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Forum: HF, Funk und Felder Frage zu alternativer Antenne f. 433 MHz


Autor: Alex Bürgel (Firma: Ucore Fotografie www.ucore.de) (alex22) Benutzerseite
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Guten Morgen!

Ich bin kein Experte im Antennendesign, lerne aber sehr gerne dazu und 
möchte mir ein bisschen Fachwissen aneignen.

In einem Funk-Auslöse-System für Blitzlichter von Kameras 
(China-Produkt) befindet sich eine einfache PCB-Antenne (siehe Anhang). 
Das Modul arbeitet mit 433MHz, die Antenne auf dem PCB ist 34mm lang, 
also

Die Reichweite der Dinger ist sehr bescheiden.
Dies möchte ich gerne ändern.

Im Netz gibt es viele Leute die ihre Teile modifiziert haben, jedoch 
sind es alles Laien die mehr aus dem Bereich der Fotografie kommen...
Die verbreitetste Lösung ist eine Wendelantenne:

"Löte am (auf dem Foto) linken unbenutzten Lötpunkt ein Stück dünne 
Litze an, die so lang ist wie
 (wegen der Antenne die bereits auf dem PCB ist) und wickle diese Litze 
um einen Bleistift. Lege das ganze dann ins Gehäuse..."

Jedoch bin ich mir nicht sicher ob hier wirklich eine
 oder eine
 Antenne hin muss?!

Ferner würde ich wohl eher den Rechten Lötpunkt nutzen und die 
Leiterbahn der bisherigen Antenne auftrennen?!

Darüber hinaus erscheint es mir nicht sinnvoll die Antenne liegend im 
Gehäuse unterzubringen. Die Antenne im Empfänger ist senkrecht montiert. 
Sollte deshalb nicht die Antenne im Sender auch senkrecht sein??

Wäre toll wenn mir jemand ein paar Tipps geben könnte und mich in der 
Materie ein Stück weiter bringt.

Vielen Dank & schöne Grüße,
Alex

Autor: Radiobastler (Gast)
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Zuerteinmal, dürfen solche Schaltungen nicht verändert werden, das 
könnte richtig Ärger geben, d.h. es wird teuer.

433MHz ist das "70cm"-Band.
Somit ist Lambda/2 etwa 35cm (nicht mm), Lambda/4 etwa 17cm.
Der Antennenstab müsste für diese Antennenform also etwa 17cm lang sein, 
um eine Lambda/4-Antenne zu erhalten.

Eine 34mm lange Antenne ist natürlich interessant wegen der kurzen 
Länge.
Das bedeutet, dass der Fußpunktwiderstand nicht 50Ohm beträgt, bzw.
die kurze Antenne die Parameter für Sender und Empfänger so 
verschlechtert,
damit die vom Gesetzgeber vorgegebenen Grenzwerte eingehalten werden.

Um eine optimale Antenne zu erhalten, benötigts du die Kennwerte des 
Antennenanschluß (event. Schaltbild vorhanden?). Danach läßt sich eine
angepasste Antenne bauen.


Prakmatischer Tipp:
Baue ein Meßgerät zur Feldstärkenmessung nach
http://www.dj4uf.de/lehrg/a16/a16.html
(Bild 16-6) auf mit Lambda/4 pro Dipolhälfte.
Stelle das Gerät in einige Entfernung von deinem Gerät auf und messe die
Feldstärke. Löte jetzt einen langen Draht an die Elektronk an und kürze 
den Draht solange, bis die größte Feldstärke erreicht ist.


Die Antenne auf der Leiterplatte muß dazu natürlich abgekoppelt werden.

Autor: Alex Bürgel (Firma: Ucore Fotografie www.ucore.de) (alex22) Benutzerseite
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Hallo Radiobastler,

zunächst mal danke für deinen Tipp pragmatisch ranzugehen.

>Somit ist Lambda/2 etwa 35cm (nicht mm)

Klar. Wie gesagt, die Originalantenne ist etwa 34mm lang. Im Netz 
kursieren "Anleitungen" in denen die User dann eine

lange Antenne an die bereits bestehende PCB-Antenne angelötet haben.

Ich kenne mich jedoch nicht so gut in Antennentechnik aus. Das Gerät 
wird auf einer Digitalkamera mit metallischem Gehäuse verschraubt. Kann 
man dieses Gehäuse dann als Gegenpol für einen "Lambda-Viertel-Dipol" 
betrachten, so dass man diese Antennenform benutzen sollte?

Die im Netz haben, wie gesagt, einen aufgewickelten "Lambda-Halbe-Dipol" 
angeschlossen. Macht das überhaupt Sinn? (Von wegen 
Strombauch/Stromknoten)

Hier mal, zum besseren Verständnis) ein Foto von der Modifikation wie 
sie im Netz beschrieben wird.

http://farm4.static.flickr.com/3084/2429504694_d50...

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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Grins,

mag ja sein des das des Dingens mitstrahlt,
aber wenn mann ne lamda/2 aufwickelt, is ses bestimmt Keine mehr und 
ca.20 Windungen sind bei 433MHz ne klasse HF-Drossel.

Autor: Alex Bürgel (Firma: Ucore Fotografie www.ucore.de) (alex22) Benutzerseite
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Ja das denke ich vom Gefühl her auch. Ist halt wie gesagt "von Laien 
zusammengeschustert".

Natürlich ist Antennentechnik ein sehr umfangreiches und komplexes Thema 
und mir wird die Zeit fehlen mich da ins Detail einzuarbeiten.

Daher möchte ich mich an euch wenden in der Hoffnung Expertentipps zu 
erhalten wie_ _ich_ _es_ _besser_ _machen_ _kann.

-Geignete Antennenform
-Antennenausrichtung
-Antennlänge (lambda/4, lambda/2 oder was ganz anderes)
-etc.

Ich hoffe als "Experte" sieht man direkt welche Bauform für diese 
Schaltung in Frage kommt etc. zumal 433MHz ja auch eine sehr 
gebräuchliche Frequenz ist.

Nach Möglichkeit soll sich die Reichweite erhöhen.

Schöne Grüße,
Alex

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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lamda/8

lamda/16

Die Polarisationsebenen von Sender und Empfänger sollten gleich 
ausgerichtete sein.


Auch Verlängerungsspulen zur besseren Anpassung im Fußpunkt oder 
Strahlermitte sind  möglich.

Wichtig ist ein gutes Gegengewicht(Stativ mit Masse verbinden).

Ohne Stehwellenmesser ist ein Feldstärkrmesser (bei konstanten 
Bedingungnen)sinnvoll, zur Not auf maximale Reichweite abstimmen.

Autor: Alex22 (Gast)
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Wie wäre es denn mit einer solchen Antenne:

http://www.linxtechnologies.com/Products/Antennas/...

Autor: Alex Bürgel (Firma: Ucore Fotografie www.ucore.de) (alex22) Benutzerseite
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Wäre die oben genannte Antenne wohl gut geeignet?

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Dein Hauptproblem dürfte es sein, dass jegliche Art von Monopol-
Antenne (also nur ein Stab) durch den Mangel einer vernünftigen
HF-Erdung recht miserabel in ihrer Wirkung wird.  Ich würde dir
raten, mal mit einem Dipol stattdessen zu experimentieren.  Der
braucht aber eine symmetrische Speisung, die man mit einem Balun
(ein kleiner Trafo) erzeugen muss.

Leider finde ich auf die schnelle keinen fertigen Balun.  Ich würde
dir einen Ringkern FT 23-67 empfehlen, den du bei http://www.amidon.de
kaufen kannst.  Da wickelst du drei verdrillte Drähte drauf, die dann
drei Wicklungen deines Baluns werden, jeweils 4...5 Windungen müssten
genügen.

Die Verschaltung erfolgt dann so hier:
                     +-------------------*  Dipol
                     |  +----+
                     |  |    |
Ausgang *---------\  \  \    |
                   |  |  |   |
                  /  /  /    |
                  \  \  \    |
                   |  |  |   |
                  /  /  /    |
                  \  \  \    |
                   |  |  |   |
Masse  |------*---/  /  /    |
              |      |  +----|-----------*  Dipol
              +------*-------+

Ich hoffe, das ist einigermaßen erkennbar.  Der Dipol sollte eine
Leiterschleife von etwas lambda/2 Länge sein (also 35 cm).

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