Lötzinn/Flussmittel/Pollin NoName

OP (Firma: privat) #1120175
Lesenswert?

Hallo!!

Threads und Nachfragen zum Thema "welches Lötzinn" gab's ja schon eine 
ganze Menge.

Meistens haben die Leute Probleme mit dem "Nasenziehen". Ich behaupte 
aber mal, dass das in 95% der Fälle ein Handlingproblem ist. Man kann 
eigentlich mit jedem Lot löten wenn man sich ein wenig an die 
Eigenheiten gewöhnt hat.

Was mich viel mehr stört ist die zwangsläufige Rauchentwicklung und die 
damit verbundene Geruchsbelästigung. Klar, absaugen, aber das geht auch 
nicht immer.

Vor längerer Zeit habe ich eine 500g Rolle verbleites Lötzinn vom Pollin 
bestellt. Natürlich No-Name Qualität. Wie auf dem Bild zu sehen. Dieses 
übertrifft aber fast alle Markenlote bei weitem. Es gibt kaum 
Rauchentwicklung, ist nahezu geruchlos und scheint sehr temperaturfest, 
da es selbst beim Löten mit sehr hohen Temperaturen (wie sie sich z.B. 
beim Fädeln nicht vermeiden lassen) kaum Rückstände bildet. Obwohl der 
Flussmittelanteil mit 2,2% nicht zu den niedrigsten gehört.

Worum es sich bei dem Produkt handelt kann mir vermutlich sowieso 
niemand sagen. Aber vielleicht weiss jemand ob dieser Lottyp noch immer 
von Pollin geliefert wird? Im Katalog zumindest ist inzwischen ein 
anderes abgebildet. Aber das muss bei Pollin ja nix heissen.

Vielleicht kennt ja jemand noch andere Alternativen? Stannol HF32 bzw. 
HF34 dürfte normalerweise das Lot der Wahl im verbleiten Bereich sein. 
Dynacore von Alphametalls ist auch ziemlich unerträglich. Das ELR von 
Felder geht noch am ehesten.... Kristall 400 von Stannol ist ja nur für 
bleifreie Lote verfügbar soweit ich weiss....

Viele Grüße,
Klaus
Angehängte Dateien:
OP (Firma: privat) #1120526
Lesenswert?

ralf123 wrote:
> Achso... hab jetzt gerade nicht ans Mittelalter zurück gedacht ;-)
>
> Gibts wirklich noch Leute die sowas anwenden?

Na aber selbstverständlich! Eine ähnliche Bauteildichte erreicht man nur 
mit einer Multilayer Leiterplatte.
Allerdings stößt das ganze, wenn es um Geschwindigkeit, Impedanz und 
Stabilität geht, natürlich schnell an seine Grenzen.
Aber wenn man weiss was man tut, sehr hilfreich. Und vor allem auch 
recht schnell.
Gast #1122519
Lesenswert?

>Allerdings stößt das ganze, wenn es um Geschwindigkeit, Impedanz und
>Stabilität geht, natürlich schnell an seine Grenzen.
Naja, es soll schon vorgekommen sein, dass der Fädel-Prototyp bestens 
funktionierte, die gelayoutete Fertigversion dann Probleme hatte - durch 
die optisch "schöne" Führung vieler sauber parallel laufender Signale 
war dann das Übersprechen zu groß ...

So könnte es auch dem Meister des Fädelns gehen, aber die saubere Arbeit 
hat meinen vollen Respekt:
>der Meister des Fädelns http://elm-chan.org/docs/wire/wiring_e.html

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren