Reflexionen bei Fehlanpassung

Gast #1114239
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Ich weiss, dass dieses Thema schon öfters hier war. Hab aber immer noch 
ein kleines Verständnisproblem.

"Eine Leitung ist dann als elektrisch lang zu betrachten, wenn die 
einfache Laufzeit der Leitung grösser als ca. 1/6 der minimalen 
Anstiegszeit der Signale ist."

Wenn der Empfänger falsch abgeschlossen ist und die Signallaufzeit viel 
viel kleiner als die Anstiegszeit ist, dann wird das Signal doch 
trotzdem reflektiert. Dann müssten doch auch das Ringing auftreten, oder 
nicht? Das Ringing würde halt noch während der Flanke passieren....

Oder kann ich das mit einem einfachen Gedankenmodell nicht lösen...
Gast #1114287
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Wenn die Leitung kuerzer wie 1/6 der Anstiegszeit ist, so gibt es in dem 
Sinne keine Reflexion, wie das Signal schon zurueckkommt bevor es 
eigentlich losgelaufen ist. Ja, man kann ein Ringing beobachten. Wie 
wenn die Scope-Erde nicht angeschlossen wurde.
Gast #1114375
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Das Signal wird unabhängig von der Leitungslänge, Signalform und 
Frequenz (-gemisch) an einer Stoßstelle gebrochen und reflektiert.
Die Frage ist nur, wie sich dies auf die betrachtete Signalform an der 
interessierten Stelle in der Praxis auswirkt. Daher kommt die 
Faustformel mit der als 'elektrisch lang' oder 'el. kurz' zu 
betrachtenden Leitung.
Gast #1114692
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Ja, aber warum wirkt sich das bei einer langen Leitung aus und bei einer 
Kurzen nicht. Wenn ich mir das bei einer kurzen Leitung vorstelle, dann 
reflektiert bei einem hochohmigen Abschluss die Welle wieder zurück zum 
Sender und von dort wieder zurück zum Empfänger... Also immer hin und 
her. Da müsste es doch dann zu viel stärkeren Überschwingern usw. 
kommen...

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