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Forum: Offtopic Umweltfreundlichkeit von Frostschutzmittel


Autor: Oliver N. (neufranke)
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Im Moment herrscht überall ordentlich Frost. Um kein eingefrorenes 
Wischwasser zu haben, muss man bald 50% Frostschutzmittel zugeben.

Was aber passiert mit all dem Zeug? Verdunsten tut es doch nicht, oder? 
Das Zeug gelangt ja durchs Spritzen alles ins Freie. Wo ghet das hin?

Oft ist es ja einfach Glycol-Alkohol. Wird der biologisch abgebaut?

Autor: HariboHunter (Gast)
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Mein Scheibenfrostschutz besteht aus einer Methanol-Wassermischung.

Und zum Biologischen Abbau:

Wenn ich das Zeug trinken wuerde, wird das Methanol von der 
Alkoholdehyrdogenase zu Formaldehyd dann zu Ameisensäure.

Ameisensaeure kann dann zu CO2 reduziert werden.

Einfacher und gesuender ist wenn ich das Methanol aus dem Wasser 
destiliere und verbrenne.

2 CH3OH + 3 O2 = 2 CO2 + 4 H2O

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Nein, Methanol ganz bestimmt nicht - das Zeug ist giftig und Dosen von 
über 1 g pro kg Körpergewicht sind lebensbedrohlich.

Ethanol - also stinknormaler Alkohol - kommt schon eher hin.

Man kann übrigens das Scheibenwischwasser mit 50% Brennspiritus 
versetzen - stinkt zwar mächtig, schützt aber auch vor dem Einfrieren 
und man weiß, was drin ist...

http://de.wikipedia.org/wiki/Frostschutzmittel
http://de.wikipedia.org/wiki/Methanol#Giftigkeit

Autor: Oszi40 (Gast)
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Na Uhu selbst schon mal mit Spiritus bei -15 Grad probiert ? :-(

Im richtigen Waschanlagenzusatz scheint da noch was anderes zu sein. 
Verdünnen würde ich die Mischung höchstens im Sommer!!
Jedenfalls erzeugt der Fahrtwind eine zusätzliche Kühlung, die mir auch 
schon die 30 Grad-Mischung hat zähflüssig werden lassen.

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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HariboHunter wrote:
> Mein Scheibenfrostschutz besteht aus einer Methanol-Wassermischung.

> Wenn ich das Zeug trinken wuerde,
Dann würdest du erst blind und dann recht elend verrecken...

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Der Schmelzpunkt von Äthanol ist bei -114° C. Höheren Frostschutz 
erreicht man durch Erhöhung der Konzentration im Wischwasser.

Das Frostschutzmittel wird wohl zusätzlich noch Tenside enthalten, um 
die Waschwirkung des Wassers zu verbessern, aber darüber scheinen sich 
die Hersteller einigermaßen bedeckt zu halten.

Zur Viskosität: Scheint ein Problem zu sein - bei Anlagen, die hohe 
Ansprüche stellen, nimmt man wohl besser ein Frostschutzmittel, das 
dafür entwickelt wurde.
http://de.wikipedia.org/wiki/Frostschutz#Scheibenf...

Autor: HariboHunter (Gast)
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Hmm, hatte ich doch recht... Methanol.

:)

Und ich habe auch nicht behauptet das die Abbauprodukte 
gesundheitsfoerderlich sind. Es geht nur um die Biologische Abbaubarkeit 
des Threaderstellers und die ist q.e.d. gegeben.

Gruesse,

Autor: HariboHunter (Gast)
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Naja, der Threadersteller ist natuerlich auch abbaubar... des 
Wischwassers meine ich natuerlich. ;)

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Ich glaube kaum, daß dieses Fabrikat in D verkauft werden dürfte...

Autor: Sven Stefan (stepp64) Benutzerseite
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Na so schlimm kanns nicht sein. Schließlich hatten wir das ja schon mal 
im Wein, vor ein paar Jahren :-(

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Im Wein höchstens durch kriminelle Panscherei, sonst nur in Spuren, aber 
in schlecht hergestellten Spirituosen kann schon einiges drin sein.

Deswegen darf beim Brennen der "Vorlauf" nicht ins Endprodukt kommen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Vorlauf_(Destillation)

Autor: Gast (Gast)
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DIe bei uns erhältlichen Produkte bestehen zu einem erheblichen Teil aus 
Ethylenglykol. Aber sowohl das als auch alle anderen verwendeten 
Alkohole sind abbaubar. Da ist das Salz auf der Straße wesentlich 
gefährlicher.

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>Deswegen darf beim Brennen der "Vorlauf" nicht ins Endprodukt kommen.

Dafür gibts doch den Metüühlabscheider, Marke Röhrig

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Gast wrote:
> Aber sowohl das als auch alle anderen verwendeten
> Alkohole sind abbaubar.

Ja klar - notfalls sogar heiß... Aber das ist ja nicht der einzige 
Aspekt von "Umweltfreundlichkeit".

Autor: Gast (Gast)
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Auch in allen anderen schneidet Frostschutz recht gut ab. Stellt 
aufgrund des süßen Geschmacks von Glykol aber ein Gesundheitsrisiko bei 
Verschlucken dar. Die Therapie dagegen ist aber die geilste der Welt!

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