Hallo,
Ich habe einen 4 kW Motor der no na mit einem Stern Dreieck- Schalter
geschalten wird.
Das hat über 15 Jahre funktioniert, nun läuft der Motor aber nicht mehr
weg, wenn ich den Schalter auf Stern schalte (der Schalter kann beide
Richtungen, und beide Seiten gehen jetzt nicht mehr, anfangs ist nur
eine Seite nicht gegangen)
Unter nicht gegangen meine ich, der Rotor zittert ein bisschen hin und
her, erläuft aber nicht weg,
Daher habe ich den Stern- Dreieckschalter durchgemessen und da passt
alles, d.h 3 Zuleitungen -> 3 Durchgänge im Schalter d.h. für mich also,
dass die Hinleitungen passen,
Was könnte da Eurer Meinung nach noch kaputt sein?
Bin um jeden Rat dankbar,
Vielen Dank,
lg
Das hört sich nach dem Fehlen einer Phase an. Miß mal, ob noch alle 3
Phasen am Schalter ankommen. Ansonsten kannst Du ja auch mal die
Wicklungen des Motors durchmessen. Sie müssen untereinander den gleichen
Wicklungswiderstand aufweisen.
>nun läuft der Motor aber nicht mehr weg...>der Rotor zittert ein bisschen
Diese beiden Aussagen lassen allerdings auf einen total verängstigten
Motor schließen, der vor Angst nicht mehr weiß, ob im Netz
Rechtsdrehsinn
vorliegt oder nicht. ;-))
MfG Paul
Welche Sternbrücke meinst Du da? wo kann ich die finden, die müsste ja
im Stern- Dreieck- Schalter implementiert sein, oder lieg ich da falsch?
Vielen Dank für die Hilfe,
lg
Die Frage an sich und besonders bei diesen Leistungen schreit nach dem
Ruf nach einem Elektriker. Die Stern-Brücke ist logischer Weise am Ende
des Stern-Schalters zu finden.
Hannes Weninger wrote:
> Welche Sternbrücke meinst Du da? wo kann ich die finden, die müsste ja> im Stern- Dreieck- Schalter implementiert sein, oder lieg ich da falsch?> Vielen Dank für die Hilfe,>> lg
Die liegt direkt im Stern-Dreieckschalter.
Wenn das Ding 15 Jahre funktioniert hat und nun nicht mehr:
- Alles Sicherungne/LSS prüfen.
-mit 2poligem Spannungsprüfer ("Duspol") schauen ob Spannung am Schalter
ankommt, und auch wieviel.
- dito, ebenfalls am Klemmbrett des Motors prüfen.
Typische Fehler sind defekte Sicherung(en), Kabel/Ader verbindung
gelockert, Schalter defekt.
Und auch das kommt vor: Motor defekt.
Wie tex richtig schreibt: Ein Elektriker ist jetzt die richtige Wahl ,-)
Andrew
Oft findest du direkt am Motor eine kleine Anschlusseinheit, bei der die
Windungen einzeln angeschlossen werden können (6 Anschlüsse sollte die
haben).
Klemme im spannungslosen Zustand alle ab und miss sie gegeneinander
durch.
>>Oft findest du direkt am Motor eine kleine Anschlusseinheit, bei der die>>Windungen einzeln angeschlossen werden können (6 Anschlüsse sollte die>>haben).>>Klemme im spannungslosen Zustand alle ab und miss sie gegeneinander>>durch.
Zuleitung passt, das hab ich schon überprüft.
Wenn alle 3 Wicklungen den gleichen Widerstand haben, dann passen die
Wicklungen, kann man das so sagen?
Der häufigste dieser "Fehler" ist, daß ganz einfach eine der 3 Phasen
fehlt. Manchmal sind z.B. Schmelzsicherung durchgebrannt, obwohl der
farbige Kennmelder scheinbar noch "gut" anzeigt.
Erst den Schalter öffnen und daran rumfummeln, wenn in Vorversuch ALLE 3
Sicherungen gegen NEUE ausgetauscht wurden.
Auch (Zuleitungs-) Kabel und Stecker sowie Klemmstellen (Abzweigdosen
etc.) können die fehlende Phase unterbrechen.
Die Stern- / Dreieck-Schalter sind normalerweise sehr robust und gehen
sehr selten defekt.
Info und Bilder siehe
http://de.wikipedia.org/wiki/Schmelzsicherunghttp://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/c3/Swiss_fuses.jpg/180px-Swiss_fuses.jpg
Das paßt als erste Näherung.
Den Vorschlag, die Sicherungen/LSS und den S-D-Schalter zu testen
(Stichwort: Duspol) hast Du bereits erledigt?
Wie gesagt, zweipoliger belastender Spannungsprüfer ist wichtig. DMM/DVM
ist es hier meist nicht , da hochohmige Messung.
Andrew
Die Anzahl der möglichen Fehler ist vielfältig. Von Wicklungsschluss
über Kontaktabbrand bis zu Kabelbruch ist das praktisch alles möglich.
Das Problem: Solange der Motor im System drinnen hängt misst Du immer
nur Mist weil die Spannung über die Wicklungen, wenn sie denn
funktionieren, immer wieder zurückkommen. Ist der Motor raus, kannst Du
den Stern-Kreis nur nur partiell messen. Wenn man weiss was man tut ist
die Fehlersuche eine Sache von Minuten. Wenn man es nicht weiss ist sie
eine Gradwanderung zwischen Leben und Tod.
>>Sie müssen untereinander den gleichen>>Wicklungswiderstand aufweisen.
Was heißt untereinander? Wie muss ich da messen, hätte ein Oszi zur
hand,
vielen Dank,
lg
Die Wicklungen sind auf das sog. Klemmbrett geführt.
(Der "Anschlußkasten" oben auf dem Motor)
Es gibt, (wenn es ein "normaler" Motor ist) drei Wicklungen:
U1-U2
V1-V2
W1-W2
Die Widerstände davon müssen jeweils annähernd gleich sein.
(Wir streiten uns nicht um ein paar Milliohm ;-)
Sie dürfen jedoch untereinander keine Verbindung haben,
das wäre ein Wicklungsschluß und auch keine zum Gehäuse,
das wäre ein Gehäuseschluß.
Ein Oszillograph nützt Dir dabei nicht. Nimm ein Ohmmeter.
MfG Paul
@ Hannes Weninger :
Mein Vorschlag :
- Sicherungen der Zuleitung herausnehmen.
- Deckel vom Motorklemmbrett öffnen, die sechs Adern eindeutig
beschriften und abklemmen.
- Eine Sternbrücke aus 1,5mm und drei Kabelschuhen anfertigen und auf
die Anschlüsse U2/V2/W2 anklemmen.
- Falls es eine 16A CEE Steckdose gibt im Hause, nun eine kleine
Verlängerung mit 16A CEE Stecker anfertigen, und die drei Adern an
U1/V1/W1 anklemmen.
- Erde anklemmen nicht vergessen.
- Falls nicht, eine suchen und finden.
- Nun den 16A CEE Stecker sehr schnell in die Steckdose einstecken.
- dreht der Motor? Dann liegt es am ST/DR Schalter oder sonstwo.
- dreht der Motor nicht? Motor kaputt.
- Nun Stecker wieder herausziehen und überlegen wie es weitergeht.
So mach ich das immer.
Gruss,
waybeach95