Hallo,
habe ein Problem: ich möchte ja ein 300V-Netzteil basteln, und mir die
anliegende Spannung und den Strom mit Hilfe von zwei Anzeigesystemen
darstellen (numerisch).
Also: einen 20R Widerstand, durch den Spannungsabfall daran dann den
Strom ausrechnen, und die Spannung hat man dann ja sowieso.
ABER: Die Spannungen sind im Bereich 0...300V, und da ich keinen
konstanten Strom habe (von 0.5-30mA soll's gehen) ist ein
Spannungsteiler ja auch nicht das Mittel der Wahl. Was nun?
Jens
Ich weiß zwar nich was du genau meinst aber ich denke einen 20 Ohm Shunt
zu verwenden ist nicht gerade Vorteilhaft!
Du brauchst um den Strom zu messen einen Shunt und um die Spannung zu
messen einen Spannungsteiler.
Hab mal schnell was gezeichnet. Im Anhang findest du wie die schaltung
aussehen muss.
Über die Spannung die am Shunt abfällt kannst du den Strom bestimmen und
über den Spannungsteiler kannst du die Eingestellte Spannung messen.
Wenn bei einem Spannungsteiler I konstant ist dann wird sich die
Spannung nie ändern!
Du verwechselst das vielleicht mit einem Spannungsteiler bei dem ein
Sensor eingebaut ist. Dieser wird mit einem konstanten Strom betrieben.
Wenn sich der Widerstandswert des Sensors ändern dann ändert sich auch
die Spannung.
Hm, vielleicht hab ich wirklich was verwechselt.
Also ich muss (bei 5V Uref) die 300V ja im Verhältnis 1:7 teilen, welche
Widerstände nimm ich denn jetzt da? 100R und 700R oder wie rechne ich
das?
Denn dafür brauch ich doch einen Strom, oder?
Jens
Also bei deinem Grundwissen würde ich dir ganz dringend davon abraten
ein Netzteil zu bauen. Wenn du nicht mal einen Spannungsteiler rechnen
kannst! 300V Sind keine Kleinigkeit mehr!
Lies mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Spannungsteiler
Du solltest für die Widerstände recht große Werte verwenden damit
1. Die Widerstände nicht viel Leistung aushalten müssen
2. Du nicht dein Netzteil schon mit dem Spannungsteiler belastetst
Wenn dein Spannungsteiler nur einen Widerstand von 800 Ohm hat dann
verbrätst du hier schon eine Leitung von
OK, danke für die Infos.
TROTZDEM: Geht das nun mit der Kombination 100K:700K?
Ich bin kein Neuling auf dem Gebiet der Elektronik, aber halt "nur"
Hobbybastler. Da stellt man sich schonmal ein paar Fragen, die
vielleicht für euch Profis etwas blöde klingen.
In allen Berechungen zum belasteten Spannungsteiler, die ich finde,
tritt der Strom auf, den der Verbraucher benötigt. Aber das ist bei mir
variabel. Wenn ich z.B. 10mA als Strom angebe, kommen andere
Widerstandswerte raus als bei z.B. 1.5mA.
Hier ist das z.B. so:
http://www.shosworld.de/Elektronik/spannungsteiler.html
Was genau kann ich dagegen tun? ist meine Frage.
Jens
Hi
>TROTZDEM: Geht das nun mit der Kombination 100K:700K?
Ja. Wenn dein ADC 37,5V aushält. Wenn ich mich auf die Schnelle nicht
verrechnet habe, muss das Widerstandsverhältnis 1:59 betragen.
>In allen Berechungen zum belasteten Spannungsteiler...
Mit was ist der denn belastet. Z.b. ist ein ADC von einem AVR so
hochohmig, das er vernachlässigbar ist.
Ansonsten stimme ich Andreas voll zu -> Lass die finger davon.
MfG Spess
An mein Netzteil sollen sogenannte Nixie-Röhren angeschlossen werden:
www.jb-electronics.de/html/elektronik/nixies/n_artikel01.htm
www.jb-electronics.de/html/elektronik/nixies/n_sammlung.htm
Die haben einen typischen Stromverbrauch von 1.5mA (die kleinen) bis zu
25mA (die richtig dicken Dinger mit 120mm Ziffernhöhe). Daher ist die
BElastung nicht konstant. D.h. laut R = U/I bräuchte ich immer andere
Widerstandskombinationen, um den Strom zu teilen.
(die 1:7 waren natürlich falsch da oben, es muss 1:60 heißen; die 7
kommt von meinem Differenzverstärker, der den Spannungsabfall am Shunt
(20R) zur Strommessung vergrößert, da ich eine Uref von 5V verwenden
will)
Was mach ich nun? Geht das überhaupt mit variablen Strömen?
Jens
Keine Ahnung. Ich war wohl ein bisschen verwirrt:
In den Schaltplänen vom Spannungsteiler steht immer Rl (für Load:
Verbraucher), aber das wäre ja nur der ADC und NICHT meine Nixie-Röhren,
oder? Denn der Spannungsteiler wird ja nur parallel zu den Nixies
reingeklemmt, und hat somit nix mit denen zu tun.... Ist doch so, oder?
Hatte halt irgendwie gedacht, die Nixies wären der Verbraucher da. OK,
hat sich dann erledigt.
Geht also ne Kombination von 1:60? Sagen wir mal 20K:120K? Oder ist das
noch zu niederohmig? Den Stromverbrauch des ADC kann ich doch eigentlich
gegen 0 gehen lassen, oder?
Jens
>20K:120K
Das ist 1:6.
Du kannst nicht rechnen, du weisst nicht
wie wann wo Ströme fliessen (und warum)
und willst dann mit 300V DC rumspielen.
Sag mal gehts noch?
Mein Gott, jetzt reicht's mir langsam.
Ich habe doch GERADE erklärt, warum ich mich vertan hatte, oder? Und
dass es 1200K sein müssen ist auch klar (vertippt: kennt man doch bei
WIndoof, wenn man zwei Tasten schnell hintereinander drückt, dann
vergisst der schonmal eine). Könnte ich jetzt sogar umrechnen, 1200K =
1.2M, doch nicht so doof, oder?
Also ma ganz ehrlich. Es ist teilweise echt UNVERSCHÄMT was man sich
hier anhören muss. Ich bin KEIN Profi, das habe ich nie behauptet, und
hatte nie irgendeine Ausbildung in Elektrontechnik (habe zwar PH-LK,
aber da macht man nur die Grundlagen). Ich bin 18jähriger Schüler, und
habe mir alles mehr oder weniger selbst beigebracht. Und wenn ich vorher
noch nie was mit ADCs gemacht habe (und auch keine Spannungsteiler
verwendet habe) also ALLGEMEIN der Analogtechnik eher fremd gewesen bin,
so berechtigt das doch KEINEN, sich über meine ersten Schritte in diese
Richtung lustigzumachen. Wo kämen wir denn da hin? Das ist mir echt
schon öfter hier aufgefallen. Diese gemeinen Äußerungen gegenüber
Neulingen in speziellen Gebieten. Das muss echt nicht sein, denn jeder
hat man klein angefangen.
Die Ratschläge "lass es" sind lieb und nett gemeint, aber nur, weil ich
keine Ahnung hatte, wie genau der Spannungsteiler funktioniert, heißt
das doch nicht, dass ich DOOF bin, oder? Habe viel mit Digitaltechnik
gemacht, habe sogar schonmal einen Countdown-Zähler für zahlende Kunden
gebaut - und der lief wie eine 1. Bei Interesse könnt ihr euch ja gerne
meine HP ansehen und dann mal urteilen:
www.jb-electronics.de
So, jetzt möchte ich mich bei den freundlichem Menschen hier
entschuldigen, da sie ja nichts falsch gemacht haben. Danke für die
Hilfe, euch soll diese Kritik nicht treffen.
Beste Grüße,
Jens
dummy wrote:
>>20K:120K>> Das ist 1:6.>> Du kannst nicht rechnen, du weisst nicht> wie wann wo Ströme fliessen (und warum)> und willst dann mit 300V DC rumspielen.> Sag mal gehts noch?
Er will ja nicht nur mit rumspielen, er will
sich sogar nen eigenes Netzteil für bauen :D
Bei 300 VDC muss der Spannungsteiler sehr
hochohmig sein (wie schon zuvor genannt).
Problem bei der Sache wird sein, dass der
Spannungsteiler so hochohmig wird, dass
allein schon dein ADC oder was daran zum
Einsatz kommen wird, diesen so sehr belastet,
dass das Verhältnis verfälscht wird.
Zudem würde ich den Spannungsteiler für etwas
mehr als 300V auslegen, bissel Overhead ist
nie verkehrt. 1:65 würde dir nen MB von 325V
verschaffen.
Die "lass es" Beiträge sollen dir nicht den Spass am Basteln vermiesen,
sondern hängen mit den 300V zusammen. Das ist für den Anfang etwas viel,
weil im lebensgefährlichen Bereich. Man führt sich etwas unwohl dabei,
einem absoluten Anfänger dafür Tipps zu geben.
Jens,
Es ist auch eine Frage der Haftung. Wir haben auch in der Jugend mit
Waschmaschinenmotoren rumgemacht, gestaunt, dass es da einen
Wechselstromelko braucht. Auch eine Spannungsvervielfacherkaskade ab
Netz betrieben, gestaunt, dass hin und wieder die Sicherung rausflog,
oder alle Dioden kaputt waren. Und haben offensichtlich ueberlebt, mit
Glueck.
Wichtig ist vor Allen, wenn es dich grillt, dass niemand anders schuld
ist.
Nach einem Studium hat man noch nicht alles drauf, weiss aber etwas
mehr.
Was willst du mit einem ADC, der eh einen Prozessor braucht ? Dann kann
man doch den Controller nehmen. Die meisten Controller haben heutzutage
einen ADC. Bei so einem ADC kommt meist (-) auf GND und(+) an das zu
messende Signal.
Also, ich verwende den PIC16F627A, der hat ja immerhin 2 ADCs, aber ich
wollte später sowieso mal mit den "richtigen" ADCs arbeiten, daher meine
Frage zu dem aus dem Datenblatt.
Zum Thema 300V: Bei Nixie-Röhren braucht man nunmal dise Spannung, und
ich sammle die schon über zwei Jahre (und habe einen dementsprechenden
StepUp-Converter zu Hause rumliegen), dachte mir aber nur, dass ich mal
etwas "Vernünftiges" bastle, da ich ja immerhin schon etwas länger auf
dem Nixie-Röhren-Sammler-Feld (komisches Wort) aktiv bin. Ich habe mir
in diesen Jahren noch nie daran einen gewischt und arbeite sehr
gewissenhaft und vorsichtig.
Das einzige, was mir mal passiert ist, ist, dass ein Elko explodiert
ist, und das war nur, weil es ein defekter vom Sperrmüll war, den ich
ausgebaut hatte ;-)
Ich finde es ja gut, dass ihr verantwortungsvoll sein sollt, aber
Beiträge wie oben von Erik (auf meine Frage hin, wie denn nun die IN(+)
und IN(-) Eingänge zu verschalten sind) sind einfach nur gemein, denn
woher soll ich das als Anfänger wissen? Dafür ist doch gerade ein Forum
da, oder? Damit man von Leuten, die sich auskennen, wertvolle Tips
erhalten kann.
Danke für den Hinweis,
Jens