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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik 5V Versorgung in mehrere Kanäle trennen


Autor: Steffen O. (derelektroniker) Benutzerseite
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Hallo,
ich möchte an meinem Schreibtisch eine gute und verlässliche 5V 
Spannunsquelle einrichten, vielleicht auch mit 3,3V Kanal, aber den 
bräuchte ich im Moment noch nicht.
Worum es mir nun geht ist folgendes: Ich würde gerne ein 
Schaltnetzteil verwenden, dessen Ausgang aber in drei, oder aber auch 
nur zwei von einander getrennte Kanäle aufteilen. Der Sinn der Sache ist 
folgender: Wenn ich jetzt z.B. am einen Kanal beim Experimentieren mal 
einen Kurzschluss oder was auch immer verursache, dann soll eben das 
Gerät, das am zweiten oder, wenn es den geben wird, dritten Kanal hängt 
davon nicht betroffen sein und keinen Schaden nehmen.
Ist eine solche Trennung einer 5V- Versorgung in zwei oder drei Kanäle 
überhaupt möglich und wenn ja, welcher Schaltungsaufwand muss dafür 
betrieben werden?

Gedacht habe ich mir nun folgendes: Ich nehme irgendein Schaltnetzteil, 
das z.B. 4A Ausgangsleistung hat. Dann baue ich zwei oder drei 
Strombegrenzungen auf die jeweils nur ca. 1A zulassen (mehr brauche ich 
zum Experimentieren auch nicht), und schliesse die eben jeweils an das 
Schaltnetzteil an. Habe ich dann drei "getrennte" Kanäle, die eben die 
Geräte geschützen bei einem Kurzschluss an einem Kanal?

Gut, das war die Trennung, nun soll auch noch eine Strommessung 
eingebaut werden (wenn dann richtig ;-)). Dazu würde ich einfach einen 
µC nehmen (vorzugsweiße den Mega8), den eben mit dem ADC und einem Shunt 
den Strom messen lassen und dann eben den Strom pro Kanal auf einen LCD 
anzeigen lassen. Ist soweit eigentlich kein Problem, die Strommessung 
per ADC ist zwar neu, aber das werde ich schon hinbekommen. Wie sieht es 
mit der Genauigkeit bei dieser Methode aus? Der Mega8 hätte in DIP- Form 
4x 10Bit ADC. Reicht das aus, um auch sehr kleine Ströme anzuzeigen? Ich 
würde mal sagen, es reicht, wenn eben zwischen 10mA und 1A angezeigt 
werden, die Auflösung vielleicht 1 oder 2mA. Ist das machbar mit den 
10-Bit?

Dann habe ich mich umgeschaut und noch das IC ICL7106 gefunden, das eben 
einen Strom per Shunt messen kann und diesen dann mit einer SSA anzeigen 
kann. Der Schaltungsaufwand wäre hier natürlich erheblich höher, da ich 
für jeden Kanal eben eines dieser ICs benötigen würde und die ja auch 
noch eine Aussenbeschaltung wollen. Wie sieht es hier mit der 
Genauigkeit aus? Wären die noch eine Alternative, wenn der Mega8 die 
Auflösung von vielleicht 1 bis 2mA nicht packt?

Ach ja, bevor ich es vergesse: Was haltet ihr von dem 3,3V Kanal? Wäre 
es sinnvoll eher zwei 5V und einen 3,3V kanal zu verwenden, oder drei 
5V- Kanäle?
Und noch was: Welches Schaltnetzteil würdet ihr mir empfehlen? Es sollte 
eben nicht allzu teuer sein.


Vielen Dank schon einmal im Voraus.
Gruß, Steffen

Autor: Stefan P. (form)
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Kauf Dir 2 oder 3 "Wandwarzen" mit 5V.

Autor: Manuel Stahl (thymythos) Benutzerseite
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Ich nehm dafür einfach ein altes PC-Schaltnetzteil, da hast dann alle 
Spannungen die du brauchst (auch negative). Natürlich noch keine 
getrennten 5V Ausgänge, das müsstest du selber machen. Jeder 
Spannungsausgang sollte zumindest ständig mit ner LED belastet werden, 
damit das Netzteil nicht ohne Last läuft.

Autor: Steffen O. (derelektroniker) Benutzerseite
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Manuel Stahl wrote:
> Ich nehm dafür einfach ein altes PC-Schaltnetzteil, da hast dann alle
> Spannungen die du brauchst (auch negative). Natürlich noch keine
> getrennten 5V Ausgänge, das müsstest du selber machen. Jeder
> Spannungsausgang sollte zumindest ständig mit ner LED belastet werden,
> damit das Netzteil nicht ohne Last läuft.

Ja, genau das wäre eine Möglichkeit: PC- Netzteile hab ich noch genug 
da, das ist nicht das Problem. Aber mir geht es ja hauptsächlich um die 
trennung der Kanäle, also eine Strombegrenzung mit Messung brauche ich 
dann immernoch.

Vielen Dank schon einmal für die schnellen Antworten!
Gruß, Steffen

Autor: Stefan P. (form)
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Eigentlich reichen doch einzelne 1A Sicherungen in den jeweiligen 
Zuleitungen aus. Vor der Verteilung am Netzteil kannst Du ja noch eine 
ZPD5V1 Zenerdiode spendieren, damit ein eventuell rückwärts 
einspeisender Verbraucher in jedem Fall die Sicherung raushaut.

Autor: Frank (Gast)
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Hallo, warum machst Du es Dir mit der Strombegrenzung denn so 
kompliziert? Für sowas gibt es schon seit mehreren Jahrzehnten eine 
bewährte Lösung : eine einfache Sicherung.
Wenn Du unbedingt noch eine elektronische Begrenzung einbauen willst, 
dann stell sie auf 1,5A ein und schalte eine flinke 1A Feinsicherung 
dahinter, dann bist Du auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Frank

Autor: Frank B. (frankman)
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Nimm halt drei Sicherungen....

Autor: Steffen O. (derelektroniker) Benutzerseite
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Frank wrote:
> Hallo, warum machst Du es Dir mit der Strombegrenzung denn so
> kompliziert? Für sowas gibt es schon seit mehreren Jahrzehnten eine
> bewährte Lösung : eine einfache Sicherung.
> Wenn Du unbedingt noch eine elektronische Begrenzung einbauen willst,
> dann stell sie auf 1,5A ein und schalte eine flinke 1A Feinsicherung
> dahinter, dann bist Du auf jeden Fall auf der sicheren Seite.


Ja, aber so muss ich in einem "Schadensfall" immer die Sicherung 
wechseln und das ist dann auch nicht sehr optimal gelöst. Was gehen 
würde, wäre eine elektronische Sicherung, also eine, die man per 
Knopfdruck wieder rückstellen kann.
Ich hab mir nun schon einige Strombegrenzungen angeschaut und habe mir 
so überlegt, dass man die doch auch ohne noch extra großen Aufwand 
betreiben zu müssen einstellbar machen könnte, oder?

Gruß, Steffen

Autor: holger (Gast)
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>Ja, aber so muss ich in einem "Schadensfall" immer die Sicherung
>wechseln und das ist dann auch nicht sehr optimal gelöst. Was gehen
>würde, wäre eine elektronische Sicherung, also eine, die man per
>Knopfdruck wieder rückstellen kann.

Polyfuse kommt von alleine wieder.

Autor: Steffen O. (derelektroniker) Benutzerseite
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So, ich hab nun ein wenig recherchiert und bin dabei auf diese Schaltung 
gestoßen: http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaere...
(ziemlich unten, mit dem Titel "Einstellbare 
Highside-Stromsensorschaltung").
Das müsste doch für meinen Anwendungsfall sehr passend sein, oder?
Dann den Ausgang dieser Schaltung, also Uc einfach an einen Input des 
µC, dann weiß dieser, dass ein zu hoher Strom entnommen werden wollte, 
zeigt auf dem LCD eben dies an und wartet auf einen Tasterdruck, mit dem 
der Kanal wieder freigegeben wird. Außerdem steuert er natürlich den 
Kanal per FET, o.a.

Was haltet ihr von dieser Lösung und vorallem dem IC LF351. Auf der 
genannten Seite stand, dass diese Lösung gut funkioniert, wenn die Specs 
eingehalten werden....In meinem Fall (5V) müsste dann das lt. diesem DB 
(http://www.reichelt.de/?;ACTION=7;LA=6;OPEN=1;INDE... 
) eigentlich stimmen.


Eine andere Möglichkeit wäre eben das Ganze auch ohne µC aufzubauen, wie 
hier beschrieben: 
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaere...
Hier wäre natürlich der Schaltungsaufwand pro Kanal viel größer, 
allerdings wäre es dann eben auch vom µC unabhängig.


Zu welcher Lösung würdet ihr mir raten?

Vielen Dank schon einmal im Voraus.
Gruß, Steffen

Autor: HildeK (Gast)
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Schaue dir mal von z.B. Maxim einen USB-Power-Switch an (z.B. MAX1562). 
Auch bei TI habe ich schon welche gesehen.
Alternativ könntest du dir mit einem OPA und einem p-Kanal-MOS-FET einen 
Strombegrenzer bauen.

Autor: Steffen O. (derelektroniker) Benutzerseite
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HildeK wrote:
> Schaue dir mal von z.B. Maxim einen USB-Power-Switch an (z.B. MAX1562).
> Auch bei TI habe ich schon welche gesehen.
> Alternativ könntest du dir mit einem OPA und einem p-Kanal-MOS-FET einen
> Strombegrenzer bauen.

Das klingt interessant...Haste gerade einen Schaltplan zur Hand, den du 
posten könntest?

Zu dem Schaltnetzteil: Was haltet ihr von diesem Modell von Reichelt: 
http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=4;GROUP=D483;...
Hat das schonmal jemand getestet, bzw ist es empfehlenswert? Als 
Alternative könnte ich auch ein ATX- Netzteil verwenden, was aber 
eigentlich völliger Overkill wäre, da die wenigstens 10A bei 5V liefern, 
ich aber höchstens 4A benötigen würde.


Vielen Dank schon einmal im Voraus!
Gruß, Steffen

Autor: HildeK (Gast)
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>Das klingt interessant...Haste gerade einen Schaltplan zur Hand, den du
>posten könntest?
Prinzipbild im Anhang. Sollte auf etwa 1A begrenzen. OPA muss ein 
R2R-Typ sein.
Vorziehen würde ich aber die genannte USB-Power-Switche:
- bauen kleiner
- sind thermisch geschützt
- haben weniger Spannungsverlust
Allerdings ist die Strombegrenzung nicht einstellbar.

Autor: Der Gast (Gast)
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Komparator + NE555 als Monoflop + Fet

Eine ziemlich gute Überstromsicherung die man auf Tastendruck Starten 
und Reseten kann.
Der Vorteil ist das wenn man diese auch mit Kopfdruck erst starten
muss man sich Gedanken macht ob alles stimmt und keine Lust hat den 
Knopf
gleich wieder zu drücken =D

Mit Hilfe eines RC Gliedes kann man die Auslösezeit variieren.
Von Superflink nach Megaträge =)

