Hallo,
ich frage mal so in die Runde: Ist einer von Euch in einer freiwilligen
Feuerwehr aktiv?
Vor gut einer Woche wurde mir nach der Rückjehr aus dem Skiurlaub
mitgeteilt, dass ich nach einem Jahr der Probezeit und absolvierten
Lehrgängen, die ich allesamt als Bester bestand von der Truppe in der
Mitgliederbefragung über die Neuaufnahme heraus gewählt wurde. Als
Begründung wurde mir nur genannt, dass ich eben "anders" sei und sich
einige von mir genervt fühlen.
Ein Jahr für die Katz, nach dem Nasenfaktor heraus geworfen,
Einsatzfähigkeit und Leistung spielten keine Rolle dabei, ich war bei
einigen Rettungsaktionen dabei, ging als AGT auch in brennede Häuser und
holte die Bewohner dort raus, barg Leute aus Unfallwagen. Ich hatte nur
noch eine Mordswut im Bauch. Gut, ich bin 36 und damit ein Oldie unter
den meist 25 jährigen aber das kann es ja nicht sein. Gemieden hatte ich
die Feiern weil mir da zu sehr auf den Stammtisch geklopft wurde.
Aufgefallen war mir nur, dass ich der einzige Akademiker war, dabei
leben hier sehr viele.
Geschadet hat es mir soweit nicht, da ich im privaten, familären und
beruflichen Leben überhaupt solche Probleme nicht habe, beruflich leite
ich ein Team und gehöre auch zu den Leuten, die motiviert ihre Arbeit
machen, bin Vater dreier Kinder und stehe mitten im Leben.
Kann es sein, dass man als Akademiker in solchen "Vereinen" einfach
nichts verloren hat?
Hat da einer ähnliche Erfahrungen?
Gruss,
Peter aus dem Saarland.
>Als Begründung wurde mir nur genannt, dass ich eben "anders" sei und sich>einige von mir genervt fühlen.>Ein Jahr für die Katz, nach dem Nasenfaktor heraus geworfen
Manchen geht es bei solchen Tätigkeiten mehr um die Kameradschaft, als
das Retten von Menschen.
Die haben dann ihr wöchentliches Treffen, bei dem man "sabbelt".
Ich selbst war nie in der Freiwilligen Feuerwehr, kenne aber diverse
Feuerwehrleute. Man muß schon einen speziellen Draht zu ihnen haben.
Manche gehe da echt nur hin, weil sie sonst keine Freunde haben.
In kleineren Dörfern ist man ja zwangsweise in solchen Vereinen (also
nicht nur Feuerwehr, sondern was da sonst noch so gibt).
>Gemieden hatte ich die Feiern weil mir da zu sehr auf den Stammtisch >geklopft
wurde.
Großer Fehler.
Ich bin in einem Modellbau-Club, der schon in den 70er Jahren aktiv war
(naja, inzwischen ist es die Nachfolge-Gesellschaft, weil es damals
Ärger unter den Erwachsenen gab und es zum Bruch kam).
Wir sind inzwischen nur noch 8 Leute, die sich regelmässig treffen.
Da wird dann auch nicht immer an irgendwelchen Modellen gebaut, sondern
einfach nur gequatscht. Die Themen haben teilweise auch
Bildzeitungs-Niveau. Das muß man aber akzeptieren.
Achso zur Zusammensetzung: 1 Dipl-Ing (ich), 1 Kfz-Mechaniker, 1
Tischler, 1 Industriemeister, 1 Schiffbauer, 1 Dipl-Sozialpädagoge im
Ruhestand, 1 Bundeswehr-Soldat und 1 Industriekauffrau.
Bei uns wird aber jeder (mit seinen Macken) akzeptiert. Diskutiert wird
nur
über fachliche Angelegenheit, sei es aus der Firma oder hobbybezogen.
Da wird niemandem die eigene Meinung aufgedrängt. Über die Meinung des
anderen darf man sich halt denken, was man will...
Bei uns hat auch jeder sein (berufbedingtes) Fachgebiet. Ich werde gerne
wegen Elektronik- und PC-Problemen gefragt. Andere sind super
Handwerker.
Ich würde sagen, dass du wegen deines fehlenden Kamaradschaftsdenkens
rausgeworfen wurdest. Die Leitung einds
>Kann es sein, dass man als Akademiker in solchen "Vereinen" einfach>nichts verloren hat?
Das würde ich so nicht verallgemeinern. Sie sind selten, aber nicht
komplett weg.
>beruflich leite ich ein Team
Welchen Bildungsstand haben deine "Untergebenen"?
Mußt du dich mit Werkern "herumschlagen"?
Wie bist du Akademiker geworden? Nur studiert?
>bin Vater dreier Kinder und stehe mitten im Leben
Und dann noch in die Feuerwehr? Was sagt deine Frau dazu?
Wie alt sind die Kinder denn? (ich bin auch 36 und habe keine Kinder).
Kann völlig falsch liegen, aber ich glaube, dass das nichts mit dem
Akademiker an sich zu tun hat, sondern ausschliesslich mit dir
persönlich.
Allein, wenn ich das lese: "die ich allesamt als Bester bestand"...
Erinnere dich an deine Schulzeit, solche waren nie wirklich beliebt,
hatten fast immer Probleme im Umgang mit den anderen.
Nicht zu Feierlichkeiten mitzugehen, wurde selbstverständlich als
Affront aufgefasst - wir sind wohl nicht gut genug für ihn. Es gehört
einfach dazu, in einer solchen Truppe auch Freizeit zu verbringen, nur
das bringt Vertrauen und Verlass aufeinander, das ist gerade bei der
Feuerwehr wichtiger als bestandene Lehrgänge.
H.j. Seifert wrote:
> Es gehört> einfach dazu, in einer solchen Truppe auch Freizeit zu verbringen, nur> das bringt Vertrauen und Verlass aufeinander, das ist gerade bei der> Feuerwehr wichtiger als bestandene Lehrgänge.
Genau. Ich war selbst über 10 Jahre in meiner Heimatstadt in der FF
aktiv, zuletzt als Unterbrandmeister, bis ich aus beruflichen Gründen
den Wohnort gewechselt habe. Wenn ich z.B. im Einsatz mit jemandem
zusammen unter Atemschutz irgendwo reingehe, dann muss ich mich auf
meinen Partner praktisch blind verlassen können. Ich wäre nie mit einem
irgendwo reingegangen, den ich persönlich (also als Mensch) überhaupt
nicht kenne.
Das Streber-Problem hatte ich auch, da ich einer der wenigen "vom
Gymnasium" war und dann später auch noch studiert habe. Ich war auch im
Prinzip der einzige "Akademiker" in der Einheit und musste mir deshalb
von bestimmten Leuten einiges Anhören. Habe aber nie den Fehler gemacht,
mich von kameradschaftlichen Ereignissen fernzuhalten. Auch wenn man
sich mit manchen Kameraden vielleicht im Alltag nicht so gut versteht,
ist es unglaublich wichtig, dass die anderen wissen, dass sie sich auf
einen verlassen können. Und das Vertrauen baut man nicht auf, indem man
immer als "Dauer-Lehrgangsbester" rumläuft, den Akademiker
möglicherweise auch noch raushängen lässt, es aber komplett versäumt,
seine Kameraden richtig kennenzulernen.
Es mag manchmal so aussehen, dass eine freiwillige Feuerwehr eher eine
Feierwehr ist (was speziell auf einige Einheiten in eher ländlichen
Gebieten, die nur alle Jubeljahre mal einen Einsatz haben, auch
tatsächlich zutrifft), aber die Kameradschaft ist in so einer Truppe für
jeden einzelnen letztendlich (über)lebenswichtig. Und wenn einer nicht
bereit ist, sich zumindest ansatzweise einzuordnen, dann kann man mit
demjenigen auch nichts anfangen.
ich studier jetzt auch war auch immer lehrgangsbester.....
ich darf mir auch manchma scherzhafter weise anhören "oh der herr
student"....
aber dann sag ich halt zurück "wer hat der kann"...das ganze is nur
spaßig gemeint.....
un ich werde halt auch aktzeptiert grad weil ich was aufn kasten hab was
de ffw angeht......
Ich kenne das auch aus meinem Bekanntenkreis. Liegt dort aber nicht am
akademischen Grad, sondern an der Vorgesetzten-Position. Ob das ein
Gruppenleiter (Chef) bei der Arbeit ist oder ein Volleyball-Trainer
(ohne a. Grad), der Umgangston ist ein komplett anderer, als der des
'Fußvolkes' untereinander. Wird gerne als herrschsüchtig, rechthaberisch
und oberlehrerhaft empfunden. Auch wenn's diese Leute in der FFW drauf
haben und auch menschich OK sind, der Umgangston passt nicht in die
Gruppe und schürt Aggressionen.
Da ich Peter nicht kenne kann ich nur mein Empfinden bzgl. meines
Umfeldes schildern.
Hallo,
tröste Dich, das habe ich alles schon hinter mir, war in unserem Kaff 3
Jahre beim Löschzug dabei.
Dass ich ein Dr.ing. bin störte einige, dumme Sprüche a la "was sagt
denn der Herr Doktor dazu?" kamen öfter, nicht selten von denen, die im
Leben gar nichts gelernt hatten ausser Sprüche zu klopfen. Das macht sie
aber nicht weniger gefährlich, denn solche Leute versuchen immer andere
auf ihre Seite zu ziehen, wenn sie Dich erstmal auf dem Kiecker haben
und viele Füchse sind des Hasen Tod. Das ist die Macht des kleinen
Mannes, die ohnehin Probleme mit denen haben, die im Anzug herum laufen.
Akademiker hatten wir auch keine ausser dem Pfarrer als Seelsorger.
Trotzdem wurde ich aufgenommen, wenngleich mit Gegenstimmen.
Die Prüfungen sind nun wirklich nicht sonderlich schwer, da erwarte ich
dass jeder, der ein Studium hat die mit 100% absolviert und es
mindestens bis zum Truppführer bringt. Helden werden auch nicht gesucht,
das ganze System ist durch und durch reguliert und verbürokratisiert.
Freiwillig ist nur der Eintritt und ab und zu der Austritt, alles
dazwischen ist Befehl und Gehorsam.
Den meisten geht es aber nicht nur um die Aufgabe sondern um die
Kameradschaft und das Gemeinschaftserlebnis. Du kannst noch so gut sein,
wenn Du bei bestimmten Leuten nicht ankommst und noch schlimmer als
Streber oder Besserwisser den Stempel kriegst hast Du verloren. Dein
Fehler war der typische Akademikerfehler Dich im Wettbewerb messen zu
wollen, gegen die Kameraden und nicht mit ihnen. Nicht zu Stammtischen
zu kommen war natürlich unverzeihlich, als Neuer stehst Du permanent
unter Beobachtung und alles was andere irgendwie stört multipliziert
sich durch den Klatsch. Als Du weg warst liessen sie das Fallbeil über
Dir kreisen und stellten Dich vor vollendete Tatsachen. Gleich und
Gleich gesellt sich gern und zumindest in meinem Löschzug wurde durch
Selektion darauf geachtet, dass da bloss keiner reinkommt, der Unruhe
rein bringt. Ich kann allerdings auch nicht behaupten, dass die Leute
sonderlich aufgeschlossen waren Neuen gegenüber. Wir hatten viele, die
nach den ersten paar Malen wieder gingen, weil sie regelrecht ignoriert
wurden, dabei waren einige schwer in Ordnung. Wenn Du das
Vereinsmeier-Gen nicht hast gehörst Du da nicht rein. Schwierig war es
manchemale den Mund zu halten, wenn sich einer in die Nesseln gesetzt
hatte.
Ich selbst bin nach 3 Jahren ausgetreten. Wenn Du das 4.te Mal die Woche
durch einen durchgeknallten Rauchmeldert aus dem Schlaf gerissen wirst
bleibst Du das 5.te Mal einfach liegen. Dafür kannst Du Dir dann den
Anschiss abholen warum Du nicht da warst. Gleiches für irgendwelche
Ölspuren, ob da nun Sand drüber ist oder nicht juckt die Umwelt kein
bisschen.
Ausgetreten bin ich als dann als über den neuen Komandanten die
Schützenvereine Einzug hielten und er sie protegierte. Ich konnte mit
diesen Kaparvereinen nie was anfangen, empfinde das Herumstolzieren mit
Holzgewehren als Lachnummer und finde es jedesmal peinlich, wenn die
hackendicht aus dem Festzelt kommen. Mir ging es wie Dir um die Aufgabe,
nicht um den ganzen Uniformzirkus und die Vereinsmeierei die da mit
dranhängt.
Heute weiss ich, dass ich nie wieder eine blaue Uniform anziehen werde.
Grüsse,
Gregor
>Begründung wurde mir nur genannt, dass ich eben "anders" sei und sich>einige von mir genervt fühlen.
Das hat wohl nichts mit deinem akademischen Grad zu tun. Wenn du eine
Nervensäge bist, und das Team mit dir nicht klar kommt, ist es auch
richtig, dass du gekickt wirst. Vielleicht nervst du auch beruflich, nur
da sagen die wenigsten was.
>>Such dir doch einen etwas anspruchsvolleren Verein - eine FF muß man>>sich doch wirklich nicht antun...
Sehe ich ähnlich. Um ein FWM zu werden braucht es nicht unbedingt
geistige Überflüge, das kann jeder Strassenfeger. Du wirst immer
"anders" sein, vom Deinem Reden, Deinem Auftreten, Deinen Fremdwörtern,
Deinem Streben usw.
Versuche Dich nicht in ein Korsett zu quetschen wo Du nicht reinpasst
und die Lust auf Abenteuer vergeht Dir nach einer Weile sowieso, wenn Du
erstmal damit klarkommen musst wie verbrannte Leichen aussehen, die aus
dem Wagen gesägt werden müssen, wie ein Kopf aussieht der durch eine
Windschutzscheibe geknallt ist, wenn Du durchdrehende Eltern
zurückhalten musst, deren totes Kind ihr gerade herausschneidet usw.usw.
Diese Bilder werden Dich ein Leben lang verfolgen, bei mir kommen sie
nach 5 Jahren immer noch wieder.
Just my two cents,
Gregor.
Aus eigener Lebenserfahrung weiß ich das sich Akademiker immer
für etwas besseres halten und daher man als mittelmäßiger lieber
meiden sollte. Beispielsweise wissen die am Stammtisch immer alles
am BESTEN und daher gehören die da auch nicht hin.
Die sollten im Golfclub o.ä. rumlungern. Da sind die dann wenigstens
unter Ihrersgleichen.
@Uhu Uhuhu
Was soll denn bitte "FF" heißen, oder sollte das ein
FW für Feuerwehr werden?
ups.... wrote:
> Aus eigener Lebenserfahrung weiß ich das sich Akademiker immer> für etwas besseres halten und daher man als mittelmäßiger lieber> meiden sollte.
Nicht unbedingt. Nur gar zu oft ist das Klischee in den Köpfen derer,
die es dann in der Horde an einem vermeintlichen Außenseiter ausleben.
> Beispielsweise wissen die am Stammtisch immer alles> am BESTEN und daher gehören die da auch nicht hin.
Es lebe die geistige Inzucht, Anregungen könnten irritieren...
> Was soll denn bitte "FF" heißen, oder sollte das ein> FW für Feuerwehr werden?
Versuchs mal mit Freiwillige Feuerwehr ;-)
ups.... wrote:
> Aus eigener Lebenserfahrung weiß ich das sich Akademiker immer> für etwas besseres halten und daher man als mittelmäßiger lieber> meiden sollte.
Verallgemeinerungen sind immer falsch!
Und ein "Akademiker" kann sich bei einer Feuerwehr durchaus wohlfühlen,
wenn er in der Lage ist, sich einzufügen und nicht ständig den
Besserwisser raushängen zu lassen. Die meisten Kommentare, die ich
damals einstecken musste, waren auch nicht bös gemeint. Fast jeder, der
ein bisschen anders ist, bekommt das mehr oder weniger oft auf's Brot
geschmiert, das geht nicht nur Akademikern so.
Hallo !
Danke erst einmal für die Kommentare.
Klar, es haut erst einmal um. Da kommt man ahnungslos zum Spind, grüsst
freundlich und wundert sich nur über die Blicke und warum die Kameraden
auf einmal so distanziert sind bis einen der Kommandant herauszieht in
ein Nebenzimmer. Danach umziehen und wie ein begossener Pudel zur
Hintertüre raus. Jemand, mit dem ich mich gut verstehe war bei der
Abstimmung mit dabei und daher weiss ich auch, dass Begriffe wie "Der
hält sich für was Besonders" fielen.
Ich flog mit 13:8 Stimmen raus bei 16 Enthaltungen. Laut Satzung werden
aber nur Ja/Nein Stimmen bei der geheimen Abstimmung gezählt.
Stellt sich die Frage was ein Besserwisser ist?
Ein kleiner Brand in einem Generatoraum. Wir konnten nicht löschen bevor
die Anlage stromlos war. Anstatt die mich machen liessen, weil ich
weiss, wie man das abschaltet nur der dämliche Befehl mit der Axt mal
kräftig in den Schaltschrank zu hauen, dann würde er schon ausgehen. Ich
musste der sinnlosen Zerstörung der Sachwerte tatenlos zuschauen. Später
dann gab es eine heftige Auseinandersetzung zwischen mir und dem
Truppführer, der von Elektrik gar nichts verstand ausser dass sie
aufhört zu arbeiten wenn man nur kräftig genug draufhaut. Vom
juristischen Standpunkt alles ok, er war mein Vorgesetzter, er bestimmte
was zu tun ist, ob er davon Ahnung hat oder nicht war irrelevant. Aber
als Neuer wird man teilweise behandelt als wenn man sich nicht einmal
allein die Schuhe zubinden kann, alles für das man nicht einen extra
Kurs gemacht und einen Befähigungsnachweis bekommen hat darf man nicht.
Zum Thema "Stammtisch": Ich trinke keinen Alkohol und schätze gute
Unterhaltungen, jedoch befand sich das Niveau je nach Füllstand weit
unter der Gürtellinie. Die Führungskräfte sind da wesentlich
niveauvoller und erwachsener aber zu deren Riege gehört man nunmal nicht
als Anwärter. Sie sind zwar Teil der Truppe aber durch eine unsichtbare
Linie von ihr getrennt, nicht viel anders als bei der Bundeswehr.
Einfügen ja aber man muss sich nicht dümmer anstellen als man ist. ist
zumindest meine Meinung.
Vielleicht auch alles ganz richtig, wie es gekommen ist. Ich wollte nur
mal nachfragen ob es da ähnliche Erfahrungen gibt.
Gruss,
Peter
Mal ein paar Kommentare (bewusst überspitzt):
"dann muss ich mich auf meinen Partner praktisch blind verlassen können"
Also lieber einen, der immer pünktlich beim Saufen als pünktlich beim
Lehrgang war ?
" nicht ständig den Besserwisser raushängen zu lassen."
Du meinst, im Zweifel lieber ins Verderben rennen lassen ?
Ich kann mich jedenfalls an ein paar Gelegenheiten hier im Dorf
erinnern, wo so jemand potentiell viel Unheit verhindert hätte.
Ich bin jedenfalls dankbar für diesen Thread. Hat mich möglicherweise
vor einem grossen Fehler bewahrt.
Gruss
Axel
Axel wrote:
> Mal ein paar Kommentare (bewusst überspitzt):>> "dann muss ich mich auf meinen Partner praktisch blind verlassen können">> Also lieber einen, der immer pünktlich beim Saufen als pünktlich beim> Lehrgang war ?
Sehr überspitzt, und es geht dabei nicht um Pünktlichkeit allein. Und es
muss auch nicht immer Saufen sein (obwohl es oft leider so ist)...
> " nicht ständig den Besserwisser raushängen zu lassen."> Du meinst, im Zweifel lieber ins Verderben rennen lassen ?
Nein, im Ernstfall sollte sowieso der Grundsatz gelten "Fachleute ran".
Wenn so etwas passiert wie das, was Peter oben beschreibt, dann ist das
tatsächlich inakzeptabel. Kann natürlich eventuell auch dran liegen,
dass seine Kameraden ihn (sein Fachwissen) gar nicht einschätzen
konnten... Es gibt aber auch unter den nicht-Akademikern fürchterliche
Besserwisser (gerade bei Führungskräften in den unteren Rängen
(Gruppenführer), die noch weiter die Karriereleiter hinauf wollen).
Ich habe auch damals mal eine Diskussion mit Kameraden gehabt, die
eigentlich auch vom Fach waren und die mir meine Diagnose bei einem
Ausfall eines elektrischen Gerätes nicht abnehmen wollten. Als
Studierter wird man schnell als Theoretiker abgestempelt, der zwar alles
berechnen kann, aber praktisch nicht zu gebrauchen ist. Hat sich
hinterher rausgestellt, dass meine Diagnose goldrichtig war. Man muss
seine Kenntnisse manchmal erst beweisen.
Das Wichtigste ist aber, wie schon mehrfach gesagt, dass man gerade am
Anfang den Anschluss nicht verliert. Und man muss nicht immer unbedingt
jedes Bier mittrinken (Schnaps trinke ich persönlich überhaupt nicht)...
Übrigens spricht die hohe Zahl an Enthaltungen bei der Abstimmung genau
dafür, dass viele der Ansicht waren, Dich nicht gut genug zu kennen, um
sich ein Urteil zu erlauben...
Peter wrote:
> ich frage mal so in die Runde: Ist einer von Euch in einer freiwilligen> Feuerwehr aktiv?
ja.
> Lehrgängen, die ich allesamt als Bester bestand von der Truppe in der
...
> ich war bei...> ging als AGT...> barg Leute...
...
boah, wow... weiter gehts unten.
> Gemieden hatte ich> die Feiern weil mir da zu sehr auf den Stammtisch geklopft wurde.
!!!
> Aufgefallen war mir nur, dass ich der einzige Akademiker war, dabei> leben hier sehr viele.
so.
jetz sag ich dir mal, woher das kommt: du hältst dich für was besseres.
Hallo Johannes,
ich glaube der Konflikt liegt da wesentlich tiefer. Ich habe in meiner
Zeit die FF als ein Bürokratiemonster erlebt die den gleichen
Bedingungen unterworfen ist wie die Berufs-FF. Gehandelt wird nach der
umfassenden FwDV, anders lassen sich 20 Leute auch gar nicht
koordinieren. Es ist alles geregelt, von der Sitzordnung im Fahrzeug bis
zum Einsatz vor Ort wer was macht.
Die Befehlsgewalt geht von oben nach unten durch. Befähigt ist man, wenn
man einen Schein hat. Es spielte keine Rolle ob ich in meinem Garten
x-mal mit einer Kettensäge gearbeitet habe, bei der FF durfte ich es
nicht. Ebensowenig die Laster fahren obwohl ich Kl.2 habe und auch genug
Praxis.
Dazu ist eine Einweisung notwendig. Ich weiss nicht wie oft ich den Satz
hörte "Das ist vorschriftswidrig!" oder "Dafür hast Du keine
Einweisung!".
Von der psychologischen Seite her: Die grosse Masse der Menschen braucht
einen, der ihnen sagt wo es lang geht, sie tun das was man ihnen
aufträgt. Wie bei der Bundeswehr soll man nicht denken, das tun die
Vorgesetzten. Tut man es doch oder widerspricht auch noch offen einem
Vorgesetzten unterbricht man die Kette und wird zum Störfaktor.
Integration bedeutet sich dieser Hierarchie zu unterwerfen und dazu
gehört auch, dass ein Neuer artig und brav alles konsumiert was ihm
vorgesetzt wird, weil es schon immer so war. Anders kann ich es mir
nicht erklären, dass Leute Autos waschen, die erst am Vortag vom anderen
Zug gewaschen wurden, nur um den Auftrag zu erfüllen, der ihnen grad
gegeben wurde.
Möglicherweise wäre aber ein Zug aus Akademikern unfähig, weil die sich
zu Tode diskutieren würden und jeder etwas zu sagen haben wollte. Die
Meetings in der Firma sind da Warnung genug, wie sich Erwachsene als
Kinder aufspielen können, nur weil sie unbedingt Recht behalten wollen.
Solche System funktionieren besser, wenn sie auf Befehl und Gehorsam
basieren.
Wie dem auch sei, mit 36 lasse ich künftig die Finger davon, das hätte
ich mit 18 anfangen sollen, so wie viele andere auch, die da rein
wuchsen. Ein Dienst als Mannschaftsdienstgrad ist heute einfach nicht
mehr drin, diesen Anpassungs-Spaghat schaffe ich nicht mehr.
Peter.
Das mag sein das er sich für was besseres hält. Es passt eben nicht
jeder in eine bestimmte Gruppe.
Peter hat nicht in seine örtliche Feuerwehr gepasst. Ganz einfach weil
ihm das Niveau zu nidrig war.
Wobei man sagen muss bei 13:8 und 16 Enthaltungen ist die Sachlage für
mich immer noch nicht klar, aber die Tendenz ist schon zu erkennen.
>>Wobei man sagen muss bei 13:8 und 16 Enthaltungen ist die Sachlage für>>mich immer noch nicht klar, aber die Tendenz ist schon zu erkennen.
Ja, das sehe ich auch so. Trotzdem braucht man sich keinen Strick zu
nehmen, nur weil man einmal auf die Nase flog. Mein Dad war auch mal in
einem Schützenverein vor x Jahren und fühlte sich da gar nicht wohl,
danach war er fast 20 Jahre Modellflieger in einem Club, stieg bis zum
stellv. Vorsitzenden auf.
Die Lehre ist sicherlich angekommen, Gedanken habe ich mir auch genug
darüber gemacht wie ich den Leuten künftig begegne, den so gross ist das
Dorf ja nicht. Vom "Du" wieder zum "Sie" übergehen ist schlecht, der
Knigge sagt ein "Du" kann man nicht zurücknehmen. Aber der vertraute
Umgangston wie früher wird wohl einer Höflichkeit weichen, wie man sie
im Job verwendet.
Peter.
Ich versteh gar nicht warum Du Dir einen Verein antust wenn Du mit den
Leuten nicht mal einen Trinken gehen willst.
OK, Feuer löschen und Menschen retten ist ehrbar, aber wenn so viele da
sind, das man es sich leisten kann jemand herauszuwählen, dann sind
genug Leute da die den Job machen können.
Mach Dir keinen Kopf, such Dir Leute mit denen Du es kannst und die es
mit Dir können.
Ich habe viel zu lange zurückgesteckt und mich zurückgenommen, nur wegen
der "Freundschaft".
Nun, die "Unterschichtenfreunde" habe ich abgeschafft und siehe da, mit
ein bissel gedult habe ich Menschen gefunden die mit mir kein Problem
haben und wo ich sein kann wie ich bin, ohne das man mich Diskriminiert
weil ich eben andere Ziele im Leben habe und andere Dinge erreicht habe
oder was anderes wollte. Ich lebe jetzt besser und zurückdenken tue ich
nur wenn ich am Lagerfeuer dran bin mit einer Gruselgeschichte erzählen!
;-)
Denk dran, jede Minute daran denken ist verschwendet.
Diejenigen die Dich rausgewählt haben verschwenden keine Minute damit an
Dich zu denken. Warum solltest Du Dir nun gedanken machen?
Gruß Bernd
Peter wrote:
> Hallo Johannes,>> ich glaube der Konflikt liegt da wesentlich tiefer. Ich habe in meiner> Zeit die FF als ein Bürokratiemonster erlebt die den gleichen> Bedingungen unterworfen ist wie die Berufs-FF.
Berufs-Freiwillige-Feuerwehr?
> Gehandelt wird nach der> umfassenden FwDV, anders lassen sich 20 Leute auch gar nicht> koordinieren. Es ist alles geregelt, von der Sitzordnung im Fahrzeug bis> zum Einsatz vor Ort wer was macht.
Da erzählst Du mir nichts Neues. Aber es kommt immer drauf an, wie die
Leute vor Ort die Vorschriften auslegen. Keine mir bekannte
Feuerwehreinheit tritt beim Eintreffen am Einsatzort neben dem Fahrzeug
an, um den Einsatzbefehl zu empfangen (möglicherweise wird das in Deiner
Gegend anders gehandhabt), das würde jedenfalls einen etwas lächerlichen
Eindruck hinterlassen.
Bei uns wusste jeder, was der jeweils andere kann, und wenn man zum
Einsatzort fuhr, dann war die Sitzordnung bis auf die PA-Träger kein
Thema. Man sprach sich unterwegs ab, sofern das möglich war (wenn die
Einsatzlage und der Einsatzort einigermaßen bekannt waren) und am
Einsatzort lief normalerweise alles wie am Schnürchen, weil man ein
eingespieltes Team ist.
Erzähl mir jetzt nicht, dass bei Euch alles Schritt für Schritt nach
FWDV ablief. Löschangriff nach Vorschrift. Das ist so unrealistisch,
weil jede Einsatzstelle anders aussieht. Das taugt nur für
Leistungswettkämpfe. Und Führungskräfte, die nur Befehle rumbölken und
sich nichts sagen lassen, machen nur in Einheiten Sinn, die
ausschließlich aus Vollpfosten bestehen.
Ich habe keine Ahnung, wo Du in der FF warst, aber Deine Schilderungen
lassen mich erschrecken...
> Die Befehlsgewalt geht von oben nach unten durch. Befähigt ist man, wenn> man einen Schein hat.
Ist zwar im Prinzip richtig, aber für gewisse Dinge gibt es in der FF
keine Ausbildung und dementsprechend keine Scheine.
> Es spielte keine Rolle ob ich in meinem Garten> x-mal mit einer Kettensäge gearbeitet habe, bei der FF durfte ich es> nicht.
Das ist ja auch korrekt, es werden schließlich dahingehend Lehrgänge
angeboten (TH Wald oder so ähnlich). Es geht nicht darum, wie oft man
schon eine Säge in der Hand gehabt hat, sondern darum, dass man weiß,
wie man mit der Säge arbeitet, ohne sich selbst und andere zu gefährden.
Und das ist vielen Hobbykettensägern unbekannt.
> Ebensowenig die Laster fahren obwohl ich Kl.2 habe und auch genug> Praxis.
Bei uns war generell das Fahren erst nach mindestens einem Jahr
Zugehörigkeit und nach einer Einweisung auf dem jeweiligen Fahrzeug
erlaubt, was auch nicht falsch ist. Erst mal die Leute kennenlernen,
bevor man sie an schweres Gerät lässt.
> Dazu ist eine Einweisung notwendig. Ich weiss nicht wie oft ich den Satz> hörte "Das ist vorschriftswidrig!" oder "Dafür hast Du keine> Einweisung!".
Ist manchmal ja auch nicht verkehrt. Manche übertreiben es aber auch.
Naja, es scheint da doch Unterschiede zwischen den verschieden Wehren zu
geben. Die einen sind so drauf, die anderen so.
Aber wenn die Chemie nicht stimmt, dann klappt's halt nicht.
Habe auch einige Jahre bei einer FFW verbracht und würde das schon auch
behaupten wollen, dass es hin und wieder Kameraden gibt, die ihre
Schwierigkeiten mit Kameraden mit höheren Bildungsabschlüssen haben.
Wenn diese Kameraden in der Überzahl sind und man keinen Draht zu ihnen
hinbekommt, dann wird es schwierig.
Nun ja, und Politik wird eben überall gemacht, so wie in unzähligen
Vereinen auch in Feuerwehren.
Zum Eingangsposting: Es klingt schon so, als ob sich der Thread-Eröffner
in der einen oder anderen Art "überlegen" sieht.
Michael H* wrote:
>> Aufgefallen war mir nur, dass ich der einzige Akademiker war, dabei>> leben hier sehr viele.> so.> jetz sag ich dir mal, woher das kommt: du hältst dich für was besseres.
Da spricht der richtige -- der jede Gelegenheit, andere zu degradieren,
nutzt um seine vermeintliche Ueberlegenheit zu demonstrieren.
Ach war auch mal eine kurze Zeit in der FW. Da wird halt hauptsaechlich
in Gemeinschaft gesoffen. Das Niveau ist nicht besonders hoch, so dass
man durchaus Probleme hat, Anschluss zu finden. Gesetze gibt es da
nicht. Ich denke, wenn man zu intelligent ist, wird man von solchen
Personengruppen automatisch ausgeschlossen, weil sie sich bedroht
fuehlen.
Das ist kein Problem bei FFWen allein.
Unsere Tochter bekam nach 1er Studium keine Job.
"1er nehme man grundsätzlich nicht" D.: >90 Bewerbungen für ganz D. in
ca 6 Monaten kein Angebot.
England nahm sie mit Handkuss und rotem Teppich. Sie konnte sogar
wählen, bekam Tutor und Sekretärin, das 2. Angebot hat sie angenommen.
Nun nach 5 Jahren wird sie das erste Mmal wechseln um sich
weiterentwickeln zu können.
Deutschland ist halt ein Land, in welchem Mittelmaß gefragt ist. Ein
Überflieger könnte ja gewachsene Strukturen in Frage stellen, das stößt
meißt auf den Widerstand derer, die sich eingerichtet haben. Ein wenig
Mobbing und der "Störenfried" kann entsorgt werden (fügt sich nicht in
Truppe/Team). Mangelnde Sozialkompetenz wird dann von jenen vorgebracht
welche ihre eigene Position in Gefahr sehen. Ein ganz normales
gruppendynamisches Verhalten.
Du hast schlicht das Pech, dass die Alphastelle belegt ist und
verteidigt wird. Zieh weiter oder bau eine eigene Truppe (für was auch
immer) auf, wenn du Wert auf Teamarbeit legst. Sich unterzuordnen forden
nur diejenigen welche um Ihre eigene Position fürchten müssen. Die
können Leute nicht brauchen, welche ihnen das Wasser reichen können und
mobben den Rivallen erst subtil aus der 2. Reihe, später wenn die
Stimmung klar ist stellen sie sich offen an die Spitze und lassen sich
von Ihren Vassallen feiern.
> Deutschland ist halt ein Land, in welchem Mittelmaß gefragt ist. Ein
Das magst du dir eingeredet haben, um mit deinem Leben zufriedener zu
sein. Lies doch mal ein paar Fachblätter - die englischen, damit der
internationale Vergleich auch gerechtfertigt ist -, dann wirst du sehn,
wo Deutschland in Wissenschaft und Forschung vorn ansteht.
Ohne dir oder deiner Tochter zu nahe treten zu wollen:
Die meisten Leute mit 1er-Studium in unserem Fachbereich will ich
garantiert auch nicht zum Kollegen haben - 0 soziale Kompetenz oder auch
nur Erfahrung. Die kannst du neben die Racks in den Serverraum stellen,
aber in keine Kaffeeküche.
Dass das in anderen Fachbereichen anders ist, kann gut sein. für
Ingenieure trifft das Vorurteil ein ums andere mal voll und ganz zu.
Ich verstehe diese Gejammere nicht. Das ist KEIN spezielles Problem der
FW sondern ein zwischenmenschliches.
Zur Eingangsfrage: Natürlich gehören Ingenieure in die Feuerwehr, so wie
auch in das THW und die Bundeswehr!
Leute, behauptet Euren Platz im Leben, aber auch besonders dort wo ihr
hingehört. Es sollte nicht um diffuse Befindlichkeiten sondern um
Leistungsfähigkeiten gehen, die genau dort gefragt sind.
Irgend etwas hat das Bild des Akademikers, oder speziell des Ingenieurs
in Deutschland beschädigt, ich weiß auch nicht genau was, aber das muß
wieder gerade gerückt werden. Also, nicht den Ing. raushängen lassen bei
den (wichtigen) Versammlungen, sondern Small Talk wenn Saufen angesagt
ist, und (aber richtig) Maul aufreißen wenn Wissen gefragt ist. Das muß
dann aber auch da sein.
In diesem Sinne....los gehts, zeigen wir den BWLern mal wo Konjunktur
gemacht wird, mit Spucke UND Händen.
guude
ts
Hallo,
@Johannes: Bei uns wurde durchaus hinter dem TLF etc. angetreten und dem
Einsatzleiter Bereitschaft gemeldet. Die Befehle im Einsatz sind
bekannterweise durch die FwZV "genormt", sie werden wiederholt usw.
Dass es Leute gibt, die mit einer Kettensäge ohne Hände und Arme
wiederkommen würden, wenn man sie lässt ist klar. Sehe ich ein, man muss
mit allem rechnen, ausserdem verlangen das die Versicheurungen. Kommt es
zu einem Unfall und derjenige hat keine Einweisung zahlen die nicht.
Im Übrigen finde ich "überlegen" ein blödes Wort. Ich bin mit einer
Artzhelferin verheiratet, der ich in rein "technischer Sicht" vollkommen
überlegen bin. Na und? Wir haben uns gefunden weil wir menschlich und
vom Gefühl her zusammenpassen, nicht weil wir fachlich auf der gleichen
Welle liegen. Ein guter Kumpel ist Bauer, da sind überhaupt keine
Schnittmengen vorhanden, ich verstehe von der Aussaat von Weizen genauso
wenig wie er vom Blackfin Prozessor oder wie man eine einen CAN Bus
auslegt, er hat nicht mal Internet oder einen Computer - trotzdem haben
wir uns jede Menge zu erzählen und sitzen gern beim (alkoholfreien) Bier
zusammmen. Das hat nichts mit der "höheren Bildung" zu tun, das is eine
Welle die auf einer ganz anderen Ebene schwingt.
@Bernd: Wahre Worte!
Ok, von meiner Seite aus ist das Thema erstmal durch, danke für die
angeregte Diskussion mit Euch!
Peter.
PS:
>>Natürlich gehören Ingenieure in die Feuerwehr, so wie>>auch in das THW und die Bundeswehr!
Ich wage das zu beweifeln, da besteht noch immer das Stände- und
Zünfte-Denken der industriellen Vorzeit. Die FW sind traditionell mit
Handwerkern, Landwirten und körperlich schaffenden Berufen besetzt, auch
Polizisten hatten wir dabei und vor allem Gewerkschaftler. In fast allen
Fällen doppelte Migliedschaft im Schützenverein. Die SPD war
dominierende Partei, so wie im ganzen Dorf.
> Zum Thema "Stammtisch": Ich trinke keinen Alkohol
Da hast du bereits verloren - ob man will oder nicht, aber wer nicht
trinkt, der ist sofort verdächtig und Aussenseiter. Eigentlich eine
bedenkliche Tatsache, aber zu 100% Realität. Erfahrungsgemäss sind aber
die meisten Personen, die keinen Alkohol trinken, tatsächlich etwas
seltsame, häufig unangenehme Zeitgenossen (der Umkehrschluss hingegen
gilt absolut nicht).
Tipp: Ein Bier mittrinken und danach das Auto als Ausrede benutzen.
mr. chip wrote:
> Erfahrungsgemäss sind aber> die meisten Personen, die keinen Alkohol trinken, tatsächlich etwas> seltsame, häufig unangenehme Zeitgenossen (der Umkehrschluss hingegen> gilt absolut nicht).
Als wären Zoten lallende, trokelnde Schluckspechte das Maß aller
Dinge...
Es handelt sich um die Tochter meine Lebensgefährtin und sie studierte
Sozialpädagogik und betraf mich indirekt, deckte sich jedoch mit meinen
eigenen Erfahrungen, welche ich in der DDR machen durfte.
Was soziale Kompetenz angegeht, die hat man nicht weil man kein 1er
hinlegt, lediglich fällt es mit weniger IQ leichter sich unterzuordnen,
als wenn man die Webfehler derer welche sich einem so vorsetzen
durchschaut. Die müssen dann freilich auf die Rangordnung oder die
Gruppenhierarchie zurückgreifen wenn sie den zu lösenden Aufgaben
fachlich nicht gewachsen sind, wie in Peters Fall geschehen.
Es zeugt übrigens nicht von Klugheit oder sozialer Kompetenz des
Truppführers, wenn dieser nicht in der Lage ist das Potential seiner
Unterstellten zur Lösung der anstehenden Probleme zu nutzen, sondern
statt dessen seine Macht durch Mobbing zu sichern trachtet. Auch er wird
seinen Meister finden. Das ist noch jedem Rädelsführer so ergangen.
Und ein Gewisser Heinrich Mann beschrieb das schon im Roman "Der
Unteran"
Daraus schließe ich, daß es sehr wohl ein ungelöstes deutsches Problem
ist, wie auch das Streben von "Führern" geführt zu werden um nicht
selber denken zu müssen.
Uhu Uhuhu wrote:
> mr. chip wrote:>> Erfahrungsgemäss sind aber>> die meisten Personen, die keinen Alkohol trinken, tatsächlich etwas>> seltsame, häufig unangenehme Zeitgenossen (der Umkehrschluss hingegen>> gilt absolut nicht).>> Als wären Zoten lallende, trokelnde Schluckspechte das Maß aller> Dinge...
wie erwachsen...
der freundliche(Gast) wrote:
>> Deutschland ist halt ein Land, in welchem Mittelmaß gefragt ist. Ein> Das magst du dir eingeredet haben, um mit deinem Leben zufriedener zu> sein. Lies doch mal ein paar Fachblätter - die englischen, damit der> internationale Vergleich auch gerechtfertigt ist -, dann wirst du sehn,> wo Deutschland in Wissenschaft und Forschung vorn ansteht.>> Ohne dir oder deiner Tochter zu nahe treten zu wollen:> Die meisten Leute mit 1er-Studium in unserem Fachbereich will ich> garantiert auch nicht zum Kollegen haben - 0 soziale Kompetenz oder auch> nur Erfahrung. Die kannst du neben die Racks in den Serverraum stellen,> aber in keine Kaffeeküche.> Dass das in anderen Fachbereichen anders ist, kann gut sein. für> Ingenieure trifft das Vorurteil ein ums andere mal voll und ganz zu.
@ freundlicher Gast
Deine soz.Kompetenz scheint mit der des Truppführers zu korrelieren.
Vielleicht hilft dir diese Lektüre, besser noch der Roman, weiter. Es
ist selten zu früh und nie zu spät, dazu zu lernen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Untertan#Intentionhttp://de.wikipedia.org/wiki/Der_Untertan#Inhalt
> Als wären Zoten lallende, trokelnde Schluckspechte das Maß aller> Dinge...
Behauptet auch niemand. Aber dass man mittrinkt, erwartet 'die
Gesellschaft'. Nichttrinker haben also den Mut, eine gesellschaftliche
Norm zu ignorieren. Logischerweise sind das dann keine
Mainstream-Personen, sondern Querdenker. Und solche Leute sind nunmal
nicht überall beliebt - gerade in Gruppen, wo man sich vor Neuem
fürchtet, weil man ja was verlieren könnte.
Da muss man sich als Andersdenkender halt entscheiden, wie weit man nach
der Pfeife anderer tanzen muss und kann, um sich und seine speziellen
Ansichten, Ideen und Fähigkeiten optimal in die Gesellschaft zu
integrieren. Gerade das gemeinsame Bier nach getaner Arbeit ist ein sehr
einfaches, aber wirksames Mittel - das sieht man überall, wo Menschen
zusammenkommen. Arbeiter nach dem Feierabend, Sportler nach dem
Training, Studenten nach einer Prüfung usw. (Und dabei erwartet niemand,
dass man eine ungesunde Menge zu sich nimmt!)
mr. chip wrote:
> Da muss man sich als Andersdenkender halt entscheiden, wie weit man nach> der Pfeife anderer tanzen muss und kann, um sich und seine speziellen> Ansichten, Ideen und Fähigkeiten optimal in die Gesellschaft zu> integrieren.
Zwischen Integrtion und Anpassung liegen Welten.
> Gerade das gemeinsame Bier nach getaner Arbeit ist ein sehr> einfaches, aber wirksames Mittel - das sieht man überall, wo Menschen> zusammenkommen.
Nun ja, ich kenne einen trockenen Alkoholiker - der meidet jeglichen
Alkohol, wie der Teufel das Weihwasser und trotzdem ist er ein patenter
Bursche.
Das ist zwar ein Extremfall, aber es weist den Weg: Wenn jemand keinen
Alkohol trinken will, dann ist das seine Sache und niemand hat das
Recht, deswegen zu diskriminieren, oder gar zu mobben.
> Arbeiter nach dem Feierabend, Sportler nach dem> Training, Studenten nach einer Prüfung usw. (Und dabei erwartet niemand,> dass man eine ungesunde Menge zu sich nimmt!)
Das sind aber nun gerade Beispiele, bei denen die
bildungsmäßigen/sozialen Unterschiede nicht sonderlich groß sind.
Die Probleme kommen aber meist erst dann, wenn Leute mit
Minderwertigkeitskomplexen auf andere Treffen, die sich etwas anders
verhalten und denen sie deswegen Arroganz o.ä. unterstellen. Sich
solchen Leuten anzubiedern ist vergebliche Liebesmüh und eine
Demütigung, die man sich besser spart.
@ Peter: Ich versteh dich, ich war damals in der Jugendfeuerwehr und
habe auch von den "Grossen" einiges mitbekommen. Eigentlich schade, dass
dort nur Bauern und Grossmaeuler sind...
>Die Probleme kommen aber meist erst dann, wenn Leute mit>Minderwertigkeitskomplexen auf andere Treffen, die sich etwas anders>verhalten und denen sie deswegen Arroganz o.ä. unterstellen. Sich>solchen Leuten anzubiedern ist vergebliche Liebesmüh und eine>Demütigung, die man sich besser spart.
Hier sprichst du mir aus meiner atheistischen und doch wohl spirituellen
Seele(zumindest sagt man sie mir nach), besonders aber im letzten Satz.
> Wenn jemand keinen Alkohol trinken will, dann ist das seine Sache und> niemand hat das Recht, deswegen zu diskriminieren, oder gar zu mobben.
Da gebe ich dir absolut Recht. Nun ist es aber so, dass aus allen
möglichen Gründen gemobbt und verdächtigt wird, ohne dass jemand darauf
ein Recht hätte. Man muss sich halt fragen, wie weit man dieses Risiko
eingehen will und wie weit man bereit ist, gewisse Eigenheiten
aufzugeben.
> Sich solchen Leuten anzubiedern ist vergebliche Liebesmüh und eine> Demütigung, die man sich besser spart.
Natürlich. Aber selbst unter besten Freunden muss man manchmal bereit
sein, Zugeständnisse zu machen. Wichtig ist halt, dass man den Wert, den
eine Person für einen hat, richtig Einschätzen kann.
>> Erfahrungsgemäss sind aber>> die meisten Personen, die keinen Alkohol trinken, tatsächlich etwas>> seltsame, häufig unangenehme Zeitgenossen.
Jetzt muss ich aber doch mal fragen: Wie kommst zu auf dieses schmale
Brett dieser Hypothese? Apropos rauchen... ja tue ich, Zigarillos. Meine
Frau trinkt auch keinen Alkohol, vielleicht 1-2 Mal im Jahr ein Glas
Bier. Das war nicht immer so, es gab auch mal andere Zeiten im Studium,
wo "voll" sein mit "cool" verbunden wurde und ich lattenstramm aus der
Studikneipe torkelnd kaum mehr den Weg ins Wohnheim fand aber mir
schmeckt das Zeugs seit Jahren nicht mehr und so wie ich keinen Spinat
mag so muss ich keinen Alk trinken. Dass das "Bier nach Feierabend"
quasi eine soziale Einrichtung ist, ist bekannt, so wie die Raucherecken
in der Firma. Aber wer daran, ob er Alk trinkt den Wert eines Menschen
einschätzt, der tut mir leid.
Ich würde auch nie von unserem Veganer in der Firma (Radikal-Vegetarier)
erwarten, dass er Fleisch isst, nur weil wir es tun und "komisch" oder
unangenehm ist der in keinster Weise. Das gebietet allein schon die
Toleranz anderen gegenüber sowas zu respektieren, solange sie ihre
Marotten nicht anderen aufzwingen wollen.
@ Peter,
das alles ist sachlich korrekt, aber die Welt ist weder nur schön, noch
schön gerecht.
Ich tue was ich kann. Mehr vermag ich nicht, Du nicht, und auch jene
nicht, welche Dir die für dich nötige Tolleranz nicht entgegenzubringen
vermögen.
Verzeihe ihnen und tue auch Du was du kannst. Setze deine Erfahrungen in
dem Rahmen um, der Ddir zu Verfügung steht, und denke daran: Unsere
Gegner sind unser besten Lehrer. Unser Freunde helfen uns die schweren
Lehren zu ertragen.
Hallo Winfried,
seit einigen Jahren hängt in meinem Büro ein gesticktes Schriftum was
ich mal machen liess, so wichtig fand ich es, immer wieder schaue ich da
drauf und lese es durch, wenn Misserfolge oder Zweifel kommen. Ich höre
grad die Sirenen aus dem Fenster, das zweite Mal heute abend, die Truppe
rückt aus, diesmal und auch künftig ohne mich.
"Meine Aufgabe ist es nicht, anderen das objektiv Beste zu geben,
sondern das Meine so rein und aufrichtig wie möglich. Du brauchst nicht
das objektiv Beste zu geben, denn wer kann schon bestimmen, was das ist?
Wenn du das deine so rein und aufrichtig wie möglich gibst, dann ist das
das Beste, was du geben kannst. Es kommt also darauf an, daß du
authentisch bist. Dieser Vorgang des Authentisch-Werdens, das ist der
Reifeprozess des Erwachsen-Werdens. Es geht darum, keine Kopie zu sein,
sondern ein Original. Denn: Durch die Einflüsse der Umwelt besteht die
Gefahr, daß du zu einer Kopie wirst, zu einem Abklatsch der Regeln,
Richtlinien, Normen und Vorstellungen davon, wie du sein solltest. Es
geht darum, daß du gegen alle diese Fremdbestimmungen, herausfindest,
wie und wer du wirklich bist."
(Hermann Hesse)
Hesse, Hegel und Adorno haben noch keinem geschadet, der nicht inmitten
einer Werl der Fachidioten verblöden will. Philosophie, 3.tes Abi-Fach
:-)
Geh und bilde Dich - Mensch!
@Michael H:
Deine sich wierholenden Nachrichten beinhalten keinerlei nutzenswerte
Information, noch tragen sie zur Belustigung bei. Schick sie doch
einfach nach /dev/nul ab oder wirf nen Tacken in die Parkuhr und quatsch
die voll.
@ Michael H*
Jetzt ja, jetzt habe ich es verstanden.
@Herr Uhu, Du bist mir noch eine Antwort aus dem anderen Thread
schuldig, und das ist Deiner doch nicht würdig, oder?
guude
ts
Peter wrote:
> Deine sich wierholenden Nachrichten beinhalten keinerlei nutzenswerte> Information, noch tragen sie zur Belustigung bei. Schick sie doch
soso. der nutzer deines letzten posts war dann...?
und wer sagt denn, dass man einen post nicht wertend kommentieren darf?
nachdem wir hier schon in offtopic sind, brech ich mir da schon 2 mal
nichts ab.
übrigens, ist dir folgendes aufgefallen? ich habe andere ansichten als
du und gehe dir mit meinem geschreibe gegen den strich -> du hättest
mich gerne wo anders (dev/null)
wo ist jetzt nochmal genau der unterschied dazu, dass dich die
feuerwehrler nicht haben wollten?
und, meinst ich geh jetz in ne offtopic-ecke weinen?
Wer beruflich eine leitende Tätigkeit ausübt ist meist nicht als
leitende Person in einem Verein zu gebrauchen. Im Verein läuft alles auf
freiwilliger Basis und Leute mit ausgeprägtem Selbstbewußtsein ecken da
eben oft an. Im Berufsleben ist es anders. Auch wenn dort das Verhältnis
der Kollegen untereinander und gegenüber dem Vorgesetzten sehr gut
erscheint, ist der Vorgesetzte immer eine Respektperson. Keiner würde
seinem Chef immer seine wahre Meinung über ihn sagen. Im Berufsleben
wird von den leitenden Personen auch eine gewisse Arroganz erwartet und
Strenge erwartet, was in einem Verein so nicht funktioniert. Es ist ein
Trugschluss zu glauben, beruflich gelernte Führungsqualitäten und
beruflich gelernte Teamfähigkeit in einem Verein einsetzen zu können.
Auch hat die Geselligkeit in einem Verein einen höheren Stellenwert als
die Vereinstätigkeit selber. Auch das ist im Berufsleben anders. Wobei
mir auch da Saufabenden am Wochenende zuwider sind.
> Aber dass man mittrinkt, erwartet 'die Gesellschaft'
Nichtraucher können genauso schnell zum Außenseiter werden. Privat und
auch in der Firma. Smaltalk ist auch im Beruf wichtig - und das wird oft
hauptsächlich beim Rauchen praktiziert.
Gast wrote:
> Wer beruflich eine leitende Tätigkeit ausübt ist meist nicht als> leitende Person in einem Verein zu gebrauchen.
Eine Feuerwehr ist aber nunmal kein Verein... Deshalb hinkt auch Uhus
Vergleich mit dem Golfclub ziemlich. Klar, manchmal wird der Eindruck
eines Vereins erweckt, aber im Grunde genommen ist es ganz was anderes.
Gast wrote:
> Wer beruflich eine leitende Tätigkeit ausübt ist meist nicht als> leitende Person in einem Verein zu gebrauchen. Im Verein läuft alles auf> freiwilliger Basis und Leute mit ausgeprägtem Selbstbewußtsein ecken da> eben oft an.
Ist die Feuerwehr ein Verein? Doch wohl eher nicht und die Leute, die
sie dafür halten, sind das Problem, nicht professionelle
Führungspersonen - von denen man im Übrigen erwarten kann, daß sie auch
die Besonderheiten einer Feuerwehrtruppe erkennen und ihre
Führungsmethoden darauf einrichten.
> Im Berufsleben ist es anders.
Na ja, im Berufsleben geht es - zumindest meistens - um handfeste Dinge,
während das Spektrum von Vereinen zwischen Kindergarten für Senile bis
handfeste Interessenvereinigung reicht.
Uhu Uhuhu wrote:
> Johannes M. wrote:>> Deshalb hinkt auch Uhus Vergleich mit dem Golfclub ziemlich.>> Der stammt nicht von mir.
Stimmt, sorry, ich hatte Deine Äußerung über den "anspruchsvolleren
Verein" mit dem Golfclub in Verbindung gebracht. Ändert aber nichts
daran, dass eine Feuerwehr kein (anspruchsloser) Verein ist...;-)
> Ist die Feuerwehr ein Verein?
Das ändert wenig an der Tatsache, dass die Kultur dort eben völlig
vereinsmässig ist und man sich darauf einstellen soll. Und ganz nebenbei
ist es ja nichts schlechtes, ein Verein zu sein - nicht besser oder
schlechter als die Menschen, aus denen er besteht jedenfalls, was genau
so für Unternehmen, Behörden oder x-welche Gruppierungen gilt.
mr. chip wrote:
> Das ändert wenig an der Tatsache, dass die Kultur dort eben völlig> vereinsmässig ist und man sich darauf einstellen soll.
Dann haben die Leute schlicht nicht begriffen, was die ganze
Veranstaltung soll: Es geht um die Rettung von Menschenleben und die
Verhütung von Sachschäden; das ist nicht Ringelpietz mit Anfassen.
na,na bei der FF hat schon Geselligkeit einen hohen Stellenwert.
Es wir dafür aber auch viel Freizeit investiert.
Es kommt schon mal vor das einer
mehr Bier im Bauch
als Wasser im Schlauch
hat
Aber deshalb Nichttrinker oder Nichtraucher zu boykottieren,
ist sehr weit hergeholt.
In der FF ist eben alles etwas "Öffentlicher",
woanders wird es versteckt.
Ich kenne aus "Alten Zeiten" Ärztefeiern
wo Ärzte ,Krankenschwester und Sonstige welche sich für besseres hielten
mehr gek...zt als getrunken hatte.
Als Musikervolk war man Personal ,aber in vorgerückter Stunde,
...daran erinnere ich mich gern.
Eigentlich nicht z.Thema,wenn es hier schon steht schicke ich es ab.
Gruß
juppi wrote:
> na,na bei der FF hat schon Geselligkeit einen hohen Stellenwert.
Du meinst, unter den Leuten in der FF - das ist aber nicht die FF!
Es ist dort wie im Berufsleben: Privates hat in der FF nichts verloren
und wenn einige nach dem Dienst noch einen trinken gehen wollen, dann
ist das ihre Privatsache...
Fragt sich nur Vorurteile gegen wen hat?
Als Dipl.- xxxx wirst Du es in einer FF bei der mehrere Dipl.yyyy sind
wesentlich einfacher haben als in einer die von Lehrberufen dominiert
ist. Dann fehlt einfach der Stallgeruch, den man haben muss, um
akzeptiert zu werden. Du kannst Dir auch noch soviele Holzkohle ins
Gesicht schmieren und dennoch wirst Du nie ein "Kumpel" werden und von
denen auch nicht akzeptiert.
Schuster, bleib bei deinen Leisten.
Als nun mittlerweile 8 jähriges FF - Mitglied muss ich auch mal meinen
Beitrag zur Diskussion leisten :-). Eine FF wie Peter sie beschreibt hab
ich echt noch nie erlebt, und wir pflegen recht gute Beziehungen zu den
Nachbarwehren, alleine schon durch den Feuerwehrsport. Neueinsteiger
wurden bei uns immer mit offenen Armen aufgenommen, und ich habe in
meiner Zeit auch keinen Austritt aus der FF wegen persönlichen Problemen
in der FF miterlebt. Es wurden auch nie Unterschiede zw. den Leuten
wegen ihrer Bildung gemacht, mMn zählt das persönliche (so isses auch
bei fast allen anderen).
Dass beim Einsatz am Fahrzeug angetreten wird hab ich auch noch nie
erlebt, sowas gibts immer nur zur alljährlichen Grundübung. Auch die
Trennung zw. "Führungskräften" und "Fußvolk" gibts und sollte es auch
nich geben, die am höchsten ausgebildeten Leute bei uns verlassen das
Spritzenhaus bei uns immer als letztes :-).
Ich würd sagen, such dir ganz schnell einen neuen Verein, oder eine FF
in einem Nachbarort, da wo du jetzt bist, wirst du niemals Spass haben,
und nur zur selbstlosen Menschenrettung schlägt sich doch niemand seine
Freizeit um die Ohren.
Gast wrote:
> Als nun mittlerweile 8 jähriges FF - Mitglied muss ich auch mal meinen> Beitrag zur Diskussion leisten :-). Eine FF wie Peter sie beschreibt hab> ich echt noch nie erlebt,
Dito, siehe oben...
> Es wurden auch nie Unterschiede zw. den Leuten> wegen ihrer Bildung gemacht,
Richtig, Unterschiede wegen der Aus -Bildung kenne ich auch nicht, nur
wegen der Ein -Bildung ;-)
> mMn zählt das persönliche (so isses auch bei fast allen anderen).
Genau.
> Dass beim Einsatz am Fahrzeug angetreten wird hab ich auch noch nie> erlebt, sowas gibts immer nur zur alljährlichen Grundübung.
Bei uns nicht mal da. Nur bei den Leistungsnachweisen, wo es eben
standardisiert zugehen muss, um Vergleichbares zu haben.
> Auch die Trennung zw. "Führungskräften" und "Fußvolk" gibts und sollte> es auch nich geben,Sollte nicht, richtig. Klar, man sollte als Mannschaftsdienstgrad
schon ein bisschen Respekt vor den Führungskräften haben, aber das
ergibt sich bei einer guten Kameradschaft eigentlich automatisch, dass
man vernünftig miteinander reden kann. Führungskräfte, die nur im
Befehlston sprechen und sich nichts sagen lassen, sind ein untrügliches
Zeichen für eine nicht vorhandene Kameradschaft.
> da wo du jetzt bist, wirst du niemals Spass haben,
Das hat sich für den OP ja sowieso schon erledigt...
> und nur zur selbstlosen Menschenrettung schlägt sich doch niemand seine> Freizeit um die Ohren.
So isses. Geselligkeit gehört dazu (sie muss ja nicht ausufern, obwohl
das leider in vielen Fällen doch passiert). Man darf nur seine Pflichten
nicht vergessen, und das bedeutet auch, wenn man Bereitschaft für den
Kleinkram hat, nüchtern zu bleiben...
Übrigens ist der Hauptgrund dafür, dass die freiwilligen Feuerwehren in
der Öffentlichkeit eher dafür bekannt sind, den eigenen Durst zu
löschen, die Tatsache, dass Feuerwehren eben sehr stark unter
öffentlicher Beobachtung stehen. Und wenn da mal einer in Uniform von
der Jahreshauptversammlung nach Hause torkelt, dann ist es wieder die
Feuerwehr, die immer am Saufen ist.
>Übrigens ist der Hauptgrund dafür, dass die freiwilligen Feuerwehren in>der Öffentlichkeit eher dafür bekannt sind, den eigenen Durst zu>löschen, die Tatsache, dass Feuerwehren eben sehr stark unter>öffentlicher Beobachtung stehen. Und wenn da mal einer in Uniform von>der Jahreshauptversammlung nach Hause torkelt, dann ist es wieder die>Feuerwehr, die immer am Saufen ist.
Das ist sowieso das blödeste Vorurteil das es mMn gegen die FF gibt.
Meist wird in ebenfalls ortsansässigen Sportvereinen (Fußball, Kegeln
usw.) mindestens genauso gesoffen, nur steht von den Leuten keiner
Nachts um 3 auf wenn die Sirene (bzw. Funkmelder) losgeht.
So etwas wie Bereitschaft gibts in einer FF doch eh nur ganz selten, war
bei uns erst einmal als der örtliche Fluss über die Ufer getreten ist
und fast alle Keller des Nachbardorfs voll waren. Da war dann abzusehen,
dass da im Laufe des Tages öfters Einsätze kommen.
Gast wrote:
> So etwas wie Bereitschaft gibts in einer FF doch eh nur ganz selten, war> bei uns erst einmal als der örtliche Fluss über die Ufer getreten ist> und fast alle Keller des Nachbardorfs voll waren. Da war dann abzusehen,> dass da im Laufe des Tages öfters Einsätze kommen.
Unter "Bereitschaft" verstehe ich eher die Tatsache, dass es bei uns in
der Einheit vier Gruppen à 4 Mann mit FME für die jeweiligen Fahrzeuge -
TLF, RW, DLK, GW-G - gab (bzw. vermutlich immer noch gibt), die dann -
im Unterschied zum restlichen Löschzug, der nur bei Zugalarm antanzt -
"Bereitschaft" hat. Die FME werden alle paar Wochen getauscht (bis auf
die Zugführung, die hat mangels Alternativen immer "Dienst"), so dass
normalerweise keiner länger als einen Monat am Stück "Bereitschaft" in
Form einer kleinen Nervensäge in der Tasche hat.
Da pro Fahrzeug jeweils nur 4 Mann per FME verfügbar sind, ist es
natürlich wichtig, dass die vier dann auch kommen, wenn sie alarmiert
werden (gilt speziell für Fahrzeuge, die auch schon mal allein
rausgeschickt werden, z.B. Drehleiter zur überörtlichen Hilfe). Wenn da
auch nur zwei von vier Mann im Koma sind, ist Schluss mit Lustig.
Deshalb wird erwartet, dass ein FME-Träger sich in Sachen Alkohol
weitgehend zurückhält, was auch meist ganz gut klappt.
>Da pro Fahrzeug jeweils nur 4 Mann per FME verfügbar sind, ist es>natürlich wichtig, dass die vier dann auch kommen, wenn sie alarmiert>werden (gilt speziell für Fahrzeuge, die auch schon mal allein>rausgeschickt werden, z.B. Drehleiter zur überörtlichen Hilfe).
Vier Mann für eine Drehleiter?
Timo wrote:
> Vier Mann für eine Drehleiter?
Na, dass einer nicht kommen kann, kann immer mal passieren. Deshalb
eben ein bisschen Redundanz. Es ist auch schon mal passiert, dass so ein
Piepmatz einfach keinen Mucks von sich gibt, weil man grad im
Funkschatten ist.
Gregor wrote:
> Ausgetreten bin ich als dann als über den neuen Komandanten die> Schützenvereine Einzug hielten und er sie protegierte. Ich konnte mit> diesen Kaparvereinen nie was anfangen, empfinde das Herumstolzieren mit> Holzgewehren als Lachnummer und finde es jedesmal peinlich, wenn die> hackendicht aus dem Festzelt kommen. Mir ging es wie Dir um die Aufgabe,> nicht um den ganzen Uniformzirkus und die Vereinsmeierei die da mit> dranhängt.>
@Threadsteller: Sag mal, ist dir nichts aufgefallen?
Ich bin in einem Schützenverein. Ich feiere gerne mit. Und das aus einem
Grund: Es ist scheißegal, wer welchen Titel oder welche Ausbildung hat.
Da trinkt jeder mit jedem. Klar kommen da Witze unter der Gürtellinie,
aber egal.
Wenn du die geselligen Abende verweigerst oder gar zu den größeren
Events nichts hingehst, weil da Menschen etwas gegen dich sagen können
oder zuviel trinken könnten; vielleicht weil du dich als einzige
Akademiker gehänselt fühlst, bist du da falsch.
Achja: Auf die beknackte Idee, die Akademiker zu zählen, bin ich nicht
gekommen. Die Aktiven sind genauso viel wie bei euch in der Feuerwehr.
Ich habe mich nur von einem Bekanntenkreis während meines Studiums
getrennt, weil deren andauernde "Für Studiengebühren"-Debatten und des
Nöhlens wie gut es Studenten doch haben, echt angekotzt hat. Die hatten
ganze Abende lang kein anderes Thema drauf und verlangten noch, dass man
sich rechtfertigt. Und haben beleidigt auf "´Mach deinen Meister und
studier' doch auch" reagiert.
Thomas S. wrote:
> Also, nicht den Ing. raushängen lassen bei> den (wichtigen) Versammlungen, sondern Small Talk wenn Saufen angesagt> ist, und (aber richtig) Maul aufreißen wenn Wissen gefragt ist. Das muß> dann aber auch da sein.>
Exakt. Beim Schützenfest macht ja auch ein Elektriker des Vereins die
Verkabelung und der Bauer stellt das Güllefass zur Verfügung oder mäht
vorher die Wiese.
Und danach wird gemeinsam getrunken.
Timo wrote:
> In jeder BF und jeder freiwilligen FW mit Drehleiter die ich kenne wird> das Fahrzeug aber nur mit einem Trupp besetzt.
Bei BFs ist das sowieso was anderes. Ich habe bisher nicht so drauf
geachtet, wie andere das machen, aber bei uns rücken die Fahrzeuge
i.d.R. voll besetzt aus...