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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Diplomarbeit -> Selbständigkeit?


Autor: Martin B. (Gast)
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Guten Abend,

Um es vorweg zu sagen, ich habe mich noch nicht sehr viel in die Materie 
eingelesen bzw. informiert. Dem was ich hier niederschreibe ist 
lediglich ein "jahrelanger" Denkprozess vorangegangen.

Also folgende Ausgangsbasis, ich habe in Österreich an einer HTL eine 
Diplomarbeit im Gesundheitssektor bearbeitet. Im Laufe der Arbeit wurde 
ein Prototyp fertiggestellt, dem folgten noch 2 im Laufe der Jahre 
welche erfolgreich in einem Krankenhaus getestet wurden. Nun stellte 
sich heraus, das dieses Gerät durchaus mehr als 1-2 Abnehmer finden 
würde.

Die Folge ist die Idee mit einer Selbständigkeit, um das Gerät zu 
entwickeln, zu vermarkten, zu bauen und im Endeffekt zu verkaufen.

So im groben lief es bis jetzt so ab, Entwickelt wurde im Team, vom 
Schaltplan über die Software bis zum Gehäuse. Gefertigt und Bestückt 
wurde von einer Firma. Das Gehäuße wurde ebenfalls von einer Firma 
gefertigt. Endmontage erfolgte von uns. Bezahlt wurde das Ganze am 
Anfang von einem Sponsor im Rahmen der HTL, nachher wurde das Ganze 
privat finanziert.

Die Idee an eine große Firma verkaufen wollen wir nicht.

Ja, ja ich habe unzählige Threads hier gelesen in dem die Leute die mit 
selbigen Vorstellungen an den Start gingen in der Luft zerrissen wurden, 
deshalb versuche ich dem vorzubeugen und würde darum bitten das sich 
hier eventuell Leute melden, welche sich ihren Traum erfüllt haben und 
in etwa die gleiche Ausgangsbasis hatten, bzw. Leute die hier nicht nur 
die Risiken aufzählen, die sind uns zum Teil durchaus bewusst.

lg Martin

Autor: Frank (Gast)
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Wenn das Geraet an der Universitaet entwickelt wurde, habe die ebenfalls 
Rechte daran.

Autor: Martin B. (Gast)
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So ich entschuldige mich gleich einmal für meinen Fehler in der 
Überschrift schäm

Selbstständigkeit meinte ich natürlich.

lg Martin

Autor: Martin B. (Gast)
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Nein wurde ja wie gesagt an der HTL entwickelt. So weit ich das mit dem 
Abteilungsvorstand damals besprochen habe, hat die HTL keinerlei Rechte 
an dem Gerät. Würde dafür aber nicht meine Hand ins Feuer legen :-)

lg Martin

Autor: Frank (Gast)
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Gerade bei Medizintechnik ist es extrem schwer Fuss zu fassen. Um was 
fuer eine Art Geraet handelt es?

Autor: .... (Gast)
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Elekrische Geräte und Medizin.
Haftung: NEEE DANKE!

Autor: Martin B. (Gast)
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Nunja es geht um das Testen des Nervenempfindens eines Patienten. Unter 
"thermal quantitative sensory testing" läuft das Ganze ab. Es kommt am 
Patienten nur mit Haut in Berührung.

lg Martin

Autor: oszi40 (Gast)
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Man braucht z.B.

1. genügend Kunden
2. Startkapital
3. Kein kluger Bauer legt alle Eier in EINEN Korb.
4. Verkaufstalent
....

Da würde ich vorerst noch ein anderes Standbein brauchen bis der Laden 
läuft.
Ein Existenzgründelehrgang ist durchaus nützlich.

Autor: Martin B. (Gast)
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Das mit dem Standbein ist schon richtig, man kann ja nicht nur von Ideen 
und Luft leben. Bin Angestellter im Automotivsektor. Mit den Eiern 
meinst du wohl, das es ziehmlich dämlich ist nur auf ein Produkt zu 
setzen?


lg Martin

Autor: oha (Gast)
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Das auuserordentlich Muehsame und teure am Medizinmarkt sind die 
Zulassungen.

Autor: Wolfgang M. (womai)
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Naja, aus dem Originalbeitrag entnehme ich, dass es bereits mehrmals in 
einem Krankenhaus eingesetzt wurde. Das wird wohl heissen, dass es keine 
komplizierte Zulassung braucht. Trotzdem, gerade bei medizinischen 
Geraeten wuerde ich sehr vorsichtig sein in bezug Produkthaftung. Soll 
heissen, als Privatmann ist das ein grosses Risiko, denn da haftest Du 
im Schadensfall mit Deinem gesamten Vermoegen.

Hier in den USA (Kalifornien) kann man fuer $800 Mindeststeuer pro Jahr 
eine LLC (limited liability corporation) eroeffnen, im wesentlichen ist 
das eine Ges.m.b.H., bloss dass man kein Stammkapital braucht. Die 
LLC-Besitzer muessen dabei nicht mal in Kalifornien ansaessig sein. Dann 
ist das Haftungsproblem weg. Hab' ich mit Freunden vor ein paar Jahren 
mal gemacht und war nicht besonders aufwaendig. Bloss steuertechnisch 
koennte es sein, dass das fuer Dich etwas komplizierter ist als fuer 
mich hier (denn ich bin ohnehin schon in den USA steuerpflichtig, und 
LLC-Einkommen wird ganz normal als zusaetzliches Einkommen versteuert, 
also keine Doppelbesteuerung wie z.B. bei einer Inc.).

Autor: Gast (Gast)
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In Österreich ist ja offenbar einiges möglich. Was ist das für ein 
Produkt?

In Deutschland geht das i.d.R. nicht ohne Beantragung einer klinischen 
Studie nach Zustimmung der Ethikkomission. Ferner muss das Gerät, weil 
es sicher ein Medizinprodukt darstellt, den Normen entsprechen und eine 
Zulassung besitzen.

Viel Spass, wenn Du das aus dem Boden stampfen möchtest.

>Die Idee an eine große Firma verkaufen wollen wir nicht.
Da ist aber das Effektivste: Wenn du was hast, was andere gefährdet, ist 
damit am meisten Geld zu machen.

aber: Schon mal die Patentsituation gecheckt: Viele Firmen haben 
allesmögliche im Patentpool aus dem sie sich gegenseitig bedienen / 
austauschen. Du als Kleiner kannst da nicht ungefragt partizipieren. 
Wenn es wirklich was gewinnträchtiges ist, kannst Du davon ausgehen, 
dass Du nach Einführung des Produktes einige Klagen bekommst. Am Besten 
führst Du das Ding erst mal in einem Nicht-EU-Land ein, das nicht durch 
europäische Patente (so weit gehen die Anmeldungen mindestens) betroffen 
ist.

Autor: gast0 (Gast)
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Wie viele schon geschrieben haben, Medizinprodukte sind nicht ganz 
ohne...

> In Deutschland geht das i.d.R. nicht ohne Beantragung einer klinischen
> Studie nach Zustimmung der Ethikkomission.

Das sind EU Richtlinien, und klinische Studien und Ethikkomission 
brauchst du sicherlich nicht.

10k Euro solltest du für Zulassungen (inkl. EMV-Labor, Beratung, 
DIN-Hefte etc) schon rechnen. Mach einfach mal eine Anfrage bei einem 
Zertifizierer der auch nach 60601 prüft.

Autor: Martin B. (Gast)
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Guten Abend,

Also ich danke euch erstmal für die vielen Antworten. Also das mit der 
60601 war ein wichtiger Tipp, hab mich gleich mal mit der dafür 
verantwortlichen Abteilung des TÜVs in Verbindung gesetzt.

Wie es mit den Patenten aussieht, müssen wir uns auch erst anschauen. 
Aber ich nehme mal naiver Weise an am besten lasse ich das durch eine 
Kanzlei überprüfen?

lg Martin

Autor: Gast (Gast)
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Diese "Kanzleiprüfung" hat in meinem Fall schlappe 7800,- Eruonen 
gekostet, nur, das ein DOk da ist, anhand dessen die Recherche erfolgen 
kann.

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