Autor: Steffen O. (derelektroniker) Benutzerseite
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@ HildeK: Vielen Dank für den Schaltplan! Das hier: 
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaere...
(gleich die erste Schaltung), funktioniert doch genau gleich, außer dass 
eben am Ausgang kein FET angeschlossen ist.
Wenn ich nun also die Schaltund ganz unten auf der Seite unter 
"Einstellbare Highside-Stromsensorschaltung" aufbaue, dann habe ich doch 
eine einstellbare Strombegrenzung, oder?
Das könnte ich dann doch auch mit dem von dir genannten Power Switcher 
kombinieren, um eben zwei oder auch drei getrennte Kanäle zu erhalten, 
die alle eine einstellbare Strombegrenzung haben.
Allerdings muss ich doch am Steuerausgang dieser Begrenzungen auch noch 
ein Logikgleid anbringen, denn ansonsten funktioniert die Begrenzung 
folgendermaßen: Strom zu hoch --> Abschalten....Strom wieder null --> 
Einschalten....Strom geht wegen Kurzschluss gleich wieder hoch --> 
wieder abschalten, usw.

Also nach der Begrenzungsschaltung einen µC, der alles steuert.


Vielen Dank schon einmal im Voraus.
Gruß, Steffen

Autor: HildeK (Gast)
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>Wenn ich nun also die Schaltund ganz unten auf der Seite unter
>"Einstellbare Highside-Stromsensorschaltung" aufbaue, dann habe ich doch
>eine einstellbare Strombegrenzung, oder?
Ja, hast du. In meinem Prinzipbild ist die Referenzspannung ja lediglich 
durch R2 und R3 bestimmt und damit von der Eingangsspannung direkt 
abhängig.

>Das könnte ich dann doch auch mit dem von dir genannten Power Switcher
>kombinieren, um eben zwei oder auch drei getrennte Kanäle zu erhalten,
>die alle eine einstellbare Strombegrenzung haben.

Eigentlich reicht eines von beiden. Wenn du den Highside-Stromsensor 
mehrfach aufbaust, hast du doch das, was du wolltest. Sogar mit genauem 
Begrenzungspunkt. Zusammen mit dem FET schaltet sie nicht ab, sondern 
begrenzt den Strom auf den eingestellten Maximalwert.

Bei den empfohlenen USB-Powerswitchen habe ich mal welche von TI 
ausgemessen. Ich meine mich zu erinnern, dass diese zunächst den Strom 
begrenzen. Da sie aber in normalen DIL-Gehäusen sind, werden sie sehr 
schnell heiß und der eingebaute Temperaturschutz nimmt den Strom dann 
recht schnell zurück. Sie sind ja entwickelt worden, um an den 5V-Pins 
der USB-Stecker die 30A des PC-Netzteils fernzuhalten und so den 
laufenden Betrieb im Falle eines Fehlers der Peripherie den PC nicht zum 
Absturz zu bringen oder möglicherweise einen Brand zu verursachen. Sie 
sind auch nicht sonderlich genau, da über den RDSon der Spannungsabfall 
gemessen wird. Für einen Schutz reicht das aber immer.
Deine ursprünglich genannte Nutzung verstand ich so, dass du zwar ein 
kräftiges Netzteil im Hintergrund hast, aber nur mehrfach rund 1A 
entnehmen willst und im Fehlerfall bei einem Ausgang die anderen 
weiterlaufen sollen. Ob jetzt der fehlerhafte ganz ausgeschaltet wird 
oder nur der Strom auf kleine Werte reduziert wird, ist doch 
zweitrangig.
Wenn du allerdings einen solchen Ausgang auch als einstellbare 
Stromquelle nutzen willst, dann wirst du die diskrete Lösung nehmen 
müssen.

Für eine Strommessung kannst du natürlich über dem Fühlerwiderstand die 
Spannung mit einem zweiten OPA messen, verstärken und nach Ohm in einen 
Strom umrechnen.

Da kann man jetzt beliebig weiter ausbauen. Bis zu einem anständigen, 
mehrkanaligen Labornetzteil mit einstellbarer Spannung und 
Strombegrenzung sowie neben dem Source- auch einem Sinkbetrieb (kann 
auch als el. Last arbeiten), fernbedienbar über USB einschließlich dem 
Auslesen der aktuellen Spannungs- und Stromwerte. Schau dir einfach mal 
die Featureliste der größeren Gossen-Teile an :-).

Autor: Steffen O. (derelektroniker) Benutzerseite
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Vielen Dank für deine Antwort erstmal, freut mich sehr!

HildeK wrote:
>>Wenn ich nun also die Schaltund ganz unten auf der Seite unter
>>"Einstellbare Highside-Stromsensorschaltung" aufbaue, dann habe ich doch
>>eine einstellbare Strombegrenzung, oder?
> Ja, hast du. In meinem Prinzipbild ist die Referenzspannung ja lediglich
> durch R2 und R3 bestimmt und damit von der Eingangsspannung direkt
> abhängig.

Ok, dann baue ich die Strombegrenzung aus meinem Link, weil die eben 
einstellbar ist...


>>Das könnte ich dann doch auch mit dem von dir genannten Power Switcher
>>kombinieren, um eben zwei oder auch drei getrennte Kanäle zu erhalten,
>>die alle eine einstellbare Strombegrenzung haben.

> Eigentlich reicht eines von beiden. Wenn du den Highside-Stromsensor
> mehrfach aufbaust, hast du doch das, was du wolltest. Sogar mit genauem
> Begrenzungspunkt. Zusammen mit dem FET schaltet sie nicht ab, sondern
> begrenzt den Strom auf den eingestellten Maximalwert.

Also sehe ich das nun richtig: Die Highside- Begrenzung schaltet nicht 
ab, sondern begrenzt eben nur den Strom auf den eingestellten 
Maximalwert?
Wenn ja, dann muss ich das noch mit einer Logikschaltung verknüpfen, die 
bei einer Stromüberschreitung komplett abschaltet, und auf einem 
Tastendruck des Benutzers wartet, um wieder freigeschalten zu werden.


> Bei den empfohlenen USB-Powerswitchen habe ich mal welche von TI
> ausgemessen. Ich meine mich zu erinnern, dass diese zunächst den Strom
> begrenzen. Da sie aber in normalen DIL-Gehäusen sind, werden sie sehr
> schnell heiß und der eingebaute Temperaturschutz nimmt den Strom dann
> recht schnell zurück. Sie sind ja entwickelt worden, um an den 5V-Pins
> der USB-Stecker die 30A des PC-Netzteils fernzuhalten und so den
> laufenden Betrieb im Falle eines Fehlers der Peripherie den PC nicht zum
> Absturz zu bringen oder möglicherweise einen Brand zu verursachen. Sie
> sind auch nicht sonderlich genau, da über den RDSon der Spannungsabfall
> gemessen wird. Für einen Schutz reicht das aber immer.
> Deine ursprünglich genannte Nutzung verstand ich so, dass du zwar ein
> kräftiges Netzteil im Hintergrund hast, aber nur mehrfach rund 1A
> entnehmen willst und im Fehlerfall bei einem Ausgang die anderen
> weiterlaufen sollen. Ob jetzt der fehlerhafte ganz ausgeschaltet wird
> oder nur der Strom auf kleine Werte reduziert wird, ist doch
> zweitrangig.

Mir wäre es eigentlich lieber, wenn ganz abgeschaltet werden würde, weil 
nehmen wir mal an es ist ein Kurzschluss, der Strom geht sehr hoch, wird 
dann begrenzt, es fließen aber immernoch 200mA. Das ist dann ja nicht so 
gut für die Geräte, die eventuell auch an dem Kanal mit dem Kurzschluss 
hängen, oder?


> Wenn du allerdings einen solchen Ausgang auch als einstellbare
> Stromquelle nutzen willst, dann wirst du die diskrete Lösung nehmen
> müssen.

Ja, einstellbar wäre schon klasse, weil ich weiß ja nie, wie viel die 
Verbraucher die je mal angeschlossen werden ziehen werden. Und um eine 
optimale Sicherheit zu gewährleisten muss ich dann ja immer knapp über 
den tatsächlichen Verbrauch des Verbrauchers die Strombegrenzung 
einstellen, sodass sie in einem Fehlerfall sofort anspringt.


> Für eine Strommessung kannst du natürlich über dem Fühlerwiderstand die
> Spannung mit einem zweiten OPA messen, verstärken und nach Ohm in einen
> Strom umrechnen.

Ich habe irgendwo gelesen, dass die Schaltung, die ich aufbauen will am 
Shunt einen Spannungsabfall von höchstens 10mV haben will. Wenn ich nun 
von einem Maximalverbrauch von 2A ausgehe brauche ich ja einen 0,005 Ohm 
Widerstand, also 5mOhm. Da habe ich bei ebay ein nettes Angebot 
gefunden, das ich dann warsch. kaufen werde. Die Belastbarkeit der 
Widerstände muss dann ja nur 0,02W betragen, was ja eigentlich jeder 
Widerstand erfüllt, somit kann es da eigentlich zu keinen Komplikationen 
kommen.


> Da kann man jetzt beliebig weiter ausbauen. Bis zu einem anständigen,
> mehrkanaligen Labornetzteil mit einstellbarer Spannung und
> Strombegrenzung sowie neben dem Source- auch einem Sinkbetrieb (kann
> auch als el. Last arbeiten), fernbedienbar über USB einschließlich dem
> Auslesen der aktuellen Spannungs- und Stromwerte. Schau dir einfach mal
> die Featureliste der größeren Gossen-Teile an :-).

Jep, genau das wäre möglich. Da ich eh noch einen µC verwende, der den 
tatsächlichen Stromverbrauch ermitteln soll und das ganze dann auf einem 
LCD anzeigt, kann ich noch Features wie USB oder auch nur RS232 
einbauen. Noch eine Frage: Kann ich die Referenzspannung der Mega8 auf 
z.B. 0,2V einstellen, damit er eben die 10mV (0,01V) die am Shunt 
abfallen noch genügend auflöst? Oder wie tief kann die Referenzspannung 
sein?



Vielen Dank schon einmal im Voraus.
Gruß, Steffen

Autor: HildeK (Gast)
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>Also sehe ich das nun richtig: Die Highside- Begrenzung schaltet nicht
>ab, sondern begrenzt eben nur den Strom auf den eingestellten
>Maximalwert?
Ja. Meine Vorschläge gingen von deinem ursprünglichen Ansatz aus: ein 
Kurzschluss auf einem der Ausgänge soll die anderen nicht 
beeinträchtigen und den fehlerhaften auf einen noch akzeptablen Wert 
begrenzen.
Wenn du ganz abschalten willst, dann folge dem Rat von
Autor: Der Gast (Gast)
Datum: 15.01.2009 22:44
oder schalte eine Polyfuse (Rat von  holger (Gast) ) noch in Reihe.

>Ich habe irgendwo gelesen, dass die Schaltung, die ich aufbauen will am
>Shunt einen Spannungsabfall von höchstens 10mV haben will. Wenn ich nun
>von einem Maximalverbrauch von 2A ausgehe brauche ich ja einen 0,005 Ohm
>Widerstand, also 5mOhm. Da habe ich bei ebay ein nettes Angebot
>gefunden, das ich dann warsch. kaufen werde. Die Belastbarkeit der
>Widerstände muss dann ja nur 0,02W betragen, was ja eigentlich jeder
>Widerstand erfüllt, somit kann es da eigentlich zu keinen Komplikationen
>kommen.
Klar, je kleiner der Spannungsabfall ist, desto besser. Aber bei nur 
10mV musst du dann schon einen OPA suchen, der sehr wenig Offsetspannung 
hat. Und wenn du auf kleinere Ströme begrenzen willst (z.B. 200mA), dann 
sind es nur noch 1mV. Das ist nicht mehr einfach zu handhaben.

Zu Details des Mega8 muss jemand anderes was sagen.

Autor: HildeK (Gast)
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Schaue dir auch mal diese Beiträge an:
Beitrag "Verstaendnisfrage Strommessung per Shunt"

Autor: Steffen O. (derelektroniker) Benutzerseite
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HildeK wrote:
>>Also sehe ich das nun richtig: Die Highside- Begrenzung schaltet nicht
>>ab, sondern begrenzt eben nur den Strom auf den eingestellten
>>Maximalwert?
> Ja. Meine Vorschläge gingen von deinem ursprünglichen Ansatz aus: ein
> Kurzschluss auf einem der Ausgänge soll die anderen nicht
> beeinträchtigen und den fehlerhaften auf einen noch akzeptablen Wert
> begrenzen.
> Wenn du ganz abschalten willst, dann folge dem Rat von
> Autor: Der Gast (Gast)
> Datum: 15.01.2009 22:44
> oder schalte eine Polyfuse (Rat von  holger (Gast) ) noch in Reihe.

Ja, oder ich verwende eben die Highside- Begrenzung, aber eben mit einem 
µC, der dann die Leitung praktisch kappt. Und er gibt sie erst wieder 
frei, wenn ein Taster gedrückt wurde.


>>Ich habe irgendwo gelesen, dass die Schaltung, die ich aufbauen will am
>>Shunt einen Spannungsabfall von höchstens 10mV haben will. Wenn ich nun
>>von einem Maximalverbrauch von 2A ausgehe brauche ich ja einen 0,005 Ohm
>>Widerstand, also 5mOhm. Da habe ich bei ebay ein nettes Angebot
>>gefunden, das ich dann warsch. kaufen werde. Die Belastbarkeit der
>>Widerstände muss dann ja nur 0,02W betragen, was ja eigentlich jeder
>>Widerstand erfüllt, somit kann es da eigentlich zu keinen Komplikationen
>>kommen.
> Klar, je kleiner der Spannungsabfall ist, desto besser. Aber bei nur
> 10mV musst du dann schon einen OPA suchen, der sehr wenig Offsetspannung
> hat. Und wenn du auf kleinere Ströme begrenzen willst (z.B. 200mA), dann
> sind es nur noch 1mV. Das ist nicht mehr einfach zu handhaben.

Ja, das stimmt allerdings. Ich glaube ich habe mich bei den 10mV auch 
nur verkuckt, denn die Schaltung funktioniert bestimmt auch mit höheren 
Spannungsabfällen noch, also kann mein Shunt bestimmt ein wenig größer 
sein. Angenommen ich nehme einen Shunt, der bei 2A 100mV Spannungsabfall 
hat, der hat dann bei 200mA noch 10mV und bei 25mA immernoch 1,25mV. 
Wäre das i.O., oder sogar noch einen größeren Widerstand? 200mV würden 
auch noch gehen, dann habe ich eben anstatt 5V nur noch 4,8V am Ausgang, 
aber das juckt die meisten Geräte nicht sonderlich, oder?
Ich meine je weniger Abfall desto besser, ist ja klar. Aber die 
Messgenauigkeit sollte auch nicht allzu niedrig sein, also +/- 15mA 
sollte die Auflösung schon sein. Schliesslich will ich den Shunt an der 
Begrenzung auch noch parallel mit einem µC auslesen, um den 
Stromverbrauch auf einem LCD darzustellen.


Vielen Dank schon einmal im Voraus!
Gruß, Steffen

Autor: HildeK (Gast)
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>Angenommen ich nehme einen Shunt, der bei 2A 100mV Spannungsabfall
>hat, der hat dann bei 200mA noch 10mV und bei 25mA immernoch 1,25mV.

Wenn du einen OPA mit geringem Offset aussuchst bzw. den Offset 
kompensierst, sollte es machbar sein.
Hier muss zwischen wenig Spannungsverlust bei großen Strömen und 
entsprechend kleiner Verlustleistung beim Widerstand und den möglichen 
Einflüssen des OPA auf die Genauigkeit des Ergebnisses, der Kosten und 
des Aufwands entschieden werden. Wie so oft.

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