für alle Preisklassen verschiedene Varianten,
da die besseren zu empfehlen würde den Fragenden am meisten
helfen.

Jens

Autor: P. S. (Gast)
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Jens schrieb:

> Oszilloskop kaufen ist hier ein heikles Thema.

Das liegt einfach daran, dass die vernuenftigen Leute irgendwann keine 
Lust mehr haben, immer wieder den gleichen Text abzuspulen. Auf solche 
Fragen antworten irgendwann nur noch Leute, die selbst neu sind oder 
denen langweilig ist. Entsprechend sind die Antworten dann auch...

Autor: A. K. (prx)
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Lars Thalheim schrieb:

> Wenn ich bei Google "Oszilloskop Empfehlung" eingebe, werden 3920
> Treffer gelistet. Soll man jetzt 3920 Seiten durchlesen, in der
> Hoffnung, dass die eigene Frage vielleicht beantwortet wird? Wie
> realistisch ist das denn?

Und nun sind es deshalb schon 3921.

Du könntest bei der Gelegenheit deinen Nachfolgern im Fragen einen 
wesentlichen Dienst leisten: Die ganzen "Ich suche einen Oszi" Threads 
im Forum durchforsten und die informativeren als Links an den Oszi 
Artikel dran hängen.

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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Stell dir folgendes Szenario vor: Ein Händler möchte seine reparierten 
TEKs über Quoka loswerden und meldet sich hier an. Was würdest du an 
seiner Stelle machen?

Autor: Norgan (Gast)
Datum:

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>> Und daher hat hier eigentlich niemand mehr Lust, jemanden bezüglich
>> eines Oszilloskops zu beraten. Ausgenommen natürlich Lars Thalheim, dem
>> ich hiermit amtlich die Beratung für die nächsten zehn Anfragen
>> übertrage.

> Vielen Dank, aber das war nicht nötig.

Doch, dass ist nötig. Zeig mal wie das geht, wenn du so klar weißt, wie 
mit den Anfragen umzugehen ist. Nur zehn lächerliche Anfragen. Die hast 
du in wenigen Tagen durch.

> Ich frage mich, wieso man sich von meiner Meinung so angepisst fühlen
> muss?

Meinung? Du hast jene Leute angepisst, die hier überhaupt noch was zu 
Oszilloskop-Fragen sagen. Du kommst genau mit dem beschissenen 
Anspruchsdenken, dass es das maßgeschneiderte Wunder-Oszilloskop zum 
Niedrigstpreis geben muss, dass Wunder statt physikalische Gesetze 
gelten wenn das Oszilloskop nur billig ist, jeder ein Anspruch auf 
dieses Wunder-Oszilloskop hat und hier gefälligst nur unterwürfigst 
Antworten zu geben sind, die aufzeigen wo genau jenes maßgeschneiderte 
Oszilloskop zum Niedrigstpreis bei Null Risiko zu bekommen ist.

Du willst Meinung? Ok, hier Meinungen zum Oszilloskop-Kauf, die man im 
Forum schon gar nicht mehr vertreten darf ohne virtuell eins auf die 
Schnauze zu bekommen:


- Oszilloskope kosten Geld

- Was bei Oszilloskopen realistisch als billig gilt ist immer noch eine 
Menge Geld

- Billige (was bei Oszilloskopen realistisch als billig gilt) 
Oszilloskope gibt es haufenweise

- Billige (was bei Oszilloskopen realistisch als billig gilt) 
Oszilloskope sind genau das: billig

- Gute Oszilloskope sind keine Massenware

- Gute Oszilloskope (Mittelklasse-Oszilloskope) sind teuer

- Spitzen-Oszilloskope sind unglaublich teuer

- Nur weil X Euro viel Geld sind, heißt das nicht, dass man dafür viel 
Oszilloskop bekommt

- Nur weil auf einem Klumpen Elektronik das Wort "Oszilloskop" 
draufsteht ist es noch lange keins oder kein brauchbares

- Wer gebraucht kauft, kauft mit erhöhtem Risiko

- Ein Super-Preis minimiert kein Risiko

- Im Gegenteil, oft gilt: Risiko = K / Preis

- Wer gebraucht auf eBay kauft, kauft mit einem höheren K

- Wer grundlegende Oszilloskop-Spezifikationen nicht versteht oder nicht 
verstehen will, kauft mit einem höheren Risiko

- Wer nicht weiß, was er messen will oder nicht drüber nachdenken will, 
kauft mit einem höheren Risiko

- Wer nicht weiß, welche Funktionen er braucht oder es nicht wissen 
will, kauft mit einem höheren Risiko

- Geduld, angeeignete Sachkenntnis, Realismus, klarer Kopf und 
Ehrlichkeit mit sich selbst minimieren das Risiko beim Kauf

- Anspruchsdenken, Schnäppchengeilheit, Leben im Lalala-Land und mit dem 
Kopf durch die Wand wollen erhöhen das Risiko

- Das Nennen eine Markennamens ist kein Verbrechen

- Das Nennen eines Mittelklasse-Markennamens ist schon gar kein ein 
Verbrechen

- Auch wenn für manche eine Mittelklasse-Marke oder ein 
Mittelklasse-Gerät schon High-End ist, bleibt es doch Mittelklasse.

- Das Abraten von Billig-Gelump ist ebenfalls kein Verbrechen

- Das Erwähnen und Diskutieren technischer Daten ist kein Verbrechen

- Das Erwähnen von Erfahrungen ist kein Verbrechen

- Das Nennen eines Herkunftslandes ist kein Verbrechen

- Nachfragen was der OP eigentlich machen will ist kein Verbrechen

- Der Hinweis darauf, dass sich hinter einem Gerät eine vorgebliche 
Marke ein OEM- oder OED-Produkt versteckt ist kein Verbrechen

- Weil angeblich irgendwann, irgendjemand, irgendwo und mit Null Risiko 
den Spitzendeal bekommen hat, heißt das nicht, dass man ihn auch 
bekommt, weder an der selben Stelle, noch anderswo, noch mit Null 
Risiko. Viele spielen Lotto, sehr wenige gewinnen.

- Geldmangel ändert nichts an den Gesetzen der Physik

- Geldmangel ändert nichts an der Qualität, Tauglichkeit oder Funktion 
eines bestimmten Gerätes

- Die logische Lösung bei Geldmangel heißt selten "was billigeres 
finde", sondern "seinlassen und mit dem Geld was besseres machen".

- Nicht-Oszilloskop-Funktionen in einem Oszilloskop (z.B. LA) lohnen 
selten, da oft halbherzig implementiert

- Bei Altgeräten bekannter Marken sind die Chancen sie im Fall eines 
Defekts reparieren zu können (Schaltplan, Ersatzteile) grösser, als bei 
seltenen, unbekannten Geräten oder Geräten für die sich kein Schaltplan 
auftreiben lässt.

- Der Wert von Neugeräten verfällt schnell

- Der Wertverfall eines Neugerätes ist der Preis, den man für ein 
geringeres (nicht Null) Risiko zahlt

- Der Wertverfall von Mittelklasse Marken-Neugeräten (echten Marken, 
nicht OEM), ist etwas geringer als bei anderen Geräten.

- Risiko muss man sich leisten können

Autor: Lars Thalheim (laptop24)
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Nun ist aber mal Schluss, Mr. Norgan...

ich glaube nicht, dass ich mich hier von Ihnen so ankeifen lassen muss. 
Ich habe lediglich meine Meinung geäußert, dass es einige Leute gibt, 
die eine Anfrage völlig an den Anforderungen vorbei beantworten. Falls 
Sie das in Ihrer Ehre oder in Ihrer Allwissenheit gekränkt hat, dann tut 
mir das leid.

Wenn Sie die Anfragen von Anfängern (Blödmännern) für nicht würdig 
halten gestellt zu werden - und wenn Ihnen einige Kommentare nicht in 
den Kram passen, dann zwingt Sie hier niemand sich am Forum zu 
beteilligen und andere Leute zu beleidigen. Suchen Sie sich einen 
Angestellten, der für Ihre Wutausbruche Geld bekommt. Den können Sie 
dann nach Bedarf anfahren wie Sie wollen.

Ich habe kein "beschissenes Anspruchdenken". Ich habe nicht mal was zu 
einem Oszilloskop gefragt. Das scheint Ihnen in Ihrere Raserei abhanden 
gekommen zu sein.

Möglicherweise ist meine Wertvorstellung eine Andere als Ihre. Die 
Initiatoren der meissten Threads zum Thema haben mit keinem Wort erwähnt 
ein "maßgeschneidertes Wunder-Oszilloskop" zum Preis von 1,50€ inklusive 
Versand haben zu wollen. Und sogar mir ist der Zusammenhang zwischen 
Qualität und Preis bekannt.

Und dennoch ist die Frage nach günstigen Alternativen angebracht, wenn 
man z.B.:

- die teilweise exorbitanten Margen einiger Hersteller nicht in Kauf 
nehmen will,
- nur ein begrenztes Budget hat, mit dem man auskommen muss,
- die Anforderungen es einfach überflüssig werden lassen, nach dem 
"maßgeschneiderten Wunder-Oszilloskop" zu suchen

Wenn ich einmal im Jahr ein Loch in eine Betonwand bohre um ein Bild 
aufzuhängen, dann muss es nicht der Hilti Bohr-Meissel-Hammer für 1600€ 
sein. Nein. Es reicht auch der 40€ Hammer von Aldi. Dann ist es einfach 
völlig an den Anforderungen vorbei, den Benutzer des 40€ Hammers als 
"Geiz-ist-Geil"-Knochen zu beschimpfen.

Ich habe mit einer Menge exorbitant teurer Hardware zu tun, die trotzdem 
nicht funktioniert. Sie ist nicht besser als so manche Billigvariante; 
sie hat nur den 100 fachen Preis.

Und bei solchen Erfahungen wird die Frage gestattet sein, ob es nicht 
auch billiger geht.

Beispiel 1:

Eine Kamera, gehärtet, für den Einsatz aussen am Flugzeug, mit 
Digitalsensor, 360° drehbar und GPS. Auflösung: PAL (576x720 Pixel), 
kein Autofokus, kein funktionierender Weißabgleich, keine präzise 
Positionsrückmeldung. Preis dieses Sensors: 680T€. Jede gute Digicam für 
500€ funktioniert um Welten besser.

Beispiel 2:

Ein flugtauglicher Computer mit 4 Dual-Prozessorboards, je 512 MB Ram, 
keine Festplatte, keine Flashdisc, keine Grafikkarte, 1 
Milbus-Interface, 1 SDI-Interface. Preis: 500T€. Der Rechner friert 
ständig ein, der Hersteller doktort ständig daran rum, um die Fehler 
rauszukriegen, kaum Dokumentation. Jedes billige Intel-Serverboard tut 
1000 mal besser.

Aber die Kaufentscheidungen waren nicht meine, und sind von Leuten 
getrieben, denen Geld egal ist, weil es nicht ihr eigenes ist. 
Vielleicht leben Sie ja von genau diesen Leuten und haben deshalb einen 
Hass auf Leute, die mit Ihrem Geld haushalten müssen.

Aber als Privatperson wird man dann gleich mit "Geiz-ist-Geil" 
ausgebuht, wenn man doch mal auf den Preis guckt.

Jawohl. Auch ich bin froh in der Arbeit Entwicklungsrechner zu haben, 
die mit 15TByte Festplattenplatz und 32GB RAM ausgestattet sind. Ja; und 
ich empfinde es als sehr angenehmen, mit einem Grafiktablett zu 
arbeiten, dass ich mir privat nicht leisten könnte. Und man könnte der 
Versuchung erliegen, zu sagen: nie mehr ein Anderes.

Aber das heißt nicht, dass mein privates Tablett für 350€ keine 
hervorragende Qualität hat. Und noch viel wichtiger: es tut seinen 
Zweck.

Wie auch immer.

Sie können empfehlen, was sie wollen. Und ich bin mir sicher, dass die 
Tipps hilfreich sind. Auch wenn Ihr Ton weit jenseits von höflich ist.

Wie gesagt: es zwingt Sie niemand auf inkompetentes Anfängergesülz zu 
antworten.

Autor: bibo100 (Gast)
Datum:

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Lieber Lars,
danke, es gibt mindestens zwei die dieselbe Meinug teilen - gut 
formuliert besonders:

"Aber die Kaufentscheidungen waren nicht meine, und sind von Leuten
getrieben, denen Geld egal ist, weil es nicht ihr eigenes ist.
Vielleicht leben Sie ja von genau diesen Leuten und haben deshalb einen
Hass auf Leute, die mit Ihrem Geld haushalten müssen."

Liebe Grüße

Autor: Sachich Nich (dude) Benutzerseite
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Ach ist das schoen hier! :)

